Informieren Sie sich ausführlich über die Kleist-Doppelausstellung in Berlin und Frankfurt (Oder).
Kleist: Krise und Experiment
Ephraim-Palais | Stadtmuseum Berlin
21. Mai 2011 bis 29. Januar 2012
Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)
22. Mai 2011 bis 29. Januar 2012
Die Kleist-WG in Frankfurt (Oder): Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 11 - 17 Uhr.
Ab 21.11.2010 jeden 3. Sonntag im Monat im Gorki Theater Berlin:
Alle Dramen Kleists, Inszenierungen im öffentlichen Raum, Filmvorführungen, Konzerte, Lesungen und Workshops. mehr
Di | 07.02.2012
Böblingen / Kongresshalle
Ort: Böblingen / Kongresshalle
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Mi | 08.02.2012
Hugenottenhalle Neu-Isenburg
Ort: Hugenottenhalle Neu-Isenburg
Uhrzeit: 20:00
Eine Aufführung des Westfälischen Landestheaters
Inhalt
Im Garten des Kurfürsten hat der Prinz von Homburg einen Traum, der seine Wahrnehmung der Realität grundlegend verändert. Direkt im Anschluss ignoriert er in der Schlacht von Fehrbellin den Marschbefehl und entscheidet mit seinem Mut die Schlacht zu Gunsten der Kurfürsten von Brandenburg. Ausschlaggebend für sein Verhalten ist das unbedingte Vertrauen in das eigene Gefühl; ihm ist die eigene Wahrnehmung Lebens- und Glaubensprinzip. Im Zentrum dessen steht seine Liebe zu Natalie, der Prinzessin von Oranienburg und Nichte des Kurfürsten.
Der Kurfürst wertet das Handeln des Prinzen als Gehorsamsverweigerung und ruft das Kriegsgericht ein, das den Prinzen zum Tode verurteilt. Der Prinz akzeptiert das Urteil und findet durch die Vorbereitung auf den Tod tief zu sich. Dieses Vertrauen führt ihn zurück ins Leben, in die Liebe und macht ihn zum eigentlichen Helden einer jeden Zeit. Das Individuum und das Gesetz – dieser ewige Gegensatz steht im Mittelpunkt des einzigartigen Stückes von Heinrich von Kleist. Muss man dem Gesetz bedingungslos folgen oder darf die persönliche Gewissheit und Überzeugung den Ausschlag für das eigene Handeln geben?
Dieses Stück hat die Kraft, den Zuschauer in einer Zeit und Gesellschaft, die von Hektik und Rücksichtslosigkeit geprägt ist, zum Einhalten zu bewegen. Gerade vor dem Gedanken eines permanenten Erfolgsdrucks, der jede Individualität und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erstickt, steht der "Prinz von Homburg" als exemplarischer „Leuchtturm“ gegen die Resignation des Individuums. Es wird gezeigt, dass es sich lohnt und bereichernd ist, sich selbst zu vertrauen, dem eigenen Empfinden, dem Traum.
Besetzung
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Andreas Wobig
Die Kurfürstin: Vesna Buljevic
Prinzessin Natalie von Oranienburg, seine Nichte: Julia Gutjahr
Feldmarschall Dörfling: Peter Adrian E. Krahl
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: Dennis Laubenthal
Obrist Kottwitz, vom Regiment der Prinzessin von Oranien: Berthold Schirm
Graf Hohenzollern: Guido Thurk
Rittmeister von der Golz: Kristoffer Keudel
Siegfried von Mörner, Rittmeister: Andreas Bühring
Inszenierung: Ralf Ebeling
Ausstattung: Jeremias Vondrlik
Dramaturgie: Christian Scholze
Regieassistenz/ Abendspielleitung: Andreas Bühring
Foto: Volker Beushausen
Hugenottenhalle Neu-Isenburg
Frankfurter Str. 152
63263 Neu-Isenburg
Fon: 06102 - 747-411/419 und 434
info@hugenottenhalle.de
www.hugenottenhalle.de
Westfälisches Landestheater
Europaplatz 10
44575 Castrop-Rauxel
www.westfaelisches-landestheater.de
info@westfaelisches-landestheater.de
Theaterkasse
Angelika Behlau
Mo. – Do. 8 bis 16 Uhr
Fr. 8 bis 12 Uhr
Fon 0 23 05 / 97 80 20
Fax 0 23 05 / 97 80 55
Mail behlau@westfaelisches-landestheater.de
Do | 09.02.2012
Realschule Norden
Ort: Realschule Norden
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Eine Produktion der Landesbühne Niedersachsen Nord
In Huisum ist ein Krug zu Bruch gegangen. Marthe Rull, die Besitzerin, verdächtigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, heimlich die Nacht bei ihr verbracht und bei der Flucht den Krug vom Sims gestoßen zu haben. Ruprecht wiederum will einen Fremden in Eves Zimmer entdeckt haben, der beim Sprung durchs Fenster den Krug umgeworfen hat. Dorfrichter Adam soll den Fall klären. Doch es scheint, als böte der all seine Juristenkniffe auf, um ihn zu verschleiern. Und Gerichtsrat Walter, der auf Inspektionsreise unangekündigt das Gericht von Huisum prüft, will um jeden Preis den drohenden Skandal verhindern, denn die Hinweise häufen sich, dass Adam der ominöse Fremde in Eves Kammer war.
Es ist was faul im Staat: Urkundenfälschung, Erpressung und Meineid! Was für eine Komödie.
