mobile Navigation

Kleist romantisch

Sonderausstellung
verlängert bis 19. Februar 2023

War Heinrich von Kleist – immerhin Zeitgenosse von Brentano, Tieck, Fouqué, Eichendorff, E.T.A. Hoffmann – Romantiker? Was meinen wir, wenn wir heute etwas als „romantisch“ bezeichnen, und was bedeutet der Begriff fachwissenschaftlich? Kleist nannte in einem Brief an den Verleger Johann Heinrich Cotta sein Stück Das Käthchen von Heilbronn der „romantische[n] Gattung“ zugehörig. Obwohl er vermutlich nur auf den mittelalterlichen Stoff verwies, lässt sich anhand der enormen Wirkung des Käthchens im 19. Jahrhundert – Theater, Gemälde, Illustrationen – eine Art Romantisierung des Stückes und damit des Autors nachzeichnen.

Um diese Zuschreibung zu testen, werden direkte Begegnungen zwischen Kleists Texten und Texten typischer ‚romantischer‘ Autoren in der neuen Sonderausstellung herbeigeführt. Unterscheiden sich Kleists und Wackenroders Beschreibungen der Sixtinischen Madonna? Hört sich die Gewalt der Musik bei Kleist anders an als bei E.T.A. Hoffmann? Gleichen sich Kleists und Eichendorffs Gedichte? War Kleist also Romantiker? Die letzte Antwort geben Sie, die Besucher*innen der Ausstellung! Lassen Sie sich dafür auf den verschiedenen interaktiven Stationen von den Informationen, Bildern und Objekten überraschen.

 

Begleitbuch zur Sonderausstellung: Kleists romantisches Stammbuch hg. vom Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) 2022, ISBN: 978-3-938008-79-9, 24 Euro

Das Buch ist vor Ort im Kleist-Museum oder hier im Online-Shop erhältlich.

 

Das „Romantik-Hotel Kleist“

Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg leiten während der Laufzeit der Sonderausstellung das „Romantik-Hotel Kleist“. Sie sind herzlich zu einem literarischen Kurzurlaub mit Heinrich von Kleist eingeladen. Schreiben Sie eine romantische Postkarte an Ihre Liebsten und nehmen Sie Hotelutensilien mit nach Hause.

Ein besonderes Highlight: die Klangcollage. Vertonen Sie Ihre Assoziationen zu Kleist, die dann Teil der Ausstellung werden und die auditive Installation täglich wachsen lassen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Zum Aufenthalt in einem Romantik-Hotel gehört ohne Zweifel Zweisamkeit. Die Studierenden haben daher noch punktuelle Interventionen gestaltet, die romantische Spielarten von Zweisamkeit bei und mit Heinrich von Kleist vorstellen. Sichtbar werden die Brüche hinter den kommerziell verbreiteten Bildern von Candlelight-Dinner oder Rosen bestreuten Doppelbetten.

Neugierig geworden? Die kleinen Appetithäppchen in Sachen Zweisamkeit finden Sie hier.

 

Ausstellungsflyer DeutschExhibition Flyer English

Kuration: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum, in Zusammenarbeit mit Studierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Gestaltung: Studio Neue Museen, Halle

Förderung: Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute – AsKI e. V. aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Sparkasse Oder-Spree