Das Kleist-Museum im Rückblick 2010


Erwerb einer Handschrift von Ewald Christian von Kleist

Ewald Christian von Kleist

Die Sammlung des Kleist-Museums, die sich vornehmlich auf den Erwerb von Primär- und Sekundärzeugnissen zu Leben und Werk Heinrich von Kleists konzentriert aber auch dem Erbe der Dichter Ewald Christian von Kleist, Franz Alexander von Kleist sowie Caroline und Friedrich de la Motte Fouqué verpflichtet ist, konnte um ein interessantes Autograph erweitert werden. Im Dezember hat das Museum eine Handschrift Ewald Christian von Kleists erworben. Bei dem Autograph handelt es sich um einen Brief, den Kleist am 14. August 1756 aus Potsdam an seinen Freund Johann Wilhelm Ludwig Gleim schrieb.
In diesem Schreiben an Gleim erwartet Kleist, dessen Garnison in Potsdam lag, den Ausbruch des Krieges gegen Österreich und prophezeit, dass „es erschreckliche Schläge bekommen“ wird. Erstmals abgedruckt wurde der Brief in der durch August Sauer 1881/82 herausgegebenen dreibändigen Werkausgabe Ewald von Kleists. Die sich zunächst in einer privaten Sammlung in Stuttgart befindliche Handschrift war lange allein in einer Abschrift bekannt. Nun bereichert das Original die Handschriftensammlung des Kleist-Museums.


Vernissage: Reflexionen zur Romantik

Dr. Gerlinde Förster
Dr. Hannelore Scholz-Lübbering

Am 9. Dezember wurde die Sonderausstellung „Reflexionen zur Romantik. Präsentation von thematischen Graphiken und Skulpturen der Kunstwerkstatt auf dem Moserhof, Neulewin“ eröffnet. Trotz der widrigen Wetterbedingungen fanden einige Besucher den Weg in das Kleist-Museum. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Lübbering-Stiftung und dem Städtischen Kunstzentrum entstand, ist bis zum 20. Februar 2011 zu sehen und zeigt Skulpturen und Graphiken, die sich mit dem Leben und Werk von Caroline de la Motte Fouqué und Sophie Tieck-Bernhardi-von Knorring auseinandersetzen.

Frau Dr. Gerlinde Förster hielt die Laudatio und Frau Dr. Hannelore Scholz-Lübbering überreichte im Namen der Lübbering-Stiftung dem Leiter des Kleist-Museums Dr. Wolfgang de Bruyn eine Mappe mit Graphiken, die eine weitere Zusammenarbeit begründen wird.  


Salon Kleist: "Licht, Schatten und Bewegung. Mein Leben und meine Filme" - Volker Schlöndorff zu Gast im Kleist-Museum

Volker Schlöndorff
Publikum der Veranstaltung

Am 10. Oktober las Volker Schlöndorff im Rahmen der Kleist-Festtage 2010 im Kleist-Museum aus seiner 2008 erschienenen Autobiographie. Volker Schlöndorff, einer der Begründer des „Jungen Deutschen Films“, ist über Jahrzehnte hinweg auch international einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure. Wir verdanken ihm großartige Literaturverfilmungen wie beispielsweise die mit einem Oscar und der Goldenen Palme ausgezeichnete Blechtrommel, auch Kleists Novelle Michael Kohlhaas hat er verfilmt. Im Salon Kleist sprach Volker Schlöndorff mit dem Berliner Filmjournalisten Knut Elstermann u. a. über sein heutiges Verhältnis zu Heinrich von Kleist sowie über seine 1968 in Bayern und der ČSSR mit Hauptdarstellern aus England und Frankreich gedrehte erste internationale Großproduktion Michael Kohlhaas - der Rebell.


Ausstellung des Frankfurter Kleist-Museums in Rom eröffnet

Ursula Bongaerts

Am 7. Oktober wurde mit einer gut besuchten Vernissage die Ausstellung des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder), „Auf den Knien meines Herzens. Kleist trifft Goethe“ in der Casa di Goethe in Rom eröffnet.

