Ausstellungen im Kleist-Museum und anderswo 2011


Frankfurt Kleista. Frankfurt nad Odrą około 1800 roku / Kleists Frankfurt. Frankfurt (Oder) um 1800

Studencki projekt wystawy dot. historii miasta przygotowany we współpracy z Muzeum Kleista i Collegium Polonicum. / Das studentische Ausstellungsprojekt in polnischer Sprache im Collegium Polonicum.


Ausstellungsdauer: 9. November 2011 bis 29. Februar 2012 
Ort: Collegium Polonicum, Słubice

Was war das eigentlich für eine Stadt, in der Heinrich von Kleist aufwuchs, in der er studierte und zu der er zeitlebens durch familiäre und freundschaftliche Bande enge Beziehungen pflegte? Wodurch zeichnete sich Frankfurt mit seinen Stadtteilen beiderseits der Oder an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert aus? Studierende der Europa-Universität Viadrina sind diesen und weiterführenden Fragen im Wintersemester 2010/2011 im Rahmen eines Projektseminars nachgegangen und haben daraus in Kooperation mit dem Kleist-Museum und dem Collegium Polonicum eine Ausstellung entstehen lassen, die unterschiedlichste Aspekte der Frankfurter Stadt- und Universitätsgeschichte um 1800 beleuchtet und mit dem Lebensweg Heinrich von Kleists in Beziehung setzt. mehr


KLEIST – Eine Ansichtssache

Ausstellungsdauer: 23. Oktober bis 27. November 2011
Vernissage: 23. Oktober 2011, 11 Uhr

Im Kleist-Museum werden für einen kurzen Zeitraum bildkünstlerische Arbeiten gezeigt, die für den von Sonderband zu Heinrich von Kleist der „horen“ entstanden sind.
Präsentiert werden die Werke von
Kedron Barrett, Lisa von Billerbeck,
Anja Böttger, Gudrun Brüne,
Sylvia Hagen, Angela Hampel,
Peter Herrmann, Martin Hoffmann,
Peter K. Kirchhof, Günter Kunert,
Uwe Pfeifer, Nuria Quevedo, Hans Scheib, Reinhard Stangl,
Ursula Strozynski, Petra A. Wende, Trak Wendisch und
Wolfgang Krause Zwieback.

In Kooperation mit „die horen - Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik“


Heinrich von Kleist: Leben, Werk, Wirkung

Ausstellungsdauer: 1. Juni bis 16. Oktober 2011

Parallel zu der stark szenografisch gestalteten und auf Krisen und deren Bewältigung fokussierten Doppelausstellung "Kleist: Krise und Experiment", präsentiert das Kleist-Museum eine um ausgewählte Exponate erweiterte Tafelausstellung, die einen Überblick über die wichtigsten Lebensstationen des Dichters gibt.


Was für ein Kerl! - Heinrich von Kleist im "Dritten Reich"

Arno Breker, Ajax; © Kleist-Museum

Ausstellungsdauer: 11. Juli bis 16. Oktober 2011
Vernissage: 11. Juli 2011, 19 Uhr
Ort: Truman-Haus, Potsdam-Babelsberg  

2008 veranstalteten die Stiftung Schloss Neuhardenberg und das
Kleist-Museum eine umfassende kulturhistorische Ausstellung zur Kleist-Rezeption im Nationalsozialismus. Während das Kleist-Museum die Verstrickung der Kleist-Gesellschaft in die nationalsozialistische Kulturpolitik zeigte, wurde in  Neuhardenberg durch über 300 Exponate (Briefe, Bücher, Gemälde, Plakate, Bühnenbildentwürfe, Filmausschnitte) das Ausmaß der Vereinnahmung Heinrich von Kleists deutlich. Eine aus dem gemeinsamen Projekt hervorgegangene Tafelausstellung dokumentiert die überaus erfolgreiche, bundesweit wahrgenommene Exposition. In Potsdam ist letztmalig Gelegenheit, diese Ausstellung zu sehen.

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro Berlin-Brandenburg.

