Mittwoch, 9. Mai, 11 Uhr
An historischem Ort, dort, wo bis zu seiner Zerstörung am Ende des 2. Weltkrieges das Wohnhaus Heinrich von Kleists stand, befinden sich heute in einem Altneubau aus den frühen 60er Jahren das Archiv und die Bibliothek des Kleist-Museums. Seit 2010 beheimatet das Haus auch eines der schönsten und bestbesuchten Schüler-Kunst-Projekte Deutschlands: die Kleist-WG. Das Kleist-Museum lädt anlässlich des Europatages Alt und Jung zu einer Führung durch die Kleist-WG und einem anschließenden Kurz-Workshop zum "Schreiben in Sütterlin mit Gänsefeder und Tinte" ein.
Eintritt: 1 Euro
Ort: Kleist-WG, Große Oderstraße 26/27
Anmeldungen unter info@kleist-museum.de oder 0335 – 53 11 55
Sonntag, 20. Mai, 11 und 14 Uhr
1977 wurde zum ersten Mal der Internationale Museumstag, ausgerufen vom Internationalen Museumsrat ICOM, begangen. In diesem Jahr laden die Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Sonntag vor Pfingsten ein,
Neues zu entdecken und hinter die Kulissen des Museums zu blicken. Im Kleist-Museum wird um 11 und 14 Uhr ein Blick auf besondere Schätze des Museums gewährt, die sonst im Panzerschrank, im Depot oder im Archiv verwahrt werden. Manuela Kalk, verantwortlich für die Sammlungen des Hauses und Hans-Jürgen Rehfeld, Bibliothekar im Kleist-Museum, geben Einblick in ihre Arbeit und stellen einige Raritäten vor. Bei gutem Wetter ist Gelegeheit, im Garten des Kleist-Museums Kaffee zu trinken, und zum Museumstag ist der Besuch aller Ausstellungen kostenlos.
Eintritt frei

Dienstag, 22. Mai, 19 Uhr
Anlässlich der Ausstellung "Ich will ein Bauer werden. Heinrich von Kleist und die Schweiz" laden wir Schweizer Künstler, Musiker und Autoren in die Kleist-Stadt ein. Nach der Ausstellungseröffnung mit Gästen aus Thun und Zürich kommt der in Bern geborene Schriftsteller und Filmemacher Matthias Zschokke nach Frankfurt, um aus seinem jüngsten Buch "Lieber Nils" zu lesen. Diese Mail-Chronik sei "keine sanfte Lektüre", schreibt eine Rezensentin, in ihr wehe "neben Melancholie und Spottlust, der Geist der Empörung. Alles, was dem schreibenden Ich unecht, feige und nur auf schnelle Wirkung hin kalkuliert erscheint, seien es nun Filme, Bücher oder Theaterstücke, geißelt er gnadenlos." Egal, ob es ein eher vergnüglicher oder gar etwas bitterer Abend wird, Matthias Zschokke zuzuhören ist ein wirklicher Gewinn und garantiert eine Leseempfehlung.
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Freitag, 1. Juni, 17 Uhr
Die aktuelle Ausstellung zu Kleist in der Schweiz wurde maßgeblich mit Thuner Unterstützung realisiert. Zum Sommerfest wollen wir unsere Schweizer Partner an der Oder bekannt machen, mit Musik und Literatur, bei Wein und kulinarischen Genüssen. Von Nachmittag bis Mitternacht wird gefeiert, wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen mit den Frankfurtern und ihren Gästen.
Nähere Informationen folgen!
Samstag, 2. Juni, 16 Uhr
Im September 2011 fand der Bundeskongress des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) unter dem Motto "Kleisttage in Frankfurt an der Oder" statt. Im Vorfeld hatte der Landesverband Brandenburg einen Schreibwettbewerb ausgelobt, an dem sich mehr als 100 Schreibende aus Deutschland, Italien, der Schweiz, Österreich und Polen beteiligten. Die Preisverleihung fand unter großem öffentlichen Interesse im Collegium Polonicum statt. Nun liegt eine Anthologie mit den besten Texten, gefördert von der Stiftung Sparkasse Oder-Spree und gemeinsam herausgegeben vom FDA-Landesverband Brandenburg und dem Kleist-Museum, vor.
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro
Eine gemeinsame Veranstaltung von FDA-Landesverband Brandenburg und Kleist-Museum. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Sparkasse Oder-Spree.

Donnerstag, 7. Juni, 17 Uhr
Studierende des Bachelor-Studiengangs am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig präsentieren als Seminararbeit konzipierte kleine Kunst-Ausstellungen aus den Sammlungen des Kleist-Museums.
Im Künstlerbuch gehen Text und Bild im Akt des Blätterns eine ganz eigene Verbindung ein, doch geht dieses sinnliche Moment in der zumeist üblichen Präsentation in einer Vitrine verloren. Die Ausstellung versucht deshalb einen neuen Weg, Text und Bild und ihr gemeinsames Thema der Bewegung zusammenzuführen.
Für Hans Bellmer (1902-1975) war die Auseinandersetzung mit dem Thema "Puppe" zentraler Dreh- und Angelpunkt des künstlerischen Schaffens.
Kuratoren: Antje Krause und Marcus Peter
Ein Projekt von Studierenden der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Kleist-Museum.
Eintritt frei

Dienstag, 22. Juni, 19 Uhr
Der 1934 in Dresden geborene Herrmann Zschoche zählte zu den wichtigsten Filmautoren und Regisseuren der DDR. Seinem Regiedebüt 1961 folgten bis 1989 neunzehn Filme, Zschoche war sowohl mit Filmen für Kinder und Jugendliche (Sieben Sommersprossen, Insel der Schwäne) als auch mit zahlreichen Gegenwartsfilmen, die ein ungeschöntes Bild des Alltags zeichneten (Liebe mit 16, Glück im Hinterhaus, Die Alleinseglerin) erfolgreich. Sein Spielfilm "Karla" fiel 1965 der Zensurpolitik des 11. Plenums zum Opfer und wurde erst 1990 uraufgeführt. 1984 erschien "Hälfte des Lebens", ein Film über Friedrich Hölderlin, für den Zschoche auch das Drehbuch schrieb. Im Kleist-Museum spricht er (mit illustrierenden Filmzitaten) über seine Arbeit für den Film, über das Schreiben über berühmte Dichter und über Chancen und Grenzen von Literaturverfilmungen.
Eintritt: 6 Euro, erm. 4 Euro