Regie: Olaf Strieb
Bühne & Kostüme: Herbert Buckmiller
Dramaturgie: Peter Hilton Fliegel
Regieassistenz: Clemens Wolff
Regiehospitanz: Jakob Lukschewitz
Darsteller: Holger Spengler (Walter, Gerichtsrat), Thomas Hary (Adam, Dorfrichter), Jarno Stiddien (Licht, Schreiber), Angelika Bartsch (Frau Marthe Rull), Aida-Ira El-Eslambouly (Eve, ihre Tochter), Stefan Ostertag (Veit Tümpel, ein Bauer), Christian Simon (Ruprecht, sein Sohn), Sibylle Hellmann (Frau Brigitte), Britta Wilke (Liese, eine Magd), Katrin Strauch-Breer (Margarete, eine Magd)
Veranstaltungsort:
Realschule Norden
Osterstr. 50
26506 Norden
Tel. 04931 5822
Do | 09.02.2012
Bruchsal / Stadttheater, Hexagon
Ort: Bruchsal / Stadttheater, Hexagon
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Fr | 10.02.2012
ein privater Salon in Hamm; die Adresse wird den Karteninhabern bekannt gegeben
Ort: ein privater Salon in Hamm; die Adresse wird den Karteninhabern bekannt gegeben
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts konnte man in offiziellen biographischen Handbüchern lesen, dass Heinrich von Kleist höchstens als Dramatiker von einiger Bedeutung gewesen sei. Der Wert seiner Gedichte liege einzig in ihrem patriotischen Geist, und seine Erzählungen würden unter der Oberflächlichkeit und Hast leiden, mit denen sie geschrieben worden seien. Und so haben denn immer wieder Herausgeber der Kleistschen Erzählungen dem Autor auf die Sprünge geholfen, seine Texte verbessert und innere Widersprüche bereinigt. Viel spannender als solche Normierung ist es aber, Kleist beim Wort zu nehmen und dem Autor auf den verschlungenen Pfaden zu folgen, die er in seinen Erzählungen angelegt hat. Marius Fränzel wird anhand ausgewählter Passagen aus Kleists Erzählungen der Frage nachgehen, was den Autor dazu veranlasst haben mag, solch unorthodoxe, um nicht zu sagen unordentliche Texte zu verfassen.
Eine Veranstaltung des Freundeskreises Stadtbücherei Hamm e. V. in der Reihe "Literatur im Salon" und im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Stadt Hamm zum 200. Todestag Heinrichs von Kleist.
Preise: 8,- Euro
Eintrittskarten nur nach vorheriger Anmeldung (ab Dezember 2011) bei der Vorsitzenden des Freundeskreises Stadtbücherei Hamm, Isabel Stolzenburg (E-Mail: isabel.stolzenburg@tonline.de; Fax: 02381/24706), oder dem Geschäftsführer Dr. Volker Pirsich (E-Mail: pirsichdr@stadt.hamm.de; Fax: 02381/17-105752)
Fr | 10.02.2012
Crailsheim / Ingersheim
Ort: Crailsheim / Ingersheim
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Sa | 11.02.2012
Crailsheim / Ingersheim
Ort: Crailsheim / Ingersheim
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Sa | 11.02.2012
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar / Großes Haus
Ort: Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar / Großes Haus
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Der Prinz Friedrich von Homburg ist ein Mondsüchtiger, ein Schlafwandler, der alles, wovon er träumt, innerhalb kürzester Zeit wie in Trance erringt: den Sieg auf dem Schlachtfeld, Ruhm, Macht und die Liebe Nataliens. Aber genauso schnell geht ihm alles wieder verloren. Kleist erzählt zwei Geschichten, die unversöhnlich nebeneinander stehen. Obwohl der Prinz die Schlacht mit seinem eigenmächtigen Eingreifen entscheidet und die Feinde verjagt, wird er unnachgiebig mit dem Gesetz konfrontiert. Ihm droht die Todesstrafe, die er nur als unangemessene Willkür und Grausamkeit empfinden kann. Er muss sich dem Gesetz unterwerfen, denn der Eintritt in die symbolische Ordnung, das Erwachsenwerden, erfolgt nur über die Anerkennung von Schuld. Kleist erzählt aber gleichzeitig die Geschichte von der Umgehung oder Überwindung desGesetzes. Der Angriff auf das Gesetz und seine Infragestellung ist bei ihm immer gekoppelt mit der Sehnsucht nach „guten“ Gesetzen, nach einer starken Ordnung, die Sicherheit gibt. Damit zeigt er ihre Widersprüche auf: Haben Gesetze überhaupt das Recht, die Subjekte zu binden, kann man Unterwerfung unter sie überhaupt fordern? Immer kurz vor der Katastrophe, versucht Homburg in einer anarchischen Gesellschaft seine eigenen Widersprüche durch Wachträume zu verdrängen: „Ist es ein Traum?“.
Regie: Lisa Nielebock
Ausstattung: Sascha Gross
Video: Bahadir Hamdemir
Dramaturgie: Bettina Schültke
Besetzung:
Johannes Schmidt (Friedrich Wilhelm)
Elke Wieditz (Die Kurfürstin)
Caroline Dietrich (Prinzessin Nathalie von Oranien)
Nico Delpy (Prinz Friedrich Arthur von Homburg)
Thomas Büchel (Obrist Kottwitz)
Christian Klischat (Graf Hohenzollern)
Tobias Schormann (Feldmarschall)
Veranatltungsort:
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Theaterplatz 2
99423 Weimar
Mi | 15.02.2012
Korntal-Münchingen / Stadthalle
Ort: Korntal-Münchingen / Stadthalle
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Di | 21.02.2012
Österreichisches Theatermuseum, Wien
Ort: Österreichisches Theatermuseum, Wien
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Eine Theaterproduktion des Max Reinhardt Seminars.