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
17 - 19 Uhr

Samstag und Sonntag
10 - 18 Uhr


Grazie und Anmut. Illustrationen und Künstlerbücher zu Heinrich von Kleists „Über das Marionettentheater"

Christine Perthen, © Kleist-Museum

Ausstellungsdauer: 11. Juni bis 3. Oktober 2011
Vernissage: 11. Juni 2011, 15 Uhr
Ort: Burg Beeskow, Galerie

Kurator: Hans-Jürgen Rehfeld

Zahlreiche hervorragende bildende Künstler haben sich mit dem literarischen Werk Heinrich von Kleists auseinandergesetzt. Es entstanden seit Beginn des 20. Jahrhunderts Illustrationen zu den Buchausgaben der Dramen und der Erzählungen, aber auch Zeichnungen und druckgraphische Arbeiten als Einzelblätter oder Zyklen. Doch erst nach 1945 wandten sich bildende Künstler auch den Essays Kleists zu. Inzwischen sind zahllose bildkünstlerische Interpretationen entstanden, auch zu dem Dialog „Über das Marionettentheater“. Diesen veröffentlichte Heinrich von Kleist vom 12. bis 15. Dezember 1810 in den „Berliner Abendblättern“. Sicher regten die von Kleist in diesem Gespräch anschaulich geschilderten Szenen die Künstler an. Auch dem Zusammenhang von Marionette und Mensch wurde nachgegangen, dabei erscheint die Marionette „oft als Sinnbild eines Verlusts von Selbstbestimmtheit, dem als Verlust an Humanität nachgetrauert wird“. Doch ging und geht auch von der Puppe eine nicht zu unterschätzende Faszination aus, bot sich doch so Raum für erotische Darstellungen.

Das Kleist-Museum verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Bildkunst zu Leben und Werk Heinrich von Kleists, der vor 200 Jahren am Kleinen Wannsee bei Berlin seinem Leben ein Ende setzte. Das Kleist-Jahr 2011 ist Anlass, eine Auswahl dieser bildkünstlerischen Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die ab dem 11. Juni auf der Burg Beeskow ausgestellten Arbeiten zu Kleists Dialog Über das Marionettentheater zeigen die Vielfalt der Techniken, aber auch die Breite der Interpretation. Erstmalig werden in der Ausstellung auch buchkünstlerische Arbeiten von Studierenden der Kunsthochschule Berlin-Weißensee gezeigt, die im Rahmen einer Semester-Arbeit entstanden.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Bildungs-, Kultur- und Musikschulzentrum Burg Beeskow statt und ist verbunden mit dem 20. Künstlerpleinair des Landkreises Oder-Spree (20.06. - 03.07.2011).


Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801 - 1810

Ausstellungsdauer: 22. August bis 30. September 2011
Vernissage: 22. August 2011, 16 Uhr
Ort: Schule des ZBW "Heinrich von Kleist", Potsdam  

Heinrich von Kleist war ein Wanderer. In erstaunlich kurzen Zeitspannen durchquerte er Europa zwischen der Insel Rügen und Milano, zwischen Paris und Königsberg. Er reiste zu Fuß, zu Pferde oder in der Postkutsche; er reiste allein, mit Freunden oder mit seiner Schwester Ulrike; er reiste um des Vergnügens und der Bildung willen. Die Ausstellung zeichnet das dichte, vielgestaltige Muster, das seine Reisen auf der europäischen Landkarte hinterließen auf und spürt den Motiven der Kleistschen Unruhe nach.

Gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree.


Kleists Frankfurt. Frankfurt (Oder) um 1800

Ausstellungsdauer: 13. April bis 15. Juli 2011
Vernissage: 12. April 2011, 18 Uhr
Ort: Europa-Universität Viadrina, Gräfin-Dönhoff-Gebäude

Was war das für eine Stadt, in der Heinrich von Kleist aufwuchs, studierte und zu der er zeitlebens durch familiäre und freundschaftliche Bande enge Beziehungen pflegte? Studierende der Europa-Universität Viadrina sind dieser Frage im Rahmen eines Projektseminars nachgegangen und haben eine Ausstellung entwickelt, die unterschiedlichste Aspekte der Stadtgeschichte um 1800 beleuchtet und mit dem Lebensweg Heinrich von Kleists in Beziehung setzt.

Ein gemeinsames Projekt von Europa-Universität Viadrina, Kleist-Museum und Collegium Polonicum


Das bin ich. Günter Kunert im Selbstporträt

Ausstellungsdauer: 4. Mai bis 22. Mai 2011
Vernissage: 3. Mai 2011, 19 Uhr

Günter Kunert studierte ab 1946 Graphik an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin, brach sein Studium jedoch nach 5 Semestern ab und entschied sich für eine Existenz als freier Schriftsteller. Die Malerei und das Zeichnen aber haben sein Leben weiter begleitet, im Laufe der Jahrzehnte entstanden immer wieder auch neue Selbstporträts. Eine Auswahl dieser Arbeiten aus 5 Jahrzehnten sind in einer Kabinettausstellung im Kleist-Museum zu sehen.


Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801 - 1810

Johann Jacob Grümbke, Arkona, 1805

Ausstellungsdauer: 25. März bis 7. Mai 2011
Ort: Koeppenhaus, Greifswald
Vernissage: 25. März 2011, 20 Uhr 

Heinrich von Kleist war ein Wanderer. In erstaunlich kurzen Zeitspannen durchquerte er Europa zwischen der Insel Rügen und Milano, zwischen Paris und Königsberg. Er reiste zu Fuß, zu Pferde oder in der Postkutsche; er reiste allein, mit Freunden oder mit seiner Schwester Ulrike; er reiste um des Vergnügens und der Bildung willen. Die Ausstellung zeichnet das dichte, vielgestaltige Muster, das seine Reisen auf der europäischen Landkarte hinterließen auf und spürt den Motiven der Kleistschen Unruhe nach. In Greifswald wurde die Ausstellung um eine neuentstandene Tafel zu Kleists Reisen nach Norddeutschland erweitert.

In Kooperation mit: Literaturzentrum Vorpommern/Koeppenhaus
Die Ausstellung wird gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree.


Ständige Ausstellung

Heinrich von Kleist (1777-1811).
Leben – Werk – Wirkung. Blickpunkte

In vier Räumen geben etwa 250 Dokumente einen Überblick über Kleists Leben, sein Werk und dessen Wirkung bis in die Gegenwart. Gestalterisches Leitmotiv der Ausstellung ist die von Kleist gebrauchte Metapher des Schiffs als künstlerischer Überhöhung der Lebensreise – vom hoffnungsvollen Aufbruch bis zum Scheitern der Hoffnung. Gezeigt werden Handschriften, Erstausgaben, Porträts, Gemälde, Skulpturen, Bühnenmodelle und andere Gegenstände.

Raum 1: Herkunft, Bildung, Reisen
Raum 2: Krankheit, Amt, Gefangenschaft
Raum 3: Freier Schriftsteller und Journalist
Raum 4: Freitod

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, einen Ausstellungsführer mit Leittexten und einen Audioguide auf deutsch, englisch und polnisch.

Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr
Eintritt 3,- / erm. 2,- €

Nur noch bis zum 30. April bleibt Gelegenheit zum Besuch der bisherigen ständigen Ausstellung des Kleist-Museums. Ab Mai wird die Exposition abgebaut und Platz gemacht für die Ausstellung "Kleist: Krise und Experiment". Die letzte öffentliche Führung findet am 6. April um 16 Uhr statt, die Finissage am 30. April um 19 Uhr.


Materialitäten. Kleists Handschriften

Heinrich von Kleist, Albumeintrag für Jeanette von Haza

Ausstellungsdauer: 3. März bis 29. April 2011
Vernissage: 3. März 2011, 19 Uhr

Jeder Brief spiegelt die Beziehungen des Schreibers zum Empfänger wider. Nicht nur der Inhalt erzählt von dieser Beziehung, sondern auch die außersprachlichen Entscheidungen über Papier und Tinte, die Faltung, Adressierung und Schriftverteilung. Die Ausstellung untersucht an Hand einzelner, selten ausgestellter Handschriften eine unbekannte Seite Heinrich von Kleists. Gezeigt werden Autographen aus der Sammlung des Kleist-Museums sowie Leihgaben aus Bibliotheken und Archiven u.a. in Zürich, Hannover und Berlin.

Kuratorin: Barbara Gribnitz

Gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801 - 1810

Ausstellungsdauer: 12. Januar bis 11. Februar 2011
Ort: Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Berlin

Heinrich von Kleist richtete sich nirgendwo dauerhaft ein, sondern reiste rastlos quer durch Europa. An verschiedenen Orten wirkte er als Militär, Dichter, Journalist und Beamter. Die Ausstellung präsentiert Kleists Leben und Werk und seine mit den jeweiligen Orten verbundenen Pläne.

Die Ausstellung wird gefördert von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree.


Ingeborg Voss: Berliner Theaterwelten

Ingeborg Voss: Szenenstudie zu Kleists "Prinz Friedrich von Homburg", 1995.

Ausstellungsdauer: 6. Januar bis 1. April 2011
Vernissage: 6. Januar 2011, 11 Uhr
Ort: Schloss Oranienburg

Ohne die Künstlerin Ingeborg Voss ist die Berliner Theaterlandschaft der letzten fünfzig Jahre schwer vorstellbar. Ihre auf das Wesentliche reduzierten Zeichnungen zeigen bedeutende Schauspielerinnen und Schauspieler in unvergesslichen Rollen. Nach Stationen in Kloster, Frankfurt (Oder) und Erkner ist die Ausstellung jetzt in Oranienburg zu sehen.

In Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Oberhavel.