Veranstaltungen im Kleist-Museum


Anita Kühnel: Nun hier Fuß gefaßt in Berlin …
Charlotte E. Pauly in Friedrichshagen

Frankfurter Buntbuch Nr. 61

Buchpremiere

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19 Uhr, Berlin

Die Malerin und Schriftstellerin Charlotte E. Pauly (1886–1981), bis 1946 in Agnetendorf im Riesengebirge ansässig und mit Gerhart Hauptmann befreundet, konnte Schlesien mit dem Sonderzug verlassen, der den toten Nobelpreisträger über Berlin nach Hiddensee überführte. Sie entschied sich für den Osten der geteilten Stadt. Ihre Wohnung in Friedrichshagen, die Wolf Biermann als „wildromantische Bohème-Bude einer greisen Weltenbummlerin“ beschrieb, wurde zum Treffpunkt vieler junger Intellektueller. Die Weltbürgerin Pauly, die sich in politischen und ästhetischen Fragen nicht beugen ließ, wurde zu einer Institution. Zur Premiere des 61. Frankfurter Buntbuches sind Dr. Wolfgang de Bruyn und die Autorin Dr. Anita Kühnel im Gespräch; Begrüßung: Sabine Ulber.

Eintritt frei!

Ort:
Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Straße 6
10247 Berlin-Friedrichshain

Anmeldung erbeten unter Telefon: 030  420 124 40 oder E-Mail: ulber@galerie-berliner-graphikpresse.de


21. Nacht der Poesie

Lesung

Freitag, 3. November 2017, 18 Uhr

In der diesjährigen „Nacht der Poesie“ lesen die Oderland-Autoren, vornehmlich Lyriker, welche die literarische Szene Frankfurts mitbestimmen, zum Thema „Hoffnung“. 10 Autor*innen tragen ihre Gedichte und Kurzprosa vor, darunter Regina Schuster, Jürgen Barber, Karla Siering und Peter Marchand.

Eintritt frei!

Zuhörer*innen sind herzlich willkommen.


Ein Abend für Klaus Schlesinger

Filmabend

Montag, 6. November 2017, 19 Uhr, Berlin

Der Berlin-Brandenburgische Dichter und Schriftsteller Klaus Schlesinger (1937-2001) arbeitete über 30 Jahre an Kleist-Stoffen, zu denen auch Filmvorlagen entstanden. Realisiert wurden schließlich andere Projekte. 2017 wäre Klaus Schlesinger 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lädt die DEFA-Stiftung in Kooperation mit dem Kleist-Museum zu einem Filmabend ins Kino Arsenal in Berlin ein. Gezeigt werden Ikarus (1975, R: Heiner Carow) und Matulla und Busch (1995, R: Matti Geschonneck), beide Filme entstanden nach literarischen Vorlagen von Schlesinger.

Moderation: Dr. Detlef Kannapin

Eintritt: 7,50 Euro; Mitglieder: 5,- Euro; Kinder: 3,- Euro; Berlin-Pass: 3,- Euro

Ort:
Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

In Kooperation mit der DEFA-Stiftung.


v-kleist. com. Familiengeschichte digital

Stammwappen derer von Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 7. November 2017, 17 Uhr

Die Familiengeschichte derer von Kleist wird auch im 21. Jahrhundert fortgeschrieben. Sigurd von Kleist, seit 2013 Vorsitzender des Familienverbandes, trägt die Tradition der Familie ins digitale Zeitalter. Er hat den Internetauftritt der Familie gestaltet, schwer zugängliche Werke der Familie digitalisiert und sich mit Möglichkeiten befasst, Familiengeschichte mit Hilfe des Internets, auf der Basis der Archivbestände der Familie, aber auch der immer umfangreicheren online-Informationen, Google Books und zunehmenden Angaben der Staatsarchive oder Briefdatenbanken fortzuschreiben. Die wachsenden Suchmöglichkeiten haben auch zur Feststellung einer Reihe von bisher unbekannten Kleisten geführt. Im Kleist-Museum berichtet er über seine Spurensuche und neue Erkenntnisse.

Eintritt: 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro, inkl. Salontee und Gebäck


Michael Kohlhaas. Recht muss Recht bleiben!

