Eröffnung des Kleist-Jahres am 4. März in Frankfurt (Oder)

Das Kleist-Jahr 2011 steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff. Das Gedenkjahr geht zurück auf eine Initiative des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder), der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Berlin und der Stadt Frankfurt (Oder) mit Unterstützung des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg.


Pressekonferenz zur Eröffnung des Kleist-Jahres 2011

Hortensia Völckers, Günter Blamberger, Wolfgang de Bruyn, Martin Wilke (von links) Foto: © Winfried Mausolf

Am Vormittag luden die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, das Kleist-Museum, die Stadt Frankfurt (Oder) und die Kulturstiftung des Bundes zu einer Pressekonferenz im Kleist-Museum ein. Anwesend waren Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Prof. Dr. Günter Blamberger, Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Berlin, und Dr. Wolfgang de Bruyn, Direktor des Kleist-Museums.


Ein Haus für Kleist - erster Spatenstich für den Erweiterungsbau des Kleist-Museums

Martin Wilke, Bernd Neumann, Sabine Kunst, Hinrich Enderlein (von links) Foto: © Winfried Mausolf
Wolfgang de Bruyn, Martin Wilke, Bernd Neumann, Sabine Kunst, Hinrich Enderlein (von links) Foto: © Winfried Mausolf

Bei wunderbarem Wetter und unter großem Interesse von Publikum und Presse wurde vom Frankfurter Oberbürgermeister, von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der Brandenburger Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Sabine Kunst, dem Vorsitzenden des Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V., Hinrich Enderlein, sowie Wolfgang de Bruyn der erste Spatenstich für den Erweiterungsbau des Kleist-Museums gesetzt.  

Mit dem Museumsneubau wird ermöglicht, die umfangreichen Bestände des Museums, insbesondere die Kunst, die Theatralia, die wertvolle Bibliothek und die Autographen entsprechend den konservatorischen Notwendigkeiten zu lagern und sowohl für die Besucher des Museums als auch für die interne und externe Forschungsarbeit angemessen zu präsentieren und vorzuhalten. Die Fertigstellung des 5,4 Millionen-Projektes ist für Ende 2012 geplant und wird vom Bund, Land und aus Mitteln der Europäischen Gemeinschaft finanziert.


Festakt zur Eröffnung des Kleist-Jahres

Foto: © Winfried Mausolf

Den offiziellen Auftakt nahm das Kleist-Jahr in der Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“, der ehemaligen Taufkirche Heinrich von Kleists, im Beisein des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann. Im Anschluss an die musikalische Einführung durch das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt wurde das internationale Gedenkjahr für Heinrich von Kleist festlich eingeläutet.

 

 

 

Martin Wilke, Bernd Neumann, Matthias Platzeck, Sabine Kunst (von links) Foto: © Winfried Mausolf

Neben Staatsminister Neumann gehörten Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg und Prof. Dr. Günter Blamberger, Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Berlin zu den Festrednern.  

 

Hermann Beil Foto: © Winfried Mausolf

Den Abschluss des Festaktes bildete die Lesung von Heinrich von Kleists "Michael Kohlhaas". Hermann Beil, Theaterdramaturg und -regisseur und Präsident der Akademie der Darstellenden Künste, las in Begleitung des österreichischen Musikers Christian Muthspiel (Posaune) das "Phöbus"- Fragment aus dem Jahre 1808.


Eröffnung der Deutsch-Polnischen Musikfesttage an der Oder

Foto: © Winfried Mausolf
Tobias Künzel, Foto: © Winfried Mausolf

Das Eröffnungskonzert, gleichzeitig Festkonzert zum Auftakt des Kleist-Jahres, präsentierte Kompositionen von Victor Ullmann, Siegfried Matthus, Wolfgang Rihm, Joseph Joachim und Hugo Wolff, die sich mit Kleists Werken auseinander setzen. Tobias Künzel (Die Prinzen), Jovanka von Wilsdorf und Joe Czarnecki (Scheining) erweckten mit elektroakustischen Klängen und Rezitationen einen „modernen Heinrich" zum Leben und trugen die Gedanken-, Lebens- und Leidenswelt des Dichters in die Gegenwart.
Das Festival-Motto „Die Musik ist die Wurzel aller Künste", einem Briefwechsel Heinrich von Kleists an seine Cousine entlehnt, verband 28 Veranstaltungen verschiedener Genres und verwies zugleich auf einen der Schwerpunkte der diesjährigen Musikfesttage an der Oder.


Videobotschaft zum festlichen Auftakt des Kleist-Jahres

Ministerpräsident Matthias Platzeck wünscht der Kleiststadt Frankfurt internationale Resonanz.
 

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