Aktuelles aus der Kleist-Gesellschaft


Hanns Zischler verleiht den Kleist-Preis 2017 an Ralf Rothmann

Der Kleist-Preis wird Ralf Rothmann am 19. November 2017 in Berlin verliehen. Die Laudatio hält der Schauspieler, Verleger, Übersetzer und Essayist Hanns Zischler. Er hat – als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson – Ralf Rothmann in alleiniger Verantwortung, der Tradition des Kleist-Preises gemäß, zum Preisträger bestimmt. Die Jury des Kleist-Preises bestand diesmal aus Andrea Bartl (Universität Bamberg), Günter Blamberger (Universität zu Köln), Florian Borchmeyer (Schaubühne Berlin), Gabriele Brandstetter (Freie Universität Berlin), Florian Höllerer (Literarisches Colloquium Berlin), Michael Maar (freier Autor, Berlin)  und Sigrid Weigel (Zentrum für Literaturforschung Berlin).

Die vollständige Presseerklärung lesen Sie hier.


Neues Kleist-Jahrbuch 2017 erschienen

Das  "Kleist-Jahrbuch 2017" dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2016 mit den Reden der Preisträgerin Yoko Tawada, der Vertrauensperson der Jury Ulrike Ottinger und des Präsidenten der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger. Mehr hier ...

Aktuelle Theaterinszenierungen


Theater Bonn: Penthesilea, Oper v. Othmar Schoeck. Regie: Peter Konwitschny

Nächste Aufführungen: PREMIERE 15.10.2017 um 18:00 Uhr, 20.10.2017 um 19:30 Uhr, 29.10.2017 um 16:00 Uhr, 12.11.2017 um 19:30 Uhr, 19.11.2017 um 18:00 Uhr, 02.12.2017, 14.12.2017  jeweils um 19:30 Uhr

Musikalische Leitung: Dirk Kaftan, Inszenierung: Peter Konwitschny, Ausstattung: Johannes Leiacker, Dramturgie: Bettina Bartz

Besetzung – Penthesilea: Dshamilja Kaiser, Achilles: Christian Miedl


Theater Bremen: Michael Kohlhaas. Regie: Martin Grünheit

Nächste Aufführungen: PREMIERE 16.11.2017 um 20:00 Uhr, 17.11.2017 um 18:30 Uhr, 18.11.2017 um 11:00 Uhr, 14.01.2017 um 18:30 Uhr, 18.01.2017 um 11:00 Uhr, 07.02.2018, 16.02.2018 jeweils um 20:00 Uhr.

Regie: Martin Grünheit, Bühne: Lea Kissing, Dramaturgie: Simone Sterr

Besetzung: Musik live Farahnaz Hatam, Colin Hacklander


Staatsschauspiel Dresden: Amphitryon. Regie: Wolfgang Engel

Nächste Aufführungen: 15.10.2017 um 19:00 Uhr, 28.10.2017 um 19:30 Uhr, 07.11.2017 um 19:30 Uhr

Regie: Wolfgang Engel; Bühne: Olaf Altmann; Kostüm: Zwinki Jeannée; Musik; Ole Schmidt; Licht: Michael Gööck; Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit: Matthias Reichwald, Paula Skorupa, Hannelore Koch, Philipp Lux, Martin Reik


Berliner Ensemble: Prinz Friedrich von Homburg. Regie: Claus Peymann

20.10.2017, 21.10.2017 jeweils um 19:30 Uhr (PREMIERE 10.02.2017)

Inszenierung: Claus Peymann; Bühne und Kostüme: Achim Freyer; Dramaturgie: Jutta Ferbers, Sarah Thielen; Mitarbeit Bühne und Kostüme: Petra Weikert, Wicke Naujoks

Mit: Carmen-Maja Antoni, Antonia Bill, Swetlana Schönfeld; Carl Bruchhäuser, Boris Jacoby, Anatol Käbisch, Roman Kaminski, Matthias Mosbach, Luca Schaub, Veit Schubert, Fabian Stromberger, Sabin Tambrea


