Veranstaltungen im Kleist-Museum


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 2. August 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein. Die aktuelle Sonderausstellung kann im Alleingang besucht werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Ursula

Filmfrühstück

Sonntag, 6. August 2017, 11 Uhr

Ursula ist eine Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller und erzählt "die dramatische Liebesgeschichte eines einfachen Bauernmädchens und des Soldaten Hansli, der in den Wirren der Reformationskriege des 16. Jahrhunderts im Schweizer Oberland auf Seiten Ulrich Zwinglis für die Reformation kämpft", so der Werbetext zum Film. Die Literaturverfilmung von Egon Günther war 1978 die erste Koproduktion von Fernsehen der DDR und Schweizer Fernsehen und wurde zum Skandal in beiden Ländern. Dem Film wurde einerseits Verfälschung der Geschichte vorgeworfen und andererseits wurden zahlreiche sexuell freizügige Szenen als obszön kritisiert. In der Schweiz wurde der Film trotz umfangreicher, auch formaler Kritik nicht abgesetzt, kolportiert wird, dass der Fernsehbeauftragte der Kirche zurücktrat. In der DDR lief er nur einmal zu seiner Fernsehpremiere im November 1978, dort allerdings mit der "Traumeinschaltquote" von gut 47 %. Wir zeigen den Film im Rahmen unseres Projektes "Glaube, Liebe, Sprache. Das Lutherjahr im Kleist-Museum".

Eintritt: 8,- Euro / erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.


Günter de Bruyn: Der Sandpoet.

Buchvorstellung

Donnerstag, 10. August 2017, 19 Uhr, Werneuchen

Die längste Wirkungsstätte F.W.A. Schmidts war der von ihm geliebte und besungene „Flecken“ Werneuchen. 2014, anlässlich seines 250. Geburtstages, wurde dort eine Ausstellung über den Dichterpfarrer eingeweiht, seit 2016 gibt es das so genannte Schmidtzimmer im Adlersaal. Am Ort des Dichters stellt Wolfgang de Bruyn das dem Werneuchener "Dichterpfarrer" gewidmete Buntbuch Nr. 60 vor. Zur Begrüßung spricht Burkhard Horn, Bürgermeister der Stadt Werneuchen. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde. Im Anschluss an die Präsentation bitten die Veranstalter zu einem kleinen Empfang. 

Eintritt frei!

Ort: Adlersaal, Berliner Allee 18a, 16536 Werneuchen

Anmeldung erbeten unter Telefon: 033398 81624 oder E-Mail: schimmelpfennig@werneuchen.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Stadt Werneuchen.


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Recht muss Recht bleiben II

Donnerstag, 24. August 2017, 19 Uhr

Zweite Einführungsveranstaltung für das Bürgerprojekt zu den Kleist-Festtagen: Vorstellung der Novelle und ihrer Rezeption, Filmausschnitte und Gespräche.

Eintritt frei!


Kleist als Straßenmusiker

Foto: © Lorenz Kienzle

Salon Kleist

Dienstag, 29. August 2017, 17 Uhr

"Unbekannt ist diese Episode aus Kleist Leben nicht, aber wenig bekannt. Doch diese – um es mit Goethe zu benennen – biographische Einzelheit wäre eine Nichtigkeit, wenn sie nicht auf die Bedeutung der Musik in Kleists Leben und Werk verwiese, die ihr endliches Ziel im Jahre seines Todes 1811 in der Erzählung Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik findet." Jörg Aufenanger, Schriftsteller und Regisseur, ist Verfasser von biographischen Büchern u.a. zu Schiller, Grabbe, Goethe und Heine. Er schrieb den Kleists Oßmannstedter Aufenthalt gewidmeten Essays Vierzig Tage im Leben des Heinrich von Kleist, den man auch als eine wunderbare Filmvorlage lesen kann. Im Salon Kleist spricht Jörg Aufenanger über Kleist und die Musik.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Kunstpreis 2017 der LOSCON-Kulturstiftung

Kai-Uwe Kohlschmidt von Thorsten Eichhorst (Ausschnitt)

