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Kleists Dinge. Internationale Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum

Tagung

Freitag/Samstag, 21. und 22. November 2014
Frankfurt (Oder)

Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier im Flyer.

Begleitprogramm

Donnerstag, 20. November 2014, 20 Uhr
Kleist – Über das Marionettentheater oder die Überwindung der Schwerkraft in drei Akten
Theater des Lachens, Frankfurt (Oder)
Puppentheater

Eintritt: 15,- Euro
Kartentelefon: 03 35 - 680 16 95

Freitag, 21. November 2014, 20 Uhr
Kleist-Salon der Hamburger Gruppe der Kleist-Gesellschaft im Kleist-Museum, Frankfurt (Oder).

Eintritt frei!


Neue Grabplatte für Wilhelmine Krug, geb. von Zenge, vormals Kleists Braut

Hans-Jochen Marquardt und Michael Faber (v. l.)

Niederlegung der Grabplatte für Wilhelmine Krug, geb. von Zenge, auf dem Alten Johannisfriedhof Leipzig.

20. August 2014

Am Vormittag des 20. August 2014 wurden der Stadt Leipzig und der Öffentlichkeit im Rahmen einer kleinen Veranstaltung auf dem Alten Johannisfriedhof zu Leipzig der restaurierte Grabstein für den zweimaligen Rektor der Universität Leipzig und Ehrenbürger der Stadt, Wilhelm Traugott Krug (1770 – 1842), und eine Nachschöpfung der originalen Grabplatte für dessen Ehefrau Wilhelmine Krug, geb. von Zenge (1780 – 1852), übergeben. Der 20. August war der Geburtstags Wilhelmines. Die originale Grabplatte für sie hat bis mindestens 1943 existiert. Seither ist sie verschollen.
 
Der Germanist Hans-Jochen Marquardt hatte u.a. nachweisen können, dass die Stelle, an der heute der Grabstein für Wilhelm Traugott Krug steht, identisch ist mit der Stelle, an der sich das Grab beider befindet. Dies konnte auf dem 1883 säkularisierten Friedhof, der seitdem vielen Veränderungen unterlag, nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden.
 
Marquardt initiierte eine Spendenaktion und beantragte Denkmalschutz-Fördermittel des Freistaats Sachsen. Beides war erfolgreich, so dass nach mehr als 70 Jahren nun wieder zwei Grabsteine für das Ehepaar Krug auf dem Alten Johannisfriedhof zu sehen sind. Die Inschrift der neuen Grabplatte für Wilhelmine Krug (wie das Original aus weißem Marmor) folgt fast buchstäblich jener des originalen Steins. Ergänzt wurde sie nun um die Worte „Von 1800 bis 1802 war sie die Braut des Dichters Heinrich von Kleist“.
 
Die Gesamtkosten für beide Steine beliefen sich auf 5729,25 Euro. Davon waren 2500,00 Euro Fördermittel. An der Spendenaktion haben sich insgesamt 42 Personen und Körperschaften beteiligt. Es bestand eine Finanzierungslücke in Höhe von 379,25 Euro. Die ausführende Firma – F. X. Rauch GmbH & Co KG, Leipzig – hat sich freundlicherweise bereiterklärt, diesen Fehlbetrag zu spenden.
 

Irmgard Berlin, geb. Krug und Matthias Krug

Im Beisein zweier Ur-Ur-Ur-Enkel von Wilhelm Traugott und Wilhelmine Krug – Irmgard Berlin, geb. Krug, aus Berlin und Matthias Krug aus Dresden – und im Beisein weiterer Gäste aus ganz Deutschland, darunter eine Reisegruppe aus der Kleist-Stadt Frankfurt (Oder), berichtete Marquardt vom langjährigen Leipziger Aufenthalt des Ehepaars Krug, würdigte die vielfältige Unterstützung von Leipziger Ämtern, Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen und bedankte sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie dieses Projekt ermöglicht haben.
 
Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber würdigte diese Initiative als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur der Stadt Leipzig. Damit sei der Alte Johannisfriedhof als eine Erinnerungsstätte auch der deutschen Literaturgeschichte noch attraktiver geworden.
 
Ebenso, wie die Erinnerung an Goethes Jugendliebe Anna Katharina Kanne, geb. Schönkopf, lebendig gehalten wird, deren Grab sich gleichfalls auf dem Alten Johannisfriedhof befindet, wird dort nun auch die Erinnerung an Kleists Gefährtin Wilhelmine Krug, geb. von Zenge, wachgehalten. Zugleich wird damit auch ein kleines Stück Leipziger Kulturgeschichte der Vergessenheit entrissen.