Regie: Helene Vogel.
Preise: 18,- Euro / Schüler und Studenten 10,- Euro
Österreichisches Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
1010 Wien
Fr | 24.02.2012
Landestheater Eisenach
Ort: Landestheater Eisenach
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Der vor 200 Jahren verstorbene Heinrich von Kleist erzählt die Geschichte des thebanischen Feldherrn Amphitryon, der von einem Feldzug zurückkehrt und feststellt, dass ein anderes Ich an seiner statt eine berauschende Nacht mit seiner Frau Alkmene erlebt hat. Stifter dieser Verwirrung ist Gott Jupiter höchstpersönlich.
Weil auch der Olymp ohne Liebe öde ist, hatte sich Jupiter auf die Reise zu den Menschen gemacht und in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene eingeschlichen. Als der echte Gatte am nächsten Tag vor der Tür steht, nimmt die Verwirrung ihren Lauf und stürzt alle Beteiligten in eine handfeste Identitätskrise. Auch das Dienerehepaar Sosias und Charis bleibt dank Götterboten Merkur davon nicht verschont.
Wann kann ich „Ich” zu mir sagen? Was ist wahre Liebe, woran erkennt man sie?
Kleist, der das Lustspiel von Molière zunächst nur übersetzen wollte, formt dessen Gesellschaftskomödie zu einem tragischen Verwirrspiel um Identität und (Selbst-)Täuschung, das seine Zuschauer durch die Höhen und Tiefen seiner Figuren mitnimmt.
Regie: Matthias Kniesbeck
Bühnenbild und Kostüme: Monika Gora
Dramaturgie: Miriam Denger
Darsteller:
Amphitryon: Benjamin Krüger
Alkmene: Anja Lenßen
Sosias: Renatus Scheibe
Charis: Natascha Clasing
Merkur: Matthias Herold
Jupiter: Ingo Brosch
Feldherr: Ulrich Kunze
Foto:
Anja Lenßen als Alkmene und Ingo Brosch als Gott Jupiter
© www.foto-ed. de
Kontakt Theater Eisenach
THEATERKASSE
Heidemarie Jahn, Silvia Stichling
Telefon 03691 / 256 - 219
E-Mail: kasse@theater-eisenach.de
POSTADRESSE
Landestheater Eisenach
Theaterplatz 4-7
99817 Eisenach
Di | 28.02.2012
Überlingen / Kursaal am See
Ort: Überlingen / Kursaal am See
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Fr | 02.03.2012
Mainfranken Theater Würzburg / Kammerspiele
Ort: Mainfranken Theater Würzburg / Kammerspiele
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Wo gehen wir denn hin? – Immer nach Hause“
Novalis
Jeronimo Rugera ist Hauslehrer im Hause eines Edelmannes und verliebt sich in dessen Tochter Donna Josephe. Die junge Liebe wird nicht geduldet, Jeronimo des Hauses verwiesen und Donna Josephe ins Kloster gesteckt. Doch heimlich setzen die Liebenden ihre Beziehung im Garten des Klosters fort. Am Fronleichnamsfest bringt Donna Josephe das gemeinsame Kind auf die Welt – eine unduldbare Schändung für das Kloster. Und gerade als Jeronimo sich im Gefängnis deswegen erhängen möchte, erschüttert ein Erdbeben die Stadt.
Heimat ist nicht nur ein geografischer, sondern ebenso ein geistiger und spiritueller Ort. Im „Erdbeben in Chili“ geht es unter anderem auch um den Jahrhunderte alten Konflikt zwischen Religiosität und Kirche, der Abertausende von Menschen unglücklich machte und noch immer macht. Die starke Verbundenheit mit dem Glauben einerseits und dem verheerenden Machtanspruch auf absolute Deutungshoheit der Kirche andererseits bildet auch heute noch in der ganzen Welt die Grundlage für unzählige Konflikte. Und dazwischen steckt die Liebe.
Dieter Nelle war Dramaturg und Regisseur in Ingolstadt, München und am Staatstheater Stuttgart unter Friedrich Schirmer sowie Lehrbeauftragter an der dortigen Akademie der Schönen Künste. In Stuttgart gründete er 2005 gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Monika Reichert und dem Schauspieler Christof Küster die Gruppe ZOOM+. Als freier Regisseur und Dramaturg arbeitet Dieter Nelle in München, Bozen, Zug und Stuttgart.
Inszenierung: Dieter Nelle
Bühne: Birgit Remuss
Kostüme: Kristopher Kempf
Musik: Kai Christian Moritz
Dramaturgie: Mona Becker
Mit: Rainer Appel, Robin Bohn, Maria Brendel, Kai Christian Moritz, Christina Theresa Motsch, Klaus Müller-Beck, Britta Scheerer a. G.
Mainfranken Theater Würzburg
Theaterstr. 21
97070 Würzburg
Tel: 0931/3908-0
Fax: 0931/3908-100
Sa | 03.03.2012
Landestheater Eisenach
Ort: Landestheater Eisenach
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Der vor 200 Jahren verstorbene Heinrich von Kleist erzählt die Geschichte des thebanischen Feldherrn Amphitryon, der von einem Feldzug zurückkehrt und feststellt, dass ein anderes Ich an seiner statt eine berauschende Nacht mit seiner Frau Alkmene erlebt hat. Stifter dieser Verwirrung ist Gott Jupiter höchstpersönlich.