Realisiert wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Träger der Casa di Goethe, dem Arbeitskreis selbstständiger Kulturinstitute (AsKI), dessen Mitglied das Kleist-Museum ist.

Die direkte Begegnung von Kleist und Goethe, die zu Lebzeiten der Dichter nie statt gefunden hat, findet nun virtuell in Rom, in den Räumen, die Goethe bei seinem Italienaufenthalt bewohnt hat, statt.

Die von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Kleist-Museums, Dr. Barbara Gribnitz, kuratierte  und von der Berliner Agentur panatom gestaltete Ausstellung zeigt ihre Exponate in einer außergewöhnlichen, futuristisch anmutenden Ausstellungsarchitektur "Skulptur der Wege", die für die unterschiedlichen Lebens-Wege der beiden Dichter steht und fokussiert in einem zweiten Teil deren geistige Begegnung. Die Ausstellung ist durchgängig zweisprachig. 

Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister Frankfurt (Oder)

Neben den zahlreichen italienischen Besuchern konnte die Hausherrin der Casa di Goethe. Ursula Bongaerts, auf der Ausstellungseröffnung auch etliche Gäste aus Deutschland begrüßen, darunter Prof. Volkmar Hansen, den Vorsitzenden des AsKI, Ferdinand Nowak vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Frankfurter Oberbürgermeister, Dr. Martin Wilke, der sich äußerst zufrieden über diese Begegnung zwischen Kleist und Goethe, die gleichzeitig eine Begegnung zwischen Frankfurt (Oder) und Rom sei, in das Gästebuch der Casa di Goethe eintrug. Die Rede von Ferdinand Nowak, Referatsleiter Erinnerungskultur, Archive und Bibliotheken im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, im Rahmen des Eröffnungsaktes finden Sie hier.

Dr. Wolfgang de Bruyn, der Direktor des Kleist-Museum, zeigte sich außerordentlich erfreut über dieses einmalige Erlebnis. Die Ausstellung sei von hoher Wichtigkeit für die Außenwirkung des Kleist-Museums und der Stadt Frankfurt (Oder) und stärke das Selbstbewusstsein der Stadt. Es ergebe sich nur die bange Frage, was danach noch kommen könne: „Die Präsentation Kleists unseres Hauses in der ewigen Stadt ist ein einmaliges Erlebnis. Die Ausstellung ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit mit dem AsKI und unterstreicht die gesamtstaatliche Bedeutung des Kleist-Museum. Und vor allem ist die Exposition, die bis zum 16. Januar 2011 zu sehen sein wird, ein gelungener Auftakt für das Kleist-Jahr 2011.“   

Zur Ausstellung ist ein deutsch-italienischer Katalog erschienen, der in der Casa di Goethe und im Kleist-Museum erworben oder im Onlineshop des Kleist-Museums bestellt werden kann.


Auf den Knieen meines Herzens. Kleist trifft Goethe

André Masson: Portrait de Goethe; Sammlung Guite Masson, Paris

Ausstellungsdauer: 8. Oktober 2010 bis 16. Januar 2011
Vernissage: 7. Oktober, 19.30 Uhr
Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz
Ort: Casa di Goethe, Via del Corso 18, Rom / Italien

Die Ausstellung lässt das komplexe Bild Kleists in seiner Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit vor dem Hintergrund der zentralen Gestalt der deutschen Literatur, Goethe, entstehen. Die Begegnung der Dichter, die zu beider Lebzeiten nie zustande kam, wird mit dieser Exposition in unsere heutige Zeit verlegt und das konfliktreiche Verhältnis mit dem Blick aus dem 21. Jahrhundert aufgearbeitet. Ort des Treffens ist die Wohnung, die Goethe während seines Italienaufenthalts (1786-1788) nahm.

In Zusammenarbeit mit der Casa di Goethe und mit freundlicher Unterstützung durch: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien; Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree; AsKI (Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V.); Kleiststadt Frankfurt (Oder); Förderkreis des Kleist-Museums. 