Schauspielhaus Düsseldorf: Michael Kohlhaas. Regie: Matthias Hartmann

Nächste Aufführungen: 18.10.2017, 13.11.2017, 22.11.2017 jeweils um 19:00 Uhr (PREMIERE, 04.07.2017)

Regie: Matthias Hartmann, Bühne: Johannes Schütz, Kostüm: Malte Lübben, Musik: Karsten Riedel, Dramaturgie: Robert Koall, Video: Roman Kuskowski, Dramaturgische Mitarbeit: Juliane Hendes, Theaterpädagogik: Thiemo Hackel

BesetzungChristian Erdmann, Reinhart Firchow, Florian Lange, Jan Maak, Andrei Viorel Tacu, Thomas Wittmann, Minna Wündrich, Wolf Danny Homann, Dominik Puhl


Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Der zerbrochne Krug. Regie: Michael Thalheimer

Nächste Aufführungen: 07.11.2017, 29.11.2017, 29.12.2017 jeweils um 20:00 Uhr. (PREMIERE, 06.07.2017)

Regie: Michael Thalheimer, Bühne: Olaf Altmann, Kostüme: Michaela Barth, Musik: Bert Wrede, Dramaturgie: Jörg Bochow

Besetzung: Paul Behren, Ute Hannig, Josefine Israel, Markus John, Anja Laïs, Carlo Ljubek, Christoph Luser, Aljoscha Stadelmann

Richter Adam vertritt die Staatsmacht und die Justiz im kleinen Huisum – Kleists fiktivem ,Weltdorf‘, in dem sich wie in einer grotesken Miniatur der Konflikt zwischen modernem Ordnungssystem und realer Lebenswirklichkeit spiegelt. Nicht nur der genusssüchtige und erpresserische Dorfrichter lügt und betrügt um des eigenen Vorteils willen was das Zeug hält, auch Marthe Rull und ihre Tochter Eve, ihr Bräutigam Ruprecht und der Schreiber Licht verstricken sich in einem Netz der Täuschungen. Der Gerichtsprozess um den zerbrochenen Krug wird zur Farce, da der Ermittler auch der Täter ist – ein Motiv, das sich von Sophokles‘ »König Ödipus« bis zu gegenwärtigen Krimis durch die Literatur- und Mediengeschichte zieht. Kleist siedelt sein Spiel vom Sündenfall des ,neuen Adam‘ im bürgerlichen politischen System an – als aberwitzige Komödie. 

 »Der zerbrochne Krug« ist Michael Thalheimers erste Inszenierung am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg.


Theater Krefeld / Mönchengladbach: Der zerbrochne Krug. Regie: Hüseyin Michael Cirpici

Nächste Aufführungen: 11.10.2017 um 19:30 Uhr, 14.10.2017 um 18:00 Uhr, 20.10.2017, 03.11.2017, 09.11.2017 jeweils um 19:30 Uhr, 03.12.2017 um 16:00 Uhr, 08.12.2017 um 19:30 Uhr.

Regie: Hüseyin Michael Cirpici, Bühne u. Kostüme: Sigi Colpe, Musik: Julia Klomfaß, Dramaturgie: Martin Vöhringer


Staatstheater Cottbus: Michael Kohlhaas. Regie: Moritz Peters

Nächste Aufführung: 11.10.2017, 16.10.2017, 30.11.2017, 23.12.2017, 04.05.2018 jeweils 19:30 Uhr. (PREMIERE 27.05.2017)

Regie: Moritz Peters, Bühne u. Kostüme: Lisa Marie Wehrle.

Besetzung: Kristin Muthwill, Michael von Bennigsen, Mathias Kopetzki


Chawwerusch-Theater in Reinheim: Kohlhaas. Regie: Siegfried Bühr

Nächste Aufführungen: 27.10.2017 um 20:00 Uhr

im Kulturzentrum Hofgut Reinheim, 64354 Reinheim, Kirchstraße 24


Theater Duisburg: Michael Kohlhaas. Regie: Sebastian Kautz

Nächste Aufführungen: 03.10.2017, 28.11.2017 jeweils 19:30 Uhr.

