Veranstaltungen im Kleist-Museum und anderswo 2017


Bundesweiter Vorlesetag

Kulturelle Bildung

Freitag, 17. November 2017

Jedes Jahr am dritten Freitag im November lesen mittlerweile über 135.000 Vorleser*innen am Bundesweiten Vorlesetag für mehr als zwei Millionen kleine und große Zuhörer. Als Mitarbeiterinnen des Hauses beteiligen sich Dr. Hannah Lotte Lund, Doreen Stumpe und Grit Wellmer an der Aktion in Schulen und Kindergärten in Frankfurt (Oder) sowie Fürstenwalde.

Der Vorlesetag ist eine Initiative von DIE ZEIT, STIFTUNG LESEN und DEUTSCHE BAHN STIFTUNG.


Kleists "Michael Kohlhaas" polyperspektivisch

Studientag

Freitag, 17. November 2017, 10 Uhr

Kleists bekannteste Erzählung Michael Kohlhaas steht auch im Fokus des internationalen Studientages im Kleist-Museum. Studierende, Promovierende und Lehrende aus Deutschland, Österreich, Australien und den USA stellen ihre Forschungsergebnisse vor und führen deren unterschiedlichen Perspektiven auf den Text in Diskussionen zusammen.

Programm

Eintritt frei!

Zuhörer*innen sind herzlich willkommen.


Vom Minnesang zum Poetry Slam

Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse), „Der Kanzler“ © Universitätsbibliothek Heidelberg (423v)

Lyrische Sprache aus acht Jahrhunderten

Sonntag, 12. November 2017, 15 Uhr

5.000 neue Worte hat der Duden in seine aktuelle Ausgabe aufgenommen. Sprache wandelt sich seit Jahrhunderten. Worte verschwinden, neue finden ihren Weg in den Sprachgebrauch, Aussprache ändert sich. Nirgendwo lässt sich das besser ergründen als in der Literatur. Anhand ausgewählter Texte und musikalischer Einspielungen aus acht Jahrhunderten wird die Veränderung von Vortragsform und Sprache nachverfolgt – vom Minnesang des 12. Jahrhunderts bis zum Poetry Slam der Gegenwart.

Eintritt: 7,50 Euro, erm. 5,- Euro

Unter Mitwirkung von Schüler*innen des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt (Oder) und Studierenden der Freien Universität Berlin.


Michael Kohlhaas. Recht muss Recht bleiben!

Präsentation der Bürgerschaftslesung Michael Kohlhaas

Freitag, 10. November 2017, 10 bis 18 Uhr 

Anlässlich des 534. Geburtstages Martin Luthers präsentieren wir im Kleist-Museum in einer Schleife die Aufzeichnung der Lesung des Bürgerprojektes „Michael Kohlhaas. Recht muss Recht bleiben!“.
Die Lesung wird an diesem Tag auch in der St.-Gertraud-Kirche, der Europa-Universität Viadrina und an anderen Orten ausgestrahlt.

Eintritt frei!


v-kleist.com. Familiengeschichte digital

Stammwappen derer von Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 7. November 2017, 17 Uhr

Die Familiengeschichte derer von Kleist wird auch im 21. Jahrhundert fortgeschrieben. Sigurd von Kleist, seit 2013 Vorsitzender des Familienverbandes, trägt die Tradition der Familie ins digitale Zeitalter. Er hat den Internetauftritt der Familie gestaltet, schwer zugängliche Werke der Familie digitalisiert und sich mit Möglichkeiten befasst, Familiengeschichte mit Hilfe des Internets, auf der Basis der Archivbestände der Familie, aber auch der immer umfangreicheren online-Informationen, Google Books und zunehmenden Angaben der Staatsarchive oder Briefdatenbanken fortzuschreiben. Die wachsenden Suchmöglichkeiten haben auch zur Feststellung einer Reihe von bisher unbekannten Kleisten geführt. Im Kleist-Museum berichtet er über seine Spurensuche auf alten und neuen Recherchewegen, neue Funde und neue Erkenntnisse.

Eintritt: 5,- Euro / ermäßigt 3,- Euro, inkl. Salontee und Gebäck


Ein Abend für Klaus Schlesinger

Filmabend

Montag, 6. November 2017, 19 Uhr, Berlin

Der Berlin-Brandenburgische Dichter und Schriftsteller Klaus Schlesinger (1937-2001) arbeitete über 30 Jahre an Kleist-Stoffen, zu denen auch Filmvorlagen entstanden. Realisiert wurden schließlich andere Projekte. 2017 wäre Klaus Schlesinger 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass lädt die DEFA-Stiftung in Kooperation mit dem Kleist-Museum zu einem Filmabend ins Kino Arsenal in Berlin ein. Gezeigt werden Ikarus (1975, R: Heiner Carow) und Matulla und Busch (1995, R: Matti Geschonneck), beide Filme entstanden nach literarischen Vorlagen von Schlesinger.

Moderation: Dr. Detlef Kannapin

Eintritt: 7,50 Euro; Mitglieder: 5,- Euro; Kinder: 3,- Euro; Berlin-Pass: 3,- Euro

Ort:
Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

In Kooperation mit der DEFA-Stiftung.


21. Nacht der Poesie

Lesung

Freitag, 3. November 2017, 18 Uhr

In der diesjährigen „Nacht der Poesie“ lesen vornehmlich Lyriker, welche die literarische Szene Frankfurts mitbestimmen, zum Thema „Hoffnung“. Heike Radtke, Joachim Bergmann, Karla Siering¸ Lothar Ruhlig, Manfred Schmidt, Regina Schuster, Jürgen Barber, Andreas Reich, Detlef Fischer, Norman Hess, Peter Marchand, Reiko Wundersee sowie Torsten Himstedt tragen ihre Gedichte und Kurzprosa vor und es wird Gelegenheit geben, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ehrengäste des Abends sowie ebenfalls Vortragende sind die Autorin und amtierende Burgschreiberin zu Beeskow, Regina Hilber sowie der ehemalige Direktor des Kleist-Museums, Dr. Rudolf Loch.

Musikalisch umrahmt und begleitet wird die Veranstaltung von Dr. Harald Seyfarth am Saxophon und Wilfried Brummack am Piano.

Eintritt frei!

Zuhörer*innen sind herzlich willkommen.


Anita Kühnel:
Nun hier Fuß gefaßt in Berlin …
Charlotte E. Pauly in Friedrichshagen

Frankfurter Buntbuch Nr. 61

Buchpremiere

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 19 Uhr, Berlin

Die Malerin und Schriftstellerin Charlotte E. Pauly (1886–1981), bis 1946 in Agnetendorf im Riesengebirge ansässig und mit Gerhart Hauptmann befreundet, konnte Schlesien mit dem Sonderzug verlassen, der den toten Nobelpreisträger über Berlin nach Hiddensee überführte. Sie entschied sich für den Osten der geteilten Stadt. Ihre Wohnung in Friedrichshagen, die Wolf Biermann als „wildromantische Bohème-Bude einer greisen Weltenbummlerin“ beschrieb, wurde zum Treffpunkt vieler junger Intellektueller. Die Weltbürgerin Pauly, die sich in politischen und ästhetischen Fragen nicht beugen ließ, wurde zu einer Institution. Zur Premiere des 61. Frankfurter Buntbuches sind Dr. Wolfgang de Bruyn und die Autorin Dr. Anita Kühnel im Gespräch; Begrüßung: Sabine Ulber.

Eintritt frei!

Ort:
Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Straße 6
10247 Berlin-Friedrichshain

Anmeldung erbeten unter Telefon: 030  420 124 40 oder E-Mail: ulber@galerie-berliner-graphikpresse.de


Seid untertan der Obrigkeit?

Michael Kohlhaas, Illustration von Franz Stassen, 1924 © Kleist-Museum, Frankfurt (Oder

Podiumsgespräch

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19 Uhr

In Kleists Michael Kohlhaas wird eine brisante Frage aufgeworfen, die auch heute noch diskutiert werden will: In welchem Verhältnis sind individuelle Rechtsansprüche und staatliche Ordnungsmacht zu sehen? Anders gesagt: Dürfen berechtigte Ansprüche eines Einzelnen oder einer Gruppe auch gewaltsam erstritten werden? Oder gilt der alte Grundsatz: Seid untertan der Obrigkeit? Über sich daraus ergebende Fragen diskutieren aus juristischer, theologischer, künstlerischer und ethischer Sicht auf dem Podium und mit dem Publikum: Beatrix Forck (Pfarrerin), Dorothea Schiefer (Richterin), Dr. Karl-Ludwig von Klitzing (Mediziner und Autor) und Toryali Omary (Schüler).

Moderation: Dr. Hannah Lotte Lund

Eintritt frei!


Michael Kohlhaas: Recht muss Recht bleiben!

Der mittelalterliche Altar in der St.-Gertraud-Kirche; Foto: Kleist-Museum

Die Frankfurter Bürgerschaft liest Kleist

Sonntag, 15. Oktober 2017, 15 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

Kleists Geschichte des Rosshändlers, der aus "Rechtgefühl … zum Räuber und Mörder" wurde, ist – zumindest in groben Zügen – fast jedem bekannt. Sie wurde oft theatralisiert, verfilmt und als Hörspiel
gestaltet. Für die Kleist-Festtage 2017 haben sich Frankfurterinnen und Frankfurter und interessierte Gäste aus dem Umland bis nach Berlin mehrere Wochen lang mit dieser Geschichte auseinandergesetzt; sie gemeinsam gesehen, gehört und vor allem diskutiert, bevor in einem kurzen, intensiven Probenprozess die gemeinsame Lesung des Kohlhaas vorbereitet wurde. Zur Premiere der Lesung und gleichzeitig zum guten Schluss des Festivals laden alle Beteiligten des diesjährigen Bürgerprojektes in die St.-Gertraud-Kirche ein. In vier "Akten" mit jeweils zehn Vortragenden wird der gesamte Michael Kohlhaas gelesen. Geprobt wurde unter der fachlicher Anleitung von Daniel Heinz im Kleist-Museum. Die Bühne bildet die St.-Gertraud-Kirche, der Hochaltar aus dem 15. Jahrhundert, der seit Mai 2017 wieder sein prunkvolles Gesprenge trägt.

