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Veranstaltungen im Kleist-Museum und anderswo 2021


Lesung und Gespräch mit Deniz Utlu

Im Haus des Dichters II

Donnerstag, 11. November, 19 Uhr

In seinem Roman Gegen Morgen erzählt der Autor Deniz Utlu von einschneidenden Erlebnissen, die das Leben seiner Figuren grundlegend in Frage stellen. Eine bloße Fortsetzung im gleichen Stil scheint für die Romanfiguren nicht mehr möglich zu sein. Dabei drängt sich dem Leser die Frage auf, was einen Menschen ausmacht: das, was er zurückgelassen hat, oder das, was noch vor ihm liegt? Nach der Lesung laden wir herzlich zu einem Gespräch mit Deniz Utlu und Magdalena Hülscher, 360°-Agentin am Kleist-Museum, ein und sprechen über richtungsweisende Lebensentscheidungen, das Suchen nach sich selbst im Anderen und eine tiefe Menschlichkeit, die sich erst dann entfalten kann, wenn wir uns auf das Gegenüber einlassen.

Eintritt frei!

Um Anmeldung wird gebeten unter 0335-387221-30 oder kasse@kleist-museum.de.

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Vernissage

Donnerstag, 4. November, 18 Uhr, Potsdam

Die Ausstellung nimmt das Märkische im Oeuvre de Bruyns in den Blick und zeigt den Autor de Bruyn bei seinen Recherchen auf den Spuren der märkischen Kulturgeschichte und bei der schriftstellerischen Arbeit am Text. In Potsdam gibt es eine thematische Erweiterung zu de Bruyns erst posthum erscheinender Neudichtung der Fouquéschen Undine – mit Dokumenten aus dem Archiv Günter de Bruyns, die seine jahrzehntelange kreative Auseinandersetzung mit Friedrich de la Motte Fouqué dokumentieren.

Geschlossene Veranstaltung!

Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), Potsdam


Bilderbuchfestival – Workshop mit Anna Vaivare „Ganz weit weg“

Kulturelle Bildung (dt./pl.)

Mittwoch, 3. November, 10 – 13 Uhr

„Du verlässt Dein Elternhaus, Deine Heimatstadt und sogar Dein Land. Du ziehst irgendwo hin, vielleicht freiwillig, vielleicht unfreiwillig. Dort wird eine andere Sprache gesprochen, das ganze Leben ist anders, Du beginnst, Dich zu verändern. In einem Comic-Blog berichtest Du von Deinem neuen Leben.“ Während eines Illustrationsworkshops probieren sich polnische und deutsche Schüler*innen in verschiedenen visuellen Ausdrucksformen unter Anleitung der Illustratorin Anna Vaivare im Kleist-Museum aus.

Workshop für Jugendliche ab 15 Jahre mit der Illustratorin Anna Vaivare aus Riga.

In Kooperation mit dem Internationalen Bilderbuchfestival „Düster&Heiter“.

Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Geschlossene Veranstaltung!


Zur Erinnerung an Günter de Bruyn
(1.11.1926–4.10.2020)

Zum 95. Geburtstag

Montag, 1. November, 11 Uhr, Berlin

Die Mark Brandenburg war Wohn- und Arbeitsort sowie ein Lebensthema eines der bedeutendsten Autoren aus und zu der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte: Zu Ehren des 95.Geburtstag Günter de Bruyns werden zwei besondere Neuerscheinungen präsentiert. Im Fischer-Verlag erscheint Die neue Undine, eines der schönsten Märchen der Romantik von Fouqué, neu erzählt von Günter de Bruyn. Und gemeinsam mit dem Quintus-Verlag präsentiert das Kleist-Museum den aktuellen Tagungs- und Ausstellungsband Günter de Bruyn – Schreibwelten. Zwischen märkischer Kulturgeschichte und deutscher Gegenwart. Über die gesamte Dauer seines Schriftstellerlebens ließ de Bruyn die Landschaft, Kultur, Literatur und Geschichte der Mark Brandenburg erzählerisch prominent in Erscheinung treten. Diesen besonderen Schreibwelten widmete das Kleist-Museum 2021 ein Ausstellungs- und Tagungsprojekt und präsentiert mit diesem Band aktuelle Perspektiven auf das Werk Günter de Bruyns.
Mit Lesungen und Beiträgen von Christiane Barz, Wolfgang de Bruyn, Hannah Lotte Lund, Peter Walther und Hanns Zischler.
Musikalische Begleitung Jacek Fałdyna, sax./klar.

Eine Veranstaltung der Brandenburgischen Landesvertretung beim Bund, des Kleist-Museums und der Günter-de-Bruyn-Stiftung.

Ort: Brandenburgische Landesvertretung beim Bund, Berlin


(Feministische) Kleist-Lektüren in Erinnerung an Ruth Klüger zum 90. Geburtstag

Workshop und Vortrag

Samstag, 30. Oktober, 10.30 Uhr und 17 Uhr

Die Beschäftigung mit dem Werk Heinrich von Kleists kann als ein Lebensthema der 2020 verstorbenen Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund widmen sich Studierende der Universität Potsdam gemeinsam mit Kleist-Forscher*innen ausgewählten Texten des Autors und befassen sich gleichzeitig mit den innovativen Zugängen Ruth Klügers. Ein Reader wird bei Anmeldung bereitgestellt. Ein öffentlicher Vortrag von Irmela von der Lühe (Berlin) mit dem Titel „Frauen lesen anders: Ruth Klügers Kleist-Lektüren“ beschließt die Veranstaltung.

Eintritt frei!

Anmeldung und weitere Informationen unter anna-dorothea.ludewig@uni-potsdam.de!

Eine Kooperationsveranstaltung von Kleist-Museum, Universität Potsdam und Moses Mendelssohn Zentrum.


Haus mit der Madonna -
Till Sailer zu Gast im Kleist-Museum

Buchpremiere

Freitag, 15. Oktober, 19 Uhr

Die Geschichte seiner Mutter hat Till Sailer nicht losgelassen. In seinem neuen Roman Haus mit der Madonna erzählt er eindringlich, wie die „Kriegerwitwe“ Hanna Sewald nach 1945 ihre drei Söhne vor dem Kommunismus bewahren will und dabei Schritt für Schritt von ihrer völkischen Gesinnung abrückt. Auf der Suche nach einer neuen Heimat pendelt sie zwischen Ost und West und entscheidet sich schließlich für Weimar, wo ihre Kinder den Weg ins Leben finden sollen.
Der Autor im Gespräch mit Roman Pliske, Verlagsleiter Mitteldeutscher Verlag Halle/Saale.
Klavierimprovisationen von Juliane Burbaum, Berlin.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, alle bis 14. Oktober, erworbenen Karten kosten nur 6,-€, für Ermäßigungsberechtigte 4 €.

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Fantasie, Traum und ein Quantum Politik: Aus Zschokkes Novellen

Lesung der Frankfurter Bürgerschaft

Sonntag, 10. Oktober, 15 Uhr, St.-Gertraud-Kirche

In Zschokkes Autobiografie von 1842 heißt es: »Fühlt‘ ich von ernstern Arbeiten und Anstrengungen Übermüdung: drängte sich mir das fröhliche Feenreich der Fantasie entgegen, wie, nach Ermattung von Tagesmühen, den Einschlummernden, der Traum. Dann brach ich Blumen in einer idealen Welt; wand sie zu Sträussen und Kränzen, wie es eben geriet, dichtete Lieder, kleine Märchen, grössere Erzählungen.« Frankfurter Bürgerinnen und Bürger und ihre Gäste lesen aus Zschokkes breit angelegtem novellistischen Werk.
Die Bürgerlesung wird von Marianne Dubberke auf der Orgel musikalisch begleitet.
Zu einigen der Texte, die volkstümlich oder belehrend und oft auch satirisch oder politisch klingen, hat sich der Berliner Künstler Dieter Goltzsche (*1934) zahlreiche Illustrationen ausgedacht. Ihre Vorlagen konnten gemeinsam mit weiteren Illustrationen zu Kleist 2021 vom Kleist-Museum angekauft werden. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf DVD veröffentlicht.

Ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder) und des Kleist-Museums.

Eintritt frei!

Platzreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Pestalozzis Berg

Filmfrühstück

Sonntag, 10. Oktober, 11 Uhr

Ein Film von Peter von Gunten (Schweiz, DDR, BRD, Italien, 1989)

Der 1989 erschienene Film war eine weit verzweigte, europäische Kooperationsarbeit. Einige von Pestalozzis Aufenthaltsorten wurden im DEFA-Studio in Babelsberg nachgebaut, die Außenaufnahmen fanden in der Schweiz statt. Die Produktion baute auf den gleichnamigen Roman von Lukas Hartmann, der auch am Drehbuch mitarbeitete. Erzählt wird die Geschichte eines letztlich scheiternden Versuchs des Pädagogen, Reformers und Philantropen Johann Heinrich Pestalozzi, ein Heim für Waisenkinder zu führen. Gespielt wird Pestalozzi von Gian Maria Volonté, einer seiner Mit- und Gegenspieler ist der Ministerialbeamte Heinrich Zschokke, den Christian Grashof darstellte. Der Film hatte auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Februar 1989 Premiere, aus der DDR waren neben Grashof u.a. Corinna Harfouch, Käthe Reichel, Rolf Hoppe, Michael Gwisdek an dem Projekt beteiligt.

Im Anschluss an den 119 Minuten laufenden Film ist der Filmhistoriker Detlef Kannapin im Gespräch mit dem Schauspieler Christian Grashof.

Eintritt: 8,– Euro, erm. 6,– Euro, 4,– Euro mit Festivalpass (inklusive Kaffee und Croissant)

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Holzschnitt-Workshop mit Sabine Nier

Kulturelle Bildung 

Dienstag, 5. bis Freitag. 8. Oktober, 14 bis 18 Uhr

Eine Idee aus dem Bild greifen, auf die glatte Holzfläche starren und dann locker den ersten Schnitt setzen! Das kann jede Besucherin und jeder Besucher unserer Holzschnittwerkstatt – ob Enkel und Oma, Freundinnen und Freunde. Oder jede/r in sich versunken. Wir laden ein, es Kleist und seinen Dichterfreunden gleichzutun, den Kupferstich Le juge, ou la cruche cassée von Jean Jaques Le Veau zu betrachten und daraus eine eigene Idee für einen Holzschnitt zu greifen. Sie können einfach zu den Öffnungszeiten hereinspazieren, auch täglich wiederkommen, anderen zusehen, von der Meisterin Sabine Nier erste Anleitungen und auch Profischnitte lernen… Seien Sie herzlich willkommen.

Eintritt frei!

Reservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Tod in Venedig

Filmabend

Donnerstag, 7. Oktober, 19 Uhr

Ein Film von Luchino Visconti (Italien, 1971)

Zu den diesjährigen Kleist-Festtagen ist der Kleist- Bewunderer Thomas Mann gleich zweimal Thema unseres Programms. Nach der Lesung von Die vertauschten Köpfe zeigen wir eine vielfach ausgezeichnete Verfilmung der Novelle Der Tod in Venedig. Der italienische Regisseur Luchino Visconti stellte dabei weniger die Handlungsfolge in den Mittelpunkt seiner Arbeit, als vielmehr den Versuch, diese mit filmischen Mitteln zu bearbeiten. Die Hauptfigur der Erzählung, Gustav von Aschenbach, ist in seiner Verfilmung ein gescheiterter Komponist, der dem jungen Tadzio verfällt. Für den Hauptdarsteller Dirk Bogarde war die Rolle des Gustav von Aschenbach der Höhepunkt seiner schauspielerischen Laufbahn. Der Film gehört zur sogenannten Deutschen Trilogie des Regisseurs, die neben Tod in Venedig die Filme »Die Verdammten« (1968) und Ludwig II (1973) umfasst.

Eintritt: 5,– Euro, erm. 3,– Euro, 2,50 Euro mit Festivalpass

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


2 x Heinrich = Zschokke + Kleist. Wiedererweckung eines Alleskönners zum 250. Geburtstag

Kuratorinnenführung

Mittwoch, 6. Oktober, 16 Uhr

Am Mittwoch, 6. Oktober, 16 Uhr, laden wir herzlich zu einer Kuratorinnenführung durch die Sonderausstellung, 2 x Heinrich = Zschokke + Kleist. Wiedererweckung eines Alleskönners zum 250. Geburtstag. Claudia Czok, die Kuratorin der Sonderausstellung führt unsere Besucher*innen an diesem Tag durch die Ausstellung und beantwortet ihre Fragen.

Eintritt: 6,– Euro, erm. 4,– Euro

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Ein Gespräch im Hause Kleist über den abwesenden Herrn Zschokke

Salon Kleist mit Werner Ort

Dienstag, 5. Oktober, 17 Uhr

Der Historiker und Germanist Werner Ort (*1951) war mit seiner Dissertation »Die Zeit ist kein Sumpf; sie ist Strom« über Heinrich Zschokke als Zeitschriftenmacher in der Schweiz von 1998 wegweisend. Seitdem hat Ort immer wieder Neues zur Forschung über diesen vielseitigen Publizisten, Politiker und Pädagogen beigetragen und die Edition des Briefwechsels betreut. 2013 erschien Orts bedeutende und quellenkritische Zschokke-Biografie. Ort engagiert sich auch bei der 2000 gegründeten Heinrich–Zschokke–Gesellschaft, die in Aarau 2021 ein ganzes Zschokke-Jahr feiert. Die Kuratorin der Sonder-Ausstellung, Claudia Czok, fragt Werner Ort nach ›seinem‹ Zschokke und nach den Spuren Kleists in Bern und Thun.

Eintritt: 5,– Euro, erm. 3,– Euro, 2,50 Euro mit Festivalpass

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Heinrich Zschokke (1777-1848): Leben zwischen Kunst und Wissenschaft

Wissenschaftliche Tagung, Teil II

Dienstag, 5. Oktober, 10 Uhr

Lesung und Gespräch mit Henriette Vásárhelyi und Matthias Zschokke

Die wissenschaftliche Zschokke-Tagung endet mit einem Vortrag des Zschokke-Spezialisten Werner Ort zu Zschokkes schriftstellerischen Werken und einem Podiumsgespräch über heutige kulturelle und kommunikative Sprach-Konstellationen in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft. Zwei Schriftsteller*innen, die ihr aktuelles Werk vorstellen, sind dazu eingeladen, über das Leben in der Fremde, über das Schreiben dort, über das Verstehen und das Verstandenwerden, über Sprachheimat(en), Muttersprache und Mehrsprachigkeit zu sprechen.

Eintritt frei!

Platzreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Heinrich Zschokke als Genie der Popularität

Vortrag mit Holger Böning

Montag, 4. Oktober, 19 Uhr

Heinrich Zschokke war als Dichter zu Lebzeiten und weit bis ins 19. Jahrhundert hinein anerkannt und beliebt. Seine 1825 herausgegebenen Ausgewählte(n) Schriften umfassen 40 Bände. Seit 1796 in der Schweiz ansässig, entfaltete er sich außerdem als Pädagoge, Politiker und Zeitschriftenherausgeber, gilt dort als liberale Stimme der Restauration, inspiriert von hohem politisch-volksaufklärerischem Engagement. Besonders diese Tätigkeit seines damaligen Freundes bewunderte Kleist und schrieb 1801 während des schweizerischen Aufenthaltes: Immer hoffe ich noch, Sie einmal irgendwo im Staate wieder an der Spitze zu sehen, und nirgends, dünkt mich, wären Sie mehr an Ihrer Stelle, als da. Der Medienhistoriker Holger Böning hat 1983 Zschokkes spätaufklärerisches Wirken anhand seiner in Aarau wöchentlich erscheinenden Zeitschrift Aufrichtiger und wohlerfahrener Schweizerbote (1804-1836) untersucht. Bereits in Frankfurt an der Oder hatte sich Zschokke als Herausgeber der Zeitschriften Frankfurter Ephemeriden (1793) und Litterarisches Pantheon(1794) einen Namen gemacht.
Mit seiner bis heute andauernden Zschokke-Forschung hat sich Böning um dessen Andenken verdient gemacht und innerhalb des von ihm begründeten Bremischen Verlages edition lumière, der auf Publikationen zur europäischen Aufklärung spezialisiert ist, Zschokkes Werke neu verlegt.

Eintritt frei!

Platzreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Heinrich Zschokke (1777-1848): Leben zwischen Kunst und Wissenschaft

Wissenschaftliche Tagung, Teil I

Montag, 4. Oktober, 10 Uhr

Nach Grußworten von der Direktorin des Kleist-Museums Hannah Lotte Lund und von Viadrina-Präsidentin Julia von Blumenthal würdigen schweizerische und deutsche Wissenschaftler*innen Leben, Werk und Wirkung von Heinrich Zschokke als Dichter und Zeitgenosse Kleists. Die Beiträge über den aktiven Alleskönner Zschokke sind zusammengefasst unter dem Goetheschen Wort »Die Götter brauchen manchen guten Mann für ihren Dienst auf dieser weiten Erde« und kommen von Esther Berner (Hamburg), Ursula Caflisch-Schnetzler (Zürich), Anett Lütteken (Zürich), Werner Ort (Schönenwerd), Inge Stephan (Aumühle), Ernst Stöckmann (Halle) und Andrea Voellmin (Aarau). Diskutiert wird über einzelne der frühen Werke Zschokkes, die auf ihre Anregungen, Vorlagen und die Erzähltechnik oder -struktur hin untersucht werden. Gefragt wird aber auch nach Zschokkes pädagogischen Ambitionen, die mit ernsthaft-moralischer Frömmigkeit verbunden waren oder nach den Ursachen seiner großen Beliebtheit und des Vergessenwerdens.

Eintritt frei!

Platzreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Lieblingslektüre der Deutschen! Aus Zschokkes Werken und Selbstzeugnissen

Lesung             

Sonntag, 3. Oktober, 15 Uhr

Schon der junge Heinrich Zschokke war als Verfasser von Essays, Romanen, Dramen sowie von wissenschaftlichen Schriften weithin angesehen und beliebt, vor allen Dingen das Trauerspiel Abällino machte ihn schnell berühmt. Der Dichter glaubte an die Allmacht der Dichtkunst über das menschliche Herz (Brief an Schiller, 1793).
Der Berliner Schauspieler Heikko Deutschmann liest aus den in Frankfurt an der Oder bis 1795 entstandenen Werken, außerdem aus der Autobiografie von 1842 und aus Briefen, in denen die Freundschaft mit Kleist zur Sprache kommt.

Heikko Deutschmann (*1962, Innsbruck) bekam nach der Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule der Künste sein erstes Theater-Engagement unter Peter Stein an der Berliner Schaubühne. Er spielte unter Regie-Größen wie Robert Wilson, Jürgen Flimm, Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Werner Schroeter und Alexander Lang. Während der gleichzeitigen Film- und Fernsehkarriere war er ab 1985 an zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen beteiligt. Der vielseitige Deutschmann, der zahlreiche Hörbücher gesprochen hat, ist mittlerweile auch als Drehbuchautor, Regisseur, Autor und Produzent tätig. Ende 2021 erscheint bei mare in Hamburg, sein Buch I get a bird, ein fiktiver Briefwechsel mit Anne von Canal.

Eintritt: 8,– Euro, erm. 6,– Euro, 4,– Euro mit Festivalpass

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


2 x Heinrich = Zschokke + Kleist. Wiedererweckung eines Alleskönners zum 250. Geburtstag

Vernissage

Sonntag, 3. Oktober, 11 Uhr 

Mit seiner Redewendung Hansdampf in allen Gassen ist er bis heute populär: Heinrich Zschokke (1771–1848), deutsch-schweizerischer Dichter, kurzzeitiger Weggefährte und Freund Heinrich von Kleists. Das Kleist-Museum nimmt Zschokkes diesjährigen 250. Geburtstag zum Anlass, Persönlichkeit und Werk neu zu entdecken. Zschokke war zu Lebzeiten eine literarische und gesellschaftliche Berühmtheit, selbst eine Art »Hansdampf«. Schon der 24-Jährige war in Deutschland ein unerhört erfolgreicher Schriftsteller und aufstrebender Universitätslehrer. Ab 1796 startete seine zweite erfolgreiche Karriere als angesehener Pädagoge, vielseitiger Wissenschaftler und agiler Politiker in der Schweiz, seiner zweiten Heimat. Heinrich Zschokke, in Magdeburg geboren, war 1790 zum Studium nach Frankfurt an der Oder gekommen. Nach der Promotion 1792 blieb er als Privatdozent an der Viadrina. Er schrieb viel und erfolgreich: Bis 1793 erschienen u. a. sein großer Erfolgsroman Abällino und Ideen zur psychologischen Aesthetik, außerdem etablierte er sich mit den Frankfurter Ephemeriden und dem Litterarische[n] Pantheon auch als Zeitschriftenherausgeber. Spätestens seit 1800 galt er weithin als Bestsellerautor und Volksschriftsteller.

Ausstellungskuratorin: Dr. Claudia Czok
Ausstellungsgestalter: Thomas Lorenz-Herting

Laufzeit der Sonderausstellung: 3.10.2021 bis 30.1.2022

Die Ausstellung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) sowie durch die Sparkasse Oder-Spree.