Weil auch der Olymp ohne Liebe öde ist, hatte sich Jupiter auf die Reise zu den Menschen gemacht und in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene eingeschlichen. Als der echte Gatte am nächsten Tag vor der Tür steht, nimmt die Verwirrung ihren Lauf und stürzt alle Beteiligten in eine handfeste Identitätskrise. Auch das Dienerehepaar Sosias und Charis bleibt dank Götterboten Merkur davon nicht verschont.
Wann kann ich „Ich” zu mir sagen? Was ist wahre Liebe, woran erkennt man sie?
Kleist, der das Lustspiel von Molière zunächst nur übersetzen wollte, formt dessen Gesellschaftskomödie zu einem tragischen Verwirrspiel um Identität und (Selbst-)Täuschung, das seine Zuschauer durch die Höhen und Tiefen seiner Figuren mitnimmt.
Regie: Matthias Kniesbeck
Bühnenbild und Kostüme: Monika Gora
Dramaturgie: Miriam Denger
Darsteller:
Amphitryon: Benjamin Krüger
Alkmene: Anja Lenßen
Sosias: Renatus Scheibe
Charis: Natascha Clasing
Merkur: Matthias Herold
Jupiter: Ingo Brosch
Feldherr: Ulrich Kunze
Foto:
Anja Lenßen als Alkmene und Ingo Brosch als Gott Jupiter
© www.foto-ed. de
Kontakt Theater Eisenach
THEATERKASSE
Heidemarie Jahn, Silvia Stichling
Telefon 03691 / 256 - 219
E-Mail: kasse@theater-eisenach.de
POSTADRESSE
Landestheater Eisenach
Theaterplatz 4-7
99817 Eisenach
Di | 06.03.2012
Österreichisches Theatermuseum, Wien
Ort: Österreichisches Theatermuseum, Wien
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Lesung von Joachim Bißmeier an zwei aufeinanderfolgenden Abenden (6. und 7. März 2012).
Preise: Eintritt 34,- Euro für beide Abende, Schüler und Studenten 17,- Euro
Österreichisches Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
1010 Wien
Fr | 09.03.2012
Mainfranken Theater Würzburg / Kammerspiele
Ort: Mainfranken Theater Würzburg / Kammerspiele
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Wo gehen wir denn hin? – Immer nach Hause“
Novalis
Jeronimo Rugera ist Hauslehrer im Hause eines Edelmannes und verliebt sich in dessen Tochter Donna Josephe. Die junge Liebe wird nicht geduldet, Jeronimo des Hauses verwiesen und Donna Josephe ins Kloster gesteckt. Doch heimlich setzen die Liebenden ihre Beziehung im Garten des Klosters fort. Am Fronleichnamsfest bringt Donna Josephe das gemeinsame Kind auf die Welt – eine unduldbare Schändung für das Kloster. Und gerade als Jeronimo sich im Gefängnis deswegen erhängen möchte, erschüttert ein Erdbeben die Stadt.
Heimat ist nicht nur ein geografischer, sondern ebenso ein geistiger und spiritueller Ort. Im „Erdbeben in Chili“ geht es unter anderem auch um den Jahrhunderte alten Konflikt zwischen Religiosität und Kirche, der Abertausende von Menschen unglücklich machte und noch immer macht. Die starke Verbundenheit mit dem Glauben einerseits und dem verheerenden Machtanspruch auf absolute Deutungshoheit der Kirche andererseits bildet auch heute noch in der ganzen Welt die Grundlage für unzählige Konflikte. Und dazwischen steckt die Liebe.
Dieter Nelle war Dramaturg und Regisseur in Ingolstadt, München und am Staatstheater Stuttgart unter Friedrich Schirmer sowie Lehrbeauftragter an der dortigen Akademie der Schönen Künste. In Stuttgart gründete er 2005 gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Monika Reichert und dem Schauspieler Christof Küster die Gruppe ZOOM+. Als freier Regisseur und Dramaturg arbeitet Dieter Nelle in München, Bozen, Zug und Stuttgart.
Inszenierung: Dieter Nelle
Bühne: Birgit Remuss
Kostüme: Kristopher Kempf
Musik: Kai Christian Moritz
Dramaturgie: Mona Becker
Mit: Rainer Appel, Robin Bohn, Maria Brendel, Kai Christian Moritz, Christina Theresa Motsch, Klaus Müller-Beck, Britta Scheerer a. G.
Mainfranken Theater Würzburg
Theaterstr. 21
97070 Würzburg
Tel: 0931/3908-0
Fax: 0931/3908-100
Fr | 09.03.2012
Theater Vorpommern, Putbus
Ort: Theater Vorpommern, Putbus
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Am Morgen des heutigen Gerichtstages ist der Dorfrichter Adam in denkbar schlechter Verfassung. Sein Gesicht ist zerschunden, ein Bein verletzt und seine Amtsperücke nicht aufzufinden. Und als wäre es nicht schon schwierig genug, dies seinem Schreiber Licht zu erklären, kündigt ausgerechnet heute der Gerichtsrat Walter eine Revision an. Während Adam sich in Ausreden verstrickt, warten im Gerichtssaal schon die Gegner dieses heiklen Prozesses: Marthe Rull beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, in deren Zimmer einen kostbaren Krug zerbrochen zu haben. Ruprecht wiederum behauptet, ein fremder Mann hätte Eve besucht und den Krug bei seiner Flucht vom Fensterbrett gestoßen. Der Ruf des Mädchens steht auf dem Spiel. Allein Eves Aussage könnte den nächtlichen Vorfall aufklären, doch auf Aufklärung ist Adams Verhandlungsführung ganz und gar nicht angelegt. Auf dem wackeligen Boden zwischen Wahrheit und Lüge verhandelt Adam hier einen für ihn ungeahnt brisanten Fall.
