Ausstellungen im Kleist-Museum und anderswo 2015


Peter Schlemihl. Die Geschichte eines Buches

Frontispiz der Erstausgabe von Chamissos „Peter Schlemihl“, Kupferstich von F. J. Leopold Foto: © Kleist-Museum

Ausstellungsdauer: 16. August bis 20. September 2015
Ausstellungsort: Orangerie des Schlosses Nennhausen 

Nach Stationen in Kunersdorf und Kopenhagen wird die gemeinsame Ausstellung von Chamisso-Gesellschaft und Kleist-Museum nun für einen guten Monat in der Orangerie des Schlosses Nennhausen präsentiert. Zwei Anekdoten berichten, dass Chamisso die Idee zum Schlemihl dort im Schlosspark fand, bei einem Spaziergang mit Friedrich de la Motte Fouqué. Adelbert von Chamisso, 1781 auf Schloss Boncourt in Frankreich geboren, kam 1792 nach Preußen. Er ist eine in der deutschen Geistesgeschichte einzigartige Gestalt: französischer Aristokrat, Emigrant und Preuße, Offizier, Literat der Berliner Romantik, Weltreisender, Naturforscher, Botaniker, Mitglied gelehrter Gesellschaften und literarischer Zirkel, vor allem aber ein Dichter, der ein Werk der Weltliteratur geschrieben hat. Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte über den Mann, der seinen Schatten verkauft, entstand im Sommer 1813 im Oderbruch, wo Chamisso als Gast der Familie von Itzenplitz weilte. Die in über vierzig Sprachen übersetzte, weltberühmte Erzählung der Abenteuer des Peter Schlemihl steht im Zentrum dieser temporären Ausstellung. 

Vernissage: 15. August, 16 Uhr
Ort: Orangerie des Schlosses Nennhausen  Fouqué-Platz 4, 14715 Nennhausen
Besichtigungszeiten: So bis Fr, 10-16 Uhr  

Kurator: Bernd Ballmann unter Mitarbeit von Jutta Weber und Hans-Jürgen Rehfeld 

Eine gemeinsame Ausstellung von Kleist-Museum und Chamisso-Gesellschaft mit freundlicher Unterstützung der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, SPK.


Kleist heben!

Projekt: ab 17. Februar 2015
Vernissage: 19. März 2015
Ausstellungsdauer: 20. März bis 30. August 2015

13 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst des Frankfurter Karl-Liebknecht-Gymnasiums gestalteten in zwei Monaten intensiver Arbeit eine Ausstellung mit künstlerischen Interventionen zum Thema Kleist. Aus den Tiefen von Sammlung und Bibliothek des Kleist-Museums „hoben“ sie ihre Lieblingsexponate bzw. -texte und entwickelten ihre eigene Projektion darauf. Collagen, Installationen, Plakate, Zeichnungen und Videoanimationen sind auf der temporären „Museumsinsel“ bis zum Ende der Sommerferien zu besichtigen.

Projektleitung: Inke Jahn / Christina Dalchau

Unterrichtsprojekt des Kleist-Museums in Kooperation mit dem Karl-Liebknecht-Gymnasium Frankfurt (Oder).

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Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder

Villa Wiesenstein, Gerhart-Hauptmann-Haus

Ort:  Jagniątków / Agnetendorf, Gerhart-Hauptmann-Haus
Ausstellungsdauer: 28. März bis 31. Juli 2015

„Als ebenbürtiger Gast... in freundlicher Umgebung unter guten Leuten“, beschrieb ein Zeitgenosse das Ideal. Um 1800, in der Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, versammelten sich nicht nur in Berliner Salons Personen verschiedener Herkunft, Adlige und Bürgerliche, Männer, Frauen, Juden und Christen um einen Teetisch. Auch einige märkische Gutsbesitzer führten ein offenes Haus, luden zu grenzüberschreitenden Gesprächen über Literatur, Kunst und Philosophie. – Die zwölfte Station führt die erfolgreiche Musenhof-Ausstellung, die seit August 2012 in Brandenburg und der Wojewodschaft Lubuskie präsentiert wird, nach Dolnośląskie / Niederschlesien. Im nunmehr dritten Ausstellungsort der zweisprachigen Exposition in Polen, dem Städtischen Museum Gerhart-Hauptmann-Haus Jelenia Góra, eingerichtet in der Villa Wiesenstein in Jagniątków / Agnetendorf, zeigt die Exposition das Phänomen „Musenhöfe“ und versucht eine Antwort auf die Frage, was die Motive dieser „freien Geselligkeit“ waren. Warum endete sie, und wie gehen wir heute mit dieser Tradition um?

