Setz dich, Kleist!

Europaweit sollten Schülerinnen und Schüler mit dieser Aktion animiert werden, sich an dem internationalen Jugendprojekt Kleist-WG in Frankfurt (Oder) zu beteiligen. Zu diesem Zweck wurden Stühle in Städte gebracht, die Kleist selbst bereiste. In seiner Geburtsstadt begann die symbolische Reise zu den wichtigsten Lebensstationen Kleists. In Paris und in Thun gestalteten ca. 40 Schülerinnen und Schüler die Stühle auf ihre eigene Art. Im März 2011 kehrten die Kunstwerke nach Frankfurt (Oder) zurück und wurden Teil der Installationen in der Kleist-WG. 

Paris 2010
Thun 2010

Mail-Art

Mail-Art ist eine interaktive Form der Kunst, die darin besteht, eine Postkarte zu gestalten und diese an jemanden zu schicken, verbunden mit der Aufforderung, sie frei nach der Denkart „Ich sende Ihnen einen Gedanken zu. Bitte denken Sie ihn weiter.“ (Robert Rehfeldt) zu beantworten. Dabei kann  mit Wort und/oder Bild, mit einer anderen oder mit derselben Karte, erwidert werden. Der Empfänger kann sie erweitern, reduzieren, korrigieren, falten und schalten, so wie er will. 

Antwortkarte von Bärbel und Achim Kleist
Antwortkarte von Helmut von Kleist

In den 1970er Jahren von Ray Johnson in New York begründet, nahm die Geschichte der „Mail-Art“ ihren Lauf - bis nach Frankfurt (Oder). Dort erhielt der Kunst Leistungskurs der 12. Klasse des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt (Oder) unter der Leitung von Herrn Winfried Bellgardt die Klausuraufgabe, ein Bildmotiv für ein Mail-Art-Projekt zu Kleist und der Kleist-WG zu gestalten. Aus der einstigen Pflicht entstand in Kooperation mit dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder) ein begeisterndes, museumspädagogisches Projekt: Die 16 gestalteten Bildmotive wurden auf Postkarten gedruckt und 1000-fach an alle (von) Kleists sowie Schulklassen, Prominente und  Verwandte der ganzen Welt verschickt, mit der Bitte zu antworten. All’ diese einzigartigen Antwortkarten sind nun endlich in der Kleist-WG ausgestellt und zu bewundern.

Die 16 Bildmotive

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT  TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"