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Herzlich willkommen zum Webauftritt für Heinrich von Kleist


Das Kleist-Museum trauert um
Günter de Bruyn

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod des Schriftstellers Günter de Bruyn erfahren. Unsere Gedanken sind jetzt bei seinem Sohn und seiner Familie.

Mit Günter de Bruyn hat die Literatur einen ihrer ganz Großen verloren. Nicht zuletzt durch die Verwurzelung von Leben und Wirken de Bruyns in der Mark Brandenburg wurde in seinem Schaffen die Verbindung von Geschichte, Landschaft und Poesie in einzigartiger Weise fühlbar. Als streitbarer Denker setzte er sich in zwei politischen Systemen aktiv für die Förderung und Etablierung vernunftgemäßen Handelns in Öffentlichkeit und Gesellschaft ein. Günter de Bruyns Stimme wird in der deutschsprachigen Literatur – und uns – für immer fehlen.

Günter de Bruyn war dem Kleist-Museum seit Jahrzehnten verbunden und einer unserer wichtigsten Wegweiser für unser Literaturverständnis, unsere Forschung und Wahrnehmung der Epoche. Günter de Bruyns Vermächtnis ist für die deutsche Literatur, aber auch unsere demokratische Kultur von unschätzbarem Wert. Wir werden ihn und seine poetische Weltsicht vermissen.

In stillem Gedenken
Dr. Hannah Lotte Lund und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kleist-Museums


Die da drüben – Kleist & Konsorten


Kleist-Festtage
1. bis 11. Oktober 2020


Online-Führung durch das Kleist-Museum

Wir laden Sie zu unserer ersten Online-Führung durch das Kleist-Museum und seiner Dauerausstellung ein! Begleiten Sie uns in den Kleist-Kosmos – egal, wo Sie sich gerade befinden und erfahren Sie u. a. mehr über unsere Leuchtbücher, Heinrich von Kleists Korrespondenzen und unsere besonderen Ausstellungsobjekte.

Zur polnischen Version unserer Online-Führung kommen Sie hier



Geburtstagsgeschenk für Franz Freiherr von Gaudy

Pünktlich zu seinem 220. Geburtstag überreichen wir dem in Frankfurt an der Oder geborenen Franz Freiherr von Gaudy (1800-1840) unser - jetzt neu verpacktes... ­­- Geschenk: ein Blog, auf dem die empfindsam-abenteuerlichen Lebenswelten eines heute eher unbekannten Dichters neu zum Leben erweckt werden.


Daniela Strigl verleiht den Kleist-Preis 2020 an Clemens J. Setz

Leider sieht sich die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft aufgrund der herrschenden Pandemie gezwungen, die Verleihung des Kleist-Preises 2020 auf den 27. Juni 2021 zu verschieben. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

Der Kleist-Preis des Jahres 2020 geht an den 1982 in Graz geborenen Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz. Die Verleihung soll während einer Matinée im Deutschen Theater erfolgen. Die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Daniela Strigl hat – als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson – gemäß der Tradition des Kleist-Preises Clemens J. Setz in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt, mit folgender Begründung:

„Den Kleist-Preis erhält mit Clemens J. Setz ein literarischer Extremist im besten Sinne, ein Erzähler und Dramatiker, der seine Leser mit anarchischer Phantasie und maliziöser Fröhlichkeit stets aufs Neue verblüfft, sie an seinem verstörenden Kopf-Universum teilhaben lässt und dabei hinausreißt in den Schwindel der Freiheit. Sein neugieriger Blick auf die Welt verrückt die Maßstäbe der Normalität und verbindet wachste Zeitgenossenschaft mit den ganz alten Fragen, er gilt den Menschen wie den Maschinen und dem, was sie unterscheidet – im Urvertrauen auf die Macht des Bildes und im unausgesetzt ausgesetzten Grenzgang zwischen dem Visionären und dem Pathologischen.“

Die beiden ersten Romane von Clemens J. Setz Söhne und Planeten (2007) und Die Frequenzen (2009) sind im Residenz-Verlag erschienen, die folgenden Romane, Prosa- und Gedichtbände im Suhrkamp-Verlag. Für den Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes (2011) erhielt er den Leipziger Buchpreis, für den Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre (2015) den Wilhelm-Raabe-Preis. 2019 wurde er mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Erzählungen Der Trost runder Dinge (2019).


Das Kleist-Jahrbuch 2019 ist erschienen.

Andrea Allerkamp, Günter Blamberger, Anne Fleig, Barbara Gribnitz, Hannah Lotte Lund und Martin Roussel (Hrsg.)

Im Auftrag des Vorstandes der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft und des Kleist-Museums.

Verlag: J.B. Metzler 

VI, 400 S., kartoniert, Preis: EUR 39,99, ISBN: ISBN 978-3-476-04910-0

(Mehr Informationen hier.)


Dieses Portal wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.


Sonderausstellung