Preisverleihung

Samstag, 2. September 2017, 15 Uhr

Bereits zum vierten Mal findet die Preisverleihung der LOSCON Kulturstiftung für Ostbrandenburg im
Kleist-Museum statt. Den Kunstpreis 2017 erhält Kai-Uwe Kohlschmidt. 1968 in Leipzig geboren, gründete er schon 1982 gemeinsam mit Chris Heinze in Cottbus die seit den späten 80er Jahren auch durch den Film flüstern & SCHREIEN legendäre Band SANDOW. Kai-Uwe Kohlschmidt ist Autor, Komponist und Regisseur für Hörspiel, Feature, Theater und Film und Fernsehen (Tatort, Polizeiruf). Er ist immer noch und wieder Sänger, Texter und Gitarrist von SANDOW, seit dem Jahr 2000 auch Musiker bei den Bands OZEANCITY und RUSS AND THE VELVETS und seit 2004 Mitglied der Künstlergruppe Mangan 25. Kai-Uwe Kohlschmidt lebt und arbeitet in Speichrow im Landkreis Oder-Spree.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der LOSCON-Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Michael Kohlhaas, Illustration von W. Fahrenbruch; Foto: © Kleist-Museum

Recht muss Recht bleiben III

Dienstag, 5. September 2017, 16 und 19 Uhr

 

Nachdem in den Auftaktveranstaltungen der Inhalt der Kleistschen Novelle und ihre Rezeption im weiteren Sinne im Vordergrund standen, geht es bei den Workshops um Fragen der Interpretation und Präsentation. Die Workshops werden von Daniel Heinz geleitet. Der in Frankfurt (Oder) geborene Schauspieler und Regisseur ist seit 2012 Ensemblemitglied an den „Uckermärkischen Bühnen Schwedt“ und Leiter der Bürgerbühne. Daniel Heinz stellt verschiedene Interpretationstechniken vor und gibt Tipps zum Vorlesen vor größerem Publikum.

Geschlossene Veranstaltung!


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 6. September 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Vernissage Brandenburger ART 2018

Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Freitag, 8. September 2017, 16 Uhr

Ausstellung der Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Brandenburgischen Kunstpreises der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg: Skulpturen, Bilder, Collagen, Begegnungen, Gespräche und Musik.

Eintritt frei!

Begrüßung:
Dr. Hannah Lotte Lund
Grußwort: Frank Mangelsdorf
Einführung:
Peter Liebers; Musikalische Begleitung: Jacek Fałdyna (sax).

In Zusammenarbeit mit der MOZ und der IHK Ostbrandenburg.

Zur Kurzen Nacht der Museen 2017 hat das Kleist-Museum bis 23 Uhr geöffnet.


Abiturprüfung Deutsch 2019/Kommunikation

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 13. September 2017, 15 Uhr

Ausgehend vom Prüfungsschwerpunkt "Kommunikation" stellt Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum, Kommunikationsmodelle in pragmatischen und literarischen Texten Kleists und anderer Autoren zur Diskussion. Ausgewählte Texte werden als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt.

Geschlossene Veranstaltung!

LISUM-VA-Nummer: 17F300101


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Recht muss Recht bleiben IV

Samstag, 16. September 2017, 17 Uhr

Zweiter Vorbereitungstag mit Sprech- und Lesetraining und Hauptprobe für die Lesung am
15. Oktober mit dem Schauspieler und Regisseur Daniel Heinz.

Geschlossene Veranstaltung!


Die pragmatische Muse. Buchpräsentation zum Geburtstag von Henriette Herz

Henriette Herz, Gemälde von Anna Dorothea Therbusch, 1778

Salon Kleist

Dienstag, 26. September 2017, 17 Uhr

Henriette Herz ist eine der berühmtesten Frauen um 1800. Sie gilt als Begründerin der deutschen Salonkultur und war Gastgeberin für viele Freunde und Zeitgenossen Heinrich von Kleists. Trotz – oder wegen? – ihres Ruhms und der zahlreichen Legenden gibt es bis heute keine wirkliche Biographie über diese Symbolfigur der deutschjüdischen Verständigung und Ikone der Berliner Kulturgeschichte. Über 40 Jahre im Leben der selbständigen, international netzwerkenden Frau sind weitgehend unerforscht.
Zum Erscheinen der ersten wissenschaftlichen Monographie zu Henriette Herz bitten die Herausgeberinnen in den Salon. Mit einer Collage aus unbekannten Briefen und neuen, auch frechen Thesen laden wir ein zur Debatte darüber, was Netzwerken im Salon wirklich war und heute noch sein kann.
HERZlich willkommen! Mit Dr. Hannah Lotte Lund und Hans-Jürgen Rehfeld (Kleist-Museum), Dr. Ulrike Schneider und Dr. Ulrike Wels (Universität Potsdam).