Es spielen: Gero John, Sebastian Kautz


Megalomania Theatergruppe Frankfurt: Marquise von O....

Nächste Aufführung: 13.10.2017, 14.10.2017, 19.10.2017 jeweils um 19:30 Uhr.


Neue Veröffentlichungen zu H. v. Kleist.
Gedruckt, Online und zum Anhören.


Neues Kleist-Jahrbuch 2017 erschienen

Das  "Kleist-Jahrbuch" 2017 dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2016 mit den Reden der Preisträgerin Yoko Tawada, der Vertrauensperson der Jury Ulrike Ottinger und des Präsidenten der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger. Mehr hier ...


Klaus Müller-Salget: Kleist und die Folgen

Kleist, zu Lebzeiten ziemlich erfolglos, im 19. Jahrhundert von Goethes abschätzigen Urteilen verfolgt, hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts mit seinen Werken und als Person eine beispiellose Karriere erfahren. Die Abwertung des "preußischen Junkers" von marxistischer Seite und die Vereinnahmung durch die Nazis andererseits haben diese Karriere behindern, aber nicht nachhaltig beschädigen können. Gerade das Antiklassische und Widerständige von Kleists Werk wurde und wird immer wieder als verwandt und impulsgebend empfunden. Ausgehend von der Biographie des Dichters, schildert Klaus Müller-Salget die Etappen dieser Nachwirkung, die über die Literatur, das Theater, die Literaturwissenschaft hinaus auch andere Künste und moderne Medien ergriffen hat. Die Lebendigkeit dieses vielgestaltigen Œuvres ist ungebrochen.


Anna-Lena Scholz: Kleist / Kafka: Diskursgeschichte einer Konstellation

Franz Kafka und Heinrich von Kleist sind leuchtende Gestirne im literaturwissenschaftlichen und philosophischen Diskurs der Moderne. Die Faszination für die Autorenkonstellation verdankt sich einer außergewöhnlichen Rezeption und zwar insbesondere jenen Kafka- und/oder Kleist-Lektüren, die ihrerseits thematischen, ästhetischen und politischen Einfluss auf die Literaturwissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts gewonnen haben: Essays von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Judith Butler, Gilles Deleuze/Félix Guattari, Mathieu Carrière, Jacques Derrida, Giorgio Agamben und Paul de Man. Die Studie liest diese Texte als Transkriptionen der Werke Kleists und Kafkas und arbeitet heraus, wie der Ruhm und die diskursive Autorität der Autorenkonstellation erst erzeugt und anschließend immer wieder reproduziert wurden. KLEIST und KAFKA fungieren in diesem Prozess als Markennamen, die literaturwissenschaftliche Argumentationen etwa über den Begriff von Modernität abkürzen oder ersetzen, zugleich aber mit symbolischem Kapital beladen. Die Rekonstruktion dieser Diskursgeschichte zeigt, an welchen Stellen die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit der geisteswissenschaftlichen Theoriebildung und ihren politischen Implikationen verwoben ist. Die vorliegende Studie wurde als herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der neueren deutschen Literatur mit dem Scherer-Preis 2016 ausgezeichnet.


2016 Gedankenstriche

2016 Gedankenstriche
Ein Journal des Kleist-Museums
Hg. Wolfgang de Bruyn/Barbara Gribnitz
Kleist-Museum 2016
Mit Beiträgen von Sigrid Bias-Engels, Wolfgang de Bruyn, Christina Dalchau, Hinrich Enderlein, Michael Freitag, Martin Gorholt, Barbara Gribnitz, Monika Grütters, Anette Handke ... mehr hier.
9,80 €
(zzgl. Versandkosten)


Bettina Faber, Ingo Breuer (Hrsg.): Ein blauer Schleier, wie in Italien gewebt. Kleist-Tage in Venedig.

