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Kleist-Ausstellung:
"Krise und Experiment"

Informieren Sie sich ausführlich über die Kleist-Doppelausstellung in Berlin und Frankfurt (Oder).

Kleist-Ausstellung OG1 Modul 3

Kleist: Krise und Experiment
Ephraim-Palais | Stadtmuseum Berlin
21. Mai 2011 bis 29. Januar 2012
Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)
22. Mai 2011 bis 29. Januar 2012

Die Kleist-WG in Frankfurt (Oder): Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 11 - 17 Uhr.

Ab 21.11.2010 jeden 3. Sonntag im Monat im Gorki Theater Berlin:

Sie veranstalten ein Kleist-Projekt? Veröffentlichen Sie es hier!

Veranstalter und Partner des Kleist-Jahres in allen Bereichen – Bühne, Ausstellung, Literaturhäuser, Wissenschaft – sind eingeladen, ihre Vorhaben im Kleist-Jahr 2011 hier zu veröffentlichen. Kontaktieren Sie uns mit Ihrer Veranstaltungsmeldung unter info@heinrich-von-kleist.org Vielen Dank!

Berlin und Frankfurt (Oder)

Kleist: Krise und Experiment

Die große Ausstellung zum Kleist-Jahr 2011 mehr

Mi | 15.09.2010

Stiftung Fürst Pückler Museum, Park und Schloss Branitz

Ausstellung

Kleist, Pückler und das ewig Weibliche… Heinrich von Kleist, Hermann Fürst von Pückler-Muskau und die Frauen

Ort: Stiftung Fürst Pückler Museum, Park und Schloss Branitz

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zwei Geistesgrößen ihrer Zeit, Adlige, die sich zeitlebens nicht begegnet sind, deren beider Leben und Werk aber untrennbar mit weiblichen Protagonisten verbunden war. Die Exposition beleuchtet die Beziehungen beider Männer zu Frauen und geht dabei sowohl auf reale Personen als auch auf die Darstellung von Frauenfiguren in Dramen und Novellen ein.

Kurator: Herbert Schirmer

Eine Ausstellung des Kleist-Museums Frankfurt (Oder) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst Pückler Museum, Park und Schloss Branitz.

Mi | 15.09.2010

Literaturhaus Magdeburg

Ausstellung

Unterwegs in Europa. Heinrich von Kleists Reisen 1801-1810

Ort: Literaturhaus Magdeburg

In erstaunlich kurzen Zeitspannen durchquerte Heinrich von Kleist Europa. Er reiste zu Fuß, zu Pferde oder in der Postkutsche. Nirgends hielt es ihn länger als 18 Monate. Die Ausstellung zeichnet das dichte Muster nach, das Kleists Reisen auf der europäischen Landkarte hinterließ und beschäftigt sich mit den Motiven seiner Unruhe.

Kurator: Herbert Schirmer 

Eine Ausstellung des Kleist-Museums Frankfurt (Oder) im Literaturhaus Magdeburg.

 

 

Mi | 15.09.2010

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

Ein Haus für Kleist

Ort: Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung der Architekturmodelle und Präsentation der Preisträgermodelle des EU-weit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs für den Neubau des Kleist-Museums. 

Kleist-Museum
Faberstraße 7
D-15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: +49-(0)335-53 11 55
Fax: +49-(0)335-500 49 45
E-Mail: info@kleist-museum.de

Mi | 15.09.2010

Staatsschauspiel Dresden

Bühne

Das Käthchen von Heilbronn

Das Käthchen von Heilbronn

Ort: Staatsschauspiel Dresden

Uhrzeit: 19:30

** 18:45 Uhr Einführung im Foyer 1. Rang **

Ein großes historisches Ritterschauspiel
Regie: Julia Hölscher

Käthchen!
Mädchen!
Käthchen!