Zwischen den Lesungen laden die Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus und das Kleist-Museum zu Entspannung bei Kaffee und Kuchen, zum Kennenlernen oder Wiederbegegnen, zum Reden "über Gott und die Welt" ein.
Die Lesung wird professionell aufgezeichnet und am 10. November 2017, dem 534. Geburtstag Martin
Luthers, in Ausschnitten an zahlreichen Orten in Frankfurt (Oder) präsentiert.

Ein gemeinsames Projekt von Kleist-Museum und Evangelischer Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) – Lebus. Das Projekt wird gefördert von der Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) und Kulturland Brandenburg 2017 "Wort und Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg". Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Oder-Spree.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Einer trage des anderen Last

Manfred Möck; Foto: Ev Weiss

Filmfrühstück mit dem DEFA-Klassiker von 1988 und Manfred Möck

Sonntag, 15. Oktober 2017, 11 Uhr

"Liebe Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilt würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." (Galater 6.1-2, zitiert nach der Lutherbibel von 1912).
Den Polizisten Josef Heiliger (Jörg Pose) und den Vikar Hubertus Koschenz (Manfred Möck) trennen Welten! Es verbindet sie nur ihre lebensgefährliche Krankheit; und der müssen sie sich ausgerechnet in einem gemeinsamen Krankenzimmer eines Lungensanatoriums stellen. Es ist 1950, die DDR noch jung, die Gegensätze sind ebenso groß wie Not und Hoffnung, und einen festen Glauben haben beide …
Der Film von Lothar Warneke wurde in beiden deutschen Staaten ausgezeichnet, als bester DEFA-Spielfilm des Jahres 1988 in der DDR und beim Internationalen Filmfestival 1988 in Berlin (West) mit
zwei Silbernen Bären für die Hauptdarsteller. Manfred Möck, der junge Vikar aus dem Film, startete mit dieser Rolle seine Filmkarriere. Neben Theaterengagements u. a. in Greifswald, Berlin und Salzburg in den 80er und 90er Jahren war er bis heute in mehr als 120 Fernseh- und Filmrollen zu sehen. Im Anschluss an den Film sprechen wir mit dem Berliner Schauspieler über Glaubens- und andere Fragen.

Tickets: 8,- Euro / 6,- Euro / 4,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Lästerlippe & Gehirnverrückung:
Sprachgewalt bei Luther und Kleist

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 15.30 Uhr

Wörter wie „merkeln“ oder „rumoxidieren“, „isso“ oder „läuft“, so genannte Jugendwörter der letzten Jahre, sind in die Umgangssprache zumindest bestimmter Gruppen längst eingegangen. Sprache verändert sich, LehrerInnen aller Fachbereiche nehmen aktuelle Sprachveränderungen sehr direkt wahr. Die Lehrerfortbildung widmet sich Aspekten der Vermittlung von Sprachkompetenz und Sprachgeschichte. Nach einem Rundgang durch die Sonderausstellung „Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist“ geben Kuratorin Dr. Barbara Gribnitz und Museumspädagogin Christina Dalchau Anregungen zur Einbindung von Sprachspielen und Sprachgeschichte(n) in den Deutsch- und Geschichtsunterricht.

Die Veranstaltung wird für Deutsch- und Geschichtslehrer aller Jahrgangsstufen angeboten.

In Zusammenarbeit mit dem LISUM.
LISUM-Nr.: 17F704301

Anmeldungen erbeten unter dalchau@kleist-museum.de

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


SPRACH | GE | WALT | TÄT | IG

Werkstatt für Schulklassen zur Sonderausstellung Worte, Worte, nichts als Worte …

Dienstag, 10. Oktober 2017
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Donnerstag, 12. Oktober 2017
Freitag, 13. Oktober 2017
Jeweils 9 Uhr und 10 Uhr

Begleitend zur Sonderausstellung öffnen wir eine Wörter-Werkstatt für Schulklassen: Schüler*innen
von Klasse 5 bis 11 sind eingeladen, mit Sprache zu experimentieren. Wörter schöpfen, Wörter verbinden,
Wortfamilien gründen, Wortwurzeln ausgraben, Wörter zerpflücken und neu zusammensetzen, kurz: Wortgeschichten erforschen.

Anmeldung per E-Mail notwendig: Christina Dalchau / E-Mail: dalchau@kleist-museum.de

Tickets: 1,- Euro pro Schüler

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Die Gewalt der Musik

Jörg Gudzuhn liest Die heilige Cäcilie

Dienstag, 10. Oktober 2017, 20 Uhr

In Heinrich von Kleists Erzählung von 1810/11 machen sich "um das Ende des sechzehnten Jahrhunderts […] drei Brüder, junge in Wittenberg studirende Leute, mit einem vierten, der in Antwerpen als Prädicant angestellt war" auf, das Kloster der heiligen Cäcilie anzugreifen, um "von Schwärmerei, Jugend und dem Beispiel der Niederländer erhitzt […] auch der Stadt Aachen das Schauspiel einer Bilderstürmerei zu geben." Etliches Volk von der Straße, Anhänger der neuen Lehre schließen sich an. Die Nonnen sind in höchster Not. Ein Wunder geschieht. Triumph der Religion? Macht der Musik? Das Ganze eine Legende? Glaubensfrage.
Jörg Gudzuhn ist von der Theaterbühne ebenso bekannt wie vom Film. Fast 25 Jahre war er am Deutschen Theater, auch als Dorfrichter und Cheruskerfürst, davor über 10 Jahre am Maxim Gorki Theater, wo er unter anderem in der legendären Kuckucksnest-Inszenierung von Rolf Winkelgrund einen umjubelten McMurphy spielte. Vor der Kamera war er Fallada und fantastischer Erfinder, Schachspieler und Häftling, Autoverweigerer, knurriger Kommissar, schöngeistiger Genießer und Berliner Kumpel. Im Anschluss an die Lesung erzählt Gudzuhn, der von Kleists Kohlhaas begeistert ist, von Theater, Film und Leben, von Adam, Herrmann und Michael.

Tickets: 10,- Euro / 8,- Euro / 5,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Bibelfest. Luthers Deutsch

Salon Kleist
Ein Salon Kleist zur Sonderausstellung Worte, Worte, nichts als Worte

Dienstag, 10. Oktober 2017, 17 Uhr

GOTTGEFÄLLIG . Martin Luthers Bibelübersetzung war nicht die erste aber sicherlich die wirkmächtigste Übertragung der Heiligen Schrift. Dabei verzichtete er, anders als etwa in den Tischreden, auf volksnahe Grobianismen. Martin Luther wollte den Sinn der Bibel in REIN UND KLAR DEUTSCH GEBEN. Seinem Bemühen verdanken wir bildreiche Redewendungen und Lieblingsstellen, die sich den zahlreichen Bibelrevisionen auch der jüngsten Zeit oft widersetzten, also ihre FEUERPROBE bestanden. Der Salonnachmittag widmet sich einigen dieser Wendungen und Wörter, die durch Luthers Bibelübersetzung in unsere heutige Sprache kamen. Die Salongäste sind herzlich eingeladen, mitzulesen und sich an der Sprachmacht und den MACHTWORTEN zu erfreuen: WES DAS HERZ VOLL IST , DES
GEHT DER MUND ÜBER!

Tickets: 5,- Euro / 3,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder
E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Bartholomäus-Nächte

Filmnacht u. a. mit dem französischen Film "Die Bartholomäusnacht" von Patrice Chéreau (1994)

Montag, 9. Oktober 2017, 20 Uhr

In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts schrieb Alexandre Dumas vier seiner berühmtesten Romane:
Die drei Musketiere, Der Mann mit der eisernen Maske, Der Graf von Monte Christo und Königin Margot. Alle diese Geschichten sind aufwendig und mehrmals verfilmt worden. Königin Margot, eine Geschichte aus der Zeit der französischen Glaubenskriege, kam 1954 und 1994 in deutscher Synchronisation unter dem Titel Die Bartholomäusnacht in die Kinos. Zum Beginn des Abends zeigen wir die Verfilmung von Patrice Chéreau (1994) mit Isabelle Adjani und Daniel Auteuil in den Hauptrollen. Das Filmlexikon schreibt über das preisgekrönte Werk: "Das Massaker der französischen Katholiken an den Protestanten in der Bartholomäusnacht des Jahres 1572 als Hintergrund für eine Familiengeschichte voller Intrigen, sexueller Exzesse, Mord, aber auch aufopferungsvoller Liebe. Hinter den opulenten, die Historie hautnah beschwörenden Bildern stellt der Film auch Bezüge zur Gegenwart her und formuliert einen eindringlichen Appell an Toleranz und Mitgefühl. Formal in allen Bereichen von außergewöhnlicher Qualität."
Nach dem Film präsentieren wir eine Dokumentation, die sich insbesondere der Verstrickung der Königsfamilie in die Schlacht um den wahren Glauben widmet und stellen den Roman von Alexandre Dumas vor.