Bettina Faber, Ingo Breuer (Hrsg.)

Ein blauer Schleier, wie in Italien gewebt

Heilbronner Kleist-Studien

ISBN/EAN: 9783940494771

Seitenzahl: 356

20.00 €


Kleist.digital: Familie Schroffenstein

In der digitalen Edition sämtlicher Werke und Briefe Heinrich von Kleists ist jetzt die textkritische Version von Kleists Erstling ›Die Familie Schroffenstein‹ erschienen. Sie folgt ebenso wie die Fassungen des DKV und der BKA dem Erstdruck, bietet aber ca. 100 neue Lesarten und Emendationen.


Rainer Hillenbrand: Problematische Idyllen von Schnabel, Kleist und Heyse.

Rainer Hillenbrand

Problematische Idyllen von Schnabel, Kleist und Heyse
Studien zur Germanistik, Band 66
Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2016, 
230 Seiten, 88,80 €
ISBN 978-3-8300-9313-8

An Schnabels Insel Felsenburg (1731-43), Kleists Schrecken im Bade (1808) und Heyses Hochzeitsreise an den Walchensee (1859/63) lassen sich exemplarisch die Möglichkeiten und Grenzen idyllischer Entwürfe in der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts aufzeigen. mehr...


Klassiker trifft Comic: Der zerbrochne Krug

Heinrich von Kleist 

Der zerbrochne Krug

156 Seiten

Klett, Stuttgart 2016

ISBN 978-3-12-666784-5, 6,99 €

Zum Inhalt
Der zerbrochene Krug-Comic zur Vorentlastung und Einführung
Klassischer Originaltext mit erläuternden Fußnoten
Anhang zu Heinrich von Kleist – Leben und Werk


Heilbronner Kleist-Blätter 28

Heilbronner Kleist-Blätter 28

von Günther Emig (Hrsg.)

Kleist-Archiv Sembdner,  30.12.2016

ca. 600 Seiten, 20.00 €

ISBN/EAN: 9783940494788


Aus Hochschule und Schule


FU Berlin: Kleists Erzählungen. Prof. Anne Fleig (Hauptseminar)

Kleists in rascher Folge entstandene Erzählungen faszinieren durch ihre rätselhafte Widersprüchlichkeit und ihren experimentellen Charakter, der zugleich ihre spezifische Modernität begründet. Sie zeichnen sich durch eine Radikalisierung bestehender Traditionen und Gattungsmuster aus, die nicht selten als literarischer Wettkampf erscheint. Das Seminar fragt nach Kleists radikaler Poetik und bietet einen Durchgang durch die Texte, der durch die gemeinsame Lektüre von einschlägiger Sekundärliteratur begleitet wird. Zur Einführung: Ingo Breuer (Hrsg.): Kleist-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Stuttgart/Weimar 2009 (Sonderausgabe 2013, kartoniert, 19,95 EUR). Am 17. November findet im Kleist-Museum Frankfurt/Oder ein Studientag zu "Michael Kohlhaas polyperspektivisch" statt, an dem wir als Seminar im Rahmen einer Exkursion teilnehmen werden.


FU Berlin: Kleist inszenieren - Kleist ausstellen. Prof Dr. Anne Fleig (FU Berlin) und Dr. Barbara Gribnitz (Kleist-Museum Frankfurt/Oder)

Wie kommen Literatur und Theater ins Museum? Und wie kommen sie wieder heraus? Diese und viele andere praktische Fragen möchte das Seminar diskutieren und mit einer Ausstellung beantworten, die die SeminarteilnehmerInnen in Kooperation mit dem Kleist-Museum Frankfurt/Oder entwickeln. Das Praxisprojekt kann sich auf die Bestände des Museums zu Kleist-Inszenierungen der Gegenwart stützen, diese sichten, bearbeiten und als Ausstellung arrangieren.

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