Eine Ausstellung des Kleist-Museums in Kooperation mit dem Stadtarchiv.

Eintritt frei!

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Szenische Lesung und Gespräch mit der Regisseurin Sapir Heller

Mit polnischer Simultanübersetzung

Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr
Was kommt zum Vorschein, wenn Heinrich von Kleists Figuren wie Achilles, Michael Kohlhaas und Gustav beginnen, über Macht und Gewalt zu reflektieren? In seinem Auftragswerk für das Nationaltheater Mannheim setzt sich der Autor Necati Öziri mit den Männerbildern in den Werken Heinrich von Kleists auseinander. Dabei versetzt er die Figuren in die Rahmenhandlung der Erzählung Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musikund lässt sie selbst über die Beweggründe ihrer Gewaltakte zu Wort kommen. Für das Kleist-Museum inszeniert die Regisseurin Sapir Heller das Theaterstück als szenische Lesung mit Schauspieler*innen aus dem Ensemble des Nationaltheaters in Mannheim. Anschließend diskutieren Magdalena Hülscher, 360°-Agentin am Kleist-Museum, und Sapir Heller über die Darstellung patriarchalisch motivierter Gewalt und Übermacht auf Theaterbühnen.

Gefördert im Programm  360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Eintritt frei!

Platzreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Barbara Schnitzler liest Thomas Mann

Lesung

Freitag, 1. Oktober, 19 Uhr

Die vertauschten Köpfe. Eine indische Legende

Es ist die längste Erzählung von Thomas Mann! Erstmals erschien sie 1940 in Stockholm. Der Schriftsteller lebte zu der Zeit längst im Exil, schon 1933 hatte er das nationalsozialistische Deutschland verlassen und war nach fünfjährigem Aufenthalt in der Schweiz 1938 in die USA emigriert. Die Erzählung basiert auf einer Erzählung eines Leichengespenstes, die im 11. Jahrhundert auf Sanskrit verfasst wurde. Neben Thomas Mann hatte auch Goethe sich dieses Themas angenommen… Die vertauschten Köpfe ist ein ironisches Meisterwerk des Dichters voller phantastischem Humor und poetischer Übertreibung.

Eintritt: 8,– Euro, erm. 6,– Euro, 4,– Euro mit Festivalpass

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Eröffnung der 31. Kleist-Festtage

Verleihung des Kleist-Förderpreises für Junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2021

Donnerstag, 30. September, 18 Uhr, Kleist-Forum – Foyer

Eröffnung durch Hannah Lotte Lund, Anette Handke, Florian Vogel

Preisverleihung an Ivana Sokola Laudatio von Joshua Sobol

Der Kleist-Förderpreis 2021 geht an Ivana Sokola für ihr Stück Kill Baby — eine Geschichte über die Suche dreier Frauen nach familiärer und weiblicher Identität. Im Anschluss an die Preisverleihung ist die Uraufführungsinszenierung, produziert vom Nationaltheater Mannheim in Koproduktion mit dem Kleist Forum, erstmals in Frankfurt (Oder) zu sehen.

Eintritt frei! (Eröffnung)

Eintritt: 20,- Euro, 18,- Euro, 10,- Euro mit Festivalpass (Premiere Kill Baby)


Alles andere als Kleist? 31. Kleist-Festtage

Eröffnung der Kleist-Festtage 2021

Donnerstag, 30. September, 18 Uhr

Eine schwierige Frage, die wir im Kleist-Museum aber ganz sicher beantworten werden. Die Sonderausstellung 2 x Heinrich = Zschokke + Kleist. Die Wiedererweckung eines Alleskönners zum 250. Geburtstag, kuratiert von Claudia Czok und gestaltet von Thomas Lorenz-Herting, steht dabei im Mittelpunkt.


www.kleist-festtage.de | www.kleist-museum.de


Papusza – Die Poetin der Roma (PL, 2013)

Filmfrühstück/Interkulturelle Woche

Sonntag, 26. September, 11 Uhr

Wir laden ein zu einer Filmbiografie über die polnische Roma-Dichterin Bronisława Wajs, von ihrer Mutter liebevoll „Papusza“ (Romanes: „Puppe“) genannt. Nach dem II. Weltkrieg begegnete Papusza dem Schriftsteller Jerzy Ficowski, der sie ermutigte ihre Lieder niederzuschreiben und als Gedichte zu veröffentlichen. Ruhm und Anerkennung folgten, doch führten sie auch zur lebenslangen Verstoßung aus der Roma-Gemeinschaft bis zu ihrem Tod 1987. Der Film von Krzysztof Krauze und Joanna Kos verknüpft in anmutigen und poetischen Bildern die Geschichte der Roma mit dem Schicksal Papuszas. Der Film wird auf Romanes und Polnisch mit deutschen Untertiteln gezeigt. – Das Kleist-Museum hat einen Band mit Übersetzungen von Papuszas Gedichten neu
aufgelegt, der an dem Tag ebenfalls kurz vorgestellt wird.

Eintritt frei!
Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

 


Das Kleist-Museum beim Fest der Vielfalt

Faire Interkulturelle Woche

Samstag, 25. September, 14-18 Uhr

Auch in diesem Jahr ist das Kleist-Museum wieder mit einem Stand beim Fest der Vielfalt auf dem Brückenplatz vertreten. Neben vielfältigen und mehrsprachigen Informationen bieten wir Ihnen erstmalig die Gelegenheit, an unserer Befragung als Besucher- und Nichtbesucher*innen teilzunehmen. Wir möchten Ihre Meinung und Perspektive auf das Kleist-Museum kennenlernen. Kommen Sie vorbei und machen Sie mit! Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir um 17 Uhr tolle Preise an unserem Stand.

Eintritt frei!
Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Kulturpreis 2021 der Loscon-Kulturstiftung

Preisverleihung

Samstag, 18. September, 15 Uhr

Hannes Zerbe, Pianist, Komponist, Arrangeur und Solist, ist der diesjährige Preisträger. Seit 1975 machte er den Jazz in der DDR salonfähig, feiert seitdem als Vollblutmusiker und Allrounder national und international Erfolge. Seine Jazz und moderne Klassik verbindenden Kompositionen realisiert er als Leiter des populären Jazzorchesters Prokopätz wie auch mit herausragenden Solisten im 2011 gegründeten Hannes Zerbe Jazz Orchester. Zudem gilt seine Liebe literarisch- musikalischen Programmen, zu denen renommierte Autoren wie Benn und Brecht die Vorlagen liefern. Die Laudatio auf den zu Ehrenden hält in diesem Jahr Herbert Schirmer.

Eintritt frei!

Eine Veranstaltung der LOSCON-Kulturstiftung für Ostbrandenburg in Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum.


Polnische und deutsche Führung durch die Kleist-Ausstellung

Faire Interkulturelle Woche

Samstag, 18. September, 12 und 13 Uhr

Im Rahmen der Interkulturellen Woche laden wir alle Interessierten zu einer öffentlichen Führung durch die ständige Ausstellung Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung ein. Um 12 Uhr besteht die Gelegenheit zu einer polnischsprachigen Führung und um 13 Uhr findet die deutschsprachige Führung statt.

Eintritt frei!
Voranmeldung erforderlich unter: info@kleist-museum.de oder per Telefon: 0335 - 387 22 10. Gefördert im Programm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.


Mehr vom WasserGeisterSchiff

Kulturelle Bildung

Samstag, 11. September, 15 und 18 Uhr

Am Samstag geht es weiter rund um das WasserGeisterSchiff, diesmal auch für die Erwachsenen. Um 15 Uhr beginnt der Nachmittag zunächst im Kleist-Museum, gemeinsam mit den Gästen wird dann das WasserGeisterSchiff „geentert“. Viviane Meierdreeß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Hauses, lädt zum Kennenlernen von Friedrich de la Motte Fouqués Undine und der Verbindung zur Romantik unter dem Titel ...der Wassergeister ausgebreitetes Geschlecht... ein. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im Garten oder – bei schlechtem Wetter – direkt im Kleist-Museum.

Um 18 Uhr spricht Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums, wiederum auf dem Schiff zum Abenteuer Forschungsreise um 1800: ... ein Schiff, vom Hauch des Winds entführt...

Eintritt frei!


Peter Bause zu Gast: Man stirbt doch nicht im dritten Akt

Kurze Nacht der Frankfurter Museen

Freitag, 10. September, 22 Uhr

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Kleist-Museum an der Frankfurter Museumsnacht:
Ab 17 Uhr ist der Eintritt in unser Haus frei, um 18, 19, 20 und 21 Uhr bitten wir zum „Speeddating mit Kleist“, je 15-minütigen Kurzführungen durch die Kleist-Ausstellung.
Zum Abschluss der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen ist Peter Bause unser Gast. Der Berliner Schauspieler, 1941 in Gotha geboren, kam erst nach seiner Ausbildung zum Briefträger inklusive Leitung des Jugendpostamts in Magdeburg zur Schauspielerei. 1959 entdeckte er seine wahre Berufung – und die Schauspielszene der DDR ein Talent. Bis 1963 studierte er an der Schauspielschule in Leipzig und kam über diverse Umwege nach Berlin, wo er erst am Deutschen Theater und schließlich bis 1993 am Berliner Ensemble spielte. Seine darauffolgende Arbeit als freischaffender Schauspieler brachte ihn durch ganz Deutschland. Soeben erschien in der Eulenspiegel Verlagsgruppe seine überarbeitete Biografie, aus der mit Witz und Humor lesen wird.

Eintritt frei!


Leinen los für das WasserGeisterSchiff

Kulturelle Bildung

Montag, 6. bis Freitag, 10. September

Ende August 2021 startet das WasserGeisterSchiff mit seiner Tour durch Brandenburg. Das Schiff fährt als mobiler, außerschulischer Lernort auf dem Seeweg zu Grundschulen in verschiedene Regionen Brandenburgs. Projektträgerin ist die Helga Breuninger Stiftung in enger Zusammenarbeit mit dem Kleist-Museum, Frankfurt (Oder). Auf dem Schiff erwartet die Kinder die Welt der Wassergeister. In diese Welt, die von der Museumspädagogin des Kleist-Museums, Christina Dalchau, in Zusammenarbeit mit Lernen ohne Aufgaben (LOA) entwickelt wurde, können die Kinder anhand von Sagen und Märchen, regionalen Geschichten und naturwissenschaftlichen Experimenten eintauchen. Begleitet werden die Besucherkinder von ausgebildeten Expert*innen, die diese als Gastgeber durch die Prozesse auf dem Schiff begleiten – Peer-to-peer-Learning als neue Lernerfahrung. Expert*innen in diesem Schuljahr sind Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b des Gauß-Gymnasiums Frankfurt (Oder). – Um 17 Uhr lädt an allen Tagen die begeisternde „Vorleserin“ Tina Kemnitz auf das WasserGeisterSchiff ein und stellt den kleinen und großen Zuhörer*innen Die kleine Seejungfrau von Hans Christian Andersen vor.

