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Ausstellungen im Kleist-Museum und anderswo 2012


Ein freier, denkender Mensch... Heinrich von Kleist 1777 - 1811

  • Blick in die Ausstellung

Ausstellungsdauer: 20. Oktober 2011 bis 9. April 2012
Vernissage: 19. Oktober, 18 Uhr

Ort: Österreichisches Theatermuseum, Wien

Die Ausstellung zeigt Kleist als entscheidungsmutigen und konsequenten Menschen, der trotz zahlreicher Hindernisse und Selbstzweifel den eigenen Lebensplan und -anspruch nicht aufgibt. Leitmotiv sind die Selbstäußerungen Kleists in seinen Briefen, in all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit. Das Bild des Dichters wird ergänzt mit Exkursen zu einigen seiner Dramen, u.a. dem am 17. März 1810 im Theater an der Wien uraufgeführten „Käthchen von Heilbronn“, und mit Beispielen seiner journalistischen Tätigkeit als Herausgeber und Autor der ersten Boulevard- und Tageszeitung Berlins. Die Exponate reichen vom Autographen des „Zerbrochnen Krugs“ (Staatsbibliothek zu Berlin), über wertvolle Handschriften aus Wiener und Frankfurter Beständen, das Kirchenbuch der Garnison Frankfurt (Oder) mit dem Taufeintrag Heinrich von Kleists (Geheimes Staatsarchiv, Berlin) und das Kirchenbuch mit Kleists Todeseintrag (Kirchgemeinde Stahnsdorf) bis zu Kunst zu Kleist aus der Sammlung des Kleist-Museums. 

Kuratoren: Anette Handke und Andreas Kugler
Gestaltung: Gerhard Veigel

Ort: Österreichisches Theatermuseum, Wien
Eine Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums in Kooperation mit dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder). 


Käthe Kollwitz – Ein Weberaufstand

Ausstellungsdauer: 3. Februar bis 1. April 2012
Vernissage: 3. Februar, 19 Uhr

Als Käthe Kollwitz erstmalig mit Gerhart Hauptmann in Kontakt kam, war sie 16 Jahre alt. Auf einer Berlinreise begegnete sie dem jungen Schriftsteller, sie war sowohl von ihm als auch dem gesamten künstlerischen Leben in der großen Stadt fasziniert. In den "Webern" begegneten sich die beiden Künstler mehr als 30 Jahre später auf Augenhöhe: 1917 wurden "Die Weber" und Kollwitz' durch Gerhart Hauptmann inspirierter Bilderzyklus "Ein Weberaufstand" in einer Buchpublikation herausgegeben. Der Zyklus besteht aus sechs Radierungen und wird nach Stationen auf Hiddensee und in Erkner nun im Kleist-Museum gezeigt. Wir danken dem Kupferstichkabinett des Staatlichen Museums Schwerin für die Leihgabe.

Gefördert durch die ALG-Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten mit Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


Ingeborg Voss – Berliner Theaterwelten

  • Ingeborg Voss, Penthesilea

Ausstellungsdauer: 21. Januar bis 26. Februar 2012
Vernissage: 20. Januar, 19 Uhr
Ort: Alte Feuerwache, Eichwalde

Ohne die Künstlerin Ingeborg Voss ist die Berliner Theaterlandschaft der letzten fünfzig Jahre schwer vorstellbar. Ihre auf das Wesentliche reduzierten Zeichnungen zeigen Schauspielerinnen und Schauspieler in Stücken u. a. von Shakespeare, Goethe und Kleist. "Penthesilea", "Die Familie Schroffenstein", "Der zerbrochne Krug" und "Das Käthchen von Heilbronn" gehören zu den ausgestellten Arbeiten, wie auch "Ein Sommernachtstraum" an der Komischen Oper, "Faust" am Deutschen Theater und "Der Rosenkavalier" an der Staatsoper.

Eine Ausstellung der Gemeinde Eichwalde in Kooperation mit dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) und dem Kind & Kegel e. V.


Was für ein Kerl! – Heinrich von Kleist im "Dritten Reich"

  • Arno Breker, Ajax; © Kleist-Museum

Ausstellungsdauer: noch bis 15. Januar 2012
Ort: Universität Kassel, Institut für Germanistik

2008 veranstalteten die Stiftung Schloss Neuhardenberg und das
Kleist-Museum eine umfassende kulturhistorische Ausstellung zur Kleist-Rezeption im Nationalsozialismus. Über 300 Exponate (Briefe, Bücher, Gemälde, Plakate, Bühnenbildentwürfe und Filmausschnitte) machten das Ausmaß der Vereinnahmung Kleists deutlich. Eine Tafelausstellung dokumentiert die überaus erfolgreiche, bundesweit wahrgenommene Exposition.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg.