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Hanns Zischler verleiht den Kleist-Preis 2017 an Ralf Rothmann

Ralf Rothmann; Foto: © Heike Steinweg / Suhrkamp Verlag

Der Kleist-Preis des Jahres 2017 geht an den Schriftsteller Ralf Rothmann, 1953 in Schleswig geboren, aufgewachsen in Oberhausen, seit 1976 in Berlin lebend. Rothmann absolvierte eine Maurerlehre, arbeitete als Fahrer, Koch, Drucker, Krankenpfleger und veröffentlicht seit den 80er Jahren Gedichtbände, Erzählungen und Romane im Suhrkamp-Verlag, die vielfach mit Preisen ausgezeichnet wurden – u.a. dem Wilhelm-Raabe-Preis, dem Heinrich-Böll-Preis, dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung oder dem Friedrich-Hölderlin-Preis.
Rothmanns Literatur ist geprägt von autobiographischen Erfahrungen im Ruhrpott und in Berlin, sie kommt aus der Arbeiterschaft, aus dem Kiez, sie ist meisterhaft in ihren lakonischen Alltagsschilderungen und folgt einer Ästhetik des Humanen aus genuin christlicher Verantwortung. Exemplarisch bezeugen das Romane wie Milch und Kohle (2000), Junges Licht  (2004), Feuer brennt nicht (2009) sowie zuletzt Im Frühling sterben (2015), dessen eindringliche Kriegsschilderung die Rezensentin der NZZ, Beatrice von Matt, an Bilder Goyas und an Kleists Poetologie der Unausweichlichkeit erinnerte. mehr


Deutsches Literaturarchiv Marbach übergibt Kleist-Porträt an die Kleist-Stadt Frankfurt (Oder)

Henry de Kleyst (Gefangenschaftsbild)
unbekannter Künstler, Frankreich 1807
Öl auf Büttenpapier, 26 x 22,5 cm,
an den Kanten unregelmäßig beschnitten, achteckig

Als Heinrich von Kleist 1811 starb, hatte er keine Vorsorge für seinen Nachlass getroffen. Die wenigen 'Dinge' Kleists, die es heute noch gibt, verdanken wir seiner Familie, Bekannten oder Behörden; die Wege der Überlieferung sind oft verschlungen. Eines dieser raren Objekte ist das so genannte Gefangenschaftsbild. Es zeigt Kleist in den Monaten seiner Gefangenschaft in Frankreich im Jahre 1807 und ist mit Ölfarbe auf Büttenpapier gemalt. Der Urheber ist unbekannt, der unvollkommenen Technik wegen wird es einem Laien zugeschrieben und in der Kleist-Forschung eher als "Urkunde über sein Aussehen“ bezeichnet. Als solches ist es für die Forschung und die Präsentation allerdings von unschätzbarem Wert.
Die Stationen, die das Bild seit 1807 nahm, sind weitgehend unbekannt. Sicher ist, dass es 1960 über eine Forscherin in das Deutsche Literaturarchiv gelangte und dort angesichts der unklaren Eigentumslage aufbewahrt wurde, um es der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Neuere Recherchen haben ergeben, dass das Bild 1938 auf Betreiben der Kleist-Gesellschaft von der Stadt Frankfurt-Oder "zum Preise von 500,- RM für das Kleistmuseum angekauft" wurde. Unter diesen Umständen hat sich das Deutsche Literaturarchiv Marbach entschlossen, das Gemälde der Stadt Frankfurt (Oder) zurück-zugeben, die es wiederum dem Kleist-Museum zur Verfügung stellen wird.
Am 2. April, 11 Uhr, wird im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) die offizielle Übergabe des Bildes im Rahmen der Vernissage "‘Verdächtiges Subjekt: Henry de Kleyst‘ – Die Ausstellung zum Bild" feierlich begangen. Anschließend ist das wertvolle Exponat für zehn Wochen Mittelpunkt dieser Exposition mit Kleist-Porträts von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Kleist-Museums. Gezeigt werden u.a. Bilder von Max Slevogt, Max Schwimmer, Wieland Förster und Erika Stürmer-Alex.


Franziska vom Heede erhält „Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker“ 2017

Franziska vom Heede; Foto: Wolfgang Goebel

Die Messe und Veranstaltungs GmbH Frankfurt (Oder) und die Stadt Frankfurt (Oder) haben auf einer Pressekonferenz die Preisträgerin des „Kleist-Förderpreises für junge Dramatikerinnen und Dramatiker 2017“ bekannt gegeben. In diesem Jahr geht die renommierte Auszeichnung an Franziska vom Heede, Jahrgang 1991, für ihr Stück Tod für eins achtzig Geld. Der Kleist-Förderpreis ist mit einem Preisgeld von 7.500 € dotiert und mit einer Uraufführungsgarantie verbunden.
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Nachrichten aus der
Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft

Bei der Mitgliederversammlung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft am 19.11.2016 im Literarischen Colloquium Berlin wurde ein neuer Vorstand für die Jahre 2016-2020 gewählt.



Dem alleinvertretungsberechtigten Vorstand gehören an:

Präsident:               Prof. Dr. Günter Blamberger
                                    (Universität zu Köln)

Vizepräsidentin:  Prof. Dr. Gabriele Brandstetter
                                    (Freie Universität Berlin)

Schatzmeister:      Günter Dunz-Wolff
                                     (Hamburg)


Als Beisitzer wurden gewählt:

Prof. Dr. Andrea Bartl (Universität Bamberg)

Dr. Hannah Lotte Lund (Kleist-Museum Frankfurt/Oder)

Prof. Dr. Anne Fleig (Freie Universität Berlin)

PD Dr. Michael Ott (Universität Konstanz)


Dieses Portal wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Sonderausstellung im Kleist-Museum:
2. April bis 11. Juni 2017