Das WasserGeisterSchiff empfängt seine Gäste täglich um 8 Uhr und 11 Uhr am Anleger am Holzmarkt in Frankfurt (Oder). Die tägliche Lesung an Bord beginnt jeweils 17 Uhr.
Besuch nur nach Voranmeldung unter dalchau@kleist-museum.de
Tourdaten: www.helga-breuninger-stiftung.de


Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben

Finissage

Sonntag, 5. September, 11 Uhr

Zur Finissage der Ausstellung Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben eignen wir uns das Gedicht Stroh der Lyrikerin Monika Rinck gemeinsam an: schreibend, zeichnend, assoziierend, analysierend... Doch nicht nur der Text, auch der Raum gehört an diesem Tag den Besucher*innen. Gemeinsam positionieren wir unsere Sichtweisen im Raum und lassen die Ausstellung zu einem Panoptikum der Wahrnehmungen anwachsen. Bevor sich die Türen der Ausstellung schließen, dehnt sie sich auf diese Weise noch einmal aus – auf das gesamte Kleist-Museum und in all unsere unterschiedlichen Welten hinein.

Eintritt frei!


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Vernissage

Kunstspeicher Friedersdorf

Freitag, 3. September, 18 Uhr

Unsere aktuelle Wander-Literaturausstellung macht an ihrem dritten Ort Station.
Bis zum 31. Oktober werden die Märkischen Schreibwelten im Kunstspeicher Friedersdorf präsentiert. Zur Eröffnung spricht Christiane Barz, die Kuratorin der Ausstellung. Im Anschluss laden Wolfgang de Bruyn, Sohn des Dichters und Gewährsmann der Günter-de-Bruyn-Stiftung, und Hans Georg von der Marwitz zu einem Gespräch unter dem Titel Ein Ort in der Mitte. Günter de Bruyn und Friedersdorf ein, in dem es unter anderem um eine Ausstellung aus dem Jahr 2001 über das Rittergut Friedersdorf geht, an der auch Günter de Bruyn mitgewirkt hatte. Die Vernissage wird musikalisch begleitet von Jonathan Dresel.
 

Eintritt frei!


Fontane-Literaturpreisträgerin 2021 Judith Zander zu Gast im Kleist-Museum

Donnerstag, 2. September, 19 Uhr

A Girl named Johnny. Joana Wolkenzin weiß früh, dass sie anders ist. Sie liest stundenlang und lernt Songtexte auswendig; später verliebt sie sich in Jungs und in Mädchen. Im vorpommerschen Niemandsland der Neunziger gibt sie sich einen neuen Namen: Johnny. Aber bringt ein neuer Name auch neues Glück? Als die Mutter über Nacht die Familie verlässt, kreisen Johnny, ihr Bruder Charlie und ihr Vater auf wackligen Bahnen um eine leere Mitte. Schließlich macht Johnny sich auf die Suche nach einem Leben und einer Erzählung, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen, in Deutschland, Finnland und Australien. – Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Jüterbog. Für ihre Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis. Ihr letzter Roman »Dinge, die wir heute sagten« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt erschien bei dtv ihr Gedichtband »manual numerale«. Am 20. August 2021 erhielt sie den renommierten Fontane-Literaturpreis.

Moderation: Hendrik Röder

Eintritt: 5 €, erm. 3 €

Eine gemeinsame Veranstaltung von Brandenburgischem Literaturbüro und Kleist-Museum.

Kartenreservierung unter 0335 – 387 22 130 empfohlen!


Führungen im Kleist-Museum

Führungen

Mittwoch, 1. September 2021, 16 Uhr und 18 Uhr

Jeden ersten Mittwoch im Monat laden wir um 16 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die Dauerausstellung ein. In diesem Monat findet die öffentliche Führung am 1. September, 16 Uhr, statt. Um 18 Uhr bieten wir am selben Tag eine öffentliche Führung durch die aktuelle Sonderausstellung Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben an. Derzeit können 10 Personen daran teilnehmen, Anmeldung unter 0335- 387 22 1-30 wird empfohlen.

Eintritt: 6 Euro, erm. 4 Euro


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Finissage und Gespräch

Sonntag, 29. August, 15 Uhr, Beeskow

"Mit Fug und Recht lässt sich behaupten, dass kaum jemand besser Bescheid wusste über das Brandenburger Land als Günter de Bruyn", schrieb die Burg Beeskow zur Ankündigung der Wanderausstellung, die an diesem Sonntag dort ihre Pforten schliesst. Zur Finissage laden die Burg Beeskow und das Kleist-Museum zu einem Nachmittag mit Erinnerungen an den Schriftsteller und Essayisten, Kultur- und Literaturhistoriker, Herausgeber und Chronisten Günter de Bruyn ein.

Die Berliner Journalistin und Schriftstellerin Marion Brasch wird im Gespräch mit Wolfgang de Bruyn, Sohn des Schriftstellers und Treuhänder der kürzlich gegründeten Günter-de-Bruyn-Stiftung, und mit der Kunsthistorikerin Sibylle Badstübner-Gröger, Vorsitzende des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark, insbesondere über das "Märkische" in Leben und Werk des Autors diskutieren. Nach der Finissage in Beeskow geht die Exposition nach Friedersdorf, Anfang September wird sie am nunmehr dritten Ausstellungsort im dortigen Kunstspeicher eröffnet.

Eintritt frei!


Hans-Jürgen Rehfeld:
Der Spaziergänger von Rathenow. Joachim Christian Blum [1739-1790]

Buntbuchpräsentation (Frankfurter Buntbücher, Nr. 68)

Samstag, 28. August, 16.00 Uhr, Rathenow

Der Rathenower Lyriker und Dramatiker Joachim Christian Blum (1739-1790) gehört zu den nahezu vergessenen Autoren der Mark Brandenburg. Mit seinen Gedichten, in denen neben geistlichen und moralischen Themen anakreontische Motive dominieren, blieb Blum dem Rokoko verhaftet. Doch mit den Spatziergängen (1774) und den Reden (1777) trat er als Vertreter der Aufklärung in Brandenburg-Preußen in Erscheinung. Sein Schauspiel Das befreyte Ratenau (1775) erlebte zahlreiche Aufführungen in Berlin.

Eintritt frei!

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Memento e.V.

Ort: Torhaus des Friedhofes Rathenow, Bergstraße 1, 14712 Rathenow


Le'Chaim, Frankfurt (Oder)
Oscar & Eddie: von Swing bis Tango. Musikfest

Donnerstag, 26. August, 19 Uhr

In der letzten Periode der Weimarer Republik komponiert und publiziert der lettisch-jüdische Pianist und Kappellmeister Oskar Strock seine ersten Tango-Hits und nimmt sie in Berlin für Schallplatten auf. Zur gleichen Zeit beginnt der steile Aufstieg von Eddie (Adi) Rosner, eines anderen Ausnahmetalents polnisch-jüdischer Provinienz, der in den besten Jazz-Bands von Berlin Trompete spielt. Beide verlassen 1933 die deutsche Hauptstadt, um bald zu den wichtigsten Mibegründern der russischen Swing- und Tangotradition in der Sowjetunion zu werden. Die Oskar Strock & Eddie Rosner Gesellschaft um Dmitri Dragilew setzt sich für kulturhistorische Pflege, Wiederentdeckung, Bekanntmachung und Popularisierung des Schaffens der beiden legendären Musiker und verwandter Musik ein. Dragilew gehört zu den wenigen Experten auf diesem Terrain weltweit. Im Programm des Ensembles kommen vor allem die Songs und Stücke zu Gehör, die entweder von Rosner und Strock selbst komponiert oder von ihnen und ihren damaligen Kollegen interpretiert wurden. Die versierte Besetzung sorgt nicht nur für eine authentische Atmosphäre und eine spannende Zeitreise, sondern auch für neue kreative Botschaften im respektvollen Umgang und Dialog mit den Werken aus der Schatzkiste interessanter Überraschungen und verschollen geglaubter Raritäten. 
Eintritt frei!
Ein Projekt von: 321-2021. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V., gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat


Stilübungen
Literatur − Jazz − Improvisierte Musik

Konzertlesung

Sonntag, 22. August, 11 Uhr

Raymond Queneaus populärer Klassiker Stilübungen ist ein raffiniertes und humorvolles Sprachspiel und ein überbordendes Lese- und Hörvergnügen. Die Anekdote Autobus S dient dem Experimentieren Queneaus mit der Sprache und eignet sich durch ihren Variantenreichtum hervorragend dazu, ihr mit improvisatorischen Mitteln zu begegnen. Heide Bartholomäus (Stimme), Jürgen Kupke (klar), Hannes Zerbe (p) und Oliver Potratz (kb) nehmen sich mit Lust und Improvisationsfreude dieses Stoffes an und bringen in ihrer Interpretation ausgewählte Varianten dieses Werks zu einem lustvollen Miteinander.

Eintritt: 8 Euro, erm. 6 Euro


Exkursion ins "Abseits", das Wohn- und Arbeitshaus Günter de Bruyns

Exkursion

Samstag, 21. August, 8.45 / 10 Uhr

Unter der Leitung von Wolfgang de Bruyn, ehe- maliger Direktor des Kleist-Museums und Sohn Günter de Bruyns, laden wir noch einmal zu einer Exkursion nach Kossenblatt und ins "Abseits", das Wohn- und Arbeitshaus des Dichters im Märkischen ein. Mit seinem Buch Kossenblatt hat Günter de Bruyn eine "Hommage an einen verges- senen Ort" seiner Heimat vorgelegt, in Abseits schrieb er eine "Liebeserklärung an eine Landschaft: Ein Stückchen Waldeinsamkeit in der Mark Brandenburg wird für Günter de Bruyn zum beglückenden Lebensort... Die Vorzüge seiner neuen Wahlheimat sieht er dabei vor allem in dem, was ihr fehlt, in dem 'Mangel an Menschen, Reizen und Geräuschen'." Zur Teilnahme an der Exkursion sind bis spätestens 19. August Anmeldungen zu unseren Öffnungszeiten ausschließlich per Telefon unter 0335 387 22 1-30 möglich. Wir bitten unsere Gäste, die Fahrt nach Kossenblatt möglichst individuell zu organisieren, wir können nur für 8 Personen einen Kleinbus zur Verfügung stellen.

