Informieren Sie sich ausführlich über die Kleist-Doppelausstellung in Berlin und Frankfurt (Oder).
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Kleist-Museum
Faberstraße 7
D-15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: +49-(0)335-53 11 55
Fax: +49-(0)335-500 49 45
E-Mail: info@kleist-museum.de

Ausstellungsdauer: 22. Mai 2011 bis 29. Januar 2012
Vernissage: 22. Mai, 11 Uhr
Berliner Ausstellung im Ephraim-Palais: Vernissage 20. Mai, 18 Uhr
Die Ausstellung inszeniert die Persönlichkeit sowie das Leben und Werk des Dichters zeitgleich an den zwei Orten, die für sein Leben bedeutungsvoll waren: Frankfurt (Oder) und Berlin. Zwischen diesen beiden Polen von Geburt und Tod erstreckte sich das wechselvolle Leben Kleists voller Krisen und Katastrophen. Er begegnete ihnen mit zahlreichen Experimenten sich ständig wechselnder Lebensentwürfe und innovativer Projekte. Als Mensch war er dabei schonungslos gegen sich und seine Mitmenschen, als Schriftsteller radikal in seinem Formwillen. Die Protagonisten seiner literarischen Werke agieren frei von melancholischer Grübelei und scheitern letztlich an der Realität. Genau das macht Kleist bis heute so attraktiv. Die Ausstellung stellt dem Besucher die Kleistsche Welt durch assoziative Bilder und Installationen vor – in ihrer Emotionalität, Zerrissenheit und vor allem in ihrem Bezug zur heutigen Welt. Die Szenografie der Ausstellung arbeitet mit bühnenbildartigen Aufbauten, kombiniert mit Künstlerarbeiten, Originalexponaten und Handschriften von Kleist und seinen Zeitgenossen.
Kuratoren: Günter Blamberger, Stefan Iglhaut
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.
Ein Gemeinschaftsprojekt der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, des Kleist-Museums und der Stiftung Stadtmuseum Berlin
Ausstellungsdauer: 3. Februar bis 1. April 2012
Vernissage: 3. Februar, 19 Uhr
Als Käthe Kollwitz erstmalig mit Gerhart Hauptmann in Kontakt kam, war sie 16 Jahre alt. Auf einer Berlinreise begegnete sie dem jungen Schriftsteller, sie war sowohl von ihm als auch dem gesamten künstlerischen Leben in der großen Stadt fasziniert. In den "Webern" begegneten sich die beiden Künstler mehr als 30 Jahre später auf Augenhöhe: 1917 wurden "Die Weber" und Kollwitz' durch Gerhart Hauptmann inspirierter Bilderzyklus "Ein Weberaufstand" in einer Buchpublikation herausgegeben. Der Zyklus besteht aus sechs Radierungen und wird nach Stationen auf Hiddensee und in Erkner nun im Kleist-Museum gezeigt. Wir danken dem Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin für die Leihgabe.
Gefördert durch die ALG-Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Ausstellungsdauer: 26. Februar bis 25. November 2012
Vernissage: 25. Februar, 16 Uhr
Seit Ende 1801 bereiste Heinrich von Kleist die Schweiz. In der Nachfolge Rousseaus wollte er als Bauer unter einfachsten ländlichen Bedingungen leben. Die obere Aare-Insel in Thun am Rand des Berner Oberlands sollte hierfür seine neue Heimat werden. Obwohl dieses von vornherein unrealistische Experiment aus mancherlei Gründen scheiterte, war Kleists Schweizer Zeit dennoch überaus bedeutsam für seinen weiteren Werdegang als Dichter: Hier vollendete er seinen Erstling "Die Familie Schroffenstein", und im ‚Dichter-Wettstreit‘ mit seinen Berner Freunden Zschokke, Wieland und Gessner nahmen die Ideen für das Lustspiel "Der zerbrochne Krug" Form an. Der historische und literarische Kontext von Kleists Aufenthalt auf dem Thuner "Inseli" wird in der Ausstellung ebenso gezeigt wie dessen kreative Rezeption in Literatur, Malerei und Musik.
Kuratoren: Anett Lütteken, Philipp Burkard
Eine gemeinsame Ausstellung von Stadt Thun, Museum Strauhof, Zürich, und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder), mit freundlicher Unterstützung der Schweizerischen Botschaft. Gefördert von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Ausstellungsdauer: bis auf Weiteres
Dort, wo sich einst Kleists Geburtshaus befand, haben Schüler und Jugendliche unter Leitung von Christina Dalchau in einer leergezogenen Büroetage ein temporäres Kunstprojekt initiiert und die "Kleist-WG" gegründet. Ein ganzes Schuljahr lang setzten sie sich künstlerisch mit Heinrich von Kleist, seiner Biografie und seinem Werk, seinem Ruhm und seinem Scheitern auseinander. Seit 1. September 2010 sind die Arbeitsergebnisse an historischem Ort, in der Großen Oderstraße 26/27, zu sehen. Entstanden ist eine zweite, kreativ mit Leben, Werk und Wirkung des Dichters spielende Frankfurter Ausstellung, die den Besuchern manchmal geradezu verblüffende Einsichten vermittelt und in jedem Fall Lust macht, sich endlich einmal oder auch einmal wieder intensiv mit dem berühmtesten Sohn der Stadt Frankfurt an der Oder auseinander zu setzen. mehr
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, von der Sparkasse Oder-Spree, der Wohnungswirtschaft (Wo-Wi), der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft FWA, den Stadtwerken und der Stadt Frankfurt (Oder)
Ausstellungsdauer: bis auf Weiteres
Im April 2011 schloss die erfolgreiche Dauerausstellung "Heinrich von Kleist. Leben, Werk, Wirkung" und machte Platz für die Berlin-Frankfurter Doppelausstellung zum Kleist-Jahr "Kleist: Krise und Experiment". Für den Neubau des Kleist-Museums wird derzeit an einer neuen Dauerausstellung gearbeitet, die ab III. Quartal 2013 zu sehen sein wird. In der Zwischenzeit präsentiert das Kleist-Museum im Kabinett eine um ausgewählte Exponate erweiterte Tafelausstellung, die einen Überblick über die wichtigsten Lebensstationen des Dichters gibt.