Dienstag, 8.Mai, 19 Uhr
Mit keinem Namen ist die Aufklärung in Brandenburg-Preußen so sehr verbunden wie mit Friedrich dem Großen, und das, obwohl erst mit den Preußischen Reformen ab 1806 zentrale politische Forderungen der Aufklärung umgesetzt wurden. Eine ganze Reihe von Aufklärern hat diese Gesellschaftsmodernisierung befördert, sie fanden sich in den Zirkeln französischer Aufklärer am Hof in Sanssouci ebenso wie in bestimmten bürgerlichen Kreisen in den brandenburgischen Land. Anhand von 20 Porträts werden die Gründungsepoche des modernen Brandenburgisch-Preußischen Staates anschaulich gemacht sowie Persönlichkeiten und Orte der Aufklärung in Brandenburg (von Frankfurt an der Oder über Potsdam bis Perleberg, Gielsdorf, Ruppin und Reckahn) vorgestellt.
Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit CULTURCONmedien und der Märkischen Oderzeitung.
Donnerstag, 26. April, 19 Uhr
Kleist im Film – Klappe, die Erste: unter diesem Motto lädt das Kleist-Museum in loser Folge zu Filmdiskussionen ein. Im Mittelpunkt stehen Kleist-Verfilmungen aus verschiedenen Jahrzehnten ebenso wie Filme, die sich mit Kleists Biographie auseinandergesetzt haben. Der erste Gesprächsabend mit illustrierenden Film-Zitaten beschäftigt sich mit dem Defa-Streifen "Jungfer, sie gefällt mir". 1969 entstand diese Komödie, sehr frei nach Kleists "Der zerbrochne Krug", in der Regie von Günter Reisch. Am Drehbuch der ins Sächsische verlegten Geschichte arbeitete Jurek Becker mit, den Dorfrichter spielte Wolfgang Kieling, Marianne Wünscher die Frau Marthe, Horst Schulze den Justizrat Walter und Rolf Ludwig den Schreiber Licht.
Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro

Donnerstag, 19. April, 17 Uhr
Studierende des Bachelor-Studiengangs am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig präsentieren als Seminararbeit konzipierte kleine Kunst-Ausstellungen aus den Sammlungen des Kleist-Museums.
Keinem Werk Heinrich von Kleists gab Gerhard Goßmann (1912-1994) so viele Gesichter wie der Erzählung "Michael Kohlhaas". Die Studioausstellung lädt ein, den unterschiedlichen Annäherungen des Künstlers an den Text zu folgen, und stellt dabei die Frage nach den Charakteristika einer Illustration.
Ein Projekt von Studierenden der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Kleist-Museum.
Kuratoren: Lisa Modrakowski, Franziska Wenig
Eintritt frei
Montag, 16. April, 19 Uhr
Zu den Buchmessen im Frühjahr und Herbst kommen Tausende neue Titel auf den Buchmarkt und kämpfen um die Aufmerksamkeit der Leser. Wichtig für die klassischen Literaturverlage ist, neben dem Interesse der Leser auch die Beachtung der Literaturkritik für die neuen Bücher zu erreichen. Und für die Leser wird die Literaturkritik immer wichtiger, um sich im Dschungel der zahllosen Neuerscheinungen orientieren zu können. Frauke Meyer-Gosau, Chefredakteurin der Zeitschrift "Literaturen", stellt im Gespräch mit Anette Handke, Pressefrau im Kleist-Museum, einige der Neuerscheinungen der Saison vor. Frauke Meyer-Gosau wirft einen kritischen Blick auf aktuelle Bestsellerlisten und wagt die Wertung: Welche Titel sind nur auf Wirkung berechnete Dutzendware, womit kann man den größten finanziellen Erfolg erreichen, und welche literarischen Neuentdeckungen vielleicht auch jenseits der Listen sind zu empfehlen?
Eintritt: 5 Euro
In Kooperation mit der Volkshochschule Frankfurt (Oder).
Dienstag, 3. April, 10 Uhr
Im Rahmen des schulinternen Häuserprojekts der Oberschule „Heinrich von Kleist" Frankfurt (Oder) lesen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7-10 aus Kleists Prosatexten.
Zuhörer willkommen!
Eintritt frei
Dienstag, 20. März, 19 Uhr
Künstlertagebücher gehören zu den intimsten Zeugnissen, die wir kennen und die wie kaum eine andere Quelle Aufschluss geben über den Geist der Epoche. Dies gilt um so mehr für eine Künstlerin vom Rang der Käthe Kollwitz, die aus einem starken Bedürfnis nach Diskretion heraus alles "Private" vor der Öffentlichkeit zurückhielt. Für dieses Private, allzu Persönliche gab es einen Gesprächspartner: das Tagebuch. Jutta Bohnke, promovierte Germanistin, von 1984 bis 1990 Leiterin des Kollwitz Museums in Köln und Enkelin der Künstlerin, gab die Tagebücher heraus und schrieb: "Nirgends, auch nicht in ihren Arbeiten, ist Käthe Kollwitz mehr sie selbst, nirgends tritt sie lebendiger entgegen als in ihren Aufzeichnungen."
Eintritt 7,- Euro / ermäßigt 5,- Euro
Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder
E-Mail: info@kleist-museum.de empfohlen.
Samstag, 25. Februar, 16 Uhr
Für neun Monate stehen Heinrich von Kleists auf die Schweiz gerichteten Hoffnungen und Wünsche und seine dortigen Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse im Mittelpunkt der Präsentation im Kleist-Museum. Begleitet wird die Ausstellung von einem Programmschwerpunkt Schweizer Kultur. Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Philipp Burkard, einer der Kuratoren der Ausstellung und Leiter der Abteilung Kultur der Stadt Thun.
Eintritt frei
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stadt Thun, Museum Strauhof, Zürich, und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder), mit freundlicher Unterstützung der Schweizerischen Botschaft. Gefördert von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und der Deutschen Post AG.

Dienstag, 14. Februar, 19 Uhr
Wenn Annekathrin Bürger aus dem Dekameron liest, kommt der Reiz dieser lebensfrohen Welt Boccaccios noch selbstverständlicher daher. Denn Erotik und alltägliches Leben gingen in der Welt, in der sie eine der beliebtesten Schauspielerinnen war, für Frau und Mann genau so lustvoll zusammen wie bei Boccaccio. In der Lesung macht sich Dank der Vortragskunst von Annekathrin Bürger eine prickelnde Spannung breit. Zeit zum Luftholen gibt es bei der Musik zwischendurch.
Begleitet wird die Schauspielerin von dem Komponisten und Pianisten Fred Symann, der mit seinen musikalischen Zwischenspielen, abgestimmt auf Bürgers Texte, das ideale Pendant zu der Vortragenden darstellt. Die Künstler laden ein zu einem lustund liebevollen Abend, der so schnell nicht vergessen werden wird….
Eintritt 10,- Euro / ermäßigt 8,- Euro
Paarticket: 18,- Euro
Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder
E-Mail: info@kleist-museum.de empfohlen.
Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Post AG.
Donnerstag, 2. Februar, 19 Uhr
Zur Eröffnung der kleinen Ausstellung, die für zwei Monate im Veranstaltungsraum gezeigt wird, lädt das Kleist-Museum zu Musik, Gesprächen und einem Glas Wein ein.
Eintritt frei

Sonntag, 29. Januar, 13 Uhr
Am 21. November 2011 fand das Kleist-Jahr mit einem Festakt am Kleinen und Großen Wannsee in Berlin offiziell seinen Abschluss. Ausstellung und Begleitprogramm geben aber auch im Januar noch viele Gelegenheiten zur Begegnung mit Kleist in Berlin und Frankfurt (Oder). Zur Finissage der Doppelausstellung und dem Abschluss des gemeinsamen Projektes laden Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) und Kleist-Museum Macher und Förderer des Gedenkjahres zu einer Veranstaltung ein, um Rückschau zu halten und vor allem um Dank auszusprechen und gemeinsam zu feiern.
Nur auf Einladung.

