Europa-Projekt "Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder"

Projektpartner aus Dabroszyn, Küstrin und Frankfurt (Oder) mit Gästen aus Potsdam

Das Kleist-Museum erarbeitet in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Witnica, der Europa-Universität Viadrina und dem Collegium Polonicum ein kulturhistorisches Projekt "Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder" - "Salony i dworki literackie po obu stronach Odry".
Die gemeinsam erarbeitete zweisprachige Wanderausstellung zu historischen Orten literarischer  Geselligkeit beiderseits der Oder wird, nach erfolgreichen Auftritten auf dem Musenhof Kunersdorf und bei Schloss Tamsel/Dabroszyn, ab 5.11.2012 im Collegium Polonicum, Slubice zu besichtigen sein. 


Salons und Musenhöfe... Vernissage im Collegium Polonicum

Schloss Tamsel um 1863

Freitag, 9. November, 18 Uhr
Vernissage
im zweiten Foyer des Collegium Polonicum
Zur Vernissage der Ausstellung "Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder" laden Collegium Polonicum und Kleist-Museum zu einem literarischen Salon ein.
Begrüßung: Ewa Bielewicz-Polakowska, Collegium Polonicum
Grußwort: Wolfgang de Bruyn, Direktor Kleist-Museum
Einführung: Hannah Lotte Lund, Kuratorin


anschließend:
„Manche mögen Poesie“ – ein literarischer Salon bei Wisława Szymborska in der Bibliothek des Collegium Polonicum
Wisława Szymborska, Nobelpreisträgerin und eine der beliebtesten polnischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts pflegte – mit einem ironischen Augenzwinkern – die Tradition des literarischen Salons in ihrer Wohnung in Krakau. In ungezwunge-nen Zusammenkünften mit Freunden und guten Bekannten wurde gespielt, gescherzt, über die Literatur und das Leben gesprochen. An diesem Abend wollen wir diese Tradition aufleben lassen, als Salonièren laden ein Agnieszka Brockmann, Beata Halicka, Anette Handke, Hannah Lotte Lund.
Eine Veranstaltung des Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) in Kooperation mit Collegium Polonicum, Słubice                
Gefördert aus dem Netzwerkeprojektfonds in der Euroregion Pro Europa Viadrina für das Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013 im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit.


Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder und im interregionalen Vergleich

Wissenschaftliches Kolloquium, Freitag, 9. November, 9.30 Uhr
Während urbane Salons als europäisches Phänomen bekannt sind, sind die ländlichen Zentren literarischer Geselligkeit noch wenig erforscht, und kaum zusammenhängend betrachtet worden. Das Kolloquium nimmt daher als "Musenhöfe" bekannt gewordene Landsitze überregional in den Blick und fragt: Welche historischen, persönlichen und strukturellen Voraussetzungen ließen einen Musenhof entstehen? Welche Bildunsgideale und künstlerischen Interessen machten ein Landsitz zum Musenhof? Das Kolloquium fragt auch, wie man sich im 21. Jahrhundert diesem Erbe am besten annähert, in Form kritischer Erinnerung und/oder (digitaler) wissenschaftlicher Rekonstruktion.

Programm

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist- Museum und Europa-Universität Viadrina, kofinanziert aus dem Netzwerkeprojektfonds in der Euroregion Pro Europa Viadrina für das Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013 im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit.


Veranstaltungsinformationen im Projekt Euroregion

Zur Eröffnung der Ausstellung im Collegium Polonicum finden am 9.11.2012 ein zweisprachiges wissenschaftliches Kolloquium und ein literarischer Abend "Ein Salon bei Wislawa Szymborska" statt.
Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei, Gäste sind herzlich willkommen. Informationen unter: info@kleist-museum.de

9.11.2012, 9.30-17.30 Uhr, Kleist-Museum
Wissenschaftliches Kolloquium:

Musenhöfe in der Oderregion und im interregionalen Vergleich,
&
9.11.2012, 18 Uhr, Collegium Polonicum, Bibliothek:

"Ein Salon bei Wislawa Szymborska"

Das Tagungsprogramm und Informationen zu Vernissage und Salon finden Sie hier.