Treffpunkt: 10 Uhr, Kirche Kossenblatt; 8.45 Uhr Abfahrt Kleist- Museum für nicht selbstständig anreisende Gäste.


Ulrich Land: Kleist - der letzte Akt. Ein Feierabend mit Krimi

Lesung

Donnerstag, 19. August, 19 Uhr

Er wollte ins Jenseits wechseln. Aber: Alles nicht so einfach! November 1811, Kleiner Wannsee. Heinrich von Kleist erschießt, wie verabredet, erst seine Todesgefährtin Henriette Vogel und dann sich selbst. Der Doppel-Selbstmord wird offiziell bestätigt, alle Zweifel restlos beseitigt. Aber: Der Fall Kleist muss neu aufgerollt werden! Denn Henriettes Ehemann will eine weitere Tatwaffe gefunden haben. Ihr Besitzer soll absurderweise ein gewisser Michael Kohlhaas sein, bekanntlich eine der berühmtesten Figuren aus Kleists Erzählungen... Ulrich Land, geb. 1956, lebt als freier Schriftsteller in Freiburg und schreibt Erzählungen, Hörspiele und Radiofeatures. Bislang veröffentlichte er zehn Romane. 

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro


Preussens Luise.
Vom Ruhm und Nachruhm einer Legende

Aus dem Theater im Palais

Sonntag, 15. August, 17 Uhr

Die Legendenbildung um die preußische Königin Luise, geboren am 10. März 1776 als Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg, begann sofort  nach ihrem Tod, verstarb sie doch jung mit nur 34 Jahren. Schon zu Lebzeiten hatte sie die Gabe, ihre Umwelt zu verzaubern. Unvergessen die die Anekdote von ihrer Hochzeit, bei der sie, entgegen aller Etikette und zum Entsetzen der Oberhofmeisterin Voss, ein Bürgermädchen umarmte. Auf der Grundlage von Günter de Bruyns Buch Preußens Luisesowie Briefen, Selbstzeugnissen und Erinnerungen von ihr und an sie entstand eine Fassung für die Bühne, die von Franziska Troegner und Gabriele Streichhahn präsentiert wird, begleitet von Ute Falkenau am Klavier. 

Eintritt: 8 Euro, erm. 6 Euro


Nachtthee und Windbeutel... Unrühmlicher Dichterbesuch bei Rahel Levin Varnhagen

Salon Kleist

Dienstag, 10. August, 17 Uhr

Rückblickend liest es sich so, als habe sie "berühmte Geister" um sich versammelt. In Wahrheit bestand ihr Talent wesentlich darin, "Köpfe in denen Operationen geschehen" zu erkennen und Andersdenkende gelten zu lassen, häufig lange bevor sie berühmt wurde. Welche Dichter sich wirklich auf und an dem Teetisch "der Rahel" wieder fanden und wie sie sich daran benahmen, erzählt mit einem Seitenblick auf Kleist und Schlegel Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums.

Eintritt: 5 Euro, erm. 3 Euro, inkl. Salontee und Gebäck


Was aber bleibt, stiften die Dichter.
Lesung des FDA Brandenburg

Lesung und Musik 

Sonntag, 8. August, 11 Uhr 

Was aber bleibt, ewig, wandelbar und doch auch unwandelbar: Natur, Liebe, Hass, Freude, Trauer, Schönheit – eben das gewöhnliche Leben. Dichterworte, oft aus längst vergangenen Zeiten, erwecken die ewig gültige Lebensmelodie in uns neu, erregen und beflügeln immer wieder unsere Gemüter – ein bleibender Schatz. Ob Geschehnisse aus Geschichte oder Naturwissenschaft, ob rätselhafte Lebensspuren, aufregende Beziehungen, erhellende Gedanken, kritische Blicke, frappierende Voraussichten, unerwartete Konstellationen – wieder und wieder verweisen uns die Worte der Dichter auf uns selbst. Brandenburgische Autorinnen und Autoren begeben sich auf Spurensuche an literarische Orte und in den reichen Fundus der Literatur, um poetische Brücken zwischen dem Gestern und Heute schaffen.

Auf einer gemeinsamen literarisch-musikalischen Reise mit dem Publikum – in Verehrung berühmter Dichter – möchten die heutigen Autorinnen und Autoren mit ihren Texten und Liedern all dies in einem der schönsten Literaturmuseen lebendig werden lassen. Es lesen und musizieren: Franziska Trauth, Teresa Trauth und Ansgar Bach. Moderation: Hannelore Schmidt-Hoffmann. (Text: FDA)

Eintritt frei! Eine Veranstaltung des Freien Deutschen Autorenverbandes, Landesverband Brandenburg e.V. | Gefördert vom Deutschen Literaturfonds im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Programms „Neustart Kultur“.


„Mit Glanz der tausendfachen Sonne“

Sommerfest im Kleist-Museum

Samstag, 31. Juli 2021, 14 Uhr

Wir wollen feiern! Den Sommer, die Sonne, die Schönheit des Lebens wollen wir mit Ihnen zusammen hochleben lassen! 2020 fiel das Sommerfest aus, in diesem Jahr laden wir wieder in Haus und Garten des einzigen Kleist-Museums der Welt! Grund zum Feiern gibt es nach sechs Monaten der Corona-Isolation genug; wir wollen berichten über einiges, das wir in den vergangenen Wochen hinter zum Teil verschlossenen Türen erreicht haben, neugierig machen auf unsere neuen Projekte, und wir laden zum Kennenlernen unserer aktuellen Sonderausstellung ein. Musikalisch begleitet wird unser Sommerfest vom Jazzorchester Prokopätz, einer unangepassten Big Band-Besetzung unter Leitung von Hannes Zerbe, die von Rock, Swing und Funk über Marsch, Walzer und freie Improvisationen das Publikum begeistern wird.

Nähere Informationen finden Sie ab Mitte Juli auf unserer Website. Wir freuen uns auf Sie!

Eintritt frei!


"Ein Jegliches hat seine Zeit."
Lieder vom Leben mit Barbara Schnitzler und Nikolai Orloff

Liederabend

Dienstag, 27. Juli 2021, 19 Uhr

Nach knapp drei Jahren kommt die Schauspielerin Barbara Schnitzler wieder ins Kleist-Museum, begleitet von dem Berliner Pianisten Nikolai Orloff. Der Lauf der Zeit steht auf dem Programm, Lieder und Gedanken zu dem, was uns alle begleitet. „Was also ist Zeit?“, fragte der Heilige Augustinus. „Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es. Will ich’s einem Fragenden erklären, weiß ich’s nicht.“ An dem Abend suchen wir Antwort u. a. bei Herrmann van Veen, Hanns Eisler, Max Raabe, Robert Schumann, Helge Schneider, Rainald Grebe und den Puhdys, in Texten von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Mascha Kaléko, Hilde Domin und Reiner Kunze.        

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro


Barry Lyndon (GB/USA, 1975)

Filmfrühstück

Sonntag, 25. Juli 2021, 11 Uhr

Der Film Barry Lyndon von Stanley Kubrick gilt heute als cineastisches Meisterwerk. 1975 war dem „kostspieligsten und vielleicht auch mutigsten Experimentalfilm aller Zeiten“ kein großer Erfolg an der Kinokasse vergönnt. Das Drehbuch schrieb Kubrick nach einem Roman von William Makepeace Thackeray, Ryan O´Neal und Marisa Berenson sind in den Hauptrollen zu sehen. Erzählt wird die Geschichte eines irischen Burschen, dem es gelingt, in den englischen Adel des 18. Jahrhunderts aufzusteigen. Gedreht wurde der Film an Originalschauplätzen in ganz Europa. Der Soundtrack umfasst wichtige Stücke prägender Komponisten der Zeit, u. a. von Händel, Bach, Vivaldi und Mozart. Ein „barockes“ Meisterwerk, das sein Ende am Vorabend der Französischen Revolution findet – und seine Zuschauer*innen knapp 180 Minuten in seinen Bann schlägt.

Eintritt: 8,- Euro, erm. 6,- Euro, inklusive Kaffee und Croissants


„Wonach in Frankfurt jeder, der nur wollte, gute Studien machen konnte.“
Die Viadrina - eine preußische Universität im 18. Jahrhundert

Salon Kleist

Dienstag, 20. Juli 2021, 17 Uhr

Wie funktionierte die Alma Mater Viadrina im 18. Jahrhundert, als Heinrich von Kleist in Frankfurt an der Oder geboren wurde? Wie sah das Verhältnis von Universität und Stadt aus? War die Viadrina mehr als nur eine Staatsdienerschule Preußens? Wie war es mit der preußischen Tugend der Toleranz an der Frankfurter Hochschule bestellt? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Dr. Martin Schieck, ehemaliger Leiter des Museums Viadrina, in seinen Ausführungen zur Geschichte der Frankfurter Universität.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro, inkl. Salontee und Gebäck


Unser Sandmann auf Lesetour − Sommerspaß für Ferienkinder

Kinderprojekt des rbb

Samstag, 17. Juli 2021, 15 Uhr

In diesem Sommer bringt der Sandmann den Kindern etwas Abwechslung in die langen Ferien. An jedem Samstagnachmittag in den Sommerferien begibt er sich auf Lesetour durch Ostbrandenburg und überrascht die Jüngsten mit interessanten und lustigen Geschichten. Diesmal ist er im Garten des Kleist-Museums zu Gast. Sandmann-Musik, Sandmann-Geschichten und ein kleines Sandmann-Quiz erwarten die kleinen und großen Gäste.

Eintritt frei!

Eine gemeinsame Veranstaltung von rbb - Rundfunk Berlin-Brandenburg, Studio Frankfurt (Oder) und Kleist-Museum.


Führung durch die Sonderausstellung "Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben"

Freitag, 16. Juli, 18 Uhr

Wir laden an diesem Freitag, 16. Juli, herzlich zu einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung mit der Kuratorin Linda Papke ein.

Treffpunkt: 18 Uhr beim Empfang!

Eintritt frei!


Von Worten, Farben und Formen
Monika Rinck und Veronika Reichl zu Gast

Lesung und Gespräch

Freitag, 16. Juli 2021, 19 Uhr

Welche Farbe hat Spannung? Wie sieht ein sprachlicher Stolperstein aus? Verknüpfen sich Texte mit Formen und Farben, wird das Lesen zu einem neuen Erlebnis. Unser Blick auf Worte, Inhalt und Atmosphäre verändert sich. Details werden plötzlich wichtig oder wir verstehen abstrakte Gedankengänge. Die Lyrikerin und Kleist-Preisträgerin Monika Rinck und die Illustratorin Veronika Reichl laden uns zu einem besonderen Leseerlebnis ein: Während sie Gedichte vortragen, dürfen die Besucher*innen Impulse, Gedanken, Sprachliches und Intuitives der Texte mit Papier und Stift gestalten. Frei von künstlerischen Vorlagen schauen sie dann gemeinsam auf die entstehenden Bilder und tauchen ein in das Zusammenspiel von individuellen Erfahrungen und Ausdrucksformen.