Mittwoch, 25. Januar, 19 Uhr
In der Erzählung "Kein Ort. Nirgends" kommt es zu einer (fiktiven) Begegnung zwischen der Stiftsdame und Dichterin Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist auf einer Gesellschaft in Winkel am Rhein, im Jahr 1804, an einem schönen Sommertag. Eine geheimnisvolle innere Macht zieht die beiden einsamen Menschen zueinander und in ein Gespräch über das Leben, die Literatur, die Sehnsucht nach Vollkommenheit – und die Fremdheit in einer Welt des Nutzens, der Zwecke und des Erfolgs. "Kein Ort. Nirgends" handelt dennoch von Möglichkeiten und Hoffnungen; auch im Bewusstsein des tragischen Todes der beiden am Ende unglücklichen Menschen 1806 und 1811.
Blanche Kommerell, Trägerin des Deutschen Sprachpreises 2008, 1950 in der DDR geboren, liest seit 1980 aus Romanen und Erzählungen Christa Wolfs.
Die Lesung findet zur Erinnerung an Christa Wolf statt, die am 1. Dezember 2011 in Berlin gestorben ist.
"Kein Ort. Nirgends" hab ich 1977 geschrieben. Das war in einer Zeit, da ich mich selbst veranlasst sah, die Voraussetzungen von Scheitern zu untersuchen, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Verzweiflung und Scheitern in der Literatur... Daraus ist bei mir unter anderem die Beschäftigung mit dem Material solcher Lebensläufe wie denen von Günderrode und Kleist entstanden. Ich habe diese beiden Figuren genommen, um ihre Problematik für mich durchzuspielen..." (Christa Wolf).
Eintritt 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro
Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder
E-Mail: info@kleist-museum.de empfohlen.

Mittwoch, 18. Januar, 19 Uhr
Kleists finanzielle Situation war Zeit seines Lebens prekär, obwohl seine materiellen Voraussetzungen keineswegs so schlecht waren. Lebte er über seine Verhältnisse? Das Thema Geld durchzieht Kleists gesamte Korrespondenz; es bestimmte nicht nur die Verhandlungen mit Verlegern, sondern manchmal auch die Beziehung zu seiner Schwester und seinen Freunden. Interessanterweise lassen seine pekuniären Äußerungen einen durchaus selbstironischen Kleist erahnen, und so lesen wir mit kommentierendem Blick auf die "reale" Situation seine amüsanten, verzweifelten, manipulativen, utopischen Geldzitate. Barbara Gribnitz und Hans-Jürgen Rehfeld, Mitarbeiter des Kleist-Museum, stellen anhand einer Briefauswahl ein etwas anderes Kleistporträt vor.
Eintritt 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro
Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder
E-Mail: info@kleist-museum.de empfohlen.
Dienstag, 10. Januar, 16 Uhr
Kleists literarisches Werk umfasst acht Dramen, acht Erzählungen und einige Gedichte. Der Kurs gibt einen Überblick über die Dichterbiographie und beschäftigt sich näher mit der Komödie "Der zerbrochne Krug" und der Erzählung "Die Marquise von O...", insbesondere im Vergleich zu den berühmten Verfilmungen beider Werke (Gustav von Ucicky 1937; Eric Rohmer 1976).
Über die Werke Kleists spricht Dr. Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum.
Eintritt 5,- Euro
Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder
E-Mail: info@kleist-museum.de empfohlen.
In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Frankfurt (Oder), nähere Informationen: www.vhs-frankfurt-oder.de

Mittwoch, 4. Januar, 16 Uhr
Öffentliche Führungen durch die aktuelle Ausstellung am ersten Mittwoch im Monat, ohne Voranmeldung.
Ticket: 4,- Euro / ermäßigt 3,- Euro inkl. Museumseintritt