Polnisch-deutsche Begegnung in Dąbroszyn/Tamsel

Blick in das und auf das Schloss

Samstag, 22. September, 12 bis 16 Uhr

Mit dem Bus geht es an diesem Samstag um 11 Uhr von Frankfurt aus über die Oder nach Dąbroszyn, ehemals Tamsel, heute ein Teil der Gemeinde Witnica. Gegen 12 Uhr wird der Bus dort erwartet, im Schlosspark laden die deutschen Gäste zu "Musenhofspielen" und einem kleinen Picknick ein.

Um 14 Uhr findet die Ausstellungseröffnung im Kulturhaus Dąbroszyn / swietlica w Dąbroszynie statt.

Im Anschluss kann das Schloss besichtigt werden, vielleicht wird es sogar ein kleines Schloss(park)konzert geben.  Zum Abschluss des Treffens laden die polnischen Gastgeber zu einer gemütlichen Kaffeerunde ein - vielleicht wird auch das eine oder andere Bier der Brauerei Witnica probiert werden können.

Im Bus nach Dąbroszyn sind noch wenige Plätze frei (Anmeldungen über 0335 53 11 55) , aber auch mit dem Auto oder der Bahn (über Kostrzyn) lässt es sich gut zu einem der großen ehemaligen Musenhöfe reisen.


Projektbeschreibung

Ein Projekt aus dem Netzwerkeprojektfonds in der Euroregion Pro Europa Viadrina für das Operationelle Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007-2013 im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit.


In der gesellschaftlichen Umbruchszeit zwischen 1770 und 1830 kam es in Berlin und Brandenburg zu einer neuen Form freier Geselligkeit: Personen verschiedener Stände, Schichten und Berufe trafen zusammen zum Zweck des gebildeten Gesprächs. Gemeinsames kulturelles Interesse half, gesellschaftliche Grenzen zu überschreiten. Ausdruck dessen ist die  selbst gewählte Bezeichnung der Zeit: „Gebildete Stände“.

Zugleich verdichtete sich um 1800 die Kommunikation zwischen Stadt und Land: Brandenburger Gutsbesitzer und deren Familien diskutierten mit Dichtern, Gelehrten und Künstlern, verkehrten bei ihren Berlinbesuchen in deren Salons und luden sie zu sich aufs Land ein.
Besonders im Gebiet dies- und jenseits der Oder gab es eine auffällige Häufung dieser gemischten Geselligkeiten auf den sogenannten „Musenhöfen“. Bedeutende Musenhöfe in der heutigen EuroRegion waren Friedersdorf, Kunersdorf, Madlitz, Tamsel/Dąbroszyn und Ziebingen/Cybinka.

Während die berühmten Berliner Salons gut erforscht sind, stehen Untersuchungen zu den ländlichen Orten gebildeter Geselligkeit noch am Anfang.
Das grenzüberschreitende Musenhof-Projekt leistet einen Beitrag zur kulturgeschichtlichen Erforschung der deutsch-polnischen Grenzregion und will damit das Bewusstsein für diese identitätsbildende historische Landschaft schärfen. Sowohl Forschende als auch alle anderen Interessierten aus beiden Ländern werden im Projekt zusammengebracht. In dieser Interaktion entsteht eine zweisprachige Wanderausstellung zur Geschichte der Salons und Musenhöfe, die in Frankfurt (Oder) bzw. Słubice, Kunersdorf und Dąbroszyn (Tamsel), also am historischen Ort selbst, gezeigt wird.