Mit dem „Zerbrochnen Krug“ schuf Heinrich von Kleist (1777-1811) eines der besten deutschen Lustspiele. Mit sprachlichem Feinsinn und großartigen Schauspielerrollen verspricht dieses Drama ein unterhaltsames Spiel zwischen Begehren und Moral, zwischen Integrität und Lüge, zwischen Recht und Gesetz und zwischen dem Wort und seiner Bedeutung. Ein Prozess, der Sicherheiten ins Wanken bringt.
Inszenierung: Matthias Nagatis
Bühne und Kostüme: Henning Schaller
Dramaturgie: Anja Nicolaus
Preise: 11,50 Euro bis 31,50 Euro
Veranstaltungsort:
Theater Putbus
Markt 13
18581 Putbus
Tel. 038301 / 8080
Di | 13.03.2012
Bad Rappenau / Kurhaus
Ort: Bad Rappenau / Kurhaus
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Do | 15.03.2012
Hardheim / Erftalhalle
Ort: Hardheim / Erftalhalle
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
So | 18.03.2012
Landestheater Eisenach
Ort: Landestheater Eisenach
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Der vor 200 Jahren verstorbene Heinrich von Kleist erzählt die Geschichte des thebanischen Feldherrn Amphitryon, der von einem Feldzug zurückkehrt und feststellt, dass ein anderes Ich an seiner statt eine berauschende Nacht mit seiner Frau Alkmene erlebt hat. Stifter dieser Verwirrung ist Gott Jupiter höchstpersönlich.
Weil auch der Olymp ohne Liebe öde ist, hatte sich Jupiter auf die Reise zu den Menschen gemacht und in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene eingeschlichen. Als der echte Gatte am nächsten Tag vor der Tür steht, nimmt die Verwirrung ihren Lauf und stürzt alle Beteiligten in eine handfeste Identitätskrise. Auch das Dienerehepaar Sosias und Charis bleibt dank Götterboten Merkur davon nicht verschont.
Wann kann ich „Ich” zu mir sagen? Was ist wahre Liebe, woran erkennt man sie?
Kleist, der das Lustspiel von Molière zunächst nur übersetzen wollte, formt dessen Gesellschaftskomödie zu einem tragischen Verwirrspiel um Identität und (Selbst-)Täuschung, das seine Zuschauer durch die Höhen und Tiefen seiner Figuren mitnimmt.
Regie: Matthias Kniesbeck
Bühnenbild und Kostüme: Monika Gora
Dramaturgie: Miriam Denger
Darsteller:
Amphitryon: Benjamin Krüger
Alkmene: Anja Lenßen
Sosias: Renatus Scheibe
Charis: Natascha Clasing
Merkur: Matthias Herold
Jupiter: Ingo Brosch
Feldherr: Ulrich Kunze
Foto:
Anja Lenßen als Alkmene und Ingo Brosch als Gott Jupiter
© www.foto-ed. de
Kontakt Theater Eisenach
THEATERKASSE
Heidemarie Jahn, Silvia Stichling
Telefon 03691 / 256 - 219
E-Mail: kasse@theater-eisenach.de
POSTADRESSE
Landestheater Eisenach
Theaterplatz 4-7
99817 Eisenach
Fr | 13.04.2012
Landestheater Eisenach
Ort: Landestheater Eisenach
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Der vor 200 Jahren verstorbene Heinrich von Kleist erzählt die Geschichte des thebanischen Feldherrn Amphitryon, der von einem Feldzug zurückkehrt und feststellt, dass ein anderes Ich an seiner statt eine berauschende Nacht mit seiner Frau Alkmene erlebt hat. Stifter dieser Verwirrung ist Gott Jupiter höchstpersönlich.
Weil auch der Olymp ohne Liebe öde ist, hatte sich Jupiter auf die Reise zu den Menschen gemacht und in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene eingeschlichen. Als der echte Gatte am nächsten Tag vor der Tür steht, nimmt die Verwirrung ihren Lauf und stürzt alle Beteiligten in eine handfeste Identitätskrise. Auch das Dienerehepaar Sosias und Charis bleibt dank Götterboten Merkur davon nicht verschont.
Wann kann ich „Ich” zu mir sagen? Was ist wahre Liebe, woran erkennt man sie?
Kleist, der das Lustspiel von Molière zunächst nur übersetzen wollte, formt dessen Gesellschaftskomödie zu einem tragischen Verwirrspiel um Identität und (Selbst-)Täuschung, das seine Zuschauer durch die Höhen und Tiefen seiner Figuren mitnimmt.