Präsentation der Bürgerschaftslesung Michael Kohlhaas

Freitag, 10. November 2017, 10 bis 18 Uhr 

Anlässlich des 534. Geburtstages Martin Luthers präsentieren wir im Kleist-Museum in einer Schleife die Aufzeichnung der Lesung des Bürgerprojektes „Michael Kohlhaas. Recht muss Recht bleiben!“.
Die Lesung wird an diesem Tag auch in der St.-Gertraud-Kirche, der Europa-Universität Viadrina und an anderen Orten ausgestrahlt.

Eintritt frei!


Vom Minnesang zum Poetry Slam

Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse), „Der Kanzler“ © Universitätsbibliothek Heidelberg (423v)

Lyrische Sprache aus acht Jahrhunderten

Sonntag, 12. November 2017, 15 Uhr

5.000 neue Worte hat der Duden in seine aktuelle Ausgabe aufgenommen. Sprache wandelt sich seit Jahrhunderten. Worte verschwinden, neue finden ihren Weg in den Sprachgebrauch, Aussprache ändert sich. Nirgendwo lässt sich das besser ergründen als in der Literatur. Anhand ausgewählter Texte und musikalischer Einspielungen aus acht Jahrhunderten wird die Veränderung von Vortragsform und Sprache nachverfolgt – vom Minnesang des 12. Jahrhunderts bis zum Poetry Slam der Gegenwart.

Eintritt: 7,50 Euro, erm. 5,- Euro

Unter Mitwirkung von Schüler*innen des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt (Oder) und Studierenden der Freien Universität Berlin.


Kleists "Michael Kohlhaas" polyperspektivisch

Studientag

Freitag, 17. November 2017, 10 Uhr

Kleists bekannteste Erzählung Michael Kohlhaas steht auch im Fokus des internationalen Studientages im Kleist-Museum. Studierende, Promovierende und Lehrende aus Deutschland, Österreich, Australien und den USA stellen ihre Forschungsergebnisse vor und führen deren unterschiedlichen Perspektiven auf den Text in Diskussionen zusammen.

Eintritt frei!

Zuhörer*innen sind herzlich willkommen.


Bundesweiter Vorlesetag

Kulturelle Bildung

Freitag, 17. November 2017

Jedes Jahr am dritten Freitag im November lesen mittlerweile über 135.000 Vorleser*innen am Bundesweiten Vorlesetag für mehr als zwei Millionen kleine und große Zuhörer. Als Mitarbeiterinnen des Hauses beteiligen sich Dr. Hannah Lotte Lund, Anette Handke, Doreen Stumpe und Grit Wellmer an der Aktion in Schulen und Kindergärten in Frankfurt (Oder) sowie Fürstenwalde.

Der Vorlesetag ist eine Initiative von DIE ZEIT, STIFTUNG LESEN und DEUTSCHE BAHN STIFTUNG.


Ralf Rothmann, Kleist-Preisträger 2017,
zu Gast im Kleist-Museum

Ralf Rothmann; Foto: © Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag

Lesung und Gespräch

Dienstag, 21. November 2017, 19 Uhr

„Ralf Rothmann zählt mit seiner eindringlichen Poetik zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren, und als Erzähler ist er womöglich der feinnervigste seiner Generation.“ schrieb die FAZ über den diesjährigen Kleist-Preisträger. Ralf Rothmann, geboren 1953 in Schleswig, veröffentlicht seit den 1980er Jahren Gedichtbände, Erzählungen und Romane im Suhrkamp-Verlag, die vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurden – u.a. dem Wilhelm-Raabe-Preis, dem Heinrich-Böll-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung oder dem Friedrich-Hölderlin-Preis.
„Rothmanns Literatur ist geprägt von autobiographischen Erfahrungen im Ruhrpott und in Berlin, sie kommt aus der Arbeiterschaft, aus dem Kiez, sie ist meisterhaft in ihren lakonischen Alltagsschilderungen und folgt einer Ästhetik des Humanen aus genuin christlicher Verantwortung. Exemplarisch bezeugen das Romane wie Milch und Kohle (2000), Junges Licht  (2004), Feuer brennt nicht (2009) sowie zuletzt Im Frühling sterben (2015)“, so die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft in ihrer Pressemitteilung.