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Der Fachbeirat „Kulturtourismus“ des Tourismusvereins Frankfurt (Oder) e. V. zu Gast im Kleist-Museum

Am 24. September war der Fachbeirat „Kulturtourismus“ des Tourismusvereins Frankfurt (Oder) e. V. zu Gast im Kleist-Museum. Auf der Agenda des monatlich tagenden Gremiums stand u. a. die Vorbereitung des Kleist-Jahres 2011, Informationen über den Museumsneubau und die Diskussion zum Stand der Kulturentwicklungsplanung in der Stadt. Und natürlich war Gelegenheit, über das Kleist-Museum und die aktuellen Projekte zu informieren.


Abschluss der Ausstellung „Caroline de la Motte Fouqué. Chronistin der Moden“

Die Ausstellung „Caroline de la Motte Fouqué. Chronistin der Moden“, die seit dem 28. Mai 2010 im Kleist-Museum gezeigt wurde, ist am Sonntag, den 29. August mit einer Finissage beendet worden. Anhand von Modekupfern, Accessoires sowie eigens gefertigter Modelle wurde in der Ausstellung die Entwicklung der Damenkleidung von der geschnürten Robe der Vorrevolution über das luftige Chemisenkleid um 1800 bis zum taillenbetonten Kleid des Biedermeiers veranschaulicht.

Im Begleitprogramm der Ausstellung hatte es u. a. auf Schloss Nennhausen oder dem Musenhof Kunersdorf Präsentationen verschiedenerer Kostüme und Vorträge über Damenbekleidung vom Ancien Régime bis zur Restauration mit der Kuratorin der Ausstellung, Nadja Kupsch, gegeben.


Symposium im Kleist-Museum und Kunstwerkstatt der Lübbering-Stiftung in Neulewin

Barbara Becker-Cantarino
Ilse Nagelschmidt
Barbara Gribnitz

Symposium vom 9. bis 10. August

Das diesjährige Symposium des Kleist-Museums widmete sich unter der Tagungsleitung von Dr. Barbara Gribnitz den beiden Schriftstellerinnen Caroline de la Motte Fouqué und Sophie Tick-Bernhardi-von Knorring. Zwei Autorinnen der Region Brandenburg/Preußen zur Zeit der Romantik, deren Name in der traditionellen Literaturgeschichte lange fehlte und erst in den letzten Jahren wieder in den Blick rückte.

Referenten des Symposiums, einer Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung „Caroline de la Motte Fouqué. Chronistin der Moden“, waren u. a. Ilse Nagelschmidt (Leipzig), Barabara Becker-Cantarino (Columbus - USA), Hannelore Scholz-Lübbering (Neulewin), Eugeniusz Klin (Zielona Góra - Polen), Ulrike Stamm (Berlin), Elisa Müller-Adams (Trier), Petra Kabus (Cottbus) oder Thomas Neumann (Esslingen).   

Kunstwerkstatt der Lübbering-Stiftung in Neulewin

Derzeit erarbeiten in der Kunstwerkstatt auf dem Moserhof in Neulewin / Oderbruch deutsche und polnische Künstlerinnen thematische Skulpturen und Grafiken. Gegenstand dieses Projektes sind ebenfalls die Schriftstellerinnen Caroline de la Motte Fouqué und Sophie Tieck-Bernhardi-Knorring.

Nach dem 7. Dezember 2010 werden  die Ergebnisse aus dem deutsch-polnischen Projekt der Lübbering-Stiftung im Kleist-Museum ausgestellt.

Publikum der Konzertlesung

Konzertlesung

Am Montagabend fand im Rahmen des Symposiums die Konzertlesung „Das Wesen der Frauen“ statt. Wolfgang de Bruyn und Anette Handke lasen, am Klavier begleitet von Anja Götze, Texte von Fanny Mendelsohn sowie literarische Texte über Musik von Caroline de la Motte Fouqué und Heinrich von Kleist. 


Großer Erfolg der Ausstellung „Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801-1810“ in Kaliningrad

Rund 2.150 Gäste, unter ihnen zahlreiche Schüler und Studenten, haben nach Schätzungen der Organisatoren die von Herbert Schirmer kuratierte Ausstellung „Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801-1810“ in Kaliningrad besucht. Zwischen dem 6. Mai und 27. Juni 2010 war die Tafelausstellung im Deutsch-Russischen Haus gezeigt worden, nachdem sie bereits Station in Brüssel, Eupen (Belgien) und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in Potsdam gemacht hatte. 