Tickets: 8,- Euro / 6,- Euro / 4,- Euro mit Festivalpass

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Es wachsen Flügel

Eine theatrale Begegnung mit Kleist- Ein Projekt von Schauspielstudierenden aus Polen, Russland und Deutschland

Montag, 9. Oktober 2017, 17 Uhr, Premiere

Öffentliche Probe: Freitag, 6. Oktober, 18 Uhr (Eintritt hierzu frei)

18 junge Schauspielstudent*innen und 3 Regisseur*innen aus drei Ländern starten ein gemeinsames
Experiment. In drei Gruppen begeben sie sich auf Spurensuche bei Heinrich von Kleist, lesen seine Texte neu, hinterfragen scheinbar Sicheres, trennen Kontexte, fügen Neues zusammen und entwickeln innerhalb einer Woche im und für das Kleist-Museum ein theatrales Projekt. Verschiedene Orte des Museums werden zur Probe-Bühne, und bereits im Proben-Prozess werden immer wieder die Türen geöffnet, um Einblick in die Arbeit der jungen Künstler zu geben. Im Zentrum des Projekts steht die künstlerische und persönliche Begegnung, die Auseinandersetzung mit dem fremden Blick und die Erprobung neuer Arbeitsweisen und Formen. Beim Erarbeiten der Projekte werden die Texte in die jeweiligen gesellschaftlichen Kontexte gesetzt. Ist es möglich, einen "aktuellen Kleist" für jeden Einzelnen herauszuarbeiten? Biografie und Werk eines Dichters, der ständig unterwegs und vielleicht nirgendwo zuhause war, werden zur Textur grenzüberschreitender Begegnungen in der Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice. Im besten Fall prallen ganz unterschiedliche Interpretationsansätze und Produktionsästhetiken aufeinander. Am 9. Oktober ist das Kleist-Museum die Bühne für Premiere und letzte Aufführung gleichzeitig.

Regie: Joanna Lewicka (Lublin), Wolfgang Nägele (Berlin), Sergej Taraskin (Astrakhan)

Das Projekt wird gefördert vom Deutsch Polnischen Jugendwerk, dem Polnischen Institut Berlin und
MitOst e.V.


Tickets: 5,- Euro/ 3,- Euro

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Hans Michael Kohlhaase

Die Bustour zu den Kleist-Festtagen

Sonntag, 8. Oktober 2017, 9.30 Uhr, Treffpunkt Kleist-Museum

Kleists wohl bekannteste Erzählung Michael Kohlhaas gründet auf einem historischen Vorbild: Hans Kohlhase, vermutlich geboren in Tempelberg, Kaufmann in Cölln, hingerichtet 1540 in Berlin. Die Bustour zu den Kleist-Festtagen folgt den Spuren der historischen und der fiktiven Person, führt in die Kulturlandschaft von Hans Michael Kohlhaase. Michael Kohlhaas, der Roßhändler, gibt den Weg auf ein Gestüt in der Nähe von Słubice vor. Was bedeutet es heute, ein »Roßhändler« zu sein? Welchen Stellenwert haben Pferdehandel und Pferdezucht und der nun schon seit Jahrzehnten auch ökonomisch wichtige Reittourismus in der Region? Der historische Hans Kohlhase führt uns nach Tempelberg, seinen wahrscheinlichen Geburtsort. Spielt die durch Kleist berühmt gewordene Geschichte des widerständigen Mannes, der für sein Recht Unrecht zu tun bereit ist, eine Rolle für die Identität der Dorfbewohner? Fühlt man sich widerstandsbereiter, aufmüpfiger als andere? Wie ist das Kohlhaas-Openair von 2009 in der Erinnerung geblieben?
Die Bustour möchte Gäste zweier, zeitgleich in Frankfurt stattfindender, Festivals miteinander verbinden, die der Kleist-Festtage und des MitOst 2017.
Wir freuen uns auf die organisierte Begegnung und spontane Entwicklungen. Für ein gemeinsames Mittagessen und eine gesellige Kaffeepause wird gesorgt.
Zum Kennenlernen laden wir vor der Abfahrt bereits 9.30 Uhr zu einem Frühstückskaffee in das Kleist-Museum ein.

Abfahrt Kleist-Museum: 10.00 Uhr
Abfahrt Dom Studencki w Słubicach, ul. Piłsudskiego 14: 10.15 Uhr

Tickets inklusive Verpflegung: 25,- Euro / 20,- Euro / 40,- Euro (Familienticket)

Ein gemeinsames Projekt von Kleist-Museum und MitOst 2017.

Eine Veranstaltung der Kleist-Festtage 2017


Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist

Vernissage

Sonnabend, 7. Oktober 2017, 17 Uhr

Vom 8. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018 präsentieren wir eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel Worte, Worte, nichts als Worte. Wortgeschichten von Luther und Kleist beschäftigt sich die Ausstellung mit der sprachgeschichtlich bedeutenden Epoche zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert, in der sich erstmalig eine überregionale Schriftsprache entwickelte.
Gegenübergestellt werden Wörter aus Luthers Bibelübersetzung und Kleists Erzählung Michael Kohlhaas: Wen bezeichnen 'Reisige', was bedeutete eigentlich 'fromm' für Luther oder warum schrieb Kleist noch 'Hülfe'?
Eine Besonderheit der Lutherbibel ist die häufig auftauchende Wortverbindung 'es begab sich' (es begab sich aber zu der Zeit …); Kleist griff diese Erzählformel auf – wie er dies tat, kann im zweiten Teil der Ausstellung am eigenen Leib erfahren werden.

Nichts als Worte? Nein! Sprachgeschichte ist Teil unserer Kulturgeschichte.

Kuration: Dr. Barbara Gribnitz

Gestaltung: Panatom Corporate Communication

Zur Vernissage im Rahmen der Kleist-Festtage 2017 laden wir herzlich in das Kleist-Museum ein!

Eintritt frei!

Die Ausstellung wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Kulturland Brandenburg e.V.


Michael Kohlhaas. Hauptprobe

Recht muss Recht bleiben VI

Samstag, 7. Oktober 2017, 14 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

Hauptprobe für die Lesung am 15. Oktober mit dem Schauspieler und Regisseur Daniel Heinz.

Geschlossene Veranstaltung!


Die pragmatische Muse.
Buchpräsentation zum Geburtstag von Henriette Herz

Henriette Herz, Gemälde von Anna Dorothea Therbusch, 1778

Salon Kleist

Dienstag, 26. September 2017,
17 Uhr

Henriette Herz ist eine der berühmtesten Frauen um 1800. Sie gilt als Begründerin der deutschen Salonkultur und war Gastgeberin für viele Freunde und Zeitgenossen Heinrich von Kleists. Trotz – oder wegen? – ihres Ruhms und der zahlreichen Legenden gibt es bis heute keine wirkliche Biographie über diese Symbolfigur der deutschjüdischen Verständigung und Ikone der Berliner Kulturgeschichte. Über 40 Jahre im Leben der selbständigen, international netzwerkenden Frau sind weitgehend unerforscht.
Zum Erscheinen der ersten wissenschaftlichen Monographie zu Henriette Herz bitten die Herausgeberinnen in den Salon. Mit einer Collage aus unbekannten Briefen und neuen, auch frechen Thesen laden wir ein zur Debatte darüber, was Netzwerken im Salon wirklich war und heute noch sein kann.
HERZlich willkommen! Mit Dr. Hannah Lotte Lund und Hans-Jürgen Rehfeld (Kleist-Museum), Dr. Ulrike Schneider und Dr. Ulrike Wels (Universität Potsdam).

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Recht muss Recht bleiben V

Samstag, 16. September 2017, 17 Uhr

Zweiter Vorbereitungstag mit Sprech- und Lesetraining für die Lesung am 15. Oktober mit dem Schauspieler und Regisseur Daniel Heinz.

Geschlossene Veranstaltung!


Abiturprüfung Deutsch 2019/Kommunikation

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 13. September 2017, 15 Uhr

Ausgehend vom Prüfungsschwerpunkt "Kommunikation" stellt Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum, Kommunikationsmodelle in pragmatischen und literarischen Texten Kleists und anderer Autoren zur Diskussion. Ausgewählte Texte werden als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt.

Geschlossene Veranstaltung!

LISUM-VA-Nummer: 17F300101


Vernissage Brandenburger ART 2018

Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Freitag, 8. September 2017, 16 Uhr

Ausstellung der Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Brandenburgischen Kunstpreises der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg: Skulpturen, Bilder, Collagen, Begegnungen, Gespräche und Musik.

Eintritt frei!

Begrüßung:
Dr. Hannah Lotte Lund
Grußwort: Frank Mangelsdorf
Einführung:
Peter Liebers; Musikalische Begleitung: Jacek Fałdyna (sax).

In Zusammenarbeit mit der MOZ und der IHK Ostbrandenburg.

Zur Kurzen Nacht der Museen 2017 hat das Kleist-Museum bis 23 Uhr geöffnet.

"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 6. September 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Michael Kohlhaas. Workshop und Probe

Michael Kohlhaas, Illustration von W. Fahrenbruch; Foto: © Kleist-Museum

Recht muss Recht bleiben IV

Dienstag, 5. September 2017, 16 und 19 Uhr

Nachdem in den Auftaktveranstaltungen der Inhalt der Kleistschen Novelle und ihre Rezeption im weiteren Sinne im Vordergrund standen, geht es bei den Workshops um Fragen der Interpretation und Präsentation.
Die Workshops werden von Daniel Heinz geleitet. Der in Frankfurt (Oder) geborene Schauspieler und Regisseur ist seit 2012 Ensemblemitglied an den „Uckermärkischen Bühnen Schwedt“ und Leiter der Bürgerbühne. Daniel Heinz stellt verschiedene Interpretationstechniken vor und gibt Tipps zum Vorlesen vor größerem Publikum.


Geschlossene Veranstaltung!


Kunstpreis 2017 der LOSCON-Kulturstiftung

Kai-Uwe Kohlschmidt von Thorsten Eichhorst (Ausschnitt)

Preisverleihung

Samstag, 2. September 2017, 15 Uhr

Bereits zum vierten Mal findet die Preisverleihung der LOSCON Kulturstiftung für Ostbrandenburg im
Kleist-Museum statt. Den Kunstpreis 2017 erhält Kai-Uwe Kohlschmidt. 1968 in Leipzig geboren, gründete er schon 1982 gemeinsam mit Chris Heinze in Cottbus die seit den späten 80er Jahren auch durch den Film flüstern & SCHREIEN legendäre Band SANDOW. Kai-Uwe Kohlschmidt ist Autor, Komponist und Regisseur für Hörspiel, Feature, Theater und Film und Fernsehen (Tatort, Polizeiruf). Er ist immer noch und wieder Sänger, Texter und Gitarrist von SANDOW, seit dem Jahr 2000 auch Musiker bei den Bands OZEANCITY und RUSS AND THE VELVETS und seit 2004 Mitglied der Künstlergruppe Mangan 25. Kai-Uwe Kohlschmidt lebt und arbeitet in Speichrow im Landkreis Oder-Spree.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der LOSCON-Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Recht muss Recht bleiben III

Mittwoch, 30. August 2017, 17 Uhr

Dritte Einführungsveranstaltung für das Bürgerprojekt zu den Kleist-Festtagen: Vorstellung der Novelle und ihrer Rezeption, Filmausschnitte und Gespräche.

