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Ausstellungen im Kleist-Museum und anderswo 2021



Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben

Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 5. September 2021

"Hört ihr das, so höhnen Honigprotokolle, jetzt hat die Empfindlichkeit sich ausgedehnt." Mit diesen Worten beginnt das Gedicht Stroh der Lyrikerin Monika Rinck aus dem Gedichtband Honigprotokolle. Ein Raum, erfüllt von Empfindlichkeit? Was bedeutet das? Vielleicht schärfen sich die Sinne, die Wahrnehmung wird sensibel für Details, die Intuition verdrängt den Verstand.

In der Ausstellung Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben dehnt sich nicht nur die Empfindlichkeit aus, auch das Gedicht selbst sprengt die Grenzen der Schrift und weitet sich in einen Raum aus. Schritt für Schritt verschwinden die einzelnen Worte. Stattdessen stehen wir zwischen Klängen, Farben und dreidimensionalen Objekten im Raum. Diese sinnliche Erfahrung eröffnet einen anderen, einen neuen Blick auf das Gedicht. Er richtet sich nicht auf die Bedeutung der Worte, sondern auf unsere Assoziationen: Stimmungen, Gefühle, Erinnerungen, die sie wachrufen. Was erlebe ich, wenn ich dem Gedicht begegne? Was erleben andere bei der Begegnung? Abseits von Regeln der Textinterpretation ermöglicht diese Begegnung eine vielschichtige, individuelle Wahrnehmung des Textes und damit auch der Welt, die uns umgibt.

Kuratorin: Linda Papke

Ausstellungsgestaltung: Shel Yan

Vernisssage:  Sonntag, 27. Juni, 15 Uhr


Günter de Bruyn - Märkische Schreibwelten

Ausstellungsdauer: 18. Juni bis 27. August 2021
Ausstellungsort: Burg Beeskow

Das Märkische ist ein Schlüssel zu Günter de Bruyns Werk. Über die gesamten sechs Jahrzehnte seines Schriftstellerlebens beschäftigen ihn die Landschaft der Mark Brandenburg, ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre Literatur. Hier findet er seine historischen Erzählstoffe und die Handlungsschauplätze zahlreicher seiner Erzählungen und Romane. Sein Interesse reicht vornehmlich vom 18. und 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart hinein, wenn er über historisch bedeutsame Orte und besondere Personen erzählt und einzelne Kapitel aus der preußischen Historie und der Kulturgeschichte aufblättert. Er entdeckt vergessene Autoren neu und macht ihre Werke wieder zugänglich. Er lässt im Kleinen einer Dorfchronik den Lauf der Geschichte fassbar werden, und immer wieder ist es die Landschaft selbst in ihrer Abgelegenheit, die der Autor zu seinem Sujet und überdies zu seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt macht. Dank der Unterstützung durch Günter de Bruyn selbst konnten für die Ausstellung erstmals seine reichhaltigen Recherche- und Arbeitsmaterialien genutzt werden. Seine Materialsammlungen zu Orten und Personen, eine Fülle an dokumentarischen Fotos, Korrespondenzen sowie Entwürfe und Manuskripte aus unterschiedlichen Phasen der Textentstehung zeigen den Schriftsteller de Bruyn bei der Recherche und bei der praktischen Arbeit an seinen Texten. Die „Märkischen Schreibwelten“ führen mitten in das märkische Werk de Bruyns hinein. Sie zeigen den Autor als Kulturhistoriker, Chronist, Essayist, Herausgeber und Romancier, in dessen Erzählen die Brandenburgische Kulturlandschaft literarisch Gestalt gewinnt. An ausgewählten Kapiteln wird anschaulich, wie de Bruyn Dörfer und Städte erlebt, welchen lokalen Geschichten er nachspürt und wie er schließlich seinen Gegenstand poetisch modelliert.

Kuratorin: Christiane Barz

Ausstellungsgestaltung: Frank Käubler, Werk 1 / Lothar Tanzyna, Giraffe Werbeagentur

Die Ausstellung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg und vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder). Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

Eine gemeinsame Ausstellung von Kleist-Museum und der
Burg Beeskow.


Günter de Bruyn

Märkische Schreibwelten: Ausstellung und Konferenz

Ausstellungsdauer: 8. April bis 13. Juni 2021

Ab April präsentiert sich das Kleist-Museum zweifach mit dem Autor Günter de Bruyn. Sein Leben, sein Werk und dessen Wirkung im Spannungsfeld von brandenburgischer Mark und weiter Welt, Ost und West werden Gegenstand einer am 9. und 10. April stattfindenden Konferenz sein.
Und am 8. April, 17 Uhr, öffnet die Ausstellung „Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten“, die einen zentralen thematischen Aspekt seines Schreibens heraushebt: das Märkische im Œuvre de Bruyns und dessen literarische Modellierung in der schriftstellerischen Praxis.

Kuratorin: Dr. Christiane Barz

Ausstellungsgestaltung: Frank Käubler / Werk 1

Vernissage: 8. April 2021, 17 Uhr

Die Ausstellung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg und vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).


 

Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht" und der Zeitgeist

4. Oktober 2020 bis 17. Januar 2021