Herzlich willkommen zum Webauftritt für Heinrich von Kleist


Karl-Ludwig von Klitzing: Atemlos. Erlebnisse eines Brandenburger Mediziners

Buchpremiere

Donnerstag, 28. August 2014, 19 Uhr
Kleist-Museum, Frankfurt (Oder)

„Wir brauchen eine vollkommene Demokratisierung, Reisefreiheit, Rede- und Pressefreiheit, Chancengleichheit, Perspektiven für jeden Einzelnen, ein besseres Bildungssystem.“ Diesen Satz, auf den Treppenstufen zum Brunnenplatz eingelassen, sprach Dr. Karl-Ludwig von Klitzing am 1. November 1989 bei der ersten Demonstration von 35.000 Frankfurterinnen und Frankfurtern. Mutige Worte eines engagierten Arztes und Mitbegründers des Neuen Forum in Frankfurt (Oder). Fünfundzwanzig Jahre später blickt er zurück und berichtet aus seinem Berufsalltag vor und nach 1989. Es geht um Geburt und Tod, um Grenzerfahrungen und Hoffnungen, um Kurioses und Absurdes. Auch die Erfahrungen mit den unterschiedlichen Gesundheitssystemen kommen zur Sprache. Von Klitzing reflektiert subtil das komplexe Verhältnis von Patient und Arzt, von Krankheit und Gesellschaft – und spart auch nicht den eigenen, unfreiwilligen Perspektivwechsel vom Arzt zum Patienten aus.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Kleist-Museum und Verlag für Berlin Brandenburg. 

Eintritt frei!


  • Marcel Beyer, Foto: © Sven Paustian

Hortensia Voelckers verleiht den Kleist-Preis 2014 an Marcel Beyer

Der Kleist-Preis des Jahres 2014 geht an den Dresdner Schriftsteller
Marcel Beyer. Bekannt geworden ist er durch Romane wie "Flughunde", "Spione" oder "Kaltenburg", Gedichtbände wie "Falsches Futter"  oder "Erdkunde", Essays wie "Nonfiction" oder Erzählungen wie "Putins Briefkasten", die dunkle Verflechtungen von Wissenschaft, Kunst und
Politik in der deutschen und europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts
in häufig experimentellen Darstellungsformen aufspüren. Marcel Beyer erhielt dafür bereits zahlreiche Preise, u.a. den Berliner Literaturpreis (1996),
den Heinrich-Böll-Preis (2001), den Friedrich-Hölderlin-Preis (2003) oder
den Joseph-Breitbach-Preis (2008).
Der Kleist-Preis wird Marcel Beyer am 23. November 2014 in Berlin während einer Matinée im Berliner Ensemble übergeben. mehr


Rückblick


Einweihung des neuen Kleist-Museums und Eröffnung der ständigen Exposition "Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung"

  • Eingang zum neuen Kleist-Museum, Foto: © Horst Drewing
  • Blick in die Ausstellung, Foto: © Anastasia Hermann, Waldemar Salesski, Berlin

Knapp 350 Gäste kamen zur Einweihung des neuen Kleist-Museums am 17. Oktober nach Frankfurt (Oder). Ministerialdirigent Günther Winands, der stellvertretend für den wegen Krankheit verhinderten Staatsminister für Kultur, Bernd Neumann, das neue Haus eröffnete, hob den neuen Museumsbau als ein Paradebeispiel für gelungenen Föderalismus hervor: Bund, Land Brandenburg und Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) haben den mit Mitteln der Europäischen Union kofinanzierten Bau gemeinsam erfolgreich zum Abschluss gebracht. Winands brachte die Freude des Staatsministers über das neue Kleist-Museum, dessen Entstehen er vom 1. Spatenstich an begleitet hatte, zum Ausdruck und stellte die Wiederaufnahme der institutionellen Förderung durch den Bund in Aussicht. 

Sabine Kunst, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Brandenburg,würdigte das Kleist-Museum als kulturellen Leuchtturm in Brandenburg mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. 

Die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft wird zukünftig ihre Geschäftsstelle im neuen Museum einrichten, wie Günter Blamberger, Präsident der Kleist-gesellschaft, auf der Pressekonferenz im Vorfeld betonte. 

Martin Wilke, Oberbürgermeister des Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) und damit Bauherr des neuen Hauses, nutzte die Gelegenheit zum Dank an alle beteilgten Firmen.  

Wolfgang de Bruyn, Direktor des Kleist-Museum, freute sich über die gelungene Eröffnung des Hauses und das erste große Projekt: „Rätsel. Kämpfe. Brüche. Die Kleist-Ausstellung" wird für die nächsten Jahre ein besonderer Anziehungspunkt, insbesondere auch unter der Fragestellung „Wie stellt man Literatur aus“ sein. 

Die von Barbara Gribnitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kleist-Museum, kuratierte und von der ARGE panatom/szenographie valentine koppenhöfer unter der künstlerischen Leitung von Jule Hass und der Projektleitung von Philipp Hartung gestaltete Ausstellung ist ab sofort täglich außer Montag von 10-18 Uhr zu besichtigen.

Der Katalog zur Ausstellung ist für 19.50 € im Kleist-Museum und im Buchhandel erhältlich.


Nike Wagner verlieh Kleist-Preis 2013 an Katja Lange-Müller

Am 17. November wurde während einer Matinée im Spiegelsaal des Berliner Ensembles der Kleist-Preis an Katja Lange-Müller übergeben. mehr
Die Rede des Präsidenten der Kleist-Gesellschaft, Prof. Günter Blamberger, finden Sie hier.
Katja Lange-Müllers Dankesrede mit dem Titel "Kleist, der Krieg und die Welt" können Sie hier nachlesen.