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist

Vernissage

Samstag, 7. Oktober 2017, 17 Uhr

Martin Luthers Werke stehen am Beginn der Entwicklung einer überregionalen deutschen Schriftsprache. Dieser Prozess wurde erst in Heinrich von Kleists Schaffenszeit abgeschlossen. Luthers Sprachmächtigkeit errichtete der deutschen Sprache ein reiches Fundament an Wörtern, Bildern und Stilelementen, das, wie Jacob Grimm schrieb, um 1800 »endlich blüthen neuer Poesie« hervorbringen konnte. In diesem Sinne fahndet die Ausstellung nach Spuren der Luthersprache in Kleists Texten. Beispielsweise greift der Untertitel des Dramas Das Käthchen von Heilbronn Luthers Wortschöpfung FEUERPROBE auf, und in den Erzählungen Michael Kohlhaas und Der Zweikampf findet sich die veraltete Bezeichnung REISIGER, die nur noch über die Lutherbibel transportiert wurde. Auch Klang und Funktion der Kleistschen Erzählerformel »nun traf es sich« stellen eine Verbindung zum biblischen ES BEGAB SICH ABER her. Deutliche Parallelen lassen sich zudem zwischen Luthers hörerbezogener Zeichensetzung und Kleists grammatikalisch regelwidriger Kommasetzung ziehen.
Über Kleist hinaus, der als Verbindungsglied zwischen Neuzeit und Moderne fungiert, verfolgt ein Seitenblick den Weg der Lutherworte in unsere heutige Sprachpraxis: Welchen Veränderungen ist Sprache ausgesetzt? Wie hängen Macht und Sprache zusammen? Welche aktuellen Entwicklungen lassen
sich erkennen?
Die Ausstellung umfasst eine komplexe Rauminstallation, die den Besucher*innen ein spielerisches Entdecken der lutherischen Sprache und eine interaktive Suche in den Texten erlaubt.

Kuratorin: Barbara Gribnitz
Gestaltung: panatom, Berlin

Kuratorinnenführungen zu den Kleist-Festtagen:
DI / 10.10. / 16 Uhr | DO / 12.10. / 16 Uhr | SA / 14.10. / 16 Uhr

Die Ausstellung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Eintritt zur Vernissage frei!

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Hans Michael Kohlhaase

Die Bustour zu den Kleist-Festtagen

Sonntag, 8. Oktober, 9.30 Uhr, Treffpunkt Kleist-Museum

Kleists wohl bekannteste Erzählung Michael Kohlhaas gründet auf einem historischen Vorbild: Hans Kohlhase, vermutlich geboren in Tempelberg, Kaufmann in Cölln, hingerichtet 1540 in Berlin. Die Bustour zu den Kleist-Festtagen folgt den Spuren der historischen und der fiktiven Person, führt in die Kulturlandschaft von Hans Michael Kohlhaase. Michael Kohlhaas, der Roßhändler, gibt den Weg auf ein Gestüt in der Nähe von Słubice vor. Was bedeutet es heute, ein »Roßhändler« zu sein? Welchen Stellenwert haben Pferdehandel und Pferdezucht und der nun schon seit Jahrzehnten auch ökonomisch wichtige Reittourismus in der Region? Der historische Hans Kohlhase führt uns nach Tempelberg, seinen wahrscheinlichen Geburtsort. Spielt die durch Kleist berühmt gewordene Geschichte des widerständigen Mannes, der für sein Recht Unrecht zu tun bereit ist, eine Rolle für die Identität der Dorfbewohner? Fühlt man sich widerstandsbereiter, aufmüpfiger als andere? Wie ist das Kohlhaas-Openair von 2009 in der Erinnerung geblieben?
Die Bustour möchte Gäste zweier, zeitgleich in Frankfurt stattfindender, Festivals miteinander verbinden, die der Kleist-Festtage und des MitOst 2017.
Wir freuen uns auf die organisierte Begegnung und spontane Entwicklungen. Für ein gemeinsames Mittagessen und eine gesellige Kaffeepause wird gesorgt.
Zum Kennenlernen laden wir vor der Abfahrt bereits 9.30 Uhr zu einem Frühstückskaffee in das Kleist-Museum ein.