Eintritt: 5,- Euro, erm. 3,- Euro


Eine Veranstaltung im Begleitprogramm der Ausstellung „Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben“.


"Außer sich" −
Lesung und Gespräch mit Sasha Marianna Salzmann

Im Haus des Dichters

Donnerstag, 8. Juli 2021, 19 Uhr

Das Kleist-Museum setzt seine Literaturreihe Im Haus des Dichters fort. In diesem und dem kommenden Jahr werden in der Reihe Autorinnen und Autoren vorgestellt, die sich in ihrem Werk insbesondere mit Fragen der Fremdheitserfahrung und Identität, mit dem Leben in diversen Kulturen auseinandersetzen. Den Auftakt macht Sasha Marianna Salzmann.
In ihrem Roman Außer sich begibt sich die Protagonistin Alissa auf die Suche nach ihrem Zwillingsbruder Anton in die Türkei, nach Istanbul. Dabei drängt sich ihr die Vergangenheit immer wieder in Rückblenden auf, die Fragen nach einem Gefühl von Zugehörigkeit und Identität provozieren. Alissa, die kurz Ali genannt wird, kam mit ihren Eltern aus Russland nach Deutschland. Russische Kontingentflüchtlinge, die sich mit Antisemitismus nicht nur in ihrer alten, sondern auch in ihrer neuen Heimat konfrontiert sahen. Außer sich ist ein generationenumspannender Roman über Familie, Migration, Geschlecht und stetige Neuinterpretationen des eigenen Selbst. Im Anschluss an die Lesung diskutieren wir mit Sasha Marianna Salzmann, die für ihre Arbeit als Theaterautorin bereits 2012 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet wurde, über die Bedeutung von Erinnerungen, die in ihrem Roman eng mit der russischen Sprache und mit Fragen nach einer selbstbestimmten Identität verflochten sind.

Eintritt frei!

Gefördert im Programm „360°− Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft" der Kulturstiftung des Bundes.


Eröffnung der Sonderausstellung des
Kleist-Museums „Unbegrifflich. Ein Gedicht erleben“.

Vernissage

Sonntag, 27. Juni, 15 Uhr

Die Kuratorin Linda Papke und die Ausstellungsgestalterin Shel Yan haben sich des Gedichtes Stroh der Lyrikerin Monika Rinck angenommen und eine Ausstellung installiert, in der das Gedicht die Grenzen der Schrift sprengt und sich in den Raum ausweitet. Schritt für Schritt verschwinden die einzelnen Worte, stattdessen steht man zwischen Klängen, Farben und dreidimensionalen Objekten im Raum…  

Wir laden ein zum Eintauchen in diese sinnliche Erfahrung.

Zur Vernissage sprechen die Direktorin des Kleist-Museums, Dr. Hannah Lotte Lund, und die beiden Initiatorinnen der Ausstellung, Linda Papke und Shel Yan. 

Die Berliner Musiker Deniz Dilek und Gisbert Schürig begleiten den Nachmittag.

Eintritt frei!


Kli- Kla- Kleist: Familiensonntag im Kleist-Museum

Kulturelle Bildung  

Sonntag, 27. Juni, 11 Uhr

Zum vorerst letzten Mal lädt Tina Kemnitz am 27. Juni zum Familiensonntag ins Kleist-Museum ein. Diesmal geht es schon am Vormittag los, 11 Uhr beginnen die literarischen Aktionen der begeisterten und begeisternden Literaturvermittlerin, Vorleserin und Kinderbuchexpertin. Wie immer präsentiert Tina Kemnitz die mit Abstand tollsten Kinder- und Jugendbücher. Sie wird aus ihren aktuellen Lieblingsbüchern mit verschiedenen Stimmen kurze Passagen vorlesen und mit Live-Zeichnungen Hinweise zum möglichen Fortgang der Geschichten geben – Gelächter und Spannung sind vorprogrammiert. Allen Zuhörerinnen und Zuhörer wird am Ende der Veranstaltung auf dem Silbertablett ein Buchzettel mit allen wichtigen Angaben gereicht. Klassiker, Neuerscheinungen, dicke und dünne Bücher, Heiteres und Spannendes – nur außergewöhnlich tolle Bücher werden empfohlen!            

Eintritt: 1,- Euro


Literaturland Thüringen unterwegs: Kathrin Schmidt und
Ulrike Gramann zu Gast

Lesung und Gespräch

Dienstag, 22. Juni 2021, 19 Uhr

Kathrin Schmidt, Jg. 1958, debütierte 1982 in der Lyrikreihe "Poesiealbum", nach mehreren ausgezeichneten Gedichtbänden erschien 1998 ihr erster Roman "Die Gunnar-Lennefsen-Expedition", für "Du stirbst nicht" erhielt sie 2009 den Deutschen Buchpreis; sie veröffentlichte Erzählungen und viel beachtete Lyrik-Bände. Ulrike Gramann, Jg. 1961 veröffentlichte ihr Debüt "Die Zeit Ines" 1997, 2010 die erste literarische Auseinandersetzung mit dem Mädchen "Meetchen", Romane und Erzählungen folgten. Der Abend wird moderiert von Jens Kirsten, Geschäftsführer des Literaturrates Thüringen.        

Eintritt: 5,- Euro, erm 3,- Euro

In Zusammenarbeit mit dem Literaturrat Thüringen und dem Literaturrat Brandenburg.


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Vernissage  

Freitag, 18. Juni 2021, 18 Uhr, Burg Beeskow

Die erste Folgestation unserer aktuellen Literaturausstellung ist die Burg Beeskow. Bis zum 29. Juni wird die Ausstellung hier gezeigt und mit einem umfangreichen Programm begleitet. Nähere Informationen: www.burg-beeskow.de. Eintritt frei!


"Geschichtliche Wanderungen" SFB, 1991 und weitere Dokumentationen

Filmfrühstück & Finissage

Sonntag, 13. Juni 2021, 11 Uhr

1991 brachte der SFB eine Dokumentation heraus, in der Günter de Bruyn den literarischen und baulichen Spuren der Geschichte seiner Wahl-Heimat, der Mark Brandenburg nachging. Zum Filmfrühstück zeigen wir Ausschnitte aus diesem frühen Film und einen weiteren Dokumentarfilm, der de Bruyns Verbundenheit mit der Landschaft der Mark, ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihrer Literatur zeigt. Christiane Barz, Kuratorin der aktuellen Sonderausstellung zu Günter de Bruyn, stellt sich anschließend den Fragen der Zuschauer zu Günter de Bruyn und seinem Werk, in dessen Zentrum 60 Jahre lang Geschichte und Geschichten der Mark Brandenburg standen. Zur Finissage führt die Kuratorin um 13 Uhr.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und vom Land Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).


Zwischen trockenen Keksen und Revolution am Teetisch
- Zum 250. Geburtstag von Rahel Varnhagen von Ense -

Online-Mittwochssoirée des Heine-Haus e. V., Hamburg

Mittwoch, 9. Juni 2021, 19 Uhr

Seit ihrer Existenz wurden die sogenannten Berliner jüdischen Salons und ihre Gastgeberinnen immer wieder zu Musen der Romantik, Abtrünnige oder Ikonen der Emanzipation stilisiert.
Zum 250. Geburtstag Rahel Levin Varnhagens befragen wir die heute bekannteste 'Salonière' selbst.
Über einen virtuellen Nachtteee gibt Hannah Lotte Lund einen Einblick in die tatsächlichen Geselligkeitsstrukturen um 1800 und einen Ausblick auf manche Irrlichter der Rezeption.

Bitte beachten Sie: Für die Teilnahme am Zoom-Vortrag ist eine Anmeldung unter der Email-Adresse: heine.haus@gmail.com unbeding notwendig!
Von dieser Adresse erhalten Sie einen Link für die Teilnahme und weitere Erläuterungen, so dass alles gut funktionieren sollte.

Der Zugang zu diesem Vortrag ist unentgeldlich, doch würde sich der Heine-Haus e. V. über eine Spende auf das folgende Konto bei der M.M.Warburg & CO freuen:

Heine-Haus e.V.
IBAN: DE 45 2012 0100 1000 2648 22

Eine Veranstaltung des Heine-Haus e.V., Hamburg.


Hanns Zischler liest Günter de Bruyn

Lesung und Gespräch

Sonntag, 6. Juni 2021,11 Uhr

Der Berliner Schauspieler Hanns Zischler ist nicht nur durch mehr als 200 Rollen bekannt, er ist auch - 2013 mit dem "Preis der Literaturhäuser" ausgezeichneter - Schriftsteller, Übersetzer, Fotograf, und er ist in allen Bereichen überaus erfolgreich. Im Kleist-Museum liest Hanns Zischler im Begleitprogramm der Ausstellung "Märkische Schreibwelten" Texte von Günter de Bruyn.

Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro

Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und vom Land Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).


Exkursion ins "Abseits", das Wohn- und Arbeitshaus Günter de Bruyns

Exkursion

Mittwoch, 2. Juni 2021, 10 Uhr (Kossenblatt)

Unter der Leitung von Wolfgang de Bruyn, ehemaliger Direktor des Kleist-Museums und Sohn Günter de Bruyns, laden wir zu einer Exkursion nach Kossenblatt und ins "Abseits", das Wohn- und Arbeitshaus des Dichters im Märkischen ein. Mit seinem Buch "Kossenblatt" hat Günter de Bruyn eine "Hommage an einen vergessenen Ort" seiner Heimat vorgelegt, in "Abseits" schrieb er eine "Liebeserklärung an eine Landschaft: Ein Stückchen Waldeinsamkeit in der Mark Brandenburg wird für Günter de Bruyn zum beglückenden Lebensort... Die Vorzüge seiner neuen Wahlheimat sieht er dabei vor allem in dem, was ihr fehlt, in dem 'Mangel an Menschen, Reizen und Geräuschen'." Zur Teilnahme an der Exkursion sind noch bis 1. Juni Anmeldungen ausschließlich per Telefon unter 0335 387 22 1-30 möglich. Die Fahrt nach Kossenblatt ist individuell zu organisieren.

Treffpunkt: 10 Uhr, Kirche Kossenblatt

Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und vom Land Brandenburg.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).


