Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst
Die Ausstellung zum Bild

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild)
unbekannter Künstler, 1807

Ausstellungsdauer: 2. April bis 11. Juni

Eine der wohl am häufigsten gestellten Fragen zu Heinrich von Kleist ist: Wie sah der Dichter tatsächlich aus? Ab 2. April zeigt das Kleist-Museum eine mögliche Antwort: Das so genannte Gefangenschaftsbild Kleists, 1807 in Frankreich gemalt, versehen mit der Aufschrift "Henry de Kleyst, Poète Prussien".

Wegen der Machart des Bildes wird ein Mitgefangener als Porträtist vermutet. Die Wege der Bildüberlieferung sind nur zum Teil bekannt, in jedem Falle wurde das Bild 1938 von der Stadt Frankfurt (Oder) für das Kleist-Museum gekauft. In Kriegs- und Nachkriegszeiten gelangte es nach Marbach und war danach einmal "zu Besuch" in Frankfurt. Jetzt wird das Bild vom Deutschen Literaturarchiv Marbach an die Geburtsstadt des Dichters zurückgegeben, die es dem Kleist-Museum überlässt.

Die Ausstellung zum Bild zeigt als Reise in die Vergangenheit ausgewählte Porträts Heinrich von Kleists von der Gegenwart bis zum so genannten Gefangenschaftsbild. Bilder von Künstlern wie Max Schwimmer, Gerhard Wienckowski, Erika Stürmer-Alex, Wieland Förster und Max Slevogt, die allesamt aus dem Bestand des Kleist-Museums stammen, repräsentieren zugleich einen Sammlungsschwerpunkt des Hauses, der durch das Gefangenschaftsbild einen bedeutenden Schatz dazugewinnt.

Vernissage: So, 2. April, 11 Uhr

Kuratorin: Manuela Kalk

Ausstellungsgestaltung: Frank Käubler