Auswahl neuer Publikationen


Heinrich von Kleist

 

Herausgegeben von Hans Joachim Kreutzer, 2011
128 Seiten: Paperback
C.H.Beck
ISBN 978-3-406-61240-4

Das Werk ist Teil der Reihe:
(Beck`sche Reihe: bsr - C.H. Beck Wissen;2716)

8,95 €   

Zu Lebzeiten blieb Heinrich von Kleist (1777 – 1811) die Anerkennung verwehrt, heute gilt er als einer der bedeutendsten Dichter zwischen Klassik und Romantik. Grund dafür ist die radikale Modernität seines Werks, das die politisch-sozialen Umbrüche der Zeit genau reflektiert und die Krise traditioneller Ordnungen auch sprachlich erfahrbar macht. Hans Joachim Kreutzer gibt in diesem Band einen fundierten Überblick über Kleists Leben und Werk.

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Kleist zur Gewalt

Transdisziplinäre Perspektiven 


Herausgegeben von Gianluca Crepaldi, Andreas Kriwak, Thomas Pröll

Edition Weltordnung - Religion - Gewalt
Band 8
brosch., 216 Seiten
2011, innsbruck university press • iup
ISBN 978-3-902811-06-6

€ 18,90

 

Zum Kleist-Jubiläumsjahr 2011 diskutiert dieser Band das Problem der Gewalt im und mit dem Werk Heinrich von Kleists durch transdisziplinäre Zugänge. Auch 200 Jahre nach seinem Tod im November 1811, hat das Werk des preußischen Dichters und Dramatikers nichts von seiner Intensität eingebüßt. Seine genuine Poetik des Radikalen zeigt sich besonders im Gewaltthema, das zweifelsohne zum ubiquitären Phänomen wird. Die Geschichten sind blutig, die Sprache brutal, aber niemals platt. Als Phänomenologe der Mannigfaltigkeit, ist Kleist bemüht, Gewalt kunstvoll auf unterschiedlichsten Ebenen zu reproduzieren. Sie tritt sowohl in der Getriebenheit des Einzelnen als auch zwischen Individuen in Erscheinung, in Liebe, Sexualität und Geschlechterkampf, innerfamilär oder in Familienfehden, gesellschaftlich und politisch, zwischen Bürgern und Eliten, innerhalb einer Volksgruppe oder zwischen den Völkern – und in Gestalt wütender Rachsucht reicht sie beinahe über das Diesseits hinaus: „Ich will nicht selig sein. Ich will in den untersten Grund der Hölle hinabfahren [...] und meine Rache, die ich hier nur unvollständig befriedigen konnte, wieder aufnehmen!“ 

Mit Beiträgen von Gianluca Crepaldi, Helmut Grugger, Andreas Kriwak, Monika Meister, Klaus Müller-Salget, Wolfgang Palaver, Thomas Pröll und Marion Tulka.


Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater

Typographische Bibliothek

Herausgegeben und gestaltet von Klaus Detjen

lieferbar ab  August 2011

Wallstein Verlag
ca. 80 Seiten
Einband: japanische Doppelblattbindung, Leinen, Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8353-0941-8

€ 29,00 (D)
€ 29,90 (A)
CHF 40,90

Mit der Kunstbetrachtung "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden", fünf Briefe von Heinrich von Kleist sowie den Kapiteln 1 bis 3 aus "Das Erste Buch Mose" des Alten Testaments.

Mit einer Einleitung von László F. Földényi

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Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden

Heinrich von Kleist in der Schweiz

Hg. von Philipp Burkard und Anett Lütteken unter Mitarbeit von Hannah Dotzauer.

Wallstein Verlag
91 Seiten mit 39 z.T. farb. Abbildungen
Einband: broschiert
ISBN: 978-3-8353-0896-1

€ 9,90 (D) 
€ 10,20 (A)
CHF 14,90

Zum 200. Todesjahr des Dichters: die Schweiz als Ausgangspunkt von Kleists dichterischem Schaffen.

Katalog zur Ausstellung "Kleist und die Schweiz": 25.5. - 4.9.2011 Thuner Schlossmuseum, 21.9. - 27.11.2011 Museum Strauhof Zürich, 25.2. - 25.11.2012 Kleist-Museum Frankfurt (Oder)


Am 10. Oktober 1801 schrieb Heinrich von Kleist (1777-1811) an seine Verlobte Wilhelmine von Zenge, dass er beabsichtige, »in der Schweiz einen Bauernhof zu kaufen« und »Landmann« im Geiste Rousseaus zu werden. Das Delosea-Inseli beim Thuner See sollte die neue gemeinsame Heimat werden. Dies blieb zwar letztlich einer der vielen unverwirklichten Träume im Leben Kleists - als Schriftsteller aber erlebte er in Thun eine ausgesprochen produktive Phase: Sein Erstling »Die Familie Schroffenstein« erschien anonym 1803; im geselligen Austausch mit den Freunden Heinrich Gessner und Ludwig Wieland legte Kleist zudem den Grundstock für seine berühmte Komödie »Der zerbrochne Krug«.
Der Katalog dokumentiert die für Kleists dichterischen Werdegang so außerordentlich bedeutsame Zeit in der Schweiz in vielfältiger Weise. Lebens weltliche Aspekte werden dabei ebenso berücksichtigt wie Facetten der Werkgenese. Ein besonderes Augenmerk gilt der kreativen Rezeption von Kleists Schweizer Aufenthalten, wie sie sich im Werk Robert Walsers ebenso spiegelt wie in den »Penthesilea«-Kompositionen Othmar Schoecks.

