Veranstaltungen im Kleist-Museum


Paul Gerhardt in Berlin, Mittenwalde und Lübben 1642-1676

Buchpremiere

Donnerstag, 19. Juli 2018, 17 Uhr, Lübben

Im historischen Gewölbekeller des Schlosses am kleinen Hain, dem als begehbares Denkmal angelegten Erinnerungsort für Paul Gerhardt in der Spreewald-Stadt Lübben, folgt Ulrich Grober den Spuren des in Wittenberg ausgebildeten Theologen, der 1642/43 als Hauslehrer nach Berlin zog und 1651 nach Mittenwalde, wo er sein erstes Pfarramt antrat. Von 1669 bis 1676 verbrachte der orthodoxe Lutheraner seine letzten Lebensjahre in Lübben, nachdem er vom evangelisch-reformierten Kurfürsten Friedrich Wilhelm seines Amtes als Pfarrer an der Berliner Hauptkirche St. Nikolai enthoben worden war. Zur Premiere dieses neu überarbeiteten und in Bild und Text erweiterten Frankfurter Buntbuches Nr. 30 sind Wolfgang de Bruyn als Mit-Herausgeber und der Autor Ulrich Grober im Gespräch.
Begrüßung Werner Kuhtz, Vorsitzender des Paul-Gerhardt-Vereins Lübben e.V.

Eintritt frei!


Ort: Paul Gerhardt Zentrum | Am kleinen Hain 43, 15907 Lübben

Anmeldung erbeten unter 03546 3346 oder E-Mail: paul-gerhardtzentrum@freenet.de

Eine Veranstaltung des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder) in Kooperation mit dem Paul-Gerhardt-Verein Lübben e.V.


Paul Gerhardt in Berlin, Mittenwalde und Lübben 1642-1676

Lesung und Konzert

Freitag, 20. Juli 2018, 16.30 Uhr, Berlin

Ulrich Grober ist den Spuren Paul Gerhardts in Berlin und Brandenburg gefolgt und lädt an einem weiteren Wirkungsort des Pfarrers und Liederdichters zum Kennenlernen wichtiger Lebensstationen ein. Zur Präsentation des Frankfurter Buntbuches Nr. 30 in der Berliner Nikolaikirche sind Anette Handke als Mit-Herausgeberin und der Autor und Publizist Ulrich Grober im Gespräch. Verbunden werden Lesung und Gespräch mit der Nikolai-Musik am Freitag, die aus diesem Anlass ganz dem weltberühmten Kirchenlieddichter gewidmet ist, dessen lyrische Texte Komponisten über Jahrhunderte hinweg inspiriert haben.

Eintritt: 4,- Euro, erm. 3,- Euro

Ort: Nikolaikirche Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Stadtmuseum Berlin und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder).


Bewahren oder entsorgen?

Salon Kleist

Dienstag, 24. Juli 2018, 17 Uhr

Die Auftragskunst der DDR fristete in den 1990er-Jahren ein Dasein als ungeliebtes Archivgut; in der Gegenwart erfährt sie eine Rehabilitierung. Wie sieht dies aus der Perspektive des ehemaligen Leiters des Kunstarchivs Burg Beeskow aus? Vom Umgang mit der Kunst in stürmischen Zeiten spricht Herbert Schirmer, Journalist, Kunstwissenschaftler und Kurator der aktuellen Ausstellung zu Wieland Förster und Heinrich von Kleist.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inklusive Salontee und Gebäck!


