Herzlich willkommen zum Webauftritt für Heinrich von Kleist


"Ich will ein Bauer werden" — Heinrich von Kleist und die Schweiz

  • Marquardt Wocher: Ansicht von Thun; © Gottfried Keller Stiftung

25. Februar bis 25. November 2012, Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Eine gemeinsame Ausstellung von Stadt Thun, Museum Strauhof, Zürich und Kleist-Museum, Frankfurt (Oder), mit freundlicher Unterstützung der Schweizerischen Botschaft. Gefördert von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

 

"Ich will im eigentlichsten Verstande ein Bauer werden", schrieb Heinrich von Kleist am 10. Oktober 1801 an Wilhelmine von Zenge und lud sie ein, das Landleben mit ihm zu teilen. Als Landmann in der Schweiz wollte er seiner Verlobten "zeigen, welch' ein Glück uns bevorsteht, an das kein anderes reicht". Es ist anders gekommen. 

Seit Ende 1801 bereiste Heinrich von Kleist die Schweiz. Die obere Aare-Insel in Thun am Rand des Berner Oberlands sollte seine neue Heimat werden, hier wollte er seinen Traum in der Nachfolge Rousseaus verwirklichen.  

Obwohl dieses – von vornherein unrealistische – Experiment scheiterte, war Kleists Schweizer Zeit doch überaus bedeutsam für seinen weiteren Werdegang als Dichter: Hier vollendete er seinen Erstling "Die Familie Schroffenstein", und im "Dichter-Wettstreit" mit seinen Berner Freunden Zschokke, Wieland und Gessner nahmen die Ideen für das Lustspiel "Der zerbrochne Krug" Form an.  

Die von Anett Lütteken, Leiterin der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich und Philipp Burkard, Leiter der Kulturabteilung der Stadt Thun kuratierte Ausstellung zeigt den historischen und literarischen Kontext von Kleists Aufenthalt auf dem Thuner „Inseli“ ebenso wie dessen kreative Rezeption in Literatur, Malerei und Musik. Nach Stationen im Schlossmuseum Thun und im Strauhof Zürich kommt die Ausstellung jetzt für 9 Monate in die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder).

 


Frankfurt Kleista. Frankfurt nad Odrą około 1800 roku / Kleists Frankfurt. Frankfurt (Oder) um 1800

Studencki projekt wystawy dot. historii miasta przygotowany we współpracy z Muzeum Kleista i Collegium Polonicum. / Das studentische Ausstellungsprojekt in polnischer Sprache im Collegium Polonicum.

9. November 2011 bis 29. Februar 2012 
Collegium Polonicum, Słubice

Was war das eigentlich für eine Stadt, in der Heinrich von Kleist aufwuchs, in der er studierte und zu der er zeitlebens durch familiäre und freundschaftliche Bande enge Beziehungen pflegte? Wodurch zeichnete sich Frankfurt mit seinen Stadtteilen beiderseits der Oder an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert aus? Studierende der Europa-Universität Viadrina sind diesen und weiterführenden Fragen im Wintersemester 2010/2011 im Rahmen eines Projektseminars nachgegangen und haben daraus in Kooperation mit dem Kleist-Museum und dem Collegium Polonicum eine Ausstellung entstehen lassen, die unterschiedlichste Aspekte der Frankfurter Stadt- und Universitätsgeschichte um 1800 beleuchtet und mit dem Lebensweg Heinrich von Kleists in Beziehung setzt. mehr


„Michael Kohlhaas“ – radikaler Stoff für die Schule

Seine Werke, seine Sprache, sein Leben – nicht nur im Kleist-Jahr 2011 ist der Schriftsteller Heinrich von Kleist fester Bestandteil vieler Lehr- und Bildungspläne. Was aber kann Jugendliche auch heute noch an diesem Autor faszinieren? Die Radikalität seiner Themen und seiner Sprache sind ungebrochen. In der Novelle „Michael Kohlhaas“ führt uns Kleist einen Protagonisten vor, der stets zwischen Extremen changiert: Macht vs. Ohnmacht – Selbstjustiz vs. Gesetzesergebenheit – gerechter Kampf vs. Terrorismus. Eine Übersetzung ins Heute drängt sich an vielen Stellen auf. mehr


Unterrichtseinheit "Heinrich von Kleist - Tod am Wannsee"

DEUTSCHUNTERRICHT aktuell

Am 21.11.1811 hat sich Kleist zusammen mit Henriette Vogel das Leben genommen.
Der Westermann Verlag erinnert an Leben und Sterben des Dichters mit Auszügen aus einer Biografie und Abschiedsbriefen sowie Passagen aus seiner Abhandlung über das Glück.