Am 19. November wird Ralf Rothmann im Deutschen Theater der Kleist-Preis überreicht, zwei Tage später, an Heinrich von Kleists 206. Todestag, ist der Kleist-Preisträger zu Gast in der Kleist-Stadt.

Eintritt: 6,- Euro, erm. 4,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Sebastian Januszewski: Essad Bey in Berlin (1921–1933)

Buchpremiere

Mittwoch, 22. November 2017, 20 Uhr, Berlin

Eine der schillerndsten Literatengestalten der 1920er und 1930er Jahre: Lev Nussimbaum alias Essad Bey. Sebastian Januszewski verfolgt den Weg des Juden Nussimbaum aus der aserbaidschanischen Stadt Baku in das Berlin der frühen 1920er Jahre. Der 1922 zum Islam konvertierte Essad Bey, wie er sich nun nennt, schreibt über Exilrussen am Kurfürstendamm (Das weiße Rußland), macht als Journalist bei der Literarischen Welt, mit Biographien über Stalin und den Propheten Mohammed sowie unter dem Pseudonym Kurban Said als Romanautor Karriere. Er dient sich den Nationalsozialisten an und wird aus Deutschland und Österreich dennoch vertrieben. Gerhart Hauptmann hat ihm mit seinem Gedicht Positano 1944 ein Denkmal gesetzt.

Eintritt frei!

Ort:
Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin

Anmeldung unter Telefon: 030 - 887 286 0 oder E-Mail: literaturhaus@literaturhaus-berlin.de


Wahrheit und Lüge im illustrierten Kinderbuch.
Workshop mit Iwona Chmielewska

Internationales Bilderbuchfestival Brandenburg

Donnerstag, 23. November 2017, 9 bis 12 Uhr

Seit 2013 lädt das Bilderbuchfestival Das Düstere und das Heitere Illustrator*innen aus Deutschland, Polen, Litauen, Tschechien, der Ukraine, Russland und Georgien ein, ihre Arbeiten und Arbeitsweisen einem breiten Publikum zu präsentieren. Mit mehr als 30 Lesungen, Workshops, Diskussionen, Ausstellungen, Buchmärkten und dem jährlichen Illu-Slam ist das Festival eine feste Größe im Kulturkalender Brandenburgs und Westpolens. Vom 20. bis 25. November findet die fünfte Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Wahrheit und Lüge“ statt.
Im Kleist-Museum ist Iwona Chmielewska zu Gast. 2012 (Blumkas Tagebuch) und 2016 (abc.de) wurde sie für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Geschlossene Veranstaltung!

Gefördert im Rahmen von ViVaVostok, einem Programm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Intern. Jugendbibliothek; organisiert vom Förderverein der Stadtpfarrkirche Müncheberg.


Warum wir gingen… Building Bridges
Projekt 2017

Kulturelle Bildung

Samstag, 25. November 2017, 10 bis 17 Uhr

Deutsche, polnische und israelische (jüdisch und arabisch) Jugendliche beschäftigen sich im Rahmen des internationalen Projekttages mit dem Thema: Flucht heute und im Nationalsozialismus. Dazu erfolgt im Kleist-Museum eine öffentliche Präsentation.

Geschlossene Veranstaltung!

Das Projekt wird gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“.


„Meinen Landsleuten erzählen, was sie nicht wissen...“ – Johannes Bobrowski (1917-1965) und das östliche Europa

Lesung und Gespräch mit Ursula Karusseit und Christian Grashof

Dienstag, 28. November 2017, 18 Uhr

„Am Unterlauf der Weichsel, an einem ihrer kleinen Nebenflüsse, gab es in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ein überwiegend von Deutschen bewohntes Dorf.“ So heißt es am Beginn des Romans Levins Mühle (1964) von Johannes Bobrowski. Dem Dichter und Schriftsteller war das Verhältnis der Deutschen zum europäischen Osten, die Erinnerung der eigenen ostpreußisch-memelländischen Heimat, wo Polen, Russen, Letten, Litauer, Kuren, Pruzzen, Juden und Deutsche miteinander lebten, in einer „lange(n) Geschichte aus Unglück und Verschuldung“ (Bobrowski), bestimmendes Thema seines literarischen Schaffens.
In diesem Jahr wäre Johannes Bobrowski 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass erinnern die Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration an der Europa-Universität Viadrina und das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) mit einer gemeinsamen Veranstaltung an den Schriftsteller, sein Werk und seine Wirkung: Die Schauspieler Ursula Karusseit und Christian Grashof lesen unter anderem Passagen aus seinem ersten Roman Levins Mühle. In der DEFA-Verfilmung des Romans von 1980 durch Horst Seemann spielte Ursula Karusseit die Gastwirtin Frau Rosinke und Christian Grashof den jüdischen Mühlenbesitzer Levin. Texte, Ton- und Filmausschnitte zeigen ein facettenreiches Bild von Johannes Bobrowski und seinem Schaffen.