Płynne granice − Fließende Grenzen: Marta Bąkiewicz im Gespräch mit der Autorin Tina Stroheker

Literarische Oderfahrt

Dienstag, 31. Juli 2018, 17 Uhr

Mit dem Fokus auf den Doppelsinn des Wortes „übersetzen“, ein Gewässer zu überqueren oder von einer Sprache in eine andere zu übertragen, laden wir 2018 zu zwei literarischen Oder-Salons ein.
In knapp zweistündigen Fahrten auf der Oder wollen wir Bewohner und Besucher der deutsch-polnischen Grenzregion mit Dichtungen zur gemeinsamen Heimat an dieser −oder anderen − fließenden Grenze(n) ins Gespräch bringen, und dabei die Schönheit der Oderlandschaft vom Fluss aus genießen. Die deutsche Schriftstellerin Tina Stroheker hat sich, u. a. als Stadtschreiberin von Łódź, mehrfach schreibend im Nachbarland auf Erkundungstour begeben. Im Gespräch mit der polnischen Germanistin Marta Bąkiewicz geht es um Oder-Überquerungen, Grenz-Überschreitungen und fließende Grenzen, Kultur-Landschaften und die Kultur der Nachbarschaft. Die Passagiere des Oderkahns sind eingeladen zu einer poetischen Zeit- und Raumreise entlang der Oder.

Treffpunkt: 16.45 Uhr Kleist-Museum
Tickets: 7,- Euro, erm. 5,- Euro.

Ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg-Brandenburg in Europa“ in Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen Forschungsinstitut Poznań/Frankfurt (Oder).


Briefeschreiben wie vor 200 Jahren

Kulturelle Bildung

31. Juli bis 3. August 2018, täglich 11 Uhr

„Die Post ist vor der Thüre, Adieu“, schreibt Heinrich von Kleist an Wilhelmine von Zenge, und die Ferienkinder können es ihm gleichtun. Workshopleiterin Johanna Riedel lehrt spielerisch das Briefeschreiben wie vor 200 Jahren. Mit Feder und Tinte, mit Brief und Siegel geht dann die Ferienpost in alle Himmelsrichtungen.

Materialkosten: 1,- Euro; freier Eintritt für eine Begleitperson.


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 1. August 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Die Wahlverwandtschaften (DEFA, 1974)

Filmfrühstück

Sonntag, 5. August 2018, 11 Uhr

Den auf einer Gesellschaft vorgetragenen, empörten Vorwurf einer Dame, sein Roman Die Wahlverwandtschaften sei unmoralisch, soll Goethe mit den Worten „Das tut mir leid, es ist doch mein bestes Buch.“ Erwidert haben. In den 1970er-Jahren nahm der DEFA-Regisseur Siegfried Kühn den Goethe-Text als Filmvorlage, die Premiere fand am 125. Geburtstag des Weimarer Klassikers statt. In großen und kleinen Rollen sind renommierte und gern gesehene Schauspieler*innen wie Christine Schorn, Hilmar Thate, Gerry Wolff, Horst Schulze, Christian Grashof und Volkmar Kleinert zu sehen, aber auch ein überraschender Name taucht auf der Besetzungsliste auf: Dieter Birr. Das Spektrum der Filmkritik reicht von verhaltenem Jubel bis zu „Thema verfehlt“. Machen Sie sich ein Bild von den Wahlverwandtschaften bei unserem Filmfrühstück 44 Jahre nach der Erstaufführung.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.


Kulturpreis 2018 der LOSCON-Kulturstiftung

Preisverleihung

Samstag, 18. August 2018, 15 Uhr

Bereits zum fünften Mal vergibt die 2013 in Beeskow gegründete LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg den Kunstpreis an einen Künstler aus dem Fördergebiet. In diesem Jahr erhält der 1951 in Spreenhagen geborene und heute in Marxdorf (MOL) lebende Bildhauer Ehrhard Thoms den Preis für sein Lebenswerk. Von 1981-87 hat Thoms Bildhauerei bei Jo Jastram an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert. In seinen vielgestaltigen Werken sucht Thoms die verlorengegangene Balance zwischen einer Welt im Umbruch und seinem eigenen Dasein. Dabei verbindet er Elemente einer klassisch wirkenden Kunst von Zeichnung, Bild und Skulptur mit zeitgenössischen Brechungen. Die Laudatio auf den Preisträger hält Vorstandsmitglied Detlef Mallwitz.