Abfahrt Kleist-Museum: 10.00 Uhr
Abfahrt Dom Studencki w Słubicach, ul. Piłsudskiego 14: 10.15 Uhr

Tickets inklusive Verpflegung: 25,- Euro / 20,- Euro / 40,- Euro (Familienticket)

Ein gemeinsames Projekt von Kleist-Museum und MitOst 2017.

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Es wachsen Flügel

Eine theatrale Begegnung mit Kleist- Ein Projekt von Schauspielstudierenden aus Polen, Russland und Deutschland

Montag, 9. Oktober 2017, 17 Uhr, Premiere

Öffentliche Probe: Freitag, 6. Oktober, 18 Uhr (Eintritt hierzu frei)

18 junge Schauspielstudent*innen und 3 Regisseur*innen aus drei Ländern starten ein gemeinsames
Experiment. In drei Gruppen begeben sie sich auf Spurensuche bei Heinrich von Kleist, lesen seine Texte neu, hinterfragen scheinbar Sicheres, trennen Kontexte, fügen Neues zusammen und entwickeln innerhalb einer Woche im und für das Kleist-Museum ein theatrales Projekt. Verschiedene Orte des Museums werden zur Probe-Bühne, und bereits im Proben-Prozess werden immer wieder die Türen geöffnet, um Einblick in die Arbeit der jungen Künstler zu geben. Im Zentrum des Projekts steht die künstlerische und persönliche Begegnung, die Auseinandersetzung mit dem fremden Blick und die Erprobung neuer Arbeitsweisen und Formen. Beim Erarbeiten der Projekte werden die Texte in die jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte gesetzt. Ist es möglich, einen "aktuellen Kleist" für jeden Einzelnen herauszuarbeiten? Biografie und Werk eines Dichters, der ständig unterwegs und vielleicht nirgendwo zuhause war, werden zur Textur grenzüberschreitender Begegnungen in der Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice. Im besten Fall prallen ganz unterschiedliche Interpretationsansätze und Produktionsästhetiken aufeinander. Am 9. Oktober ist das Kleist-Museum die Bühne für Premiere und letzte Aufführung gleichzeitig.

Regie: Joanna Lewicka (Lublin), Wolfgang Nägele (Berlin), Sergej Taraskin (Astrakhan)

Das Projekt wird gefördert vom Deutsch Polnischen Jugendwerk, dem Polnischen Institut Berlin und
MitOst e.V.


Tickets: 5,- Euro/ 3,- Euro

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Bartholomäus-Nächte

Filmnacht u. a. mit dem französischen Film "Die Bartholomäusnacht" von Patrice Chéreau (1994)

Montag, 9. Oktober 2017, 20 Uhr

In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts schrieb Alexandre Dumas vier seiner berühmtesten Romane:
Die drei Musketiere, Der Mann mit der eisernen Maske, Der Graf von Monte Christo und Königin Margot. Alle diese Geschichten sind aufwendig und mehrmals verfilmt worden. Königin Margot, eine Geschichte aus der Zeit der französischen Glaubenskriege, kam 1954 und 1994 in deutscher Synchronisation unter dem Titel Die Bartholomäusnacht in die Kinos. Zum Beginn des Abends zeigen wir die Verfilmung von Patrice Chéreau (1994) mit Isabelle Adjani und Daniel Auteuil in den Hauptrollen. Das Filmlexikon schreibt über das preisgekrönte Werk: "Das Massaker der französischen Katholiken an den Protestanten in der Bartholomäusnacht des Jahres 1572 als Hintergrund für eine Familiengeschichte voller Intrigen, sexueller Exzesse, Mord, aber auch aufopferungsvoller Liebe. Hinter den opulenten, die Historie hautnah beschwörenden Bildern stellt der Film auch Bezüge zur Gegenwart her und formuliert einen eindringlichen Appell an Toleranz und Mitgefühl. Formal in allen Bereichen von außergewöhnlicher Qualität."
Nach dem Film präsentieren wir eine Dokumentation, die sich insbesondere der Verstrickung der Königsfamilie in die Schlacht um den wahren Glauben widmet und stellen den Roman von Alexandre Dumas vor.