Eintritt frei!


Kleist als Straßenmusiker

Foto: © Lorenz Kienzle

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben!
Ein neuer Termin wird bekannt gegeben.

Salon Kleist

Entfällt:
Dienstag, 29. August 2017, 17 Uhr

"Unbekannt ist diese Episode aus Kleist Leben nicht, aber wenig bekannt. Doch diese – um es mit Goethe zu benennen – biographische Einzelheit wäre eine Nichtigkeit, wenn sie nicht auf die Bedeutung der Musik in Kleists Leben und Werk verwiese, die ihr endliches Ziel im Jahre seines Todes 1811 in der Erzählung Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik findet." Jörg Aufenanger, Schriftsteller und Regisseur, ist Verfasser von biographischen Büchern u.a. zu Schiller, Grabbe, Goethe und Heine. Er schrieb den Kleists Oßmannstedter Aufenthalt gewidmeten Essays Vierzig Tage im Leben des Heinrich von Kleist, den man auch als eine wunderbare Filmvorlage lesen kann. Im Salon Kleist spricht Jörg Aufenanger über Kleist und die Musik.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Recht muss Recht bleiben II

Donnerstag, 24. August 2017, 19 Uhr

Zweite Einführungsveranstaltung für das Bürgerprojekt zu den Kleist-Festtagen: Vorstellung der Novelle und ihrer Rezeption, Filmausschnitte und Gespräche.

Eintritt frei!


Günter de Bruyn: Der Sandpoet.

Buchvorstellung

Donnerstag, 10. August 2017, 19 Uhr, Werneuchen

Die längste Wirkungsstätte F.W.A. Schmidts war der von ihm geliebte und besungene „Flecken“ Werneuchen. 2014, anlässlich seines 250. Geburtstages, wurde dort eine Ausstellung über den Dichterpfarrer eingeweiht, seit 2016 gibt es das so genannte Schmidtzimmer im Adlersaal. Am Ort des Dichters stellt Wolfgang de Bruyn das dem Werneuchener "Dichterpfarrer" gewidmete Buntbuch Nr. 60 vor. Zur Begrüßung spricht Burkhard Horn, Bürgermeister der Stadt Werneuchen. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet vom Salonorchester des Brandenburgischen Konzertorchesters Eberswalde. Im Anschluss an die Präsentation bitten die Veranstalter zu einem kleinen Empfang. 

Eintritt frei!

Ort: Adlersaal, Berliner Allee 18a, 16536 Werneuchen

Anmeldung erbeten unter Telefon: 033398 81624 oder E-Mail: schimmelpfennig@werneuchen.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Stadt Werneuchen.


Ursula

Filmfrühstück

Sonntag, 6. August 2017, 11 Uhr

Ursula ist eine Verfilmung der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller und erzählt "die dramatische Liebesgeschichte eines einfachen Bauernmädchens und des Soldaten Hansli, der in den Wirren der Reformationskriege des 16. Jahrhunderts im Schweizer Oberland auf Seiten Ulrich Zwinglis für die Reformation kämpft", so der Werbetext zum Film. Die Literaturverfilmung von Egon Günther war 1978 die erste Koproduktion von Fernsehen der DDR und Schweizer Fernsehen und wurde zum Skandal in beiden Ländern. Dem Film wurde einerseits Verfälschung der Geschichte vorgeworfen und andererseits wurden zahlreiche sexuell freizügige Szenen als obszön kritisiert. In der Schweiz wurde der Film trotz umfangreicher, auch formaler Kritik nicht abgesetzt, kolportiert wird, dass der Fernsehbeauftragte der Kirche zurücktrat. In der DDR lief er nur einmal zu seiner Fernsehpremiere im November 1978, dort allerdings mit der "Traumeinschaltquote" von gut 47 %. Wir zeigen den Film im Rahmen unseres Projektes "Glaube, Liebe, Sprache. Das Lutherjahr im Kleist-Museum".

Eintritt: 8,- Euro / erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant.


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 2. August 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung des Kleist-Museums ein. Die aktuelle Sonderausstellung kann im Alleingang besucht werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas

Bürgerprojekt Recht muss Recht bleiben (I)

Donnerstag, 27. Juli 2017, 19 Uhr

Kleists Geschichte des Rosshändlers, der aus „Rechtgefühl … zum Räuber und Mörder“ wurde, ist – zumindest in groben Zügen – fast jedem bekannt. Sie wurde oft theatralisiert, verfilmt und als Hörspiel gestaltet. Für die Kleist-Festtage 2017 planen wir eine Lesung der gesamten Novelle mit Frankfurterinnen und Frankfurtern sowie interessierten Gäste aus dem Umland bis nach Berlin.

In mehreren Veranstaltungen wollen wir uns im Juli, August und September mit dieser Geschichte auseinandersetzen.

Im Juli und August findet je eine Einführungsveranstaltung statt, damit auch alle Urlaubsreisenden die Chance haben, an einer der Auftaktveranstaltungen teilzunehmen. Zunächst geht es um das gegenseitige Kennenlernen und die genauere Vorstellung des Projektes. Anschließend stellen wir Kleists Erzählung vor, sprechen über ihre Rezeption und zeigen Ausschnitte aus Kohlhaas-Verfilmungen. Alle Teilnehmerinnen erhalten eine Lesefassung der Erzählung zur Vorbereitung auf die Probentermine im September.

Anmeldung zur Teilnahme sind ab sofort unter info@kleist-museum.de oder per Briefpost an die Adresse des Kleist-Museums erbeten.

Anmeldeschluss ist bis spätestens 30. Juli.


Das Abendmahl in beiderlei Gestalt

Der Marienaltar in der St.-Gertraud-Kirche, Foto: © Grit Wellmer

Salon Kleist

Dienstag, 25. Juli 2017, 17 Uhr

Die Ausstellung Bürger, Pfarrer, Professoren präsentiert derzeit in der St.-Gertraud und der St.-Marien-Kirche sowie im Museum Viadrina bedeutende, restaurierte Kunstschätze, die von der wichtigen Rolle Frankfurts in Mittelalter und früher Neuzeit künden. Zunächst an der Spitze der Luthergegner stehend, entwickelten sich Stadt und Universität und damit auch die ehemalige Universitäts- und Stadtpfarrkirche St. Marien zu einem geistig-kulturellen Zentrum der Reformation, mit Auswirkungen noch in die Kleist-Zeit und bis heute. Was bedeutete das für die Lithurgie? Was hat die Reformation z. B. in der Abendmahlsauffassung der Kirche verändert und wie wird das Abendmahl heute in der evangelischen Kirche begriffen.
Zum Salon Kleist stellen wir diese und weitere Fragen an Beatrix Forck, geschäftsführende Pfarrerin der Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)/Lebus und engagierte Mitstreiterin für das Gelingen des Reformationsjubiläums.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Günter de Bruyn: Der Sandpoet. F.W.A. Schmidt, genannt Schmidt von Werneuchen

Lesung

Donnerstag, 20. Juli 2017, 19 Uhr

Aus gesundheitlichen Gründen kann Günter de Bruyn leider kurzfristig nicht an der Lesung teilnehmen. Er wird im Vorfeld einige Buntbücher signieren, die an dem Abend im Kleist-Museum erworben werden können. Die Lesung und Buchvorstellung übernehmen die Herausgeber*innen Wolfgang de Bruyn und Anette Handke.

Das Frankfurter Buntbuch Nr. 60 über den märkischen Dichterpfarrer F.W.A. Schmidt ist die jüngste Publikation des Schriftstellers Günter de Bruyn. Dem Gedächtnis der Nachwelt ist Schmidt von Werneuchen fast nur durch Goethes Parodie Musen und Grazien in der Mark und durch Fontanes Porträt in den Wanderungen erhalten. Schmidts Gedichte jedoch, die in eigentümlicher Naivität vor allem die Sehnsucht nach ländlichem Glück zum Gegenstand haben, sind kaum noch bekannt. Zu seinem 250. Geburtstag 2014 widmete ihm die Stadt Werneuchen, in der er 1795 Pfarrer wurde, eine viel beachtete Ausstellung. In der Reihe Märkischer Dichtergarten hatte Günter de Bruyn 1981 den natursüchtigen Märker wiederentdeckt und herausgegeben. Jetzt wandte er sich erneut jenem "Sandpoeten" zu, den die Literaturwissenschaft leider noch immer – und zu Unrecht – kaum zur Kenntnis zu nehmen scheint. In dichtester Form werden hier Elemente der Poetik insbesondere des de Bruynschen Alterswerkes sichtbar: ebenso genaue und wie sinnliche, aus tiefer Kenntnis der Themen und Personen gespeiste kluge und kurzweilige Erzählungen brandenburg-preußischer Kultur- und Literaturgeschichte. Der schmale Band erschien in der am Kleist-Museum herausgegebenen Reihe literarischer Miniaturen zu Dichtern und ihren Orten in der Mark Brandenburg und Berlin.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


He(a)ring. 2017

Studentische Projektgruppe HE(A)ring

Open Air zum Hansestadtfest

Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. Juli 2017

Das sommerliche Programm im Garten des Kleist-Museums widmet sich dem 500. Reformationsjubiläums von einer ganz anderen Seite: Martin Luther, der mit der Übersetzung der Bibel Sprache und Schrift für viele Bevölkerungsschichten verständlich machte, setzte auf die Bedeutung des Wortes und den sprachlichen Austausch. Anlehnend daran, steht im Vordergrund der Veranstaltung das Gehört und Verstanden werden und der Austausch zwischen den Bürger*innen der Stadt Frankfurt (Oder), ihren Gästen und den Studierenden.
Musikalischer Auftakt ist der Drum Klub – eine Trommelsession zum Mitmachen. Das Berliner Boom Orchestra heizt dem Publikum musikalisch ordentlich ein und das Improvisationstheater Paternoster beeindruckt durch spannende und aberwitzige Geschichten. Die Band Somebody Else sorgt für Stimmung und animiert zum Tanzen. Am Sonntag laden die Studierenden zu geistreichem Kabarett mit dem verblüffend komischen Karl-Heinz Helmschrot ein. Den Ausklang des Open-Aires bildet das Konzert mit dem authentischen, markanten und gefühlvollen Sänger Georg auf Lieder. Hören Sie Neues im Garten des Kleist-Museums. (Pressetext der Studierendengruppe)

Eintritt frei!