Regie: Matthias Kniesbeck
Bühnenbild und Kostüme: Monika Gora
Dramaturgie: Miriam Denger
Darsteller:
Amphitryon: Benjamin Krüger
Alkmene: Anja Lenßen
Sosias: Renatus Scheibe
Charis: Natascha Clasing
Merkur: Matthias Herold
Jupiter: Ingo Brosch
Feldherr: Ulrich Kunze
Foto:
Anja Lenßen als Alkmene und Ingo Brosch als Gott Jupiter
© www.foto-ed. de
Kontakt Theater Eisenach
THEATERKASSE
Heidemarie Jahn, Silvia Stichling
Telefon 03691 / 256 - 219
E-Mail: kasse@theater-eisenach.de
POSTADRESSE
Landestheater Eisenach
Theaterplatz 4-7
99817 Eisenach
Fr | 20.04.2012
Schramberg / Saalbau Bären
Ort: Schramberg / Saalbau Bären
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Do | 26.04.2012
Remchingen / Kulturhalle
Ort: Remchingen / Kulturhalle
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Habt ihr ein Urteil schon gefasst
Der Dorfrichter Adam hat ein Problem. Seine Rechtsprechung soll vom Gerichtsrat überprüft werden und das gerade an einem Tag, an dem bei ihm alles schief läuft. Er trägt mehrere Verletzungen am Körper, für die er sich andauernd rechtfertigen muss, und dann muss er sich auch noch ständig neue Ausreden dafür einfallen lassen, dass er keine Perücke auf hat. Als dann auch noch Frau Marthe Rull wegen eines zerbrochenen Kruges vor Gericht erscheint, ist ihm endgültig klar, dass heute nicht sein Tag ist.
Den Krug soll angeblich Ruprecht, der zukünftige Schwiegersohn der Frau Marthe, am Vorabend zerbrochen haben. Dieser bestreitet das vehement, hat aber gesehen, dass ein anderer Mann das Zimmer seiner Verlobten Eve überstürzt durch das Fenster verlassen hat, wobei der Krug zu Bruch gegangen ist. Die Flucht durch das Fenster kann für den Unbekannten nicht ohne Blessuren stattgefunden haben, dafür hatte Ruprecht selbst gesorgt. Zu jedermanns Erstaunen versucht der Dorfrichter mit allen Mitteln, diesen Fall möglichst schnell abzuschließen, und wäre da nicht der Gerichtsrat, würde es ihm vielleicht auch gelingen. So jedoch muss er untätig zusehen, wie die verschiedenen Zeugenaussagen der Wahrheit immer näher kommen. Nur die arme Eve, die es doch am besten wissen müsste, wer in ihrem Zimmer zu Besuch war, traut sich nicht, etwas zu sagen. Dennoch weist nach und nach alles auf den Dorfrichter selbst als Täter hin, auch wenn noch kaum einer der Anwesenden es durchschaut oder auch nur für möglich hält – schließlich ist er der Richter. Auch eine verräterische Perücke, die in Frau Marthes Weinstock gefunden wurde, und die Spur im Schnee, die von Eves Fenster zum Haus des Dorfrichters führt, lässt noch nicht alle auf die Schliche des wirklichen Übeltäters kommen. Endgültiges Licht ins Dunkel kann nur die Aussage von Eve bringen.
Kleist hat mit Der zerbrochne Krug ein herrlich leichtes Lustspiel geschaffen, das die Gutgläubigkeit der Menschen gegenüber Autoritätspersonen ordentlich auf die Schippe nimmt.
Inszenierung: Carsten Ramm
Ausstattung: Ines Unser
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Fr | 27.04.2012
Wangen im Allgäu / Stadthalle
Ort: Wangen im Allgäu / Stadthalle
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Habt ihr ein Urteil schon gefasst
Der Dorfrichter Adam hat ein Problem. Seine Rechtsprechung soll vom Gerichtsrat überprüft werden und das gerade an einem Tag, an dem bei ihm alles schief läuft. Er trägt mehrere Verletzungen am Körper, für die er sich andauernd rechtfertigen muss, und dann muss er sich auch noch ständig neue Ausreden dafür einfallen lassen, dass er keine Perücke auf hat. Als dann auch noch Frau Marthe Rull wegen eines zerbrochenen Kruges vor Gericht erscheint, ist ihm endgültig klar, dass heute nicht sein Tag ist.
Den Krug soll angeblich Ruprecht, der zukünftige Schwiegersohn der Frau Marthe, am Vorabend zerbrochen haben. Dieser bestreitet das vehement, hat aber gesehen, dass ein anderer Mann das Zimmer seiner Verlobten Eve überstürzt durch das Fenster verlassen hat, wobei der Krug zu Bruch gegangen ist. Die Flucht durch das Fenster kann für den Unbekannten nicht ohne Blessuren stattgefunden haben, dafür hatte Ruprecht selbst gesorgt. Zu jedermanns Erstaunen versucht der Dorfrichter mit allen Mitteln, diesen Fall möglichst schnell abzuschließen, und wäre da nicht der Gerichtsrat, würde es ihm vielleicht auch gelingen. So jedoch muss er untätig zusehen, wie die verschiedenen Zeugenaussagen der Wahrheit immer näher kommen. Nur die arme Eve, die es doch am besten wissen müsste, wer in ihrem Zimmer zu Besuch war, traut sich nicht, etwas zu sagen. Dennoch weist nach und nach alles auf den Dorfrichter selbst als Täter hin, auch wenn noch kaum einer der Anwesenden es durchschaut oder auch nur für möglich hält – schließlich ist er der Richter. Auch eine verräterische Perücke, die in Frau Marthes Weinstock gefunden wurde, und die Spur im Schnee, die von Eves Fenster zum Haus des Dorfrichters führt, lässt noch nicht alle auf die Schliche des wirklichen Übeltäters kommen. Endgültiges Licht ins Dunkel kann nur die Aussage von Eve bringen.