Eintritt: 6,- Euro, erm. 4,- Euro

Eine gemeinsame Veranstaltung der Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration an der Europa-Universität Viadrina und des Kleist-Museums. Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Frankfurt (Oder).


Buchwunschbaum

Kulturelle Bildung

4. Dezember bis 19. Dezember 2017

Der vorweihnachtliche Buchwunschbaum im Kleist-Museum ist für viele Frankfurter Kinder eine liebgewordene Tradition. Auch in diesem Jahr können sie in der Vorweihnachtszeit einen Weihnachtsbuchwunsch an den Buchwunschbaum hängen. Mindestens drei Wunschzettel werden ausgelost und die Bücherwünsche noch vor dem Weihnachtsfest erfüllt. Wir freuen uns, wenn uns Buchhandlungen, Verlage und Privatpersonen bei weiteren Wunscherfüllungen unterstützen.

Bücherwünsche können zu den Öffnungszeiten des Kleist-Museums an den Baum gehängt werden.


Musik und Wort zur Weihnachtszeit
mit Daniel Heinz und dem Catori-Quartett

Das Catori-Quartett; Foto: © privat

Neue Hausmusik bei Kleist (5)

Sonntag, 10. Dezember 2017, 17 Uhr

Im Advent laden wir alljährlich zu einem kammermusikalischen Konzert des Catori-Quartetts ein. Das Konzert mit den Musikern des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder) Klaudyna Schulze-Broniewska (v), Claudia Georgi (va), Thomas Georgi (vc) und Stefan Hunger (v) wird von Daniel Heinz begleitet. Der Schauspieler und Regisseur liest Geschichten und Gedichte von Theodor Storm zur Weihnachtszeit.

Bereits um 16 Uhr laden wir zum traditionellen Weihnachtscafé mit Kaffee, Tee und Gebäck ein. Und zum Abschluss unserer vorweihnachtlichen Hausmusik am 2. Advent stimmen Weihnachtslieder auf die kommenden Feiertage ein.

Eintritt: 10,- Euro, erm. 8,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Die schwarze Kunst. Zur Entwicklung des Buchdrucks in Frankfurt

Andreas Angelus. Analen der Mark Brandenburg, Frankfurt (Oder) 1598,Marienbibliothek

Salon Kleist

Dienstag, 12. Dezember 2017, 17 Uhr

1502 kam mit Martin Tretter aus Leipzig der erste Drucker in die Oderstadt und begründete eine über Jahrhunderte dauernde Kunst des Buchdrucks in Frankfurt. Im Dezembersalon spricht Dr. Martin Schieck, Direktor des Museums Viadrina, über die Anfänge des Buchdrucks im 16. Jahrhundert und dessen rasches Aufblühen im Zuge der Entwicklung der Universität sowie über die überregional bedeutende hebräische Druckerei, die im 18. Jahrhundert einen Höhepunkt erlebte.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Tolles Buch. Die Buchempfehlungsshow mit Tina Kemnitz

Tina Kemnitz; Foto: © Kleist-Museum

Kulturelle Bildung

Dienstag, 19. Dezember 2017, 8, 10 und 11.30 Uhr

Tina Kemnitz, Vorleserin, Kinderbuchautorin und Literaturvermittlerin, stellt auf unterhaltsame und spielerische Weise tolle aktuelle Kinder- und Jugendbücher vor. Für jeden ist etwas dabei! Versteckte Wörter unter den Stühlen, Rätsel und Gespräche regen zum Mitmachen und vor allem zum Lesen an.

Eintritt: 5,- Euro