Zur Förderung des Kulturtourismus werden ein zweisprachiges Musenhof-Journal und eine Musenhof-Reisekarte erstellt. In einem Begleitprogramm zur Ausstellung werden polnisch-deutsche Begegnungen in Form gemeinsamer Kultur-Salons ebenso stattfinden wie gegenseitige Besuche von Schülerinnen und Schülern in Dąbroszyn/Tamsel und Frankfurt (Oder)/Słubice und ein internationales wissenschaftliches Kolloquium "Salons und Musenhöfe".


Das Netzwerkprojekt wird realisiert von:

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Stiftung Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Stiftung für das Collegium Polonicum, Słubice

Gemeinde Witnica/Lebus


Projekty sieciowe (PS) w Euroregionie "Pro Europa Viadrina” Dla Programu Operacyjnego Współpracy Transgranicznej Polska (Województwo Lubuskie) – Brandenburgia 2007-2013 w ramach Europejskiej Współpracy Terytorialnej.

 W okresie głębokich przemian społecznych między rokiem 1770, a  1830 wykrystalizowały się zarówno w Berlinie, jak i w Brandenburgii nowe formy życia towarzyskiego. Otóż osoby pochodzące z różnych stanów, warstw społecznych, wykonujące różne zawody zaczęły spotykać się celem intelektualnej rozmowya wspólne zainteresowania w dziedzinie kultury pozwoliły przekroczyć granice społeczne. Charakter tej zmiany oddaje samo powstałe ówcześnie pojęcie „warstw oświeconych“ 

Około roku 1800 obserwujemy również wzmożoną wymianę między miastem, a prowincją. Podczas swych pobytów na berlińskich salonach, brandenburscy posiadacze ziemscy mieli okazję dyskutować  z przedstawicielami świata artystycznego, literatami, czy uczonymi i zaczęli zapraszać ich do siebie na wieś. 

Zwłaszcza na terenach położonych po obu stronach Odry można było obserwować ten fenomen społeczny w dużym natężeniu,  w tak zwanych „dworkach literackich“.  Ważnymi ośradkami tego życia intelektualnego w naszym EuroRegionie  były dwory:   Friedersdorf, Kunersdorf, Madlitz, Tamsel/Dąbroszyn und Ziebingen/Cybinka.
Podczas gdy salony berlińskie zbadane są dość dobrze, to badanie ich odpowiedników na prowincji znajduje się jeszcze w powijakach.

Ponadgraniczny projekt dworków literackich stanowi wkład w badania nad historią kultury  regionu oraz celuje  we wzmocnienie regionalnej samoświadomości przez pryzmat tego krajobrazu historycznego.  Projekt ten współtworzą zarówno  badacze, jak i ludzie zainteresowani tą tematyką z obydwu krajów. Wynikiem tego spotkania będzie objazdowa wystawa prezentująca historię salonów i dworków literackich, którą będzie można zobaczyć w historycznych miejscach, których dotyczy, a więc we Frankfurcie nad Odrą / Słubicach, Kunersdorf, Tamsel / Dąbroszynie.

W ramach wspierania turystyki kulturalnej w regionie, powstaną mapa oraz dwujęzyczna broszura poświęcona dworkom literackim.  Program towarzyszący wystawy przewiduje polsko – niemieckie spotkania w formie wspólnego salonu kulturalnego,  wzajemne odwiedziny uczniów szkół w Dąbroszynie i Frankfurcie nad Odrą oraz międzynarodową konferencję naukową „Salony i dworki literackie“.


Projekt sieciowy:

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Stiftung Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)

Stiftung für das Collegium Polonicum, Słubice

Gmina Witnica/Lebus

 
We współpracy z:

Informacją Turystyczną w Kostrzyniu

Kunersdorfer Musenhof

Szkołą podstawową w  Dąbroszynie


Salons und Musenhöfe beiderseits der Oder

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie)–Brandenburg 2007-2013, Small Project Fund und Netzwerkprojektefonds der Euroregion Pro Europa Viadrina, kofinanziert.

Grenzen überwinden durch gemeinsame Investition in die Zukunft.