Ein Kooperationsprojekt von Europa-Universität Viadrina, Stadt Frankfurt (Oder) und Kleist-Museum.

www.bunterhering.de


Das 60. Buntbuch!
Der Sandpoet: Günter de Bruyn zu F.W.A. Schmidt

Jubiläumsfeier und Buchpremiere

Dienstag, 11. Juli 2017, 19 Uhr

Der Band 60 der Frankfurter Buntbücher liegt vor. Wir freuen uns sehr, dass Günter de Bruyn den „Jubiläumsband“ geschrieben hat. Mehr als drei Jahrzehnte nach seinem verdienstvollen Buch über den Dichterpfarrer Friedrich Wilhelm August Schmidt in der gemeinsam mit Gerhard Wolf herausgegebenen Reihe Märkischer Dichtergarten hat sich Günter de Bruyn noch einmal dem „Sandpoeten“ zugewandt. Wir wollen die Buchpremiere und das Jubiläum feiern, an die Anfänge der erfolgreichen Publikationsreihe als deutsch-deutsches Gemeinschaftsprojekt zwischen Deutschem Literaturarchiv und Kleist-Museum in der Herausgeberschaft von Wolfgang Barthel und Dr. Friedrich Pfäfflin erinnern und mit André Förster über die nun schon bewährte Zusammenarbeit mit dem vbb Verlag für Berlin Brandenburg reden.

Wir wollen mit einigen der Autorinnen und Autoren ausgewählte Buntbücher – sehr – kurz vorstellen und mit Prof. Günter Karl Bose, der den Buntbüchern seit Band 36 ihr unverwechselbares Aussehen gibt, über Buchgestaltung sprechen.

Wir wollen eine kleine Ausstellung zu F.W.A. Schmidt, die der ehemalige Mitherausgeber der Buntbücher Hans-Jürgen Rehfeld erarbeitete, eröffnen und vor allem wollen wir bei Gesprächen, Musik und Wein mit Ihnen einen anregenden Abend im Kleist-Museum und seinem schönen Garten verbringen.

Eintritt frei!

Moderation: Wolfgang de Bruyn und Anette Handke, Herausgeber*innen der Frankfurter Buntbücher.


Neuständische Vergesellschaftung?
Handlungsfelder und Erfahrungsräume um 1800

Konferenz

Donnerstag bis Samstag, 6. bis 8. Juli 2017

Die Zeit um 1800 gilt als Inkubationszeit der Moderne, als Periode, in der sich moderne Begrifflichkeiten und Vorstellungen so herausbilden, dass sie für uns heute ohne größeren Übersetzungs- oder Erklärungsaufwand verständlich werden. Dieser Wandel von der altständischen Ordnung zur industriell-kapitalistischen Klassengesellschaft wird zumeist als eine Phase des „Übergangs“ beschrieben. Das bedeutet jedoch auch, das Ergebnis dieses Prozesses bereits vorweg zu nehmen –  die Zeit um 1800 wird damit zu einem reinen Zwischenstadium, dessen Bedeutung im Ergebnis liegt. Mit seinem Konzept der „Neuständischen Vergesellschaftung“ versucht Reinhard Blänkner, diese Periode und ihre Charakteristika als eigenständige Figuration sichtbar zu machen. Eine Reihe internationaler Forscher*innen stellt in dieser Konferenz die Anwendbarkeit seines Konzeptes kritisch auf den Prüfstand. (Text: Europa-Universität Viadrina)

Eine Konferenz der Europa-Universität Viadrina, Lehrstuhl für Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte, in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Reinhard Blänkner.

www.kuwi.europa-uni.de/vergesellschaftung


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 5. Juli 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Poetry Slam Workshops mit Bas Böttcher

Kulturelle Bildung

Dienstag und Donnerstag, 4. und 6. Juli 2017

Zum Abschluss des Schuljahres kommen zwölf Klassen des Karl-Liebknecht-Gymnasiums in den Genuss eines Sprach-und Sprechmeisters: „Verkuppelte Worte“, Rhythmus, Reim, Wortklang und Wortmehrdeutigkeiten, alles das ist Material für Bas Böttchers Poesie. Was auf internationalen Poetry-Slam-Bühnen und Literaturcafés seinen Anfang fand, erweist sich im schulischen Rahmen als erfrischend neuer Zugang zum Feld der Lyrik. Bas Böttcher vermittelt Schülerinnen und Schülern einen spektakulären Blick auf Sprache und Literatur.

Geschlossene Veranstaltungen!


Alphabet-Gärten
Schülerpleinair im Garten des Kleist-Museums

Kulturelle Bildung

26. bis 30. Juni 2017

In dieser Juniwoche erhalten fünf Klassen aus Brandenburger Schulen die Möglichkeit, die Technik  des Holzschnitts zu erlernen. Dabei werden sie von der Künstlerin Sabine Nier angeleitet. Idealerweise entstehen Alphabete, die zum Druck genutzt und sich während der Projektzeit auf temporären Ausstellungsinseln, "Alphabet-Gärten“, auch einem öffentlichen Publikum nicht verschließen werden.

Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Kulturland Brandenburg 2017 "Wort und Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg".


Hochdrucktechniken im Kunstunterricht und Zusammenarbeit mit externen Partnern

Lehrerfortbildung

Mittwoch, 28. Juni 2017, 16 Uhr

Die Fortbildung bietet Anregungen, aufwendige und zeitlich anspruchsvolle traditionelle Techniken des künstlerischen Gestaltens, wie z. B. den Holzschnitt, auch im Kunstunterricht des 21. Jahrhunderts zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Sabine Nier zeigt die Veranstaltung Wege und Möglichkeiten, externe Partner zu finden und den Schülerinnen und Schülern auch über veränderte Organisationsformen des Unterrichts die Gestaltungstechniken zu vermitteln. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Schülerprojektes "Alphabet-Gärten" statt.

Geschlossene Veranstaltung!

LISUM-VA-Nummer: 16F707201.


Kleist und die Religion

Vernissage

Freitag, 23. Juni 2017, 19 Uhr

Im Begleitprogramm zur Internationalen Konferenz des Kleist-Museums beginnt eine Ausstellung, in der Bildende Künstlerinnen und Künstler Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit Kleists Leben und Werk präsentieren, wobei Assoziationen zu Kleists Religiosität einen neuen Aspekt bilden.

Begrüßung: Dr. Hannah Lotte Lund
Einführung: Anke Zeisler.

Chloé Lévy, Sopran, und Marcus Hagemann, Violoncello, laden zu einer Reise durch Zeit und Raum mit Werken u. a. von Hildegard von Bingen ein.

Eintritt frei!


Heillose Menschen?
Religiöse Implikationen in Kleists Werken

Internationale Konferenz

22. bis 24. Juni 2017

Im Rahmen des 500. Reformationsjubiläums veranstalten wir eine internationale und interdisziplinäre Konferenz, die eine systematische Untersuchung des Themenfeldes Religion in Kleists Werken anstoßen möchte. Kleists Erzählungen, Briefe, Dramen und Schriften enthalten zahlreiche religiöse Motive, Bibelanspielungen, kirchenkritische und moraltheologische Überlegungen und verhandeln den Zusammenhang zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlicher Heillosigkeit. Zur Diskussion dieser Fragen haben wir WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Philosophie und Theologie eingeladen; mit Vorträgen werden vertreten sein: Andrea Allerkamp (Europa-Universität Viadrina), Yael Amog (Universität Göttingen), Hans Richard Brittnacher (Freie Universität Berlin), Philipp David (Universität Kiel), Elke Dubbels (Universität Bonn), Helga Gallas (Universität Bremen), Barbara Gribnitz (Kleist-Museum), Hannah Lotte Lund (Kleist-Museum), Elisabeth Krimmer (University of California), Andrea Polaschegg (Universität Graz), Ulrike Vedder (Humboldt-Universität zu Berlin), Jens Wolff (Universität Rostock). Es moderieren: Ingo Breuer (Universität Köln), Pablo Valdivia Orozco (Europa-Universität Viadrina), Ulrike Wels (Universität Potsdam), Jutta Wimmler (Europa-Universität Viadrina), Paweł Zarychta (Uniwersytet Jagielloński Kraków).

Das Konferenzprogramm finden Sie hier

Zuhörer sind herzlich willkommen, Anmeldung erbeten unter 0335 -387 22 1-0 oder
info@kleist-museum.de
.

Die Konferenz wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Kulturland Brandenburg 2017 "Wort und Wirkung. Luther und die Reformation in Brandenburg".


11. Rhetorikwettstreit

Kulturelle Bildung

Freitag, 16. Juni  2017, 9 Uhr, Europa-Universität Viadrina

Zu dem Thema "Querdenker bringen die Welt voran" haben die Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangsstufe 10 des Karl-Liebknecht-Gymnasiums Frankfurt (Oder) Redebeiträge vorbereitet und müssen nun eine mit der Direktorin des Kleist-Museums, Dr. Hannah Lotte Lund, und dem Präsidenten der Europa-Universität Viadrina, Prof. Dr. Alexander Wöll, prominent besetzte Jury überzeugen.

Eintritt frei!

Ort: Europa-Universität Viadrina, Gräfin-Dönhoff-Gebäude

Teilnahme für Zuhörer nur nach vorheriger Anmeldung unter dalchau@kleist-museum.de.