Vernissage:
27. März 2015, 12 Uhr
Kuratoren: Hannah Lotte Lund und Hans-Jürgen Rehfeld
Ort: Gerhart-Hauptmann-Haus Jagniątków/Agnetendorf, ul. Michałowicka 32, P-58-570 Jelenia Góra
Tel: +48(0)75 - 755 32 86, E-Mail: kontakt@muzeum-dgh.pl
www.muzeum-dgh.pl

Besichtigungszeiten: Di bis So, 9 bis 16 Uhr

In Kooperation mit dem Städtischen Museum Gerhart-Hauptmann-Haus Jelenia Gora – Jagniątków / Agnetendorf.


Peter Schlemihl. Die Geschichte eines Buches

Adelbert von Chamisso, Künstler unbekannt, um 1800; (c) Stiftung Stadtmuseum Berlin

Ausstellungsdauer:  21. Mai bis 15. Juli 2015
Ausstellungsort: Königliche Bibliothek Kopenhagen, Foyer

Adelbert von Chamisso, 1781 auf Schloss Boncourt in Frankreich geboren, kam 1792 nach Preußen. Er ist eine in der deutschen Geistesgeschichte einzigartige Gestalt: französischer Aristokrat, Emigrant und Preuße, Offizier, Literat der Berliner Romantik, Weltreisender, Naturforscher, Botaniker, Mitglied gelehrter Gesellschaften und literarischer Zirkel, vor allem aber ein Dichter, der ein Werk der Weltliteratur geschrieben hat. Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte über den Mann, der seinen Schatten verkauft, entstand im Sommer 1813 im Oderbruch. Im Vorfeld eines universitätsinternen Symposiums über Adelbert von Chamisso wurde am 21. Mai in Kopenhagen die aus der Ausstellung im Kleist-Museum hervorgegangene Tafelausstellung an ihrer zweiten Station eröffnet. Zum Eröffnungstag stellte die Königliche Bibliothek dort die wertvollsten, in ihrem Besitz befindlichen Schlemihl-Ausgaben aus, darunter auch ein Exemplar der Erstausgabe von 1814. 
 Bis 15. Juli haben die Studierenden ebenso wie alle anderen Besucherinnen und Besucher der Bibliothek die Möglichkeit, die Wanderausstellung im Foyer zu besichtigen.
Der Eintritt ist frei. 
 
Ort: Geisteswissenschaftliche Fachbibliothek / Königliche Bibliothek Kopenhagen, Njalsgade 112,
2300 Copenhagen

Besichtigungszeiten: Mo-Do, 8-21 Uhr, Fr 8-18 Uhr 

Kurator: Bernd Ballmann unter Mitarbeit von Jutta Weber und Hans-Jürgen Rehfeld 

Eine gemeinsame Ausstellung von Kleist-Museum und Chamisso-Gesellschaft mit freundlicher Unterstützung der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, SPK, und in Zusammenarbeit mit dem Kunserdorfer Musenhof und der Geisteswissenschaftlichen Fachbibliothek/Königliche Bibliothek Kopenhagen.


Peter Schlemihl. Die Geschichte eines Buches

Adelbert von Chamisso, Künstler unbekannt, um 1800; (c) Stiftung Stadtmuseum Berlin

Ausstellungsdauer:  15. März bis 17. Mai  2015
Ausstellungsort: Chamisso-Literaturhaus im Kunersdorfer Musenhof

Adelbert von Chamisso, 1781 auf Schloss Boncourt in Frankreich geboren, kam 1792 als Emigrant nach Preußen. Er ist eine in der deutschen Geistesgeschichte einzigartige Gestalt: französischer Aristokrat, Emigrant und Preuße, Offizier, Literat der Berliner Romantik, Weltreisender, Naturforscher, Botaniker, Mitglied gelehrter Gesellschaften und literarischer Zirkel, vor allem aber ein Dichter, der ein Werk der Weltliteratur geschrieben hat. „Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte“  über den Mann, der seinen Schatten verkauft, entstand im Sommer 1813 im Oderbruch, wurde 1814 in Nürnberg veröffentlicht und hatte sofort weltweiten Erfolg. Im Zentrum der Ausstellung steht die in über zwanzig Sprachen übersetzte Erzählung. Ausgehend vom handschriftlichen Manuskript, einer Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, werden die unterschiedlichsten Ausgaben gezeigt, darunter viele illustrierte, geschaffen von bedeutenden Künstlern wie George Cruikshank, Theodor Hosemann oder Emil Preetorius. 

Kurator: Bernd Ballmann unter Mitarbeit von Jutta Weber und Hans-Jürgen Rehfeld 

Eine gemeinsame Ausstellung von Kleist-Museum und Chamisso-Gesellschaft mit freundlicher Unterstützung der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz.