Übersetzt ins Russische, ist ein Extrakt der Exposition zu Kleists Reisen in Europa vom 12. bis 26. Juli 2010 in der Frankfurter Partnerstadt Witebsk (Republik Belarus) im Zentrum für moderne Kunst gezeigt worden.

Seit dem 27. August ist die Ausstellung im Literaturhaus Magdeburg zu sehen.


Spieletag im Kleist-Museum

Am 15. Juli hieß es im Kleist-Museum Ferienspaß für Klein und Groß!

Schon zu Kleists Zeiten spielte man Karten und Würfelspiele, verbrachte sonnige Tage bei Kegeln und Plumpsack im Freien. Das Kleist-Museum lud Kinder und Erwachsene zu einem besonderen Ferientag in das Museum und den Museumsgarten ein.  

Der nächste Spieletag findet am 19. August statt. Voranmeldung unter Tel.: 0335-53 11 55 oder E-Mail: info@kleist-museum.de  erwünscht,
Eintritt 1 Euro.

 


Vortrag und Modepräsentation auf Schloss Nennhausen

Nadja Kupsch erklärt den Gästen Details der Kostüme

Caroline de la Motte Fouqué und die Mode ihrer Zeit

Die Kuratorin der Ausstellung „Caroline de la Motte Fouqué - Chronistin der Moden“ im Kleist-Museum, Nadja Kupsch, hielt am Sonntag, 4. Juli, 15 Uhr, auf Schloss Nennhausen einen Vortrag über Damenbekleidung vom Ancien Régime bis zur Restauration. Verschiedene, eigens für die Ausstellung angefertigte Kostüme wurden präsentiert und genauer erläutert.


Blaue Kleist-Lounge im Garten des Kleist-Museums

Hansestadtfest Bunter Hering, 2. Juli - 4. Juli 2010

Studierende der Universität Viadrina luden zum Entspannen in die inspirierende „Blaue Kleist-Lounge“ im Garten des Kleist-Museums ein. Bei Live-Musik, einem Poetry-Slam, szenischen Lesungen und kulinarischen Genüssen konnten die Besucher in kreativer Atmosphäre Kraft tanken. Am Samstag und Sonntag fanden außerdem kostenlose Führungen durch das Kleist-Museum statt.


Eine Veranstaltung der studentischen Projektinitiative fforn in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.

Anerkennung, Lob und einen Scheck brachte den Studenten der Projektinitiative fforn ihr Einsatz
Die Band Cellomania bot Abwechslung und Unterhaltung und sorgte für richtig gute Stimmung
Miriam Sachs und Leo Solter lesen aus „Kleist in meiner Küche“

Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Denkmal für Heinrich von Kleist“

Am 25. Juni 1910 wurde in Frankfurt (Oder), im Park an der Gertraudkirche, Gottlieb Elsters Denkmal für Heinrich von Kleist der Öffentlichkeit übergeben.
In einer Vitrinenausstellung im Veranstaltungsraum des Kleist-Museums wir bis zum 29. August an die Vorgeschichte und die Denkmalseinweihung erinnert.

Kurator Hans-Jürgen Rehfeld im Gespräch mit Dr. Wolfgang de Bruyn
Dokumente der Geschichte des Denkmals
Im Gespräch

Pressekonferenz und Party in der Kleist-WG

An historischem Ort, genau dort, wo sich einst Kleists Geburtshaus befand, stand eine Büroetage leer. 500qm, 19 Räume, alte modrige Küchen und ramponierte Sanitärräume.
Christina Dalchau, Museumspädagogin im Kleist-Museum, hatte d i e Idee: Wir initiieren ein temporäres Kunstprojekt, gründen die Kleist-WG. Der ewig herum reisende Dichter soll sein erstes Zuhause erhalten, eingerichtet von seinen „Mitbewohnern“, Schülerinnen und Schülern aus Frankfurt (Oder), Berlin, Fürstenwalde, Grünheide, Potsdam und aus Sauges (Frankreich). Entstanden sind bisher 10 unglaubliche, jugendlich provokante Rauminstallationen. Am 1. September 2010 wird die WG eröffnet. Am 22. Juni bot sich die Gelegenheit, in der Bauphase einen Blick durchs Schlüsselloch zu werfen und Gast der einzigen WG-Party zu sein, zu der alle 170 beteiligten Schüler, Studenten und Lehrer aus Berlin und Brandenburg eingeladen waren. Auch Klaas Heufer-Umlauf, Moderator und der wohl prominenteste Mitbewohner der mtv-home WG, beehrte die Schüler an diesem Tag mit seinem Besuch.


Die Kleist-WG mehr


Das befragte Ich

Dr. Wipf und Dr. Wolfgang de Bruyn (von links)

Am 17. Juni lud das Kleist-Museum zu einem literarischen Gang durch die Jahrtausende ein. Edgar Wipf, mit den Künsten lebender Arzt und Essayist beim SWR Baden-Baden, stellte Kleists Vorfahren und Nachkommen von Sappho bis zur Gegenwart vor und regte bei seinem Abriss europäischer Gedichte aus Vergangenheit und Gegenwart eine Selbstbefragung des Ichs an.


Lesung „Wenn du fort bist, ist alles nur halb“

Briefe einer Ehe

Am 10. Juni lasen Petra Hinze und Horst Hiemer aus dem Ehebriefwechsel von Hans Fallada und Anna Ditzen.
Hans Fallada, bürgerlicher Name Rudolf Ditzen, und Anna Issel lernten sich 1928 kennen und lieben. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges kam die Trennung.
Briefe aus der Verlobungszeit und der freundschaftlichen Periode nach der Scheidung dokumentieren die Höhen und Tiefen einer Ehe, zeigen ein angestrebtes, aber gescheitertes Miteinander.
Mit viel Leidenschaft und Verständnis für die Personen und die Thematik gestalteten Horst Hiemer und Petra Hinze einen interessanten Abend.


Wissen trifft… von Düffel

Dr. Dirk Wissen (Stadt- und Regionalbibliothek) und John von Düffel
John von Düffel signierte im Anschluss an die Lesung

Am 2. Juni trafen sich im Kleist-Museum Dr. Dirk Wissen (SRB) und der Autor, Dramatiker und begeisterte Sportler John von Düffel. Hauptgegenstand des Gesprächs war von Düffels Werk Wovon ich schreibe, aus dem dieser las. Ausgehend von seinen Bamberger Poetik-Vorlesungen macht sich von Düffel auf die Suche nach den vielfältigen Berührungspunkten von Literatur und Wirklichkeit. John von Düffel, 1966 in Göttingen geboren, erhielt für seinen Debut-Roman Vom Wasser mehrere Literaturpreise, große Aufmerksamkeit errang 2004 sein Roman Houwelandt. Nach Theaterstationen u. a. in Stendal, Basel, Bonn und Hamburg ist John von Düffel derzeit Dramaturg am Deutschen Theater Berlin.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stadt- und Regionalbibliothek und Kleist-Museum in Kooperation mit dem WMZ-Stadtfernsehen.


Vernissage „Caroline de la Motte Fouqué“

Kuratorin Nadja Kupsch spricht zur Ausstellungseröffnung
In der Ausstellung: Nadja Kupsch, Dr. Wolfgang de Bruyn, Martin Gorholt und Brigitte Faber-Schmidt (von links)

Am 27. Mai wurde die Sonderausstellung „Caroline de la Motte Fouqué – Chronistin der Moden“ eröffnet. Die Ausstellung, die im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2010 „Mut und Anmut. Frauen in Brandenburg – Preußen“ entstand, ist noch bis zum 29. August zu sehen und dokumentiert anhand  historischer Accessoires, Abbildungen sowie eigens angefertigter Kostüme den Wandeln der Damenbekleidung um 1800.
Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, und Brigitte Faber-Schmidt, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin von Kulturland Brandenburg, waren der Einladung des Kleist-Museums zur Vinissage gefolgt. Kuratorin Nadja Kupsch führte in die Ausstellung ein und gab Einblicke in die Konzeption und die Inhalte.


Museumstag, Abschluss der Karikaturen-Ausstellung

Lesung mit Puppenspieler Björn Langhans
Stadtspaziergang zum Kleist-Denkmal

Zum 33. Internationalen Museumstag lud das Kleist-Museum zur Finissage der Karikaturen-Ausstellung „Bin verreist!.. – Heinrich von Kleist in der Karikatur“. Mit Lesungen zu Satiren von und über Kleist wurde bei Kaffee und Kuchen ein gebührender Abschluss gefeiert. Mit großem Interesse wurden die Führungen durch das Museum und der Stadtspaziergang „Auf den Spuren Heinrich von Kleists“ angenommen.


Frühlingsfest

Dr. Johanna Thiel und Dr. Martin Wilke
Kunstauktion im Garten des Kleist-Museums

Am 14. Mai fand das 2. Frühlingsfest des Förderkreises Kleist-Museum Frankfurt (Oder) e.V. statt. Dr. Martin Wilke lud Frau Dr. Johanna Thiel aus Wien ein, sich in das „Goldene Buch des bürgerschaftlichen Engagements“ einzutragen. Während des Festes gab es eine Lesung mit Björn Langhans zu Satiren von und über Heinrich von Kleist. Bei der 2. Kunstauktion zeigten sich Freunde und Förderer des Kleist-Museums in mäßiger Zurückhaltung.
Das Max-Doehlemann-Quartett sorgte für musikalische Unterhaltung und Frühlingsflair. Den Abschluss des Abends bildete ein Buffet im Garten, der trotz des schlechten Wetters zu einem unterhaltsamen Frühlingsabend einlud.


Goethe-Gesellschaft zu Besuch

Vom 7. Mai bis 9. Mai 2010 war die Goethe-Gesellschaft Hannover Gast des Kleist-Museums. Neben einem Besuch der Grabstätte des Dichters Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee in Berlin standen geführte Rundgänge durch das Kleist-Museum und die Stadt sowie ein geselliger Spieleabend auf dem Programm des ersten Besuchstages. Am Samstag führte eine Exkursion die Mitglieder der Goethe-Gesellschaft nach Neuhardenberg in Schloss und Schinkelkirche und zum Kunersdorfer Musenhof mit seiner Ausstellung zum Leben und Wirken der Frauen von Friedland. Am Abend las der Schriftsteller Günter de Bruyn auf Schloss Madlitz aus dem Manuskript seines demnächst erscheinenden Buches Die Zeit der schweren Not. Schicksale aus dem Kulturleben Berlins 1807-1815. Am Sonntag stellte Dr. Barbara Gribnitz in ihrem Vortrag „Kleist und/vs. Goethe“ ihre Sicht auf die Beziehung zwischen den Schriftstellern vor, die in anschließenden Gesprächen diskutiert wurde und den Abschluss des intensiven und begeisternden Wochenendes bildete. 


Kleist-Museum in Recklinghausen

Kuratorin Anette Handke

Gelungene Ausstellungseröffnung im Zuge der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2010. - Das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) richtete die Begleitausstellung der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2010 aus.

„Kontinent Kleist im romantischen Meer“ – die Ruhrfestspiele Recklinghausen präsentieren unter diesem wunderbaren Titel die bisher größte Werkschau Heinrich von Kleists.

Am 4. Mai wurde die Kunstausstellung „Das unsichtbare Theater des Herrn von Kleist – Recklinghausen 2010“, kuratiert von Anette Handke, in der Kunsthalle Recklinghausen eröffnet. Im Zuge der diesjährigen Ruhrfestspiele stellte das Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) in einem umfangreichen Rahmen bis zum 13. Juni 2010 gesammelte Kunst zu Kleist und seinen Werken vor. 

                                                                 www.ruhrfestspiele.de


Eröffnung des „Salon Kleist“

Seit dem 12. April 2010 steht der mit historischen Möbeln ausgestattete „Salon Kleist“ den Besuchern als Leserraum zur Verfügung. In loser Folge wird zu Lesungen, Buchvorstellungen und Gesprächsrunden in den Salon eingeladen.