Ein Film über die Napoleonischen Kriege von Ridley Scott, 1977

Offiziersdegen, um 1800 bis 1830; Kleist-Museum

Filmfrühstück

Sonntag, 11. Juni 2017, 11 Uhr

Zum Abschluss der Sonderausstellung zeigen wir einen ungewöhnlichen Ridley-Scott-Film. Der vielfach ausgezeichnete und stilbildende Regisseur debütierte 1977 mit einem Historienfilm, der auf der Erzählung Das Duell von Joseph Conrad basiert. Zwei Offiziere der Grande Armée Napoleons geraten wegen einer Nichtigkeit in einen Streit und treffen sich zu einem – glimpflich ausgehenden – Duell. Der Herausforderer wird verletzt, der Überlegene zieht sich zurück. Für den Herausforderer ist es damit aber nicht getan: Über anderthalb Jahrzehnte verfolgt er seinen Gegner und fordert ihn immer wieder, am Rande des Schlachtfeldes oder in Garnison, Ehre und Rache werden zur Obsession. Der Film wurde 1977 in Cannes als bester Debütfilm ausgezeichnet und zeigt ein bildkünstlerisch beeindruckendes Panorama von Krieg, Gesellschaft und Ehre um 1800.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro inkl. Kaffee und Croissant


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung" und "Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 7. Juni 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Krieg und Gefangenschaft um 1800

Blick in den Salon Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 6. Juni 2017, 17 Uhr

Das Porträt Kleists, das im Mittelpunkt unseres Quartalsprogramms steht, zeigt den Dichter in französischer Gefangenschaft. Aus diesem Grund wollen wir uns in unserem Juni-Salon mit Bedingungen von Krieg und Gefangenschaft um 1800 beschäftigen. Am 17. Februar 1807 schrieb Kleist von dem Weg in Letztere, dass er und seine Mitgefangenen "den gemeinsten Verbrechern gleich, in ein unterirrdisches Gefängniß eingesperrt wurden,  das wirklich nicht abscheulicher gefunden werden kann". Im Fort de Joux war ihr Gefängnis "zum Theil in den Felsen gehauen, zum Theil von großen Quadersteinen aufgeführt, ohne Licht und ohne Luft". Zwar besserte sich ihre Lage bald, aber wie erging es gefangenen "gemeinen Soldaten"?
Dr. Stefan Theilig, wissenschaftlicher Leiter des Preußenmuseums Wustrau, spricht am Beispiel einer Schlacht aus dem 7-jährigen Krieg und einer weiteren aus den Napoleonischen Kriegen über Veränderungen der Behandlung Gefangener und gibt einen Ausblick in das 19. Jahrhundert, in dem mit der Haager Landkriegsordnung eine verbindliche Regelung für den Umgang mit Kriegsgefangenen gefunden wurde.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Spurensuche

Internationaler Museumstag

Sonntag, 21. Mai 2017, 14 Uhr

Im Kleist-Museum wird eine dramatische Lebensstation des bekanntesten Sohnes der Stadt nachgezeichnet.

Vom 5. März bis 13. Juli 1807 befand sich Heinrich von Kleist in französischer Gefangenschaft. Besuchen Sie das "verdächtige Subjekt" in seiner Zelle, die sich in einem der ältesten Gebäude Frankfurts befindet. Das "Verlies" wird erst- und wahrscheinlich auch einmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf Grund strenger Sicherheitsauflagen ist der Zugang zum Arrest nur über den Garteneingang des Kleist-Museums möglich und nur am Museumstag zwischen 15 und 17 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass nur nach vorheriger schriftlicher oder telefonischer Anmeldung und Registrierung beim Wachpersonal der Zugang für jeweils 2 Personen gewährleistet werden kann, da die Zelle eng und klein ist. Bereits um 14 Uhr erzählt die Direktorin des Kleist-Museums, Dr. Hannah Lotte Lund, vom Schicksal der Soldaten in der Kleist-Zeit und um 14.30 Uhr lädt der Ausstellungstechniker Frank Käubler ein, das Handwerk zur Ausstellung kennen zu lernen: Wie bekommt die Idee Gestalt?

Eintritt frei!

Besuch des Kerkers für furchtlose Kinder ab 5 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen, Anmeldung dafür unter 0335-387 22 1-30 oder kasse@kleist-museum.de unbedingt erforderlich!
Spontane Besuche möglich, dann keine Garantie für Einlass ins Verlies.


Ist das Kunst?
Eine nähere Betrachtung des so genannten Gefangenschaftsbildes

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild)
unbekannter Künstler, 1807

Salon Kleist

Dienstag, 16. Mai 2017, 17 Uhr

Seit dem 2. April ist Kleists Gefangenschaftsbild aus dem Jahr 1807 wieder Teil der Sammlungen des Kleist-Museums und Mittelpunkt der aktuellen Sonderausstellung. Ein Laie, womöglich ein Mitgefangener Kleists soll das Porträt geschaffen haben. Ist das Kunst? Oder ist es nur ein Dokument über Kleists Aussehen? Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner, Kunsthistorikerin und ehemalige Direktorin des Museums Junge Kunst erklärt das Bild aus der Zeit seiner Entstehung. Dabei schließt sich die generelle Frage an, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit wir bei einer Arbeit, wie z. B. bei dieser, von einem Kunstwerk sprechen können.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Spielen verbindet!
Gesellschaftsspiele für alle Generationen

Spielkarte nach einer Zeichnung von Philipp Otto Runge, 1810; Reprint 1977, Kleist-Museum

Zum Europatag

Dienstag, 9. Mai 2017, 17 Uhr

Um 17 Uhr laden wir zum Spielnachmittag und zum Kennenlernen in der deutsch-polnischen Doppelstadt ein. Angeboten werden die beliebten Glücksspiele Biribi und Hammer und Glocke, die Kartenspiele Tarock und Casino und das Gänsespiel, das eher ein Kinderspiel ist. Sie werden sehen: Spielen verbindet nicht nur, es macht auch unheimlich viel Spaß!

Eintritt: 2,- Euro

Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder mail@frankurt-slubice.eu erbeten!
Aber auch spontane Besucher sind herzlich willkommen!


Bilder verbinden! Führung durch die Sonderausstellung

Zum Europatag

Dienstag, 9. Mai 2017, 14 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst bieten wir eine kostenlose
Führung mit der für die Sammlungen des Kleist-Museums verantwortlichen Kuratorin Manuela Kalk an.
Eines der wertvollsten Exponate in der Ausstellung ist das Kleist-Bildnis von Max Slevogt, das zum 100. Geburtstag des Dichters 1911 entstand.

Eintritt frei!

 

Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder mail@frankurt-slubice.eu erbeten!
Aber auch spontane Besucher sind herzlich willkommen!


Spielen verbindet!

Zum Europatag

Dienstag, 9. Mai 2017, 10 und 12 Uhr

Auch 2017 laden wir zum Europatag deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen Spiel in das Kleist-Museum ein. Nachdem wir uns mit einem kurzen Video auf das Thema eingestimmt haben, werden die Karten gemischt und die Würfelbecher geschüttelt und die Gänse starten zum Wettlauf um den Sieg.

Spielstunde für 2.-12. Klassen, max. 24 Teilnehmer

Eintritt pro Schüler: 1,- Euro; nur nach Anmeldung unter 0335 – 60 69 85 0 oder
mail@frankurt-slubice.eu
!


"Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung" und "Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst"

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 3. Mai 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die aktuelle Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


KLEIST begeistert!

Kulturelle Bildung

2. und 5. Mai 2017, 8, 9.45, 11 Uhr

Start der Vortrags- und Kommunikationstrainings für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen
der Oberschule "Ulrich von Hutten" Frankfurt (Oder) im Rahmen des INISEK I-Projekts.

Die INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Geschlossene Veranstaltung!


Zum 243. Geburtstag Ulrike von Kleists

Ulrike von Kleist; Kleist-Museum

Familiensilber. Ein Spezial-Salon

Freitag, 28. April 2017, 17 Uhr

Am 26. April 2017 jährt sich der Geburtstag Ulrike von Kleists zum 243. Mal. Aus diesem Anlass bekommt das Kleist-Museum ein ganz besonderes Geschenk: Der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e. V. überreicht dem Haus im Auftrag des bisherigen Eigentümers, einem Nachfahren der Familie von Bardeleben, den noch erhaltenen Teil des Silberbestecks Ulrike von Kleists. Hans-Jürgen Rehfeld, ehemaliger Bibliothekar im Kleist-Museum, erzählt in einem "Spezial-Salon", wie das kleistsche Familiensilber in den Besitz von Dr. Bardeleben, dem es laut 5. Nachtrag zum 4. Testament Ulrike von Kleists "vollständig zu übergeben" war, gekommen ist. Und Dr. Sibylle Badstübner-Gröger, die Vorsitzende des Freundeskreises, berichtet über den Weg des  wertvollen Erbstückes nach Übersee und zurück. Selbstverständlich können alle Salonbesucher an diesem Tag das Familiensilber ausgiebig bewundern. 

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck.


Vorlesewettbewerb der Heinrich-von-Kleist-Oberschule

Kulturelle Bildung

Dienstag, 25. April 2017, 10 Uhr

Traditionell im Frühjahr lesen Schülerinnen und Schüler der Kleist-Oberschule im Rahmen ihres Häuserprojektes vor. In diesem Jahr werden es Kleists journalistische und kurze fiktive Texte sein.

Zuhörer herzlich willkommen!