Besichtigungszeiten: Sa und So, 11 bis 18 Uhr
und nach telefonischer Vereinbarung unter
033 456 - 15 12 27

Ansprechpartner:
Chamisso-Literaturhaus im Kunersdorfer Musenhof
www.kunersdorfer-musenhof.de


Peter Schlemihl. Die Geschichte eines Buches

Adelbert von Chamisso, Künstler unbekannt, um 1800; (c) Stiftung Stadtmuseum Berlin

Ausstellungsdauer:  14. Dezember 2014 bis 1. März  2015

Adelbert von Chamisso, 1781 auf Schloss Boncourt in Frankreich geboren, kam 1792 als Emigrant nach Preußen. Er ist eine in der deutschen Geistesgeschichte einzigartige Gestalt: französischer Aristokrat, Emigrant und Preuße, Offizier, Literat der Berliner Romantik, Weltreisender, Naturforscher, Botaniker, Mitglied gelehrter Gesellschaften und literarischer Zirkel, vor allem aber ein Dichter, der ein Werk der Weltliteratur geschrieben hat. „Peter Schlemihl’s wundersame Geschichte“  über den Mann, der seinen Schatten verkauft, entstand im Sommer 1813 im Oderbruch, wurde 1814 in Nürnberg veröffentlicht und hatte sofort weltweiten Erfolg. Im Zentrum der Ausstellung steht die in über zwanzig Sprachen übersetzte Erzählung. Ausgehend vom handschriftlichen Manuskript, einer Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, werden die unterschiedlichsten Ausgaben gezeigt, darunter viele illustrierte, geschaffen von bedeutenden Künstlern wie George Cruikshank, Theodor Hosemann oder Emil Preetorius. 

Kurator: Bernd Ballmann unter Mitarbeit von Jutta Weber und Hans-Jürgen Rehfeld 

Eine gemeinsame Ausstellung von Kleist-Museum und Chamisso-Gesellschaft mit freundlicher Unterstützung der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz.


Der Meute Unbehagen. Skulpturen und Zeichnungen von Roland Rother zu Kleists Penthesilea

"Penthesilea" von Roland Rother, Kleist-Museum; Foto: Tobias Tanzyna

Ausstellungsdauer: 26. September 2014 bis 8. Februar 2015

Begleitend zur neuen ständigen Ausstellung zu Leben und Werk Heinrich von Kleists präsentieren wir in lockerer Folge Sonderausstellungen zur Kleist-Rezeption. Bedeutender Sammlungsschwerpunkt war von Anfang an die Bildende Kunst. 

Der in Frankfurt (Oder) geborene Bildhauer Roland Rother hat sich in seinem künstlerischen Schaffen wiederholt mit Kleists „Penthesilea“ auseinandergesetzt. Die 1998 entstandene „Penthesilea“ im Sammlungsbestand des Kleist-Museums versucht, Körper- und Raumformen unlösbar zu einem dynamischen Bild zu verknoten. „Die Unbedingtheit und Vehemenz seiner Höhenflüge und Höllenfahrten, sein Wille zu Form und Gestalt sind für mich faszinierend und anregend“, schreibt Rother zu Kleist in „Wegezeichen“. Die Präsentation auch von Rothers jüngsten Arbeiten stellt dies nachdrücklich unter Beweis. 


Brandenburger ART 2015. Eine Auswahl von Arbeiten zum Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung

Foto: Alexander Janetzko: Aus der Reihe Kampala, Uganda, o.T., 2013

Ausstellungsdauer: 28. November 2014 bis 25. Januar 2015

„Es gibt Länder, wo was los ist. / Es gibt Länder, wo richtig was los ist. / Und es gibt: / Brandenburg, Brandenburg.“
Diesen Unkenruf aus Rainald Grebes Brandenburg-Hymne straft der Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung seit langen Jahren Lüge. Denn durchaus „etwas los“ ist in Brandenburg auch auf dem Gebiet der Bildenden Kunst. Dies alljährlich neu zu bilanzieren, auszuwählen, auszustellen und zu publizieren haben sich die Märkische Oderzeitung und die Stiftung Schloss Neuhardenberg unter Schirmherrschaft des brandenburgischen Ministerpräsidenten zur Aufgabe gemacht. Bereits zum elften Mal wurde der Brandenburgische Kunstpreis in den Kategorien Malerei, Graphik und (Klein-) Plastik verliehen. Diesjährige Preisträger sind Mona Höke, Ralf Hentrich und Sonja Eschefeld. Das Förderstipendium der Kulturministerin für junge Künstlerinnen und Künstler erhielt der Fotograf Alexander Janetzko.
Acht Wochen werden im Foyer des Kleist-Museums Werke von zwölf Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, die für den Kalender Brandenburger Art 2015 ausgewählt wurden.
Zur Gesamtausstellung ist ein Katalog (8,- Euro) erhältlich.

Vernissage: 27. November 2014, 18 Uhr
Kurator: Peter Liebers

Eine Ausstellung der Märkischen Oderzeitung in Zusammenarbeit mit der IHK Ostbrandenburg und dem Kleist-Museum.