Familiensonntag im Kleist-Museum

Kulturelle Bildung

Sonntag, 30. Mai, 15 Uhr

Endlich wieder live und vor Ort: Tina Kemnitz, begeisterte Literaturvermittlerin, Vorleserin und Kinderbuchexpertin präsentiert die mit Abstand tollsten Kinder- und Jugendbücher. Sie wird aus ihren aktuellen Lieblingsbüchern mit verschiedenen Stimmen kurze Passagen vorlesen und mit Live-Zeichnungen Hinweise zum möglichen Fortgang der Geschichten geben – Gelächter und Spannung sind vorprogrammiert. Allen Zuhörerinnen und Zuhörern wird am Ende der Veranstaltung auf dem Silbertablett ein Buchzettel mit allen wichtigen Angaben gereicht. Klassiker, Neuerscheinungen, dicke und dünne Bücher, Heiteres und Spannendes – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und: Es werden andere Bücher als in den Videos vorgestellt!!!

Eintritt: 1 Euro! Um Anmeldung unter 0335-387 22 1-30 wird gebeten!


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Führung mit der Kuratorin

Sonntag, 30. Mai 2021, 13 Uhr

Im Anschluss an das Filmfrühstück führt die Kuratorin Christiane Barz durch die aktuelle Sonderausstellung.

Eintritt frei!

Um Anmeldung unter 0335-387 22 1-30 wird gebeten! 


Märkische Forschungen (DEFA, 1981)
Gast: Hermann Beyer

Filmfrühstück

Sonntag, 30. Mai 2021, 11 Uhr

Der Film nach der Vorlage von Günter de Bruyn feierte am 21. April 1982 Premiere im damaligen Karl-Marx-Stadt. Drehbuch und Regie lagen in der Hand von Roland Gräf, ein ausgezeichnetes Schauspielensemble besetzte die Rollen. Als die „Gegenspieler“, der Landschullehrer Ernst Pötsch und der Literaturprofessor Winfried Menzel, waren Hermann Beyer und Kurt Böwe zu sehen. Hermann Beyer wurde für seine Rolle als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, der Film erhielt mehrere Auszeichnungen. In der Günter de Bruyn-Ausstellung ist der Arbeit am und um den Film ein Kapitel gewidmet. Wir zeigen die „Märkischen Forschungen“ und laden im Anschluss zu einem Gespräch mit Hermann Beyer. 

Eintritt: 8 Euro, erm. 6 Euro inklusive Kaffee und Gebäck.

Um Anmeldung unter 0335-387 22 1-30 wird gebeten!

Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg, vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) e.V. und vom rbb – Rundfunk Berlin Brandenburg.


„Hier ist herrlich arbeiten“ –
Begegnungen mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Brandenburg

Buchpremiere

Donnerstag, 27. Mai 2021, 19 Uhr

Dieses Buch ist ein Geschenk: Am 21. März 2021, dreißig Jahre nach seiner Gründung, feierte der Landesverband Brandenburg des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di Geburtstag. Wie anders als mit einem Buch könnten die Autor*innen sich selbst und ihre Leser*innen beschenken? In knappen Texten erinnern sich die Mitglieder des VS an die letzten dreißig Jahre, an Kolleg*innen und Vorbilder. Lyrik und Prosa zum Thema „Zeit“ wurde zu Papier gebracht. Die Sprache steht im Mittelpunkt mancher Texte, und es geht um die großen Themen: Liebe und Tod. Nachdenklich und ironisch, humorvoll und ernst ist der Blick auf die Welt. Mit Werken von Brandenburger Künstler*innen illustriert, ist ein Buch entstanden, das verführen soll, die Schriftsteller*innen Brandenburgs kennenzulernen.

Carmen Winter, Till Sailer, Thomas Bruhn und Rita König lesen eigene Texte und Texte von Vera Kissel, Ulrike Liedtke, Jana Franke, Klaus Körner und Matthias Körner.

Eintritt frei!

Um Anmeldung unter 0335-387 22 1-30 wird gebeten!

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Landesverband Brandenburg des VS in ver.di, Literaturrat Brandenburg e.V. und Kleist-Museum.


Wunderliche Dinge! Internationaler Museumstag am 16. Mai!

Zum Internationalen Museumstag stellen wir erstmals unsere "wunderlichen Dinge" auf unserer Webseite vor. Unter "Kleist-Museum digital!" finden Sie interessante, spannende oder auch kuriose Objekte aus unserer Sammlung, den Ausstellungen und der Bibliothek, die wir seit Januar auf instagram präsentieren. Wie gewohnt, posten wir dort auch zukünftig jeweils am letzten Mittwoch des Monats ein neues "wunderliches Ding" – und stellen es zukünftig kurz darauf auf unsere Webseite. 

Viel Spaß beim Erkunden der Präsentationsreihe - und bis bald wieder "analog" bei uns im Kleist-Museum!​


Kleist in der Schule
Lehrerfortbildung Fachbereich Deutsch GS und SEK I

Kulturelle Bildung

Mittwoch, 28. April 2021, 15 Uhr

Die Fortbildungsteilnehmer*innen erleben einen Workshop zum Thema „Spannend und gut vorlesen – wie gelingt das?“ mit der Sprechwissenschaftlerin Tina Kemnitz. Der erste Teil wird als Video zu sehen sein, der Austausch und die praktischen Übungen erfolgen live in einer Videokonferenz. Textbeispiele sind u. a. kurze Prosatexte von Heinrich von Kleist.

Den Link für die Veranstaltung erhalten Sie unter dalchau@kleist-museum.de oder im LISUM

Die LISUMnr. zur Anmeldung ist die:

Nr. 20F706901


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Führung mit der Kuratorin

Bitte beachten Sie: Die Führung entfällt!
 

Sonntag, 25. April 2021, 13 Uhr

Im Anschluss an das Filmfrühstück führt die Kuratorin Christiane Barz durch die aktuelle Sonderausstellung.

Eintritt: frei!

Die Veranstaltung findet in Abhängigkeit von den behördlichen Bestimmungen statt. Genauere Informationen zum Ablauf der Veranstaltung und zur eventuellen Online-Stellung finden Sie ab 20. April auf unserer Website.


Hochzeit in Weltzow, DFF, 1979

Filmfrühstück      ONLINE
Gast: Franziska Troegner

Sonntag, 25. April 2021, 11 Uhr
Der Ende der siebziger Jahre vom Fernsehen der DDR gedrehte „heitere Fernsehfilm“ entstand nach der gleichnamigen Erzählung von Günter de Bruyn und gehörte zu den von ihm als gelungen verzeichneten Verfilmungen seiner Werke. In den Hauptrollen sind Dieter Montag und Franziska Troegner zu sehen, daneben spielen u. a. Gudrun Ritter, Jenny Gröllmann, Carola Braunbock und Walter Lendrich. Franziska Troegner ist Gast der Filmvorführung und steht im Anschluss für ein Gespräch bereit.

Die Veranstaltung findet online statt!
Am 25. April sind der Film und das anschließende Gespräch mit Franziska Troegner von 11 bis 14 Uhr auf unserer website und auf youtube anklickbar, ab 14 Uhr ist nur noch das Gespräch mit Franziska Troegner erreichbar. 


Jubelschreie, Trauergesänge.
Günter de Bruyn – Ein deutsches Schriftstellerleben

Internationale Konferenz

Freitag, 9. April bis Samstag, 10. April  2021, digital

Programm und Teilnehmende der Konferenz finden Sie hier.



Die Konferenz findet als Arbeitstreffen überwiegend digital statt, eine Anmeldung für die Zoom-Veranstaltung senden Sie bitte an rolka@kleist-museum.de.
Die Konferenzbeiträge werden ab 21. April auf YouTube und auf unserer Website zu sehen sein. 

Die Konferenz wird gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung, von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg und vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) e.V.


Jubelschreie, Trauergesänge.
Günter de Bruyn – Ein deutsches Schriftstellerleben

Eröffnung der Internationalen Konferenz

Donnerstag, 8. April 2021, 19 Uhr, Live-Stream

Roland Berbig [Humboldt-Universität zu Berlin/Theodor-Fontane-Gesellschaft]: Eröffnungsvortrag: Wie Thoreau einst am Waldensee. Für sich und uns – Günter de Bruyns Schreiben

Die Veranstaltung wird über die Website des Kleist-Museums und bei YouTube live übertragen.

Die Konferenz wird gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung, von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg und vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) e.V.


Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten

Vernissage

Donnerstag, 8. April 2021, 17 Uhr, Live-Stream

Hannah Lotte Lund, Direktorin des Kleist-Museums: Als Poesie gut – Begrüßung

Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg: Grußwort – online

Christiane Barz, Kuratorin der Ausstellung: Einführungsvortrag Musikalische

Begleitung: Klaudyna Schulze-Broniewska (v) und Robert Starke (p) spielen Werke von Händel, Bach und Veracini.

Die Veranstaltung wird über die Website des Kleist-Museums und bei YouTube live übertragen.


Die Ausstellung wird gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom Land Brandenburg und vom Förderkreis Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb).


Günter de Bruyn und das Märkische

Salon Kleist

Dienstag, 30. März 2021, 17 Uhr, Livestream

Im Vorfeld unserer Ausstellung „Günter de Bruyn. Märkische Schreibwelten“ wollen wir neugierig machen auf einen Schriftsteller, durch dessen gesamtes Werk, das deutschlandweit und darüber hinaus wahrgenommen und geehrt wurde und wird, sich die Kultur, Literatur und Geschichte Brandenburgs zieht. Die Ausstellung schöpft aus dem Nachlass de Bruyns, der im deutschen Literaturarchiv Marbach liegt und erstmals auch aus dem privaten Archiv des Schriftstellers. Im Salon sprechen die Kuratorin der Ausstellung, Christiane Barz, und der langjährige Direktor des Kleist-Museums und Sohn des Schriftstellers, Wolfgang de Bruyn, über die Herausforderungen und vor allem die Freuden beim Aufbau der kommenden Sonderausstellung des Kleist-Museums.

 

Die Veranstaltung wird live gestreamt und steht ab 31. März unter www.kleist-museum.de und auf YouTube zur Verfügung.