Tickets: 8,- Euro / 6,- Euro / 4,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


SPRACH | GE | WALT | TÄT | IG

Werkstatt für Schulklassen zur Sonderausstellung Worte, Worte, nichts als Worte …

Dinstag, 10. Oktober 2017
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Freitag, 13. Oktober 2017
Jeweils 9 Uhr und 10 Uhr

Begleitend zur Sonderausstellung öffnen wir eine Wörter-Werkstatt für Schulklassen: Schüler*innen
von Klasse 5 bis 11 sind eingeladen, mit Sprache zu experimentieren. Wörter schöpfen, Wörter verbinden,
Wortfamilien gründen, Wortwurzeln ausgraben, Wörter zerpflücken und neu zusammensetzen, kurz: Wortgeschichten erforschen.

Anmeldung per E-Mail notwendig: Christina Dalchau / E-Mail: dalchau@kleist-museum.de

Tickets: 1,- Euro pro Schüler

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Bibelfest. Luthers Deutsch

Salon Kleist
Ein Salon Kleist zur Sonderausstellung Worte, Worte, nichts als Worte

Dienstag, 10. Oktober, 17 Uhr

GOTTGEFÄLLIG . Martin Luthers Bibelübersetzung war nicht die erste aber sicherlich die wirkmächtigste Übertragung der Heiligen Schrift. Dabei verzichtete er, anders als etwa in den Tischreden, auf volksnahe Grobianismen. Martin Luther wollte den Sinn der Bibel in REIN UND KLAR DEUTSCH GEBEN. Seinem Bemühen verdanken wir bildreiche Redewendungen und Lieblingsstellen, die sich den zahlreichen Bibelrevisionen auch der jüngsten Zeit oft widersetzten, also ihre FEUERPROBE bestanden. Der Salonnachmittag widmet sich einigen dieser Wendungen und Wörter, die durch Luthers Bibelübersetzung in unsere heutige Sprache kamen. Die Salongäste sind herzlich eingeladen, mitzulesen und sich an der Sprachmacht und den MACHTWORTEN zu erfreuen: WES DAS HERZ VOLL IST , DES
GEHT DER MUND ÜBER!

Tickets: 5,- Euro / 3,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Die Gewalt der Musik

Jörg Gudzuhn liest Die heilige Cäcilie

Dienstag, 10. Oktober 2017, 20 Uhr

In Heinrich von Kleists Erzählung von 1810/11 machen sich "um das Ende des sechzehnten Jahrhunderts
[…] drei Brüder, junge in Wittenberg studirende Leute, mit einem vierten, der in Antwerpen als Prädicant angestellt war" auf, das Kloster der heiligen Cäcilie anzugreifen, um "von Schwärmerei, Jugend und dem Beispiel der Niederländer erhitzt […] auch der Stadt Aachen das Schauspiel einer Bilderstürmerei zu geben." Etliches Volk von der Straße, Anhänger der neuen Lehre schließen sich an. Die Nonnen sind in höchster Not. Ein Wunder geschieht. Triumph der Religion? Macht der Musik? Das Ganze eine Legende? Glaubensfrage.
Jörg Gudzuhn ist von der Theaterbühne ebenso bekannt wie vom Film. Fast 25 Jahre war er am Deutschen Theater, auch als Dorfrichter und Cheruskerfürst, davor über 10 Jahre am Maxim Gorki Theater, wo er unter anderem in der legendären Kuckucksnest-Inszenierung von Rolf Winkelgrund einen umjubelten McMurphy spielte. Vor der Kamera war er Fallada und fantastischer Erfinder, Schachspieler und Häftling, Autoverweigerer, knurriger Kommissar, schöngeistiger Genießer und Berliner Kumpel. Im Anschluss an die Lesung erzählt Gudzuhn, der von Kleists Kohlhaas begeistert ist, von Theater, Film und Leben, von Adam, Herrmann und Michael.

Tickets: 10,- Euro / 8,- Euro / 5,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Lästerlippe & Gehirnverrückung: Sprachgewalt bei Luther und Kleist

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 15.30 Uhr

Wörter wie "merkeln" oder "rumoxidieren", "isso" oder "läuft", so genannte Jugendwörter der letzten Jahre, sind in die Umgangssprache zumindest bestimmter Gruppen längst eingegangen. Sprache verändert sich; Lehrerinnen und Lehrer aller Fachbereiche nehmen aktuelle Sprachveränderungen sehr direkt wahr. Die Fortbildung wendet sich insbesondere an Kolleginnen und Kollegen des Fachbereiches Deutsch und widmet sich Aspekten der Vermittlung von Sprachkompetenz und Sprachgeschichte. Nach einem Rundgang durch die Sonderausstellung "Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist" geben die Kuratorin Dr. Barbara Gribnitz und die Museumspädagogin Christina Dalchau Anregungen zur Einbindung von Sprachspielen und Sprachgeschichte(n) allgemein und der aktuellen Ausstellung im Besonderen in den Deutschunterricht der Sekundarstufe I und II.

