Der Kleist-Preis

Der jährlich zu vergebende Kleist-Preis ist mit den ausgewiesenen EUR 20.000,- einer der bestdotierten deutschen Literaturpreise. Die Preissumme wird gestiftet von der Verlagsgruppe Georg von Holzbrinck, dem Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung (Berlin) und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Jedes Jahr entscheidet eine Vertrauensperson darüber, wem der Preis zuerkannt wird. 2009 wählte Péter Esterházy den süddeutschen Schriftsteller Arnold Stadler aus.

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Der Kleist-Preisträger 2010

  • © Paulus Ponizak

Der Preisträger des Kleist-Preises 2010 steht fest: Ferdinand von Schirach, Schriftsteller und Strafverteidiger.
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Ferdinand von Schirach, 1964 in München geboren, ist ein bekannter Berliner Strafverteidiger und legte mit dem im Piper-Verlag erschienenen Erzählband „Verbrechen“ das meistbeachtete Debüt der deutschen Literatur 2009 vor. Sein im Sommer 2010 erschienener zweiter Erzählband «Schuld» stand auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste.
Ferdinand von Schirachs Essay über das Schreiben

Der renommierte Kleist-Preis wurde Ferdinand von Schirach am 21. November 2010 in Berlin während einer Matinée im Berliner Ensemble übergeben. Die Laudatio hielt der Frankfurter Schriftsteller Bernd Eilert, der als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählter Vertrauensmann Ferdinand von Schirach in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt hat.


Die Kleist-Preisträger 1985-2010

2010   Ferdinand von Schirach (bestimmt von Bernd Eilert), Theater am Schiffbauerdamm

2009   Arnold Stadler (bestimmt von Péter Esterházy), Theater am Schiffbauerdamm

2008   Max Goldt (bestimmt von Daniel Kehlmann), Theater am Schiffbauerdamm

2007   Wilhelm Genazino (bestimmt von Ulrich Matthes), Theater am Schiffbauerdamm

2006   Daniel Kehlmann (bestimmt von Uwe Wittstock), Theater am Schiffbauerdamm

2005   Gert Jonke (bestimmt von Jürgen Flimm), Theater am Schiffbauerdamm

2004   Emine Sevgi Özdamar (bestimmt von Hermann Beil), Theater am Schiffbauerdamm Berlin

2003   Albert Ostermaier (bestimmt von Andrea Breth), Theater am Schiffbauerdamm Berlin

2002   Martin Mosebach (bestimmt von Brigitte Kronauer),  Theater am Schiffbauerdamm Berlin

2001   Judith Hermann  (bestimmt von Michael Neumann), Deutsches Theater Berlin Berlin

2000   Barbara Honigmann (bestimmt von Luc Bondy), Deutsches Theater Berlin

1998   Dirk von Petersdorff (bestimmt von Lars Gustafsson),  Deutsches Schauspielhaus Hamburg

1996   Hans Joachim Schädlich (bestimmt von Ruth Klüger), Kaisersaal der Würzburger Residenz

1994   Herta Müller (bestimmt von Walter Hink), Konzerthalle der Stadt Frankfurt (Oder)

1993   Ernst Jandl (bestimmt von Ulrich Weinzierl), Schloßtheater im Neuen Palais Sanssouci, Potsdam

1992   Monika Maron (bestimmt von Marcel Reich-Ranicki), Altes Rathaus der Stadt Regensburg

1991   Gaston Salvatore (bestimmt von Hans Magnus Enzensberger) Schauspielhaus Dresden

1990   Heiner Müller (bestimmt von Beatrice von Matt), Herkules-Saal der Münchner Residenz

1989   Ernst Augustin (bestimmt von Adolf Muschg), Theater der Freien Volksbühne Berlin

1988   Ulrich Horstmann (bestimmt von Günter Kunert), Rathaus der Hansestadt Hamburg

1987   Thomas Brasch (bestimmt von Christa Wolf), Alte Oper der Stadt Frankfurt/Main

1986   Diana Kempff (bestimmt von Joachim Kaiser), Münchner Residenz

1985   Alexander Kluge (bestimmt von Helmut Heißenbüttel), Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz Berlin

 

 

 

 

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