Das Käthchen von Heilbronn, die Tochter des Waffenschmieds Theobald, läuft dem Grafen Wetter vom Strahl nach und zwar buchstäblich. Sie folgt ihm auf Schritt und Tritt. Unter Aufgabe all ihrer Pflichten und auch ihrer Würde schläft sie in seinen Ställen, folgt ihm wie sein Schatten, und keiner weiß, warum. Der verzweifelte Vater, aus dessen Haus sie sich schlich, klagt den Grafen der Hexerei an – doch der wird vor Gericht entlastet. Und weil keiner so recht schlau aus dem Mädchen Käthchen wird, und da sie selber nicht mehr zu ihrer Erklärung vorzubringen hat als ein leises „Weiß nit“, beschließt man, sie in ein Kloster zu geben. Graf Wetter vom Strahl indessen, der seine Verfolgerin nun los ist, macht auf abenteuerlichen Wegen die Bekanntschaft der schönen Kunigunde von Thurneck, die allen Rittern des Landes den Kopf verdreht und nun auch auf den Grafen ihre Wirkung hat. In einem fiebrigen Traum war ihm ein Engel erschienen und hatte ihm vorausgesagt, er werde einst eine Tochter aus kaiserlichem Hause heiraten. Kunigunde ist von kaiserlichem Blut, und so hält er schon bald um die Hand der Dame an. Doch so einfach macht es Kleist seinen Figuren nicht. Käthchen kehrt zurück ...
 
Es ist ein seltsam flirrendes Märchenstück, das Heinrich von Kleist geschaffen hat. Ein Stück voll verwehter Figuren: Das Käthchen, diese unbeirrbare Extremistin der Liebe; Graf Wetter vom Strahl, dieser Verzagte, dieser verzettelte Held, dem es so schwerfällt, aus seines Lebens gerader Bahn auszubrechen; Kunigunde von Thurneck, die gefälschte Frau, die traurige Betrügerin, die das Produkt der Sehnsüchte ihrer Umwelt ist. Sie alle machen „Das Käthchen von Heilbronn“ zugleich zu einem der rätselhaftesten Stücke wie auch zu einer der schönsten Liebesgeschichten auf dem Theater.
 
Rechtzeitig zum Kleist-Jahr 2011 inszeniert Hausregisseurin Julia Hölscher, deren Bühnenversion von Ingo SchulzesAdam und Evelyn“ weiterhin im Spielplan des Staatsschauspiels steht.

Preise: 10,00 € bis 22,00 €

Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2
01067 Dresden

Kartenvorverkauf: 0351.49 13 – 555
Zentrale: 0351.49 13 – 50

E-Mail Kartenreservierung: tickets@staatsschauspiel-dresden.de
E-Mail: info@staatsschauspiel-dresden.de

Mi | 15.09.2010

Theater Lindenhof Melchingen

Bühne

Kohlhaas - öffentliche Probe -

Ort: Theater Lindenhof Melchingen

Uhrzeit: 20

Schauspiel nach Kleist

An den Ufern der Havel lebte, Mitte des sechzehnten Jahrhunderts ein Roßhändler namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten und zugleich entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.“ (Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas)Die besten Rappen des Pferdehändlers Kohlhaas werden von einem Junker willkürlich einbehalten und aufs Schlimmste zugerichtet. Er selbst wird verhöhnt und sein Knecht brutal zusammengeschlagen. Kohlhaas zieht vor Gericht, doch das Verfahren wird verschleppt. Beim Versuch, dem Landesherrn eine Bittschrift zu überreichen, wird seine Frau Lisbeth attackiert und stirbt. Das ist zu viel. Kohlhaas, dem das Recht alles gilt, kennt ab jetzt keine Grenzen mehr. Er rottet eine Schar Unzufriedener um sich und kämpft mit Waffen gegen den Staat und alle, die diesen Staat stützen.Der Schauspieler Stefan Hallmayer und sein Sohn Luca Zahn nähern sich Kleists Erzählung aus gegensätzlichen Richtungen an, indem sie den Text aufblättern, diskutieren und dadurch zum Leben erwecken. Der Diskurs auf der Theaterbühne wird leidenschaftlich geführt, weil beidedas Handeln Kohlhaas‘ unterschiedlich bewerten und begründen. Die Erzählung erhält so für uns eine Bedeutung, die losgelöst vom historischen Kontext, aktueller nicht sein könnte.