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Günter Blamberger: Heinrich von Kleist Biographie

Die Biographie zum 200. Todestag Heinrich von Kleists am 21.11.2011

S. Fischer Verlag
608 Seiten, Hardcover
ISBN: 978-3-10-007111-8

24,95 € (D) | 25,70 € (A) | 37,90 SFR

Wie kein anderer deutscher Dichter hat Kleist die Leser fasziniert. Doch was ist sein Geheimnis? Woher kommt die Tragik seines Lebens? Was sagt uns sein Werk heute?
In seiner großen Biographie zeichnet Günter Blamberger einen neuen Kleist: Anders als üblich erzählt er nicht vom Ende her, vom Selbstmord, sondern wählt die offene Perspektive, das Präsens, den Augenblick, wie er von Kleist selbst erlebt worden ist. Damit gelingt es ihm, das Beunruhigende und Staunenswerte offenzulegen, den Zündstoff in Kleists Leben und Werk zu zeigen. Entstanden ist das packende und anschauliche Porträt eines der großen deutschen literarischen Genies – die definitive Biographie für unsere Zeit.

Weitere Informationen zum Buch sowie zum Autor finden Sie hier


Hans-Jürgen Rehfeld: Der arme Kauz aus Brandenburg

Heinrich von Kleist in Berlin und Brandenburg. Ein literarischer Reiseführer.

Kleist-Museum 2011

Findling Buch- und Zeitschriftenverlag Kunersdorf

248 Seiten
ISBN 978-3-933603-48-7

12,00 €

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Heinrich von Kleist. Erzählungen

Faksimile der Erstausgabe 1810/11

Herausgegeben, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen von Thomas Nehrlich.

Michael Kohlhaas · Die Marquise von O.... · Das Erdbeben in Chili · Die Verlobung in St. Domingo · Das Bettelweib von Locarno ·
Der Findling · Die Heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik · Der Zweikampf 

2 Bände. Berlin 1810-1811. Nachdruck: Hildesheim, 2011.

Georg Olms Verlag, 2011
Ca. 650 S. Leinen.

Subskriptionspreis bis 31.07.2011 je Band 49,80 €

Ladenpreis je Band 58,00 €

Für Mitglieder der Kleistgesellschaft je Band 39,80 €

Ergänzungsband:

Thomas Nehrlich: „Es hat mehr Sinn und Deutung, als du glaubst.“ 

Zu Funktion und Semantik typographischer Textmerkmale in Kleists Erzählungen.

Hildesheim, 2011
130 Seiten
24,80 €  

Die letzte von Kleist autorisierte Ausgabe im kommentierten Nachdruck.

Das Kleist-Jahr gibt Anlass, mit den beiden Bänden der Erzählungen Kleists letzte große Veröffentlichung, die 1810/11 noch zu seinen Lebzeiten erschien, wieder in ihrer Originalgestalt zugänglich zu machen.

Da keine Handschriften erhalten sind, stellt diese von späteren Fremdeingriffen unbelastete Ausgabe die einzige authentische Fassung dar. Keine der heutigen Ausgaben gibt die Erzählungen ganz originalgetreu wieder, vor allem an der Schriftgestalt wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen. Nur im hier präsentierten Erscheinungsbild kann nachvollzogen werden, dass Kleist auch die Schriftgestalt seiner Texte durch den  Mittel mit vielfältigen Bedeutungen des Originals ermöglicht eine vollständige Lektüre-Erfahrung und differenziertere Deutung der Erzählungen.

In der Einleitung des Herausgebers, Literaturwissenschaftler an Einsatz typographischerversah. Erst die getreue Wiedergabe der Freien Universität Berlin, wird Kleists Gebrauch typographischer Gestaltungsmittel erläutert: Sperrsatz, Anführungszeichen und Gedankenstriche (deren berühmtester das Geheimnis der Marquise von O.... verbirgt) bilden eine weitere Textdimension, die seit 200 Jahren ihrer Entdeckung harrt.

Eine Bereicherung nicht nur für die Liebhaber von Kleists fesselnder und brillanter Prosa, sondern für alle genauen Leser, die Wert auf authentische Textfassungen legen! mehr


Tanja Langer: Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit

Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist

dtv 13981
240 Seiten
ISBN 978-3-423-13981-6

9,90 € (D) | 10,20 € (A) | 15,90 SFR

Am 21. November 1811 erschoss der Dichter Heinrich von Kleist zuerst Henriette Vogel und dann sich selbst am Kleinen Wannsee zwischen Potsdam und Berlin.

Tanja Langer erzählt, was in der letzten Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist passiert sein könnte. Was machen zwei Menschen, die eine besondere Beziehung verbindet, in den letzten Stunden ihres Lebens? Heimlich hat Kleist mit einer Kutsche Henriette Vogel am 20. November abgeholt, drei Stunden sind sie gefahren. Im Gasthaus Stimming, direkt am See, hat Kleist zwei Zimmer reserviert. Eine Zwischentür verbindet sie. Die beiden schreiben ihre letzten Briefe und trinken roten Wein, Kleist reinigt die drei Pistolen ...

Ausgehend von den wenigen Dokumenten, die es über diese Nacht gibt, lässt Tanja Langer das Geflecht aus Lebens(un-)möglichkeiten, Freundschaften und Verletzungen aufscheinen, das Kleist und Vogel zu ihrem Freitod führte. Erinnerungen berühren Kleists Gefangenschaft in Frankreich, in der er glücklich schrieb; Dinge werden ausgesprochen, die sonst verschwiegen werden; es geht um Liebe, Sehnsucht und Scheitern.

Perspektivreich und mit vielen neuen Details lotet Tanja Langer das Leben beider aus. Eine anrührende, meisterhaft erzählte, spannende Vergegenwärtigung einer tragischen Nacht. 

Weitere Informationen zum Buch sowie zu Lesungstermien finden Sie  hier
und unter www.tanjalanger.de