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Kleist-Museum Frankfurt (Oder)

Di | 27.10.2020

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ständige Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Mit drei grundsätzlichen Fragen muss sich eine Ausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Heinrich von Kleist auseinandersetzen: Wie lässt sich im visuellen Medium Ausstellung ein Leben attraktiv präsentieren, das — außer einer Miniatur — keine anderen gegenständlichen Zeugnisse hinterließ als beschriebene Blätter? Welche Beziehung zwischen der Person Heinrich von Kleist und den von ihm geschaffenen literarischen Werken soll hergestellt werden? Und wie stellt man eigentlich Literatur aus? Die neue Dauerausstellung des Kleist-Museums geht nun das Wagnis ein, Leben und Werk Kleists getrennt zu präsentieren.

Kuratorin: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum
Ausstellungsgestaltung: Arge Panatom und szenographie valentine koppenhöfer
Foto: (c) Lorenz Kienzle

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Di | 27.10.2020

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Ausstellung

Das deutscheste Drama. Kleists "Herrmannsschlacht" und der Zeitgeist

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:10.00 Uhr - 18.00 Uhr

Schließtage:Montag

Preise:5,- Euro / erm. 3,- Euro

Heinrich von Kleists Drama Die Herrmannsschlacht hat eine wechselvolle Wirkungsgeschichte. Das ist vor allem dem Gegensatz zwischen Kleists Stoffwahl und seiner komplexen Ausgestaltung dieses Stoffes geschuldet.

In der sogenannten Hermanns- oder Varusschlacht vernichteten im Jahre 9 verbündete germanische Stämme unter der Führung eines Arminius (Hermann) drei Legionen des römischen Statthalters Varus. Dieses Ereignis wurde seit dem 15. Jahrhundert zum Gründungsmythos einer vereinten und freien deutschen Nation geformt. Kleists Herrmann jedoch ist kein edler Held, sondern betrügt und manipuliert jeden, sogar seine Ehefrau, um Haß gegen die Römer zu entfachen. Szenen radikaler Grausamkeit demonstrieren deutlich, welche Kosten an Menschlichkeit jeder Krieg fordert.

Nationalmythischer Gegenstand in abgründiger Darstellung – dieser Zwiespalt bestimmt auch die Aneignung der Herrmannsschlacht durch die Theater. Kleist bezeichnete sein Drama als "einzig und allein auf diesen Augenblick berechnet" und wollte es unter jeder Bedingung gespielt wissen (Brief an Collin, 20. April 1809). Doch erst am 18. Oktober 1860 wurde es uraufgeführt. Was passiert, wenn ein Stück nach seinem eigentlichen Augenblick, unter einem neuen Zeitgeist auf die Bühne gebracht wird?

Diese Frage aufnehmend, folgt die Ausstellung dem Weg der Herrmannsschlacht durch die deutschsprachigen Theater zwischen 1860 und 2019. Die aktuellste Inszenierung aber entsteht am Ende der Ausstellung: Mit Hilfe von Textausschnitten, Bühnenbildern und Requisiten können die Besucher*innen ihre ganz eigenen Herrmannsschlachten auf die Bühne bringen.

Kuration: Barbara Gribnitz
Gestaltung: Panatom Corporate Communication

Bitte beachten Sie: Aufgrund der geltenden Abstandsregeln sind die Plätze des Kleist-Museums begrenzt. Eine Voranmeldung ist deshalb erforderlich: Tel. Kasse: 0335-387 221 30, E-Mail: kasse@kleist-museum.de.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

Di | 27.10.2020

Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Lesung

„Wo ist mein Rock aus allen Blumen der Welt“: Gedichte verbinden – Papusza, Karin Wolff, Angelika Ku´zniak

Veranstaltungsort:Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Uhrzeit:18.00 Uhr

Preise:Eintritt frei!

Lesung mit Simultanübersetzung (PL)

Drei Frauen, eine Region: Wir laden zu einem besonderen Poesie-Abend, begleitet von Gedichten der polnischen Roma-Dichterin Papusza (Bronisława Wajs), ein. Den Geburtstag der Frankfurter Übersetzerin Karin Wolff († 2018) nehmen wir zum Anlass, die aus dem Romanes ins Polnische und von Karin Wolff ins Deutsche übersetzten Gedichte Papuszas in drei Sprachen erklingen zu lassen. Mit Angelika Kuźniak, der aus Słubice stammenden Schriftstellerin, Journalistin und Biografin Papuszas, sprechen wir über die besonderen Umstände, die zur internationalen Bekanntheit der polnischen Roma-Dichterin beigetragen haben. Lesung und Gespräch werden simultan übersetzt.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Karl Dedecius Archiv am Collegium Polonicum.

Gefördert im Programm 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Kleist-Museum
Faberstraße 6-7
15230 Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 - 387 221 0

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