Es spielen: Stefan Hallmayer, Luca Zahn
Regie: Antú Romero Nunes

Theater Lindenhof e.V.
Unter den Linden 18
72393 Burladingen-Melchingen

Mi | 15.09.2010

Schauspielhaus Hamburg

Bühne

Robert Guiskard

Robert Guiskard

Ort: Schauspielhaus Hamburg

Uhrzeit: 20

»Mein verehrungswürdigster Freund, lieber, gnädiger Herr Wieland, ich wollte, ich könnte Ihnen die Penthesilea so, bei dem Kamin, aus dem Stegreif vortragen, wie damals, vor fast fünf Jahren, den Robert Guiskard. Entsinnen Sie sich dessen wohl noch? Das war der stolzeste Augenblick meines Lebens. Soviel ist gewiß: ich habe eine Tragödie (Sie wissen, wie ich mich damit gequält habe) von der Brust heruntergehustet; und fühle mich wieder ganz frei! In kurzem soll auch der Robert Guiskard folgen; und ich überlasse es Ihnen, mir alsdann zu sagen, welches von beiden besser sei; denn ich weiß es nicht. Es ist wahr: Hier in dem herrlichen Elbtal, das wie ein Gemälde von Claude Lorrain unter meinen Füßen liegt, habe ich nach langer Zeit mich wieder dieses Werkes angenommen. Eben jetzt arbeite ich an einer Szene, in der das Volk sehnsüchtig des Erscheinens Guiskards harrt und daran fast verzweifelt. Ich zwinge mich geradezu zur Arbeit – «
HEINRICH VON KLEIST

»Sie müssen Ihren Guiscard vollenden, und wenn der ganze Kaukasus und Atlas auf Sie drückte«, schrieb der Dichter Christoph Martin Wieland 1802 an Heinrich von Kleist. In keines seiner Stücke hat Kleist so hohe Erwartungen gesetzt, und trotzdem ist es ein Fragment geblieben. Den Stoff von der Belagerung Konstantinopels durch Robert Guiskard, den Herzog der Normänner, übernimmt Kleist sehr frei aus mehreren historischen Quellen und macht aus ihm ein Stück über die Legitimation von Herrschaft. Die Pest wütet im Normannenheer vor den Toren Konstantinopels. Herzog Guiskards Eroberungsfeldzug ist ins Stocken geraten. Das Kriegsvolk bittet den Feldherrn umzukehren, in die Heimat, nach Italien. Dann verbreitet sich das Gerücht, Guiskard selbst sei erkrankt. Das Volk steht kurz vor der Revolte und ruft nach seinem Anführer, doch der lässt sich nicht blicken. Prinz Abälard, Guiskards Neffe, der bei der Thronfolge übergangen wurde, bemüht sich um die Gunst des Volks und bestätigt das Gerücht, während Robert, der Sohn Guiskards, der Nachricht von der Erkrankung seines Vaters entschieden widerspricht. Doch Abälard schürt mit immer weiteren Einzelheiten die Aufregung im Volk. Da erscheint unerwartet Guiskard selbst, der in einem gespenstischen Auftritt vor sein jubelndes Volk tritt. Fünfmal hat Kleist seinen »Guiskard « begonnen, fünfmal hat er ihn vernichtet. Beim sechsten Mal ist er fast fertig, da verbrennt er das Manuskript 1803 in Paris: »Ich trete vor einem zurück, der noch nicht da ist, und beuge mich, ein Jahrtausend im voraus, vor seinem Geiste.« Fünf Jahre darauf, 1808, rekonstruiert er das Werk und veröffentlicht die ersten zehn Auftritte mit insgesamt 524 Blankversen als Fragment in der Zeitschrift »Phöbus«, deren Mitherausgeber er war. Entstanden ist eine hochmoderne Paraphrase auf die Brüchigkeit politischer Herrschaftssysteme. Kleist schreitet anhand dieses Szenarios das Feld politischer Machtstrukturen ab: zwischen Opportunismus und Verschleierungstaktik, Agitation und Rebellion, Resignation und Hoffnung. Neben Mathieu Carrière, Wolfram Koch, Jacqueline Macaulay, Lukas Holzhausen, Juliane Koren, Irene Kugler und Sören Wunderlich wird Thomas Thieme in der Titelrolle zu sehen sein.