Kleist hat mit Der zerbrochne Krug ein herrlich leichtes Lustspiel geschaffen, das die Gutgläubigkeit der Menschen gegenüber Autoritätspersonen ordentlich auf die Schippe nimmt.
Inszenierung: Carsten Ramm
Ausstattung: Ines Unser
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
So | 29.04.2012
Theater Vorpommern, Putbus
Ort: Theater Vorpommern, Putbus
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Am Morgen des heutigen Gerichtstages ist der Dorfrichter Adam in denkbar schlechter Verfassung. Sein Gesicht ist zerschunden, ein Bein verletzt und seine Amtsperücke nicht aufzufinden. Und als wäre es nicht schon schwierig genug, dies seinem Schreiber Licht zu erklären, kündigt ausgerechnet heute der Gerichtsrat Walter eine Revision an. Während Adam sich in Ausreden verstrickt, warten im Gerichtssaal schon die Gegner dieses heiklen Prozesses: Marthe Rull beschuldigt Ruprecht, den Verlobten ihrer Tochter Eve, in deren Zimmer einen kostbaren Krug zerbrochen zu haben. Ruprecht wiederum behauptet, ein fremder Mann hätte Eve besucht und den Krug bei seiner Flucht vom Fensterbrett gestoßen. Der Ruf des Mädchens steht auf dem Spiel. Allein Eves Aussage könnte den nächtlichen Vorfall aufklären, doch auf Aufklärung ist Adams Verhandlungsführung ganz und gar nicht angelegt. Auf dem wackeligen Boden zwischen Wahrheit und Lüge verhandelt Adam hier einen für ihn ungeahnt brisanten Fall.
Mit dem „Zerbrochnen Krug“ schuf Heinrich von Kleist (1777-1811) eines der besten deutschen Lustspiele. Mit sprachlichem Feinsinn und großartigen Schauspielerrollen verspricht dieses Drama ein unterhaltsames Spiel zwischen Begehren und Moral, zwischen Integrität und Lüge, zwischen Recht und Gesetz und zwischen dem Wort und seiner Bedeutung. Ein Prozess, der Sicherheiten ins Wanken bringt.
Inszenierung: Matthias Nagatis
Bühne und Kostüme: Henning Schaller
Dramaturgie: Anja Nicolaus
Preise: 11,50 Euro bis 31,50 Euro
Veranstaltungsort:
Theater Putbus
Markt 13
18581 Putbus
Tel. 038301 / 8080
Fr | 11.05.2012
Theater Bonn / Kammerspiele
Ort: Theater Bonn / Kammerspiele
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Es ist nur ein schmaler Grat, auf dem sich Michael Kohlhaas bewegt in Kleists verstörender Erzählung. Es ist die feine Linie zwischen objektiver Gerechtigkeit und engstirniger Selbstgerechtigkeit, die Grenze zwischen Recht und Selbstjustiz. Und er übertritt diese Linie, oder besser: Er reißt sie nieder, diese Grenze. Denn für ihn ist kein Halten mehr, die Ordnung seiner Welt ist erschüttert und diese fundamentale Erschütterung trägt wiederum er in die Welt. Was ist geschehen? Eine Kleinigkeit nur, so scheint es: Kohlhaas, Familienvater und als ehrlich und gerecht bekannter Pferdehändler, wollte einige Rappen vom Brandenburgischen nach Dresden bringen, um sie dort zu verkaufen. Doch er lebt in einem zersplitterten Land, in dem jeder kleine Herr eigene Gesetze macht. So gerät er auf seiner Reise in Konflikt mit dem Junker von Tronka, der willkürlich Passiergeld verlangt, als Kohlhaas durch sein Gebiet zieht. Im Folgenden entwickelt sich jener komplizierte Rechtsstreit, in dem sich Kohlhaas vom vertrauenden Bürger in einen brandschatzenden Kämpfer verwandelt, weil er sich Willkür, Unehrlichkeit und Vetternwirtschaft ausgesetzt sieht. Am Ende dieses Streits hat er alles verloren: seinen Besitz und seine Frau und seinen inneren Frieden. Als Rebell überzieht er das Land mit Terror... Wer ist nun dieser Kohlhaas für uns? Ein Wutbürger, der das Unglück hat, statt in einer Demokratie unter absolutistischer Willkürherrschaft zu leben? Oder doch ein selbstgerechter Machtmensch, der stolz und verbohrt nur dem eigenen Willen folgt? Dieser Frage geht Ulrich Rasche in seiner Bühnenfassung der Kleistschen Erzählung nach.