Gemälde eines unbekannten Meisters?
Das Kleist-Porträt von Wilhelmine Krug

Kreidezeichnung Heinrich von Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 11. April 2017, 17 Uhr

Welche Suchmaschine man im Internet bei der Recherche nach einem Kleist-Porträt auch bemüht, als
erstes Bild taucht fast immer die fotografische Reproduktion einer sehr ausdrucksstarken Kreidezeichnung auf. Oft fälschlich als Kopie des Peter-Friedel-Porträts bezeichnet, prägt der so genannte "Kreide-Kleist" unser aller Kleist-Bild – und das viel mehr als Friedels Miniatur von 1801. Dr. habil. Hans-Jochen Marquardt, früherer Direktor des Kleist-Museums, hat viele Jahre über Wilhelmine Krug, geb. von Zenge, Kleists einstige Verlobte, gearbeitet. Im April-Salon spricht er über ihre künstlerische Ausbildung und führt den Nachweis, dass sie die keineswegs unbekannte Meisterin ist, welche die berühmte Kreidezeichnung schuf.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck


Levins Mühle. Ein Film von Horst Seemann (DEFA, 1980)

DVD-Cover Levins Mühle, ICE-Storm

Zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski

Samstag, 8. April 2017, 17 Uhr

Johannes Bobrowski wurde am 9. April 1917 in Tilsit geboren. Am Vorabend seines Jubiläums erinnern wir an einen der bedeutendsten deutschen Lyriker und Erzähler der Nachkriegszeit und zeigen die DEFA-Verfilmung seines 1964 in Berlin und Frankfurt am Main gleichzeitig erschienenen Romans Levins Mühle. Die Geschichte des reichen deutschen Mühlenbesitzers Johann, der nicht dulden will, dass der Jude Levin in einer Bootsmühle ebenfalls Korn mahlt, diese zerstört und dafür zwar von der Justiz nicht zur Verantwortung gezogen wird, aber der einhelligen moralischen Verurteilung seines Umfeldes wegen zuletzt doch unterliegt, war als Buch ebenso erfolgreich wie als Film. Die Hauptrollen in dem DEFA-Klassiker von Horst Seemann aus dem Jahre 1980 spielen Erwin Geschonnek und Christian Grashof.

Eintritt: 6,- Euro, erm. 4,- Euro


Rätsel. Kämpfe. Brüche.
Die Kleist-Ausstellung

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 5. April 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. Führungen durch die Sonderausstellung können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild)
unbekannter Künstler, Frankreich 1807

Vernissage

Sonntag, 2. April 2017, 11 Uhr

Offizielle Übergabe des Kleist-Porträts von 1807 an das Kleist-Museum und Präsentation des Faksimiledrucks Nr. 9 Das Gefangenschaftsbild Heinrich von Kleists. Eröffnung der anlässlich der Bildübergabe konzipierten Sonderausstellung.

Eintritt frei!

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum, Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) und Deutschem Literaturarchiv Marbach.


"Grenzfälle". Texte aus Brandenburg und Schleswig-Holstein

Foto: Buch-Cover © verlag für berlin-brandenburg

Lesung und Gespräch

Sonntag, 26. März 2017, 11 Uhr

Seit einem Treffen zwischen Lübecker Autorenkreis und Brandenburger Verband deutscher  Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) 2012 im Kleist-Museum, bei dem der VS Gastgeber war, entwickelten sich zwischen den AutorInnen freundschaftliche Beziehungen, die jetzt zu einer gemeinsamen Veröffentlichung führten. Das Thema war schnell gefunden. Die Grenze, Symbol der Teilung, sollte zum Anlass für die Annäherung werden. Obwohl die Themenwahl nicht an die Zeitgeschichte gebunden war, beschäftigen sich die meisten Beiträge mit der innerdeutschen Grenze. Doch auch andere Grenzfälle fanden ihren Niederschlag: Die Grenze zwischen der DDR und Polen, aber auch die zwischen Leben und Tod oder Gestern und Morgen. Aus der zur Leipziger Buchmesse erscheinenden Anthologie Grenzfälle lesen Klaus Rainer Goll, Brigitte Halenta und Elisabeth Melzer-Geissler aus Schleswig-Holstein und Klaus Körner, Till Sailer sowie Carmen Winter aus Brandenburg.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Das Kleist-Museum auf der Leipziger Buchmesse

Präsentation

23. bis 26. März 2017

Auch in diesem Jahr ist unser Haus auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Am Stand der ALG –Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten Halle 5/E 115 präsentieren wir unsere neuesten Publikationen. Am Freitag, 24. März, 11 Uhr, stellt Dr. Klaus Völker dort die stark erweiterte Neuauflage seines Buntbuches zu Johannes Bobrowski vor. Am Messesamstag, 25. März, sprechen wir um 11 Uhr (Halle 5/K 600, Forum Literatur) noch einmal mit Klaus Völker über Johannes Bobrowski und präsentieren um 12 Uhr in Halle 4/F100 gemeinsam mit dem vbb-Verlag für Berlin Brandenburg die Reihe der Frankfurter Buntbücher im Gespräch zwischen dem Gestalter Prof. Günter Karl Bose und der Mitherausgeberin Anette Handke.


Peter Schlemihl.
Die Geschichte eines Buches

Vernissage

Donnerstag, 16. März 2017, 19 Uhr, Erkner

Zur Vernissage begrüßt Lina Langelüttich, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Gerhart Hauptmann Museums Erkner. Dr. Wolfgang de Bruyn hat als damaliger Direktor des Kleist-Museums und Vorstandsmitglied der Chamisso-Gesellschaft die Entstehung der Ausstellung und begleitet. Zur Ausstellungseröffnung stellt er als Mitherausgeber der Frankfurter Buntbücher Monika Sprolls Buntbuch Nr. 55 Adelbert von Chamisso in Cunersdorf vor.

Eintritt frei!

Ort: Gerhart Hauptmann Museum Erkner


Das Frankfurter Kleist-Museum – Tradition trifft Moderne

Kleist-Museum; Foto: Horst Drewing

Kulturelle Bildung

Dienstag, 14. März 2017, 13.30 Uhr

Unter obigem Titel hat sich Marvin Reinoga, Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Karl Liebknecht-Gymnasiums in einem Seminarkurs mit dem Kleist-Museum auseinandergesetzt, die Ergebnisse seiner Arbeit präsentiert er nun in unserem Haus.

Geschlossene Veranstaltung.


Requiem für eine romantische Frau.
Ein Film mit Janine Sachau und Sylvester Groth

Janine Sachau als Auguste Bußmann,
Filmstill, absolut Medien

Filmfrühstück

Sonntag, 12. März 2017, 11 Uhr

Eine Liebe, wie sie die deutschen Romantiker forderten: die 16jährige Auguste Bußmann und der 30jährige Clemens Brentano... Die heiße Liebe ist ein skandalöses Abenteuer mit allen Zutaten: Flucht vor den Verwandten und dem Skandal, rasche Heirat, heftige und intensive Eheszenen zwischen Kampf und Konfrontation, Faszination und Frust, Willfährigkeit und Widerstand. Für Auguste sollen Liebe und Leben zur reinen Poesie werden... Der Film von Dagmar Knöpel adaptiert Hans Magnus  Enzensbergers "dokumentarischen Roman" über eine Amour fou im wörtlichen Sinne und zeigt "die radikalste Liebesgeschichte der Romantik".

Eintritt: 6,- Euro, erm. 4,- Euro; inklusive Kaffee und Gebäck

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Vom Barock zum Klassizismus.
Theater und Theaterhäuser um 1800.

A. Buchelius nach Jan de Witt: The Swan Theatre, 1596

Salon Kleist

Dienstag, 7. März 2017, 17 Uhr

Der dritte "Salon Kleist" in diesem Jahr ist dem Theater der Kleist-Zeit gewidmet. Wie sahen die Theaterhäuser der Zeit aus? Welche Bühnen und Bühnentechnik standen zur Verfügung? Was unterscheidet barocke und klassizistische Bühnen? Und wie agierten die Schauspielerinnen und  Schauspieler auf ihnen? Diese und weitere Fragen beantworten in einem kleinen Vortrag und vor allem im geselligen Gespräch Dr. Stefan Gräbener und Nils Niemann von der Initiative TheaterMuseum Berlin e.V.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro; inkl. Salontee und Gebäck.

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 1. März 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. 
Führungen durch die jeweiligen Sonderausstellungen können parallel wahrgenommen werden.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Fastnachtstanz und Mummenspiel.
Zum historischen Karneval in und um Preußen.

Fastnacht, Foto wikimedia

Salon Kleist

Dienstag, 28. Februar 2017,
17 Uhr

"Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel ist im Februar auch nicht viel."
Zum Faschingssalon bittet das Kleist-Museum eine Gewährsmännin im doppelten Sinne zum Gespräch. Dr. Anna-Dorothea Ludewig vom Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam ist Spezialistin für ungewöhnliche Fragen an die Berlin-Brandenburgische Literatur-und Kulturgeschichte. Als gebürtige Rheinländerin plädiert sie für das Widerständige und Hintersinnige im Karneval. Dr. Hannah Lotte Lund geht der Frage nach, warum und zu welchen Gelegenheiten auch die Preußen um 1800 gern Masken trugen. Ein Salon mit historischen Zutaten.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro; inkl. Salontee und Gebäck.

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Ein Gespräch im Hause Kleist mit den anwesenden Herren Gleim und Goethe.