Eintritt frei!


Zwischen „Musenhauch“ und „Tabellenkram“.
Ernst von Houwald in Lübben

Salon Kleist

Dienstag, 21. August 2018, 17 Uhr

Ernst von Houwalds Familie bewirtschaftete von Straupitz aus eine der größten Grundherrschaften der Niederlausitz. Er selbst managte als Gutsbesitzer in Sellendorf nicht nur seinen eigenen Betrieb, sondern wirkte nach 1815 als Landsyndicus der Stände der Niederlausitz maßgeblich am Übergang der Niederlausitz von Sachsen an Preußen mit. Seine eigentliche Leidenschaft galt jedoch dem Theater. Houwald verfasste zahlreiche Dramen, die sich um 1820 großer Beliebtheit erfreuten. Gemeinsam mit seinem Freund Carl Wilhelm Salice-Contessa unterhielt er einen wahren „Musenhof“.
Über Ernst von Houwald spricht Philip Kardel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum Schloss Lübben.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.

Im Vorfeld des Salons wird dem Kleist-Museum um 16.30 Uhr durch den Kulturförderverein Mark Brandenburg e.V. eine Plakette der „Märkischen Dichterstraße“ überreicht. Diese verbindet Geburts- und Wirkungsstätten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern in Brandenburg.


„...im schönsten Badeschwindel“.
Salongäste und Gastgeberinnen um 1800

Salonlesung

Dienstag, 28. August 2018, 17 Uhr, Lübben

Salons um 1800 waren keine festen Termine am Teetisch, sondern Knotenpunkte in einem vibrierenden Netz von Besuchen, Briefen und Debatten. Man fuhr nach Leipzig zur Messe, zur Kur nach Freienwalde, auf die Galerie nach Dresden, nach Potsdam zu Picknick und Theater und natürlich in die Mark und das weitere Land zum Besuch der Guts- und Musenhöfe der Freunde. Besuch und Gegenbesuch: Gäste und Gastgeberinnen der Berliner Salons waren viel auf Reisen und hielten sich über Briefe über die Geschehnisse, Bekannte und Neuerscheinungen auf dem Laufenden. Im Rahmen der Musenhofausstellung lesen Dr. Hannah Lotte Lund, Direktorin, und Anette Handke, Pressefrau des Kleist-Museums, aus Briefen der „Salongesellschaft auf Reisen“ und stellen dabei Rahel Levin Varnhagen, von deren Salon in Berlin viele Wege ins Land führten, in den Mittelpunkt.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Ort: Stadt- und Regionalmuseum Lübben
Ernst-von-Houwald-Damm 14
15907 Lübben (Spreewald)
Tel: 03546/187478
www.museum-luebben.de


„Nun lesen Sie mal schön!“
Franz Fühmann und Wieland Förster. Der Briefwechsel

Lesung und Gespräch

Donnerstag, 30. August 2018, 19 Uhr

1968 lernen sich einer der wichtigsten Autoren der DDR und einer der bedeutendsten bildenden Künstler des Landes kennen: Franz Fühmann und Wieland Förster. „Franz sprach mich an“, vermerkt Förster, und Fühmann, der längst von den Werken seines Gegenübers beeindruckt ist, notiert: „ein scharfer Beobachter, unerbittlich, auch spöttisch, [...] so umgänglich wie selbstbewußt.“ Eine Korrespondenz beginnt, die bis ins Jahr 1984 anhalten wird. Ein Austausch über die Arbeit, die Zeitereignisse, Versuche seitens des Staates, in das künstlerische Werk einzugreifen, man teilt auch gesundheitliche Probleme mit. Dieser reich kommentierte und mit einem ausführlichen Vorwort des Herausgebers Roland Berbig versehene Band ist Dokument einer Künstlerfreundschaft zweier Menschen, die sich offen der Welt stellen, solange es geht und zugleich ein Zeitporträt. In Lesung und Gespräch stellen Ernst-Jürgen Walberg, Journalist und langjähriger Kulturchef von NDR1 Radio MV, Thomas Gallien, Lektor beim Rostocker Hinstorff Verlag und Anette Handke den Briefwechsel vor.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Mittwochsführung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Mittwoch, 5. September 2018, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Christian Steyer liest "Das musikalische Nashorn und andere Tiergeschichten" von Peter Hacks