Inszenierung und Bühne: Ulrich Rasche
Di | 17.07.2012
Kirchheim/Teck / Stadthalle
Ort: Kirchheim/Teck / Stadthalle
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Heute ist der Tag, an dem dir dein Recht geschieht
Michael Kohlhaas ist ein einfacher Pferdehändler mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Er befindet sich auf dem Weg nach Dresden, wo er wie gewöhnlich seine besten Pferde verkaufen will, als er bei der Burg des Junkers von Tronka aufgehalten wird. Man verlangt von ihm einen Passierschein, den er allerdings nur in Dresden bekommen kann. Kohlhaas ist zwar erstaunt, aber er fügt sich und lässt zwei Pferde als Pfand und einen treuen Knecht auf der Burg zurück. In Dresden erfährt er, dass die Geschichte mit dem Passierschein frei erfunden war, doch noch denkt er nichts Böses. Auf dem Heimweg will er die zurückgelassenen Pferde wieder mitnehmen. Auf der Burg des Junkers erwartet ihn eine böse Überraschung: Seine edlen Pferde sind völlig heruntergekommen, sein Knecht ist fort. Zu Hause erfährt er, dass die Pferde für Feldarbeit missbraucht wurden und schließlich im Schweinestall stehen mussten. Der Knecht wurde schwer verprügelt, weil er dies nicht zulassen und die Pferde trotzdem pflegen wollte. Kohlhaas ist erbost, vertraut aber auf das Recht und fordert an verschiedenen Stellen Wiedergutmachung vom Junker. Die Beziehungen von Tronkas ermöglichen es diesem jedoch, ungeschoren davon zu kommen. Als letzte Möglichkeit will Kohlhaas ein Bittgesuch an den Landesherren richten, das von seiner Frau überbracht werden soll. Diese wird bei dem Versuch von einer der Wachen des Landesherrn tödlich verletzt. Nun sieht Kohlhaas rot. Wenn die dafür Zuständigen ihm keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, dann muss er eben selbst dafür sorgen. Erbarmungslos begibt er sich auf die Jagd nach Wenzel von Tronka und schart dabei immer mehr Mitkämpfer um sich. Auf seinem Rachefeldzug schreckt er auch nicht davor zurück, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen.
Heinrich von Kleist nahm in Michael Kohlhaas einen historischen Fall aus dem 16. Jahrhundert zum Anlass, eine Novelle zu schreiben, deren großes Thema Gerechtigkeit von einer ungeheuren Zeitlosigkeit geprägt ist.
Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Ausstattung: Tommi Brem
Musikalische Leitung: Paolo Greco
Veranstalter:
Die Badische Landesbühne
Am Alten Schloss 24
76646 Bruchsal
Tel 07251 727-0
Fax 07251 727-46
E-Mail: info@dieblb.de
Sa | 28.07.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Preise: 75,- Euro bis 169,- Euro
Mo | 30.07.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Neuinszenierung / Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
LEADING TEAM
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Musik: Bert Wrede
Lichtdesign: Friedrich Rom
Sounddesign: Alexander Nefzger
BESETZUNG
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Simonischek
Die Kurfürstin: Andrea Clausen
Prinzessin Natalie von Oranien: Katharina Lorenz
Feldmarschall Dörfling: Udo Samel
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: August Diehl
Obrist Kottwitz: Hans-Michael Rehberg
Graf Hohenzollern: Roland Koch
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters
ZUR PRODUKTION
Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens
Salzburger Landestheater
Schwarzstrasse 22
5020 Salzburg
Mi | 01.08.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Neuinszenierung / Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
LEADING TEAM
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Musik: Bert Wrede
Lichtdesign: Friedrich Rom
Sounddesign: Alexander Nefzger
BESETZUNG
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Simonischek
Die Kurfürstin: Andrea Clausen
Prinzessin Natalie von Oranien: Katharina Lorenz
Feldmarschall Dörfling: Udo Samel
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: August Diehl
Obrist Kottwitz: Hans-Michael Rehberg
Graf Hohenzollern: Roland Koch
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters
ZUR PRODUKTION
Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens
Salzburger Landestheater
Schwarzstrasse 22
5020 Salzburg
Fr | 03.08.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Neuinszenierung / Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
LEADING TEAM
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Musik: Bert Wrede
Lichtdesign: Friedrich Rom
Sounddesign: Alexander Nefzger
BESETZUNG
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Simonischek
Die Kurfürstin: Andrea Clausen
Prinzessin Natalie von Oranien: Katharina Lorenz
Feldmarschall Dörfling: Udo Samel
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: August Diehl
Obrist Kottwitz: Hans-Michael Rehberg
Graf Hohenzollern: Roland Koch
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters
ZUR PRODUKTION
Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens
Salzburger Landestheater
Schwarzstrasse 22
5020 Salzburg
Di | 07.08.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Neuinszenierung / Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
LEADING TEAM
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Musik: Bert Wrede
Lichtdesign: Friedrich Rom
Sounddesign: Alexander Nefzger
BESETZUNG
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Simonischek
Die Kurfürstin: Andrea Clausen
Prinzessin Natalie von Oranien: Katharina Lorenz
Feldmarschall Dörfling: Udo Samel
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: August Diehl
Obrist Kottwitz: Hans-Michael Rehberg
Graf Hohenzollern: Roland Koch
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters
ZUR PRODUKTION
Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens
Salzburger Landestheater
Schwarzstrasse 22
5020 Salzburg
Sa | 11.08.2012
Salzburger Landestheater
Ort: Salzburger Landestheater
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Neuinszenierung / Koproduktion mit dem Burgtheater Wien
LEADING TEAM
Regie: Andrea Breth
Bühnenbild: Martin Zehetgruber
Kostüme: Moidele Bickel
Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Musik: Bert Wrede
Lichtdesign: Friedrich Rom
Sounddesign: Alexander Nefzger
BESETZUNG
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg: Peter Simonischek
Die Kurfürstin: Andrea Clausen
Prinzessin Natalie von Oranien: Katharina Lorenz
Feldmarschall Dörfling: Udo Samel
Prinz Friedrich Arthur von Homburg: August Diehl
Obrist Kottwitz: Hans-Michael Rehberg
Graf Hohenzollern: Roland Koch
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters
ZUR PRODUKTION
Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. – Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens
Salzburger Landestheater
Schwarzstrasse 22
5020 Salzburg