In Zusammenarbeit mit dem LISUM.

Anmeldungen erbeten unter dalchau@kleist-museum.de

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Einer trage des anderen Last

Filmfrühstück mit dem DEFA-Klassiker von 1988 und Manfred Möck

Sonntag, 15. Oktober 2017, 11 Uhr

"Liebe Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilt würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Galater 6:1-2, zitiert nach der Lutherbibel von 1912).
Den Polizisten Josef Heiliger (Jörg Pose) und den Vikar Hubertus Koschenz (Manfred Möck) trennen Welten! Es verbindet sie nur ihre lebensgefährliche Krankheit; und der müssen sie sich ausgerechnet in einem gemeinsamen Krankenzimmer eines Lungensanatoriums stellen. Es ist 1950, die DDR noch jung, die Gegensätze sind ebenso groß wie Not und Hoffnung, und einen festen Glauben haben beide …
Der Film von Lothar Warneke wurde in beiden deutschen Staaten ausgezeichnet, als bester DEFA-Spielfilm des Jahres 1988 in der DDR und beim Internationalen Filmfestival 1988 in Berlin (West) mit
zwei Silbernen Bären für die Hauptdarsteller. Manfred Möck, der junge Vikar aus dem Film, startete mit dieser Rolle seine Filmkarriere. Neben Theaterengagements u. a. in Greifswald, Berlin und Salzburg in den 80er und 90er Jahren war er bis heute in mehr als 120 Fernseh- und Filmrollen zu sehen. Im Anschluss an den Film sprechen wir mit dem Berliner Schauspieler über Glaubens- und andere Fragen.

Tickets: 8,- Euro / 6,- Euro / 4,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017


Michael Kohlhaas: Recht muss Recht bleiben!?!

Der mittelalterliche Altar in der St.-Gertraud-Kirche; Foto: Kleist-Muserum

Die Frankfurter Bürgerschaft liest Kleist

Sonntag, 15. Oktober 2017, 15 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

Kleists Geschichte des Rosshändlers, der aus "Rechtgefühl … zum Räuber und Mörder" wurde, ist – zumindest in groben Zügen – fast jedem bekannt. Sie wurde oft theatralisiert, verfilmt und als Hörspiel
gestaltet. Für die Kleist-Festtage 2017 haben sich mehr als 40 Frankfurterinnen und Frankfurter und interessierte Gäste aus dem Umland bis nach Berlin mehrere Wochen lang mit dieser Geschichte auseinandergesetzt; sie gemeinsam gesehen, gehört und vor allem diskutiert, bevor in einem kurzen, intensiven Probenprozess die gemeinsame Lesung des Kohlhaas vorbereitet wurde. Zur Premiere der Lesung und gleichzeitig zum guten Schluss des Festivals laden alle Beteiligten des diesjährigen Bürgerprojektes in die St.-Gertraud-Kirche ein. In vier "Akten" mit jeweils zehn Vortragenden wird »der ganze Kleist« gelesen und mitmachen kann, wer die Lesung mit allen gemeinsam erarbeitete. Geprobt wurde unter der fachlicher Anleitung von Daniel Heinz im Kleist-Museum. Die Bühne bildet die St.-Gertraud-Kirche, der Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert, der seit Mai 2017 wieder sein prunkvolles Gesprenge trägt.

Zwischen den Lesungen laden die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus und das Kleist-Museum zu Entspannung bei Kaffee und Kuchen, zum Kennenlernen oder Wiederbegegnen, zum Reden "über Gott und die Welt" ein.
Die Lesung wird professionell aufgezeichnet und am 10. November 2017, dem 534. Geburtstag Martin
Luthers, in Ausschnitten an zahlreichen Orten in Frankfurt (Oder) präsentiert.

Ein gemeinsames Projekt von Kleist-Museum und Evangelischer Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) –
Lebus.


Eintritt frei!

Eine Veranstaltung zu den Kleist-Festtagen 2017