Kurze Nacht der Museen

Freitag, 7. September 2018, 22 Uhr

Kindergeschichten zur Museumsnacht? Unbedingt, wenn der Verfasser Peter Hacks heißt und der Vorleser Christian Steyer. Und das zu erwartende Publikum sich vermutlich gut und gern an die Erlebnisse eines ziemlich blauen Bären auf einem überwiegend grünschillernden Ball erinnert, von denen in der Museumsnacht auf jeden Fall die Rede sein wird. Außerdem natürlich von dem außergewöhnlichen, titelgebenden Nashorn, das ein ganzes Löwenrudel zu Vegetariern macht – und das mit den Mitteln der Kunst! Zum Abschluss der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen laden wir zur musikalischen Lesung des Musikers, Schauspielers und berühmten Tiergeschichtenerzählers
Christian Steyer ein - und zum geselligen Ausklang im Garten des Kleist-Museums.

Zur Museumsnacht ist der Museumsbesuch ab 17 Uhr kostenlos und der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei!


Brandenburgischer Kunstpreis 2018 und
Brandenburger ART 2019

Vernissage und Kalenderpremiere

Donnerstag, 13. September 2018, 17 Uhr

Die Veranstalter laden zur Ausstellungseröffnung und Präsentation des Kunstkalenders ein.

Eintritt frei!

In Kooperation mit der Märkischen Oderzeitung und mit freundlicher Unterstützung der IHK Ostbrandenburg.


Im Labyrinth. Die Welt des Bildhauers Wieland Förster.
Dokumentation, 2005

Film und Gespräch

Sonntag, 16. September 2018, 11 Uhr

Seit dem Ende der 1970er-Jahre hat sich der Autor und Regisseur Eduard Schreiber mit dem Künstler Wieland Förster auseinandergesetzt. Dezember 1979 hieß die erste Dokumentation, die 1980 im Auftrag der DEFA entstand. In den 90er-Jahren arbeitete er an dem Film Unser täglich Brot gib uns heute, nach einer Erzählung von Wieland Förster. 2005 realisierte Eduard Schreiber die umfangreiche Dokumentation Im Labyrinth, die wir zum Abschluss der Wieland-Förster-Ausstellung im Kleist-Museum zeigen. Im Anschluss an den Film ist Eduard Schreiber im Gespräch mit dem Kurator dieser Ausstellung, Herbert Schirmer.

Eintritt:
5,- Euro, erm. 3,- Euro


Kleists Fenster. Ein Ausblick auf die Marienkirche um 1800

Salon Kleist

Dienstag, 18. September 2018, 17 Uhr

St. Marien ist weder Kleists Taufkirche noch findet sich in seinem Werk ein konkreter Verweis
auf das Frankfurter Gotteshaus. Und dennoch gibt es eine Verbindung räumlicher Art zwischen Heinrich von Kleist und der Marienkirche: Durch die Fenster seines Geburtshauses in der Großen Oderstraße hatte der junge Kleist direkten Ausblick auf die benachbarte Stadtkirche.
Wie sahen St. Marien und das Umfeld damals aus? Über bauliche Veränderungen an Gebäude und Bleiglasfenstern im 18. und 19. Jahrhundert spricht die Historikerin Henriette Brendler.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Kleist-Festtage 2018
Inszenierte Wirklichkeiten —

11. bis 21. Oktober 2018