Zum 90. Geburtstag von Wolfgang Kohlhaase – "Erfindung einer Sprache"

Lesung und Gespräch

Mit Bastienne Voss, Ines Burdow und Wolfgang Kohlhaase

Dienstag, 23. März 2021, 19 Uhr, Livestream

„Mit seinem Witz, seiner melancholischen Brillanz und seiner novellistischen Durchschlagkraft ist dieser Erzählband schlicht ein Meisterwerk“, schrieb Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung. Der Drehbuchautor, Schriftsteller und Regisseur Wolfgang Kohlhaase gilt als „einer der wichtigsten Drehbuchautoren der deutschen Filmgeschichte“ schrieb Der Spiegel im Jahr 2009. Regisseure und Filmkenner setzen Kohlhaases genaue Beobachtungsgabe und seinen Sprachwitz mit dem Können von Erich Kästner und Billy Wilder gleich. Filme wie Solo Sunny, Sommer vorm Balkon, Die Stillenach dem Schuß, In Zeiten des abnehmenden Lichts und noch viele mehr sind allgemein bekannt, doch dass Wolfgang Kohlhaase auch ganz ausgezeichnete Prosa schreibt, wissen die wenigsten.
Die Schauspielerinnen Bastienne Voss und Ines Burdow haben sich Kohlhaases Prosa vorgenommen und gemeinsam mit dem Autor eine Lesung konzipiert. Der 2020 erschienene Kinofilm Persischstunden mit Lars Eidinger und Nahuel Pérez Biscayart in den Hauptrollen beruht auf einer dieser Geschichten, die die Schauspielerinnen vorstellen werden. Die Erzählungen stammen aus dem Band Silvester mit Balzac, der vom Verlag Klaus Wagenbach unter dem Titel Erfindung einer Sprache soeben neu aufgelegt wurde.

Die Veranstaltung wird live gestreamt und steht ab 24. März unter www.kleist-museum.de und auf YouTube zur Verfügung.


Hannah Lotte Lund: Rahel Levin Varnhagen

Vortrag und Konzert

Sonntag, 7. März 2021, 17 Uhr, online

Sie war eine der besten Menschenkennerinnen ihrer Zeit, Prinz Louis Ferdinand nannte sie seine „geistige Hebamme“. Um 1800 führte sie einen der bekanntesten „Salons“ in Berlin, war Gastgeberin geselliger Zusammenkünfte, die Menschen unterschiedlicher Weltanschauung und Glaubensrichtung, Adlige und Bürgerliche, Dichter, Naturforscher, Politiker verbanden und das Ideal der Geselligkeit feierten. Am 7. März, dem 188. Todestag Rahel Levin Varnhagens, spricht Hannah Lotte Lund in der Mendelssohn-Remise über das „Who is Who“ der Berliner Salons um 1800 und stellt ausgewählte Konstellationen bekannter und unbekannter Gäste der Jägerstrasse vor. Petra Kießling (Violoncello), Beatrix Hülsemann (Violine) und Beni Araki (Hammerflügel) spielen das Trio Es-Dur op. 10 von Prinz Louis Ferdinand von Preußen.

Die Veranstaltung findet am historischen Ort, aus gegebenem Anlass ohne Publikum, statt.

Ab 7. März steht die Veranstaltung unter www.kleist-museum.de und auf YouTube zur Verfügung.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Mendelssohn-Gesellschaft.


Familiensonntag am 28.02.

Beim Familiensonntag bietet Tina Kemnitz literarische Aktionen für Groß und Klein. Diesmal lädt sie zu einer Sonderaktion ein. Mit dem Ticketcode KLEIST können sich Familien Buchempfehlungsvideos für aktuelle Kinder- und Jugendbücher (Klasse 1-10) anhören. Unterhaltsam, interaktiv und spielerisch werden Neuerscheinungen der letzten Jahre ebenso wie Klassiker der Kinderliteratur vorgestellt - nur außergewöhnlich tolle Bücher werden empfohlen. Die Aktion ist am 28.02. von 15:00-16:30 Uhr gültig. Eine kurze Anleitung finden Sie hier.

Ein Spaß für alle Zuhörer*innen.


„Lesen aus Liebe“

Zum Valentinstag

Sonntag, 14. Februar 2021, 11 Uhr, online

Zum Valentinstag lädt das Kleist-Museum zu einer Online-Lesung der schönsten Liebesgedichte und der innigsten Liebesbriefe aus Geschichte und Gegenwart ein. Das „Parktheater Edelbruch“, das uns im letzten Jahr zum Valentinstag mit seiner Fassung von Tschechows „Die Dame mit dem Hündchen“ begeisterte, hat aus von unserem Publikum eingesandten Lieblings-Liebesgedichten und aus Liebesbriefen gänzlich unbekannter Liebespaare eine Auswahl getroffen und liest die schönsten Gedichte und die innigsten Briefe.

Für alle zugesandten Gedichte und Briefe bedanken wir uns mit einer kleinen Überraschung bei den Einsender*innen, die pünktlich am 14. Februar bei allen Beteiligten sein wird.

Die Lesung ist ab dem 14. Februar, 11 Uhr, auf unserer Website und auf unserem YouTube-Kanal erlebbar.


Familiensonntag im Kleist-Museum

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet digital statt!
 

Kulturelle Bildung

Sonntag, 31. Januar 2021, 15 Uhr

Beim Familiensonntag bietet Tina Kemnitz literarische Aktionen für Groß und Klein. Diesmal lädt sie zu einer Sonderaktion ein. Mit dem Ticketcode KLEIST können sich Familien Buchempfehlungsvideos für aktuelle Kinder- und Jugendbücher (Klasse 1-10) anhören. Unterhaltsam, interaktiv und spielerisch werden Neuerscheinungen der letzten Jahre ebenso wie Klassiker der Kinderliteratur  vorgestellt - nur außergewöhnlich tolle Bücher werden empfohlen. Die Aktion ist am 31.01. von 15:00-16:30 Uhr gültig. Eine kurze Anleitung finden Sie hier.

Ein Spaß für alle Zuhörer*innen.

 

"verzeyhen Sie nur einem Kranken…" Lesung und Gespräch zu Franz Alexander von Kleist

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet digital statt!


Salon Kleist

Dienstag, 26. Januar 2021, 17 Uhr, online

1792 arbeitet Franz Alexander von Kleist an seinem dramatischen Gedicht Sappho, das im Spätsommer bei der Vossischen Buchhandlung publiziert wird. Der Entstehungsprozess des Werkes, das eines der bekannteren dieses mittlerweile unbekannten Dichters ist, wird in mehreren Briefen an den Verleger Voß dokumentiert. Im Frühjahr 2020 konnte das Kleist-Museum mit Unterstützung des Förderkreises Kleist-Museum einen dieser Briefe erwerben. Im Salon Kleist wird die neue Faksimileausgabe "verzeyhenSie nur einem Kranken…" - Franz Alexandervon Kleist an seinen Herausgeber. Brief vom 21. August  1792 präsentiert und aus der Sappho gelesen.

Die Veranstaltung findet live statt. Bitte klicken Sie hierfür zum Veranstaltungstermin auf unseren YouTube-Kanal.


Spannend Kleist-Texte vorlesen – aber wie?

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet digital statt!
 

Kulturelle Bildung - Für Erwachsene!

Donnerstag, 21. Januar 2021, 17 Uhr

Wie setzt man (Kleist-)Texte als Sprecher*in um? Tina Kemnitz, bis Sommer 2021 im Bereich Kulturelle Bildung Mitarbeiterin des Kleist-Museums, präsentiert auf unterhaltsame und kurzweilige Art ihr Wissen und Können als Sprechwissenschaftlerin und professionelle Vorleserin. Sie erzählt, was Schauspieler*innen in ihrer Ausbildung an sprechtechnischem Handwerkszeug erlernen, wie Texte für das Sprechen und Vorlesen bearbeitet werden und wie man durch die Art des Vortrags die Aussage eines Textes verstärken, neutralisieren und sogar persiflieren kann. Da sie selbst seit vielen Jahren als Vorleserin und Sprecherin arbeitet, kann sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch demonstrieren, wie Kleist-Texte klingen (können).

Die Veranstaltung finden Sie zum Termin auf unserer Webseite.


Kaube trifft (IV)

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet digital statt!


Gesprächsreihe in Medienpartnerschaft mit der F.A.Z.

Sonntag, 17. Januar 2021, 11 Uhr, online

Am Beispiel des umstrittensten Stück Heinrich von Kleists beschäftigt sich die Sonderausstellung "Das deutscheste Drama. Kleists Herrmannsschlacht und der Zeitgeist" mit bis heute brisanten Themen wie Nationalismus, Propaganda oder Ge- bzw. Mißbrauch von Literatur. Um eine Diskussion dieser Fragen anzustoßen, laden das Kleist-Museum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu vielstimmigen Debatten ein.

Zur Finissage der Ausstellung unterhält sich Jürgen Kaube mit seinem Kollegen Simon Strauß über die schillernde Textsorte ‚Theaterkritik‘. Eine Lesung aus kurzweiligen Kritiken mehrerer Herrmannsschlacht-Inszenierungen umrahmt das Gespräch.

Den Zugangscode erhalten Sie unter: 

rolka@kleist-museum.degribnitz@kleist-museum.de ​

Ab 48 Stunden nach dem Termin wird die Veranstaltung hier online verfügbar sein.


"Mein Thema ist fast immer Kleist" - Zum 1. Todestag von Alexander Weigel

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung findet digital statt!


Lesung und Gespräch

Mittwoch, 13. Januar 2021, 17 Uhr, online

Blanche Kommerell und Kristin Schulz erinnern mit einer Lesung aus seinen Texten und einem Gespräch zu seinem Leben an den Dramaturgen, Autor und Herausgeber, an den Freund und Menschen Alexander Weigel. Als Gründungsmitglied des Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e. V. und berufenes Mitglied im Ausschuss des Kleist-Museums hat Alexander Weigel auch die Arbeit des Kleist-Museums bis 2010 entscheidend geprägt. Die Beschäftigung mit Kleist war über Jahrzehnte eins seiner treibenden Themen, er war als Dramaturg an der theatralischen Auseinandersetzung mit dem Dichter ebenso beteiligt wie an den wissenschaftlichen Studien zu den Texten Kleists, genannt sei nur seine Arbeit zu Über das Marionettentheater. 
Die Lesung wird musikalisch begleitet von Wolf Bender (v).

​Den Zugangscode zur Live-Online-Veranstaltung erhalten Sie bis 60 min vor der Veranstaltung ​unter: rolka@kleist-museum.de.

Spätestens 48 Stunden nach dem Termin wird die Veranstaltung hier online verfügbar sein.


Auf Kleists Spuren in Frankfurt (Oder) - Geocaching für Kinder und Jugendliche

Bitte beachten Sie: Die Veranstaltung entfällt!


Kulturelle Bildung

Mittwoch, 13. Januar 2021, 15 Uhr

Diese moderne Schatzsuche führt Schülerinnen und Schüler in Zweierteams durch Frankfurt (Oder). Treffpunkt ist das Kleist-Museum. Hier werden die Teilnehmenden ausgestattet mit GPS-fähigen Smartphones und begeben sich auf Spurensuche durch die Kleist-Stadt.

Für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Voranmeldung unter: dalchau@kleist-museum.de

Dauer: ca. 1 Stunde
Gebühr: 1,- Euro pro Person