Spendenaufruf für eine Grabplatte für Wilhelmine Krug, geb. von Zenge, Kleists Braut

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Mitgliederversammlung 2012 der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft

Auf der Jahresversammlung am 17. November 2012 in den Räumen der FU Berlin wurde der Vorstand der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählt. Die Mitgliederversammlung bestätigte den alten Vorstand in seinem Amt; für den auf eigenen Wunsch den Vorstand verlassenden  Michael Merschmeier wurde Andrea Bartl als neues Vorstandsmitglied gewählt. Die Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg übernimmt das Amt der Schatzmeisterin.
Vorstand und Mitgliederversammlung bedankten sich bei Klaus Müller-Salget, der dem Vorstand weiterhin angehört, für seine langjährige Arbeit als Schatzmeister der Gesellschaft.

 

Vorstandsmitglieder der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft:

Günter Blamberger (Präsident, Köln)
Gabriele Brandstetter (Vizepräsidentin, Berlin)
Andrea Bartl (Schatzmeisterin, Bamberg)
Jens Bisky (Berlin)
Wolfgang de Bruyn (Frankfurt an der Oder)
Klaus Müller-Salget (Innsbruck)
Martin Roussel (Köln)


Internationale Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in Berlin

16. und 17. November 2012, FU Berlin, Habelschwerdter Allee 45 
In den Räumlichkeiten des Exzellenzclusters Languages of Emotion
(KL 32/202)
Organisation: Prof. Dr. Anne Fleig (FU Berlin),
Prof. Dr. Günter Blamberger (Universität zu Köln)

Viele der Veranstaltungen anlässlich des Kleist-Jahres 2011 standen im Zeichen des Todes Kleists und schauten rückblickend auf Autor und Werk. Doch wie konstituierte sich Kleists Autorschaft? Welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den Briefen Kleists zu, die seine Autorschaft und sein literarisches Werk begründen? Und wie schreibt sich das Medium des Briefes in diesem Werk selbst fort (im doppelten Sinne sogar)? Dieser doppelten Frage: zum einen nach den Briefen Kleists und zum anderen nach dem Thema/Motiv/Medium des Briefes in Kleists literarischem Werk im engeren Sinne ging die diesjährige Tagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft nach. 
Die Tagung rückte die von der Kleist-Forschung immer noch erstaunlich wenig behandelten Briefe Kleists in den Fokus der Aufmerksamkeit und verband sie mit seinem übrigen Werk, das durch die Briefe neu perspektiviert wird.

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Ökonomie des Opfers: Literatur im Zeichen des Selbstmords

Internationale Tagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft zum Abschluss des Kleist-Jahres 2011

17. bis 19. November 2011
Collegium Hungaricum, Berlin
  

Zum Abschluss des Gedenkjahres zu Heinrich von Kleists 200. Todestag veranstaltete die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft diesen November eine internationale Tagung, auf der über Kleists Einzelschicksal hinaus gefragt werden sollte, ob es einen fatalen Zusammenhang gibt zwischen Dichtung, die den Erwartungshorizont der Zeitgenossen radikal sprengt, und dem Freitod des Dichters. mehr


Jahrestagung und öffentliche Diskussion zur landschaftsplanerischen Neugestaltung des Kleist-Grabes

Die Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft zum Thema „Kleist und die Politik“ fand dieses Jahr erstmals im Märkischen Museum der Stiftung Stadtmuseum Berlin statt. Damit richtete sich der Blick bereits auf das nächste Jahr, wenn hier im Zuge des Kleist-Jahres 2011 ein Teil der großen Doppelausstellung „Kleist: Krise und Experiment“ in Kooperation mit dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) und der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft präsentiert wird. 

In ihren Vorträgen haben die ReferentInnen unterschiedliche Ansätze gewählt, sich einer politischen Lesart Kleists zu nähern. Die Abstracts der Vorträge finden Sie zum Nachlesen hier

Nach der Vorstellung des aktuellen Sachstandes zur Neugestaltung des Kleist-Grabes am Kleinen Wannsee wurden öffentlich die Kernfragen diskutiert: Die Folge der Besitzverhältnisse und Zuständigkeiten für das Gelände, seine Zugänglichkeit, die Gestaltung des Grabsteins und seiner Inschrift sowie der tatsächliche Ort der Grabstätte. Da die Diskussion nicht zum Abschluss geführt werden konnte, regte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft eine Weiterführung auf dem Kleist-Portal an. Ab sofort veröffentlichen wir gerne Ihren Diskussionsbeitrag, den Sie bitte an info@heinrich-von-kleist.org senden. 

Zum feierlichen Abschluss ihrer Jahrestagung verlieh die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft den diesjährigen Kleist-Preis an den Strafverteidiger und Schriftsteller Ferdinand von Schirach. Seine Rede können Sie hier nachlesen.