Foto: Collage unter Verwendung von Porträts von Stephan Klenner-Otto © Stephan Klenner-Otto

Es debattieren: Hannah Lotte Lund, Ute Pott und Christoph Wingertszahn - Lesung und Salondebatte

Dienstag, 21. Februar 2017, 19 Uhr

Das ausgehende 18. Jahrhundert war nicht nur ein "tintenklecksendes Säkulum", sondern eine von ausgeprägter Geselligkeit und literarischem Netzwerken geprägte Epoche. Zugleich räsonierten viele der vernetzten klugen Köpfe umfänglich über den Wert und die beste Art der Vernetzung oder die Vorteile einer "ungeselligen Geselligkeit". Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Johann Wolfgang Goethe und Heinrich von Kleist – auf sehr unterschiedliche Art wesentliche Protagonisten der Vernetzung um 1800 – waren auch einander, direkt oder über Dritte, innig verbunden: in Freundschaft, Kritik und vielleicht auch Abneigung. Mit prägnanten Zitaten der Zeit stellen die vernetzten MuseumsdirektorInnen Dr. Ute Pott, Gleim-Haus Halberstadt, Prof. Dr. Christoph Wingertszahn, Goethe-Museum Düsseldorf und Dr. Hannah Lotte Lund, Kleist-Museum ihre und ihrer Dichter Vorstellungen über die Feinheiten literarischer Netzwerkarbeit vor.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Kriminaltango.
Ein Abend unter Verbrechern

musica e parole: Katharina Richter und
Rudolf Gäbler

Konzertlesung zum Valentinstag

Dienstag, 14. Februar 2017, 19 Uhr

Rote Laterne, dunkle Gestalten... Zum schaurig-schönen Programm rund um die Straftat – gesträubte Nackenhaare und Gänsehaut inklusive – lädt das Duo musica e parole ein. Die Sopranistin Katharina Richter und der Pianist Rudolf Gäbler bezaubern durch Charme und Professionalität. Klassisch-kriminelle Zugstücke von Heinrich Heine und Adelbert von Chamisso bis Friedrich Hollaender, Frank Wedekind und Bertolt Brecht sind zu hören, und natürlich darf Heinrich von Kleist nicht fehlen. Zum Valentinstag tauchen wir diesmal ein in die Unterwelt und lernen Mackie Messer und Die Kleptomanin kennen, treffen Erich auf dem Bösen Markt und tanzen am Ende den Kriminaltango, das aber lieber nicht mit Der Mutter des Mörders.
Auch in diesem Jahr laden wir zur Einstimmung auf einen entspannten, geselligen Abend zu einem Glas Sekt ein.

Eintritt: 10,- Euro, erm. 8,- Euro; Paarticket: 18,- Euro

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Kleist im Abitur: Kohlhaas – literarische Analysen des Verbrechens

Kulturelle Bildung

Dienstag, Mittwoch, 7./8. Februar 2017

Im vierten Jahr in Folge bereiten sich die Schülerinnen und Schüler der Abiturjahrgänge des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums Hamburg mit Führungen durch die Dauerausstellung des Museums und durch Spezialseminare auf ihre schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch vor.


Vernetzte Köpfe. Gleim – Goethe – Kleist

Stephan Klenner-Otto: Kleist

Vernissage

Sonntag, 5. Februar 2017, 11 Uhr

Gleim, Goethe und Kleist stehen im Mittelpunkt eines Netzwerkprojektes von Goethehaus Düsseldorf, Gleimhaus Halberstadt und Kleist-Museum, das einen Einblick in das feine Gespinst von „Netzwerken“ um 1800 gewährt. Berühmte Köpfe der gebildeten Gesellschaft sind auf 30 Zeichnungen des oberfränkischen Künstlers Stephan Klenner-Otto zu sehen, der seit vielen Jahren mit Bleistift, Pinsel und Radiernadel Dichter und Schriftsteller aus drei Jahrhunderten porträtiert. Eine Auswahl dieser Be- und Gerühmten zeigt nun das Kleist-Museum, das der Kunstausstellung einen – unvollständigen, aber äußerst interessanten und aufschlussreichen – Einblick in persönliche, briefliche oder auch nur indirekte Bekanntschaften beigesellt hat. Wer wem brieflich „auf den Knien seines Herzens“ begegnete, weiß man unter Kleist-Freunden vermutlich, aber wer fragte wen erstaunt „Den Beweis, daß ich Sie liebe… Gab ich etwa den noch nicht“? Eine Auswahl von Briefstellen lädt den Besucher zum Rätseln ein, wer hier innig oder distanziert, lobend oder tadelnd, lästernd
oder bewundernd wem oder auch über wen geschrieben hat.

Zur Vernissage gibt außerdem der Zeichner und Radierer Stephan Klenner-Otto Einblicke in seine Arbeitsweise und zeigt an seiner Druckerpresse die Entstehung von Druckgrafik. Die Besucher der Ausstellungseröffnung können so einen Probedruck von einer in der Kleist-Stadt wohlbekannten Person, deren Porträt aber sicher nicht alle kennen, mit nach Hause nehmen.

Eintritt frei!


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 1. Februar 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. 

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


...so etwas wie ein Märker... Werner Stötzer in Altlangsow/Oderbruch. FBB Nr. 59

Werner Stötzer: Für Kleist, 2004-2006

Lesung und Präsentation

Freitag, 27. Januar 2017, 20 Uhr, Berlin

Karl Hagen-Stötzer, Werner Stötzers 1978 geborener Sohn, hat sich an den Ort seiner Kindheit begeben und das Leben seines Vaters am Rande des Oderbruchs nachgezeichnet. Das kleine Buch ergänzt aus sehr persönlicher Sicht das Bild des aus Thüringen stammenden Brandenburgers, der von 1980 bis zu seinem Tod 2010 mit seiner Frau, der Bildhauerin Sylvia Hagen, in einem ehemaligen Pfarrhaus in Altlangsow bei Seelow lebte. Im Gespräch mit dem Kulturjournalisten Peter Liebers erzählt Karl Hagen-Stötzer von gemeinsamer Arbeit mit seinem Vater ebenso wie von der Arbeit an diesem Buntbuch; Anette Handke, eine der Herausgeberinnen, stellt die Reihe der Frankfurter Buntbücher vor. Ein kurzer Beitrag des Freienwalder Filmemachers Eberhard Görner zeigt letzte Aufnahmen von Werner Stötzer.

Eintritt frei!

Reservierung unter: service@buchhandlung-binger.de

Ort: Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz, Kleiststraße 20/21, 10787 Berlin.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Büchergilde Buchhandlung Johanna Binger GmbH, des Kleist-Museums und des vbb-Verlag für Berlin Brandenburg.


Kleist im Abitur: Kohlhaas – literarische Analysen des Verbrechens

Kulturelle Bildung

Mittwoch, Donnerstag, 25./26. Januar 2017

Im vierten Jahr in Folge bereiten sich die Schülerinnen und Schüler der Abiturjahrgänge des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums Hamburg mit Führungen durch die Dauerausstellung des Museums und durch Spezialseminare auf ihre schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch vor.


Shakespeare auf gut deutsch

Blick in den Salon Kleist

Salon Kleist

Dienstag, 24. Januar 2017, 17 Uhr

Im Nachklang unserer Sonderausstellung beschäftigen uns noch einmal die Schwierigkeiten des Übersetzens. Lassen sich die Verse des englischen Genies überhaupt richtig und schön zugleich ins Deutsche ‚kopieren‘? Lange prägte die Schlegel-Tiecksche Übertragung unsere Shakespearekenntnis, doch heute greift keine Theaterinszenierung mehr darauf zurück; eine neue, ähnlich wirkungsmächtige Übersetzung gibt es allerdings auch nicht. Also welchen deutschen Shakespeare wählen? Das ist hier die Frage! Mit Dr. Barbara Gribnitz lesen, vergleichen und diskutieren wir Beispiele aus zwei Jahrhunderten.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro inkl. Salontee und Gebäck

Voranmeldung unter Tel.: 0335 - 387 22 1-30 oder E-Mail: kasse@kleist-museum.de empfohlen.


Buchpremiere: Der starke Jonas

Projektpräsentation

Donnerstag, 19. Januar 2017, 17 Uhr

14 sprachbegabte Kinder der Astrid-Lindgren-Schule Frankfurt (Oder) haben sich ein Schuljahr lang im Kleist-Museum intensiv mit der Anekdote Der starke Jonas auseinandergesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit den acht Kleistsätzen beschäftigt: sie gespielt, illustriert und nacherzählt, weitergeschrieben…
Ein Buch von Kindern für Kinder ist nun das Ergebnis dieses starken Kampfes mit der Literatur.

Gäste herzlich willkommen, Eintritt frei!


Kleist Lesen! INISEK I 2016/2017

Kulturelle Bildung

Dienstag, 17. Januar und Mittwoch, 18. Januar 2017; 8, 9.45 und 11 Uhr

Vortrags- und Kommunikationstrainings für die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Oberschule „Ulrich von Hutten“ Frankfurt (Oder) im Rahmen INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I.

Die INITIATIVE SEKUNDARSTUFE I wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

Geschlossene Veranstaltung.


Tod aus Versehen – Mathias Noack liest Texte von Kleist und Shakespeare

Mathias Noack; Foto: © Lenja Schulze

Finissage "Shakespeare und Kleist: Genie und Nachahmer?"

Sonntag, 15. Januar 2017, 11 Uhr

War Kleist ein „Nachahmer Shakespears“? Eine Kopie des genialen Originals? Zum Abschluss der Sonderausstellung Shakespeare und Kleist. Genie und Nachahmer? Lassen wir noch einmal die Dichter selbst zu Wort kommen. Mathias Noack, Schauspieler, Regisseur und Professor für Darstellendes Spiel an der Universität der Künste Berlin leiht ihnen seine Stimme. Noacks besondere künstlerische Leidenschaft gilt Heinrich von Kleist, dessen Leben und Werk ihm immer wieder Anlass zu intensiver Auseinandersetzung ist. Auch Shakespeare hat Noack gespielt und inszeniert. Derzeit erarbeitet er mit Studierenden der Udk Romeo und Julia, in den 90er Jahren spielte er mit großem Erfolg im Berliner Männertheater die Julia. Mathias Noack liest Kleist und Shakespeare, neben Auszügen aus Dramen werden auch zwei der Shakespearschen Sonette und Lyrik von Kleist zu hören sein.  

Den Abschluss der Ausstellung nehmen wir zum Anlass, mit Ihnen ein Glas Sekt auf das noch junge Jahr 2017 und viele interessante Begegnungen zu trinken.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro


Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung und Shakespeare und Kleist

Blick in die Ausstellung; Foto: © Lorenz Kienzle

Mittwochsführung

Mittwoch, 4. Januar 2017, 16 Uhr

Jeden 1. Mittwoch im Monat laden wir zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung des Kleist-Museums ein. 
Parallel bieten wir eine Führung durch die Sonderausstellung "Shakespeare und Kleist" an.

Eintritt: 5,- Euro / erm. 3,- Euro