Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker

Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatik ist fester Bestandteil der Kleist-Festtage, die jährlich im Oktober zu Ehren des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters und Dramatikers Heinrich von Kleist stattfinden. Die Bewerber um den Preis sind allesamt Autorinnen und Autoren, die bei Einsendungsschluss nicht älter als 35 Jahre sind.

Der mit 7500 Euro dotierte und einer Uraufführungsgarantie verbundene Preis wird von der Stadt Frankfurt (Oder) gemeinsam mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, der Dramaturgischen Gesellschaft sowie der Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) vergeben.


A U S S C H R E I B U N G: Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012

Die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder), die Ruhrfestspiele Recklinghausen und das Kleist Forum Frankfurt (Oder) vergeben, in Zusammenarbeit mit der Dramaturgischen Gesellschaft, im Jahr 2012 zum  17. Mal den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.

Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses nicht älter als 35 Jahre sind, mit deutschsprachigen Theatertexten, die zur Uraufführung noch frei stehen. Sollte nach der Einsendung des Manuskripts eine Uraufführung mit einem Theater verabredet werden, sind die Autorinnen / Autoren bzw. die Verlage gebeten, sich mit dem Kleist Forum in Verbindung zu setzen.

Der Preis ist mit 7.500,- Euro dotiert und mit einer Uraufführung verbunden, die im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2012 Premiere haben wird.

Die Stückmanuskripte sind in zweifacher Ausfertigung und unter Angabe von Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sowie dem Geburtsdatum zu senden an:

Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder)
Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2012
Platz der Einheit 1
15230 Frankfurt (Oder)

Außerdem sind alle Stücke zusätzlich als PDF-Dateien an das Kleist Forum p.paschinger@muv-ffo.de zu senden..

Einsendeschluss ist der 31. August 2011


Wolfram Lotz ist Kleist-Förderpreistträger 2011

Wolfram Lotz, © Winfried Mausolf

Der 16. Preisträger des Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker heißt Wolfram Lotz und wurde für sein Stück „Der große Marsch“ ausgezeichnet. Markus Derling, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Umweltschutz und Kultur der Stadt Frankfurt (Oder), stellte am 10. Januar den Preisträger im Kleist Forum in Frankfurt (Oder) vor. Die Jury habe sich für das Stück von Wolfgang Lotz entschieden, da dieses mit den Mitteln der Dramatik auf besonders kluge und analytische Weise die Befreiung aus festgefahrenen Denkmodellen und Strukturen zeige, begründete Markus Derling die Auswahl. 

Das Saarländische Staatstheater Saarbrücken wird das Stück inszenieren und am 20. Mai 2011 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen zur Uraufführung bringen. Regie wird Christoph Diem führen.

Der 1981 in Hamburg geborene Wolfram Lotz wuchs im Schwarzwald auf und studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz. Seit 2007 studiert er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er war Mitbegründer und -herausgeber der Literaturzeitschrift Minima und ist seit 2010 Redakteur von EDIT. Lotz verfasste Drehbücher, Essays, Erzählungen, Gedichte, Blog-Beiträge und das Hörspiel „In Ewigkeit Ameisen“. 2005 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Steyr und 2009 das Stadtschreiber-Stipendium Rottweil. Mit „Der große Marsch“ wurde er zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen. Wolfram Lotz erhielt hierfür einen Werkauftrag. Am Deutschen Nationaltheater Weimar feierte sein Stück „Einige Nachrichten an das All“ am 24. Februar 2011 Uraufführung.

In Frankfurt (Oder) war „Der große Marsch“ am Eröffnungsabend der Kleist-Festtage zu sehen. Das jährlich wiederkehrende Festival zu Ehren des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist beginnt in diesem Jahr am 18. Oktober und hat seinen Abschluss am 30. Oktober.

Informationen zum Preisträgerstück


Preisträgerinnen und Preisträger:

  1. 1996: Guido Koster für „Nachklang“
  2. 1997: Marius von Mayenburg für „Feuergesicht“
  3. 1998: Katharina Gericke für „Winterkönig“
  4. 1999: Dirk Dobbrow für „Legoland“
  5. 2000: Andreas Sauter und Bernhard Studlar
    für „A. ist eine Andere“
  6. 2001: Katharina Schlender für „Trutz“
  7. 2002: Ulrike Syha für „Autofahren in Deutschland“
  8. 2003: Rebekka Kricheldorf für „Kriegerfleisch“
  9. 2004: Daniel Mursa für „Dreitagefieber“
  10. 2005: Reto Finger für „Kaltes Land“
  11. 2006: Dirk Laucke für „alter ford escort dunkelblau“
  12. 2007: Claudia Grehn für „Heimlich bestialisch“
  13. 2008: Anne Rabe für „Achtzehn Einhundertneun – Lichtenhagen“
  14. 2009: Ulrike Freising für "Straße zum Strand"
  15. 2010: Oliver Kluck für "Warteraum Zukunft"