Die Arbeitsblätter als PDF-Download finden Sie hier

Quelle: Westermann; www.d-unterricht.de


Kleist: Krise und Experiment

  • © pur/Fotolia

Ausstellung bis 29. Januar 2012

Ephraim-Palais / Stadtmuseum Berlin
Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

Das wechselvolle Leben Heinrich von Kleists war von Krisen und Katastrophen geprägt, denen er mit ständig wechselnden Lebensentwürfen und Experimenten begegnete. Die kulturhistorische Doppelausstellung in Frankfurt (Oder) und Berlin nähert sich der ungewöhnlichen Biografie und dem herausragenden Werk und vermittelt die Nähe Kleists zu heutigen Lebenswelten und Lebensgefühlen. Sie wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Gesprächen, Vorträgen, Literaturverfilmungen, Lesungen und Musikabenden begleitet. mehr


Der Katalog zur Doppelausstellung in Berlin und Frankfurt (Oder)

Kleist: Krise und Experiment


Anlass der von Prof. Dr. Günter Blamberger und Stefan Iglhaut herausgegebenen Publikation ist die Doppelausstellung „Kleist: Krise und Experiment“, die im Kleist-Gedenkjahr zeitgleich in Berlin und Frankfurt (Oder) stattfindet. Der Katalog beschreibt die diskursiven Themenräume der Ausstellung in einzelnen Kapiteln, ergänzt durch Überblickstexte zum historischen Kontext und Personalia-Rubriken. Dem vorangestellt ist ein Teil mit elf Essays von namhaften Kleist-Experten, die den Zusammenhang von Krise, Kritik und Reformideen damals und heute diskutieren. mehr


Die Akte Kleist

  • Meret Becker und Alexander Beyer

Ein Film von Simone Dobmeier, Hedwig Schmutte und Torsten Striegnitz.

Eine Produktion von Gebrüder Beetz.

In Zusammenarbeit mit rbb/ARTE. Gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

21. November 1811 am Kleinen Wannsee bei Berlin. Ein junger Mann und eine Frau laufen scherzend und einander jagend durch den Wald. Sie bestellen sich aus dem nahe gelegenen Gasthof Kaffee, einen Tisch und zwei Stühle ans Seeufer. Sie wirken dabei ausgelassen und vergnügt. Nur wenige Minuten später fallen zwei Schüsse.

Der Tod am Wannsee – ein spektakulärer Fall, der die Nachwelt bis heute verstört und gleichermaßen fasziniert. Der deutsche Dichter Heinrich von Kleist wird erschossen aufgefunden – was soll das heißen? Was genau ist am Nachmittag des 21. November 1811 hier am Kleinen Wannsee geschehen? Was weiß man über diese Frau, die gemeinsam mit ihm starb?

Hier sowie unter www.rbb-online.de/die-akte-kleist finden Sie zusätzliche Informationen, Interviews und Bildmaterial.


Kleist Experiment: Die erste Ausstellungsapp in Berlin

Kleist war ein Nomade, sein Leben lang ist er gereist. Heute ist Mobilität ganz selbstverständlich, Smartphones gehören einfach dazu. Kleist unterwegs – wo und wann immer Sie wollen. Nutzen Sie die kostenlose Kleist App , gehen Sie auf Spurensuche in Berlin und Brandenburg zu Heinrich von Kleists Werk, seiner Biographie und Lebenswegen.
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Einen Tag mit Kleist verbringen...

Wir stellen 11 Fragen an Kleist-Kenner. Im Mittelpunkt steht dabei der persönliche Zugang zu Kleists Leben und Werk. Die Fragen sind z. T. hypothetischer Natur, um Fantasie und Vorstellungskraft Raum zu geben. mehr


Aus der Schatzkammer des Kleist-Museums #5

  • © Kleist-Museum

D. Christian Ernst Wünsch: Kosmologische Unterhaltungen für junge Freunde der Naturerkenntniß. Zweiter Band: Von der Eigenschaft der irdischen […] und von den Naturbegebenheiten auf Erden. Zweite Auflage. Mit zwanzig illuminirten Kupfertafeln. Leipzig, 1794, bei Joh. Gottl. Imm. Breitkopf, Sohn u. Comp.

Bei Christian Ernst Wünsch (1744 - 1828) hörte Kleist während der Frankfurter StudienzeitVorlesungen über Elementarmathematik, Analysis, Statik, Mechanik sowie Experimentalphysik.
Wünsch war seit 1784 an der Viadrina als Professor für Naturlehre und Mathematik tätig. Die zweite Auflage seiner „Unterhaltungen“ bildeten 1799/1800 Heinrich von Kleists Hauptlektüre.

Die „Kosmologischen Unterhaltungen“ enthalten 26 Abschnitte über verschiedene Naturerscheinungen wie Licht, Bewegung, Magnetismus, Elektrizität, Erdbeben, Gewässer